2 Houmt Souk. Wir frühstücken im Hotel-Innenhof. Die Kanarienvögel zwitschern in ihren Käfigen und über den Himmel ziehen kleine Wolkenknäuel. Es gibt Dattelkonfitüre, Schmelzkäse und knuspriges Baguette.
Am Vormittag fahren wir zum Flughafen und holen da unser Mietauto ab. Wir bekommen einen feuerroten Skoda. Da ich meinen Führerausweis nicht finde, muss halt Frau G. das Auto mieten. Und deshalb muss sie nun auch fahren – und ich beifahren.
Die Sonne brennt vom Himmel und es ist drückend heiss. Und ausgerechnet heute fahren wir den ganzen Tag genau auf die Sonne zu! Schon nach kurzer Zeit rinnt mir der Schweiss ins Dekolleté. Zuerst geht es quer über die Insel Djerba und dann über den etwa 6 Kilometer langen Damm hinüber aufs Festland. Es hat kaum Verkehr und so kommen wir gut voran.
Mitten auf der Sebkhet el Melah (n33.3963, e10.9158) machen wir Rast und bewundern die schneeweisse Salzebene. Zwei junge Kerle sind mit dem Mofa da und ernten sackweise Salz für ihre Schafe. Es ist richtig heiss und die Sonne blendet wie im Schnee.
Später rollen wir auf der C115 quer über durch die struppige Steppe nach Südwesten.
Irgendwann nach dem Mittag erreichen wir Tataouine. Tataouine ist eine recht grosse Stadt mit vielen Leuten und vollen Strassen. Wir setzen uns in ein Lokal und trinken eiskalte Limonade. Die anwesenden Männer sind verblüfft, dass ich mich von meiner Frau ins Café chauffieren lasse.
Nach einem kleinen Rundgang über den Markt und einigen Einkäufen fahren wir noch einmal hinaus in die Gluthitze. Wir schauen uns in Ksar Ouled Soltan (n32.7884, e10.5149) die grossartige Speicherburg an. Hier haben früher die halbnomadisch lebenden Bauern ihre Vorräte eingelagert. Jede Familie besass eine oder mehrere solcher „Waben“ und während sie mit ihren Tieren monatelang in der Wüste umher zogen, schaute ein Wächter, dass nichts weg kommt.
Heute werden diese Speicherburgen bloss noch von Touristen benutzt. Und ab und zu dienen sie als Film-Kulisse. Wer sich die alten Star Wars Filme anschaut, sieht darin auch Ksar Ouled Soltan.
Auf dem Heimweg schauen wir auch noch in Ksour Jlidet (n32.8980, e10.5252) vorbei. Hier stehen gleich drei solcher Speicherburgen nah beieinander. Doch inzwischen sind leider dunkle Wolken aufgezogen und das Fotolicht ist dahin. Ach, was soll’s? Es ist trotzdem schön hier.
Heute übernachten wir im „Hôtel Dakyanus“ etwas ausserhalb von Tataouine. Es hat drei Sterne und einen sehr schönen Garten mit Dattelpalmen und einem hellblauen Pool.
Am Abend kommen mächtige dunkelgraue Wolken. Es schaut nach Regen und Sandsturm aus. Nicht gut für unser Reiseprogramm, denn morgen möchten wir in die Sanddünen fahren.
Ein Bergler auf Abwegen. Der Schweizer Weltenbummler, Klugscheisser und Sapperlot berichtet von weltweit und zuhause. Ein Reiseblog.
6. November 2018
5. November 2018
Tunesien: im leeren Ferienflieger nach Djerba
1 Djerba. Vor einer halben Stunde ist die Sonne untergegangen und jetzt leuchtet der Vollmond durch die Dattelpalme. Im Café sind fast alle Plätze besetzt. Die Männer spielen Karten und Domino. Wir setzen uns in die Familienecke und bestellen zwei „Boga Cidre“. Ein lauer Abendwind streicht durch die Hibiskus-Büsche. Wir sind angekommen - in „meinem“ Tunesien.
Die ist meine 26. Reise nach Tunesien – öööhm - ja, ich hab sie extra gezählt! Heute ist es aber das erste Mal, dass ich hinfliege, denn bis jetzt war ich jedesmal mit dem eigenen Auto hier.
Der Hinflug mit der Edelweiss Air war sehr angenehm, aber auch etwas eigenartig. Denn es war der letzte Badeferien-Charterflug der diesjährigen Saison. Deshalb war der Flug ausserordentlich preiswert – und weil das Flugzeug nur hinflog um die letzten Badegäste nachhause zu bringen - war es gähnend leer. Unser Airbus hatte 176 Sitzplätze, aber nur 26 Passagiere. Sowas von angenehm.
Und heute hat sich mein Verdacht erneut bestätigt: Dass ich so ungern fliege liegt weder an den engen Flugzeugen, noch an mir. Es liegt einzig an den anderen Leuten.
Wir wohnen im „Hotel Erriadh“ mitten in der Altstadt von Houmt Souk. Es liegt etwas versteckt in einer Seitengasse. Aber an der Strassenecke sagt ein Ladenbesitzer im vorbeigehen «noch zwanzig Meter, und dann rechts». Dabei haben wir gar nicht nach dem Weg gefragt und er weiss eigentlich auch nicht wo wir hinwollen! Aber er hat Recht. Da ist es, unser Hotel.
Die Zimmer sind um einen zauberhaften Innenhof gruppiert. Weissgekalkte Mauerbögen, hellblaue Türen und überall diese bunten, arabischen Kacheln. Und die Wirtsleute sind auch ganz nett und sehr hilfsbereit.
Taxifahren geht in Tunesien ganz einfach – einsteigen und Fahrziel nennen und schon geht’s los. Vorher den Fahrpreis aushandeln tun nämlich nur Anfänger und Narren, denn alle Taxis fahren mit Taximeter. Die Fahrt ins Stadtzentrum kostet etwa 5 tunesische Dinar. Dazu kommen noch 1 Dinar für jedes Gepäckstück und 3 Dinar Flughafen-Zuschlag. Alles zusammen kostet dann etwa 10 Dinar oder 3 Euro.
Der Taxifahrer erzählt uns, dass die Taxifahrer Anfang November erneut für bessere Fahrpreise streiken würden. Der letzte Streik habe ihnen schon mal einen etwas höheren Tarif gebracht, aber es reiche immer noch nur knapp zum Leben.
Die ist meine 26. Reise nach Tunesien – öööhm - ja, ich hab sie extra gezählt! Heute ist es aber das erste Mal, dass ich hinfliege, denn bis jetzt war ich jedesmal mit dem eigenen Auto hier.
Der Hinflug mit der Edelweiss Air war sehr angenehm, aber auch etwas eigenartig. Denn es war der letzte Badeferien-Charterflug der diesjährigen Saison. Deshalb war der Flug ausserordentlich preiswert – und weil das Flugzeug nur hinflog um die letzten Badegäste nachhause zu bringen - war es gähnend leer. Unser Airbus hatte 176 Sitzplätze, aber nur 26 Passagiere. Sowas von angenehm.
Und heute hat sich mein Verdacht erneut bestätigt: Dass ich so ungern fliege liegt weder an den engen Flugzeugen, noch an mir. Es liegt einzig an den anderen Leuten.
Wir wohnen im „Hotel Erriadh“ mitten in der Altstadt von Houmt Souk. Es liegt etwas versteckt in einer Seitengasse. Aber an der Strassenecke sagt ein Ladenbesitzer im vorbeigehen «noch zwanzig Meter, und dann rechts». Dabei haben wir gar nicht nach dem Weg gefragt und er weiss eigentlich auch nicht wo wir hinwollen! Aber er hat Recht. Da ist es, unser Hotel.
Die Zimmer sind um einen zauberhaften Innenhof gruppiert. Weissgekalkte Mauerbögen, hellblaue Türen und überall diese bunten, arabischen Kacheln. Und die Wirtsleute sind auch ganz nett und sehr hilfsbereit.
Taxifahren geht in Tunesien ganz einfach – einsteigen und Fahrziel nennen und schon geht’s los. Vorher den Fahrpreis aushandeln tun nämlich nur Anfänger und Narren, denn alle Taxis fahren mit Taximeter. Die Fahrt ins Stadtzentrum kostet etwa 5 tunesische Dinar. Dazu kommen noch 1 Dinar für jedes Gepäckstück und 3 Dinar Flughafen-Zuschlag. Alles zusammen kostet dann etwa 10 Dinar oder 3 Euro.
Der Taxifahrer erzählt uns, dass die Taxifahrer Anfang November erneut für bessere Fahrpreise streiken würden. Der letzte Streik habe ihnen schon mal einen etwas höheren Tarif gebracht, aber es reiche immer noch nur knapp zum Leben.
26. Oktober 2018
Winterzeit – aber Obacht
Viele wissen gar nicht, warum wir halbjährlich eine Zeitumstellung haben. Das ist nämlich drum, weil im Winter die Sonne viel weiter von der Erde entfernt ist. Deshalb muss sie schneller leuchten, denn sonst würde das Licht ja nicht bis hierher reichen. Und weil das Licht so schnell unterwegs ist, ist bereits am Nachmittag schon alles Licht da. Nachher ist nur noch finster und Nacht übrig - und wir müssen die Uhren umstellen um das auszugleichen.
Winterzeit bedeutet eine Stunde länger schlafen. Aber Obacht: Nur in der ersten Nacht, nachher nicht mehr...
Winterzeit bedeutet eine Stunde länger schlafen. Aber Obacht: Nur in der ersten Nacht, nachher nicht mehr...
22. Oktober 2018
Sahara ‒ Navigation in der Punktwolke
Immer wieder werden wir gefragt, wie wir unsere Reise-Routen planen? Eigentlich gar nicht!
Denn statt einer genauen Route notierte ich mir bloss alle Orte, die wir uns ansehen möchten. Das ergibt dann eine Punktwolke, die ich ins Navi übertrage. Fertig.
Unterwegs beratschlagen wir dann von Tag für Tag, wohin wir fahren und was wir uns ansehen wollen.
Das ist die Punktwolke unserer nächsten Reise durch Südtunesien mit etwas über 60 Punkten...
Im Detail funktioniert das so: Ich sammle alle für uns interessanten „Orte“ im Google Maps. Kurz vor der Abreise lade ich mir die Punkte auf den Laptop herunter – als übliche „.KML-Datei“. Damit kann mein Garmin Navi aber nichts anfangen. Deshalb muss ich sie erst in eine „.GPI-Datei“ umwandeln. Dazu gibt es im Internet zahlreiche online Konvertierungsprogramme. Nun speichere ich die erzeugte „.GPI-Datei“ ganz einfach auf die Speicherkarte meines Garmin Navis ‒ das erkennt die Daten automatisch und zeigt meine Punktwolke als „Favoriten“ an.
Als Navi-Karte benutzen wir immer die Daten von OpenStreetMap.
Also ‒ unsere Reiseplanung besteht nicht aus einer präzisen Route, sondern aus einer Vielzahl von Möglichkeiten. Die Details ergeben sich dann vor Ort. Und manchmal lassen wir uns auch einfach treiben ‒ in der Punktwolke.
Denn statt einer genauen Route notierte ich mir bloss alle Orte, die wir uns ansehen möchten. Das ergibt dann eine Punktwolke, die ich ins Navi übertrage. Fertig.
Unterwegs beratschlagen wir dann von Tag für Tag, wohin wir fahren und was wir uns ansehen wollen.
Das ist die Punktwolke unserer nächsten Reise durch Südtunesien mit etwas über 60 Punkten...
Im Detail funktioniert das so: Ich sammle alle für uns interessanten „Orte“ im Google Maps. Kurz vor der Abreise lade ich mir die Punkte auf den Laptop herunter – als übliche „.KML-Datei“. Damit kann mein Garmin Navi aber nichts anfangen. Deshalb muss ich sie erst in eine „.GPI-Datei“ umwandeln. Dazu gibt es im Internet zahlreiche online Konvertierungsprogramme. Nun speichere ich die erzeugte „.GPI-Datei“ ganz einfach auf die Speicherkarte meines Garmin Navis ‒ das erkennt die Daten automatisch und zeigt meine Punktwolke als „Favoriten“ an.
Als Navi-Karte benutzen wir immer die Daten von OpenStreetMap.
Also ‒ unsere Reiseplanung besteht nicht aus einer präzisen Route, sondern aus einer Vielzahl von Möglichkeiten. Die Details ergeben sich dann vor Ort. Und manchmal lassen wir uns auch einfach treiben ‒ in der Punktwolke.
5. Oktober 2018
Muger am Nullpunkt
Neben den Mittelpunkten haben wir auch etliche Nullpunkte besucht. Zum Beispiel diese hier:
Der Nullpunkt der Schweiz ist in der Uni in Bern:
n46.9511, 7.4386
Der Nullpunkt des Schweizerischen Eisenbahnnetzes hingegen ist im Bahnhof Olten:
n47.3519, e7.9083
Der Nullpunkt des ungarischen Strassennetzes ist in Budapest direkt an der Donau:
n47.4979, e19.0402
Der Nullpunkt des rumänischen Strassennetzes ist mitten in Bukarest:
n44.4327, e26.1041
Der Nullpunkt der Schweiz ist in der Uni in Bern:
n46.9511, 7.4386
Der Nullpunkt des Schweizerischen Eisenbahnnetzes hingegen ist im Bahnhof Olten:
n47.3519, e7.9083
Der Nullpunkt des ungarischen Strassennetzes ist in Budapest direkt an der Donau:
n47.4979, e19.0402
Der Nullpunkt des rumänischen Strassennetzes ist mitten in Bukarest:
n44.4327, e26.1041
2. Oktober 2018
Muger im Mittelpunkt
Auf unseren Touren besuchen wir auch immer wieder irgendwelche Mittelpunkte. Hier habe ich mal eine Auswahl gemacht:
Der Mittelpunkt der Welt in Hohenbuch, Bayern:
n50.1445, e11.9827
Einer der Mittelpunkte Europas in Purnuškės, Litauen:
n54.9066,
e25.3191
Ein anderer Mittelpunkt Europas in Raschiv, Ukraine:
n47.9628,
e24.1876
Der Mittelpunkt Luxemburgs in Mersch:
n49.74298, e6.08782
Der Mittelpunkt Belgiens in Walhain:
n50.6402, e4.6667
Den Mittelpunkt Weissrusslands haben wir gesucht und nicht gefunden
Der Mittelpunkt der Schweiz liegt nur wenige Kilometer von
zuhause in der Nachbargemeinde Sachseln. Doch darüber berichtet habe ich aber noch
nie! Das werde ich aber demnächst nachholen.
1. Oktober 2018
Berg Herbst Nebel
Den Bergherbst mögen wir ganz besonders gern. Die Alpweiden sind leergefressen und die Ausflügler weg. Jetzt ist es hier oben ganz einsam und ruhig.
Irgendwo in der Ferne röhren die Hirsche und hoch über uns dreht ein Habicht und hält nach einem Häppchen Ausschau.
Auch wenn das Bild noch recht sommerlich aussieht, es war nur 5°C warm und es blies ein feuchtkalter Nordwind. Als dann auch noch der Nebel über die Rossflue fingerte, flüchteten wir uns in die Wärme unseres Möbelwagens.
Irgendwo in der Ferne röhren die Hirsche und hoch über uns dreht ein Habicht und hält nach einem Häppchen Ausschau.
Auch wenn das Bild noch recht sommerlich aussieht, es war nur 5°C warm und es blies ein feuchtkalter Nordwind. Als dann auch noch der Nebel über die Rossflue fingerte, flüchteten wir uns in die Wärme unseres Möbelwagens.
28. September 2018
die Bison-Wurst
Ich mag die Bisons. Immer wieder radle ich hin und schaue den VW-Bus-grossen Tieren zu wie sie auf der Wiese herumstehen.
Und jetzt konnte ich zum ersten Mal auch die Bison-Würste probieren. Die schmecken wie Trockenwürste aus Rindfleisch. Oder Wasserbüffel-Wurst.
Und jetzt konnte ich zum ersten Mal auch die Bison-Würste probieren. Die schmecken wie Trockenwürste aus Rindfleisch. Oder Wasserbüffel-Wurst.
27. September 2018
Dragster – sinnlos schön
Es ist doch immer wieder erstaunlich, dass mir ausgerechnet die sinnlosesten Sachen am meisten Spass machen. Dazu gehören ganz bestimmt auch Dragster-Rennen. Dabei versuchen kernige Kerle ihren schrillen Rennkarren möglichst schnell zu beschleunigen. In wenigen Sekunden auf 300 km/h!
Einige dieser Dragster-Spinner aus Giswil kenne ich seit langem persönlich. Und kürzlich durfte ich wieder einmal dabei zuschauen, wie sich Benzin eimerweise in Lärm und Gestank verwandelt. Als erster startet der Alex seinen Plymouth Road Runner. 10 Liter Hubraum und unsinnig viele PS. Zuerst winselt der Motor etwas herum - dann explodierte er förmlich und schreit infernalisch aus den oberschenkeldicken Auspuffrohren. Meine Ohren flatterten und etwas prügelte auf meine Brust. Dann gibt er etwas Gas und der Lärm wird – öööhm, wie soll ichs beschreiben – Schädelspalter, Gehirnexplosion, Tritt in die Magengrube, Augenbrennen, Weltuntergang.
Das Moped vom Martin hat so um 450 PS und ist dementsprechend laut und schnell. Wenn er Vollgas gibt, stockt einem der Atem und der Angstschweiss spritzt in die Augen.
Und auch der feuerroter Chevy Bel Air vom Erich ist kein bisschen zahmer. Der Motor donnergewittert schier unerträglich laut und stösst dabei einen beissenden Qualm aus. Gefällt mir gut.
Einige dieser Dragster-Spinner aus Giswil kenne ich seit langem persönlich. Und kürzlich durfte ich wieder einmal dabei zuschauen, wie sich Benzin eimerweise in Lärm und Gestank verwandelt. Als erster startet der Alex seinen Plymouth Road Runner. 10 Liter Hubraum und unsinnig viele PS. Zuerst winselt der Motor etwas herum - dann explodierte er förmlich und schreit infernalisch aus den oberschenkeldicken Auspuffrohren. Meine Ohren flatterten und etwas prügelte auf meine Brust. Dann gibt er etwas Gas und der Lärm wird – öööhm, wie soll ichs beschreiben – Schädelspalter, Gehirnexplosion, Tritt in die Magengrube, Augenbrennen, Weltuntergang.
Das Moped vom Martin hat so um 450 PS und ist dementsprechend laut und schnell. Wenn er Vollgas gibt, stockt einem der Atem und der Angstschweiss spritzt in die Augen.
Und auch der feuerroter Chevy Bel Air vom Erich ist kein bisschen zahmer. Der Motor donnergewittert schier unerträglich laut und stösst dabei einen beissenden Qualm aus. Gefällt mir gut.
24. September 2018
die Elfe ist 142 Jahre alt – in der Agglo von Bern
Ab und zu müssen wir in der Gegend von Bern Verwandte besuchen. Diesmal nutzte ich die Gelegenheit für eine kleine Expedition in die Agglo von Bern. Und wo wir nun schon in Ostermundigen sind, will ich natüüürlich unbedingt die berühmte Zahnradbahn sehen.
Denn was viele nicht wissen, in Ostermundigen fuhr die allererste Zahnradbahn Europas - ausgerechnet da wo es keine Berge hat!
Die Zahnradbahn fuhr vom Sandsteinbruch zum Bahnhof Ostermundigen hinunter und sie ging vermutlich bereits im Herbst 1870 in Betrieb. Doch mit der offiziellen Eröffnung wartete man zu, damit sich die viel prominentere Rigi-Bahn mit dem Titel „ersten Zahnradbahn Europas“ schmücken konnte. Zudem konnte die Steinbruchbahn gleich auch als Teststrecke für die Rigi-Bahn benutzen.
Die Bahnstrecke war bloss etwa Strecke war 1,4 km lang und sie wurde bereits 1902 eingestellt. Es fuhren zwei Dampflokomotiven. Die ersten fünf Jahre fuhr die „Gnom“, die heute im Verkehrshaus in Luzern wohnt. Die zweite Dampflok war die „Elfe“, die heute mitten in Ostermundigen (n46.9580, e7.4883) auf einem Sockel steht.
Die Dampflok „Elfe“ wurde 1876 gebaut. Sie hat zwei Antriebsachsen, 185 PS und Bremsbeläge aus Eichenholz.
Denn was viele nicht wissen, in Ostermundigen fuhr die allererste Zahnradbahn Europas - ausgerechnet da wo es keine Berge hat!
Die Zahnradbahn fuhr vom Sandsteinbruch zum Bahnhof Ostermundigen hinunter und sie ging vermutlich bereits im Herbst 1870 in Betrieb. Doch mit der offiziellen Eröffnung wartete man zu, damit sich die viel prominentere Rigi-Bahn mit dem Titel „ersten Zahnradbahn Europas“ schmücken konnte. Zudem konnte die Steinbruchbahn gleich auch als Teststrecke für die Rigi-Bahn benutzen.
Die Bahnstrecke war bloss etwa Strecke war 1,4 km lang und sie wurde bereits 1902 eingestellt. Es fuhren zwei Dampflokomotiven. Die ersten fünf Jahre fuhr die „Gnom“, die heute im Verkehrshaus in Luzern wohnt. Die zweite Dampflok war die „Elfe“, die heute mitten in Ostermundigen (n46.9580, e7.4883) auf einem Sockel steht.
Die Dampflok „Elfe“ wurde 1876 gebaut. Sie hat zwei Antriebsachsen, 185 PS und Bremsbeläge aus Eichenholz.
19. September 2018
das Bond-Girl mit dem weissen Bikini – in der Agglo von Bern
Ab und zu müssen wir in der Gegend von Bern Verwandte besuchen. Diesmal nutzte ich die Gelegenheit für eine kleine Expedition in die Agglo von Bern. Als zweites Ziel steuerten wir Ostermundigen an. Eine Stadt, die ihre Schöhnheit geschickt verbirgt. Nur einmal hat sie etwas Reizvolles hervorgebracht: „Honey Ryder“, das erste und berühmteste Bond-Girl.
Honey Ryder heisst im wirklichen Leben Ursula Andress und stammt aus Ostermundigen. Hier wuchs sie in der Gärtnerei ihrer Grosseltern auf. Sie wurde Schauspielerin und war das Bond-Girl im allerersten James Bond Film „007 jagt Dr. No“.
Weltberühmt wurde sie aber weniger wegen ihrer Schauspielkünste, sondern viel mehr wegen ihres weissen Bikinis mit dem Messergürtel. Damit stieg sie an einem jamaikanischen Strand aus dem Wasser und in die Film-Arme vom James Bond. Und damit wurde sie in den frühen 1960-er Jahren auch zur Stil-Ikone.
Den weissen Bikini hat sie übrigens selbst entworfen, denn der ursprüngliche Film-Bikini gefiel ihr nicht. Und so liess sie bei einem jamaikanischen Schneider über Nacht einen nach ihren Vorstellungen nähen.
Inzwischen ist Frau Andress 82 Jahre alt und wohnt wieder in der Gegend.
Honey Ryder heisst im wirklichen Leben Ursula Andress und stammt aus Ostermundigen. Hier wuchs sie in der Gärtnerei ihrer Grosseltern auf. Sie wurde Schauspielerin und war das Bond-Girl im allerersten James Bond Film „007 jagt Dr. No“.
Weltberühmt wurde sie aber weniger wegen ihrer Schauspielkünste, sondern viel mehr wegen ihres weissen Bikinis mit dem Messergürtel. Damit stieg sie an einem jamaikanischen Strand aus dem Wasser und in die Film-Arme vom James Bond. Und damit wurde sie in den frühen 1960-er Jahren auch zur Stil-Ikone.
Den weissen Bikini hat sie übrigens selbst entworfen, denn der ursprüngliche Film-Bikini gefiel ihr nicht. Und so liess sie bei einem jamaikanischen Schneider über Nacht einen nach ihren Vorstellungen nähen.
Inzwischen ist Frau Andress 82 Jahre alt und wohnt wieder in der Gegend.
17. September 2018
das Stellwerkmuseum in Rubigen – in der Agglo von Bern
Ab und zu müssen wir in der Gegend von Bern unsere Verwandte besuchen. Diesmal nutzte ich die Gelegenheit für eine kleine Expedition in die Agglo von Bern. Als erstes Ziel steuerten wir das weitherum unbekannte Stellwerkmuseum in Rubigen an.
Das Stellwerkmuseum ist eines der kleinsten Museen der Schweiz. Es ist etwas so gross wie eine Schrankwand. Dazu kommt noch ein Freigelände – also eigentlich bloss ein Signalmast, eine Barrieren-Glocke und ein alter Kilometerstein in der Rabatte nebenan. Aber Obacht, der Müllcontainer gehört nicht dazu.
Das Museum wurde ursprünglich 1987 erbaut. Wegen einer neuen Lärmschutzwand musste es dann 2001 in den heutigen Neubau zügeln. Das Stellwerkmuseum ist vielleicht ein bisschen monothematisch. Aber: Es ist das ganze Jahr und rund um die Uhr geöffnet, und der Eintritt ist kostenlos. Also sind das schon mal drei gute Gründe es zu besuchen.
Das Stellwerkmuseum ist eines der kleinsten Museen der Schweiz. Es ist etwas so gross wie eine Schrankwand. Dazu kommt noch ein Freigelände – also eigentlich bloss ein Signalmast, eine Barrieren-Glocke und ein alter Kilometerstein in der Rabatte nebenan. Aber Obacht, der Müllcontainer gehört nicht dazu.
Das Museum wurde ursprünglich 1987 erbaut. Wegen einer neuen Lärmschutzwand musste es dann 2001 in den heutigen Neubau zügeln. Das Stellwerkmuseum ist vielleicht ein bisschen monothematisch. Aber: Es ist das ganze Jahr und rund um die Uhr geöffnet, und der Eintritt ist kostenlos. Also sind das schon mal drei gute Gründe es zu besuchen.
13. September 2018
Stoos – Klingenstock und Fronalpstock
Jetzt wo wir schon auf dem Stoos sind, wollten wir natürlich auch die umliegenden Berggipfel erfahren. Wir stampften als erstes zur Talstation der Klingenstock-Sesselbahn und gondelten in einem Rutsch auf den besagten Klingenstock hinauf.
Die Seilbahnstation hockt buchstäblich zuoberst auf dem Gipfel. Aber ausser Aussicht gibt es hier oben wenig. Man könnte von hier zum Fronalpstock wandern, aber wir wollen bahnfahren und schwingen uns deswegen wieder auf die Sesselbahn.
Unten marschieren wir quer durchs Dörfchen Stoos zur Sesselbahn Fronalpstock. Damit fliegen wir wieder nach oben – bis auf den Gipfel des Fronalpstock.
Hier ist die Aussicht nicht minder Spektakulär. Etwa 1,5 Kilometer tief unter uns wellt der Vierwaldstättersee. Kleine Schiffli fahren umher und wenn man ganz genau schaut, sieht man auch da und dort einen Eisenbahnzug. Es ist wie im Miniatur-Wunderland.
Obwohl es recht diesig ist, sehen wir von hier das 70 km entfernte Atomkraftwerk Beznau. Und fast bis nach Giswil.
Neben erstaunlich vielen Ausflüglern sehen wir auch einige Murmeltiere. Die Steinböcke entpuppen sich allerdings bei genauerem Hinsehen als gewöhnliche Ziegen. Leider türmen sich am Nachmittag nassgraue Gewitterwolken auf und wir sesselbahnen heimwärts.
Es war ein schöner Ausflug in den Kanton Schwyz. Da kommen wir wieder einmal.
Die Seilbahnstation hockt buchstäblich zuoberst auf dem Gipfel. Aber ausser Aussicht gibt es hier oben wenig. Man könnte von hier zum Fronalpstock wandern, aber wir wollen bahnfahren und schwingen uns deswegen wieder auf die Sesselbahn.
Unten marschieren wir quer durchs Dörfchen Stoos zur Sesselbahn Fronalpstock. Damit fliegen wir wieder nach oben – bis auf den Gipfel des Fronalpstock.
Hier ist die Aussicht nicht minder Spektakulär. Etwa 1,5 Kilometer tief unter uns wellt der Vierwaldstättersee. Kleine Schiffli fahren umher und wenn man ganz genau schaut, sieht man auch da und dort einen Eisenbahnzug. Es ist wie im Miniatur-Wunderland.
Obwohl es recht diesig ist, sehen wir von hier das 70 km entfernte Atomkraftwerk Beznau. Und fast bis nach Giswil.
Neben erstaunlich vielen Ausflüglern sehen wir auch einige Murmeltiere. Die Steinböcke entpuppen sich allerdings bei genauerem Hinsehen als gewöhnliche Ziegen. Leider türmen sich am Nachmittag nassgraue Gewitterwolken auf und wir sesselbahnen heimwärts.
Es war ein schöner Ausflug in den Kanton Schwyz. Da kommen wir wieder einmal.
11. September 2018
Stoosbahn – Weltrekord!
Die Stoos-Bahn fährt von Schwyz hinauf auf den Stoos. Und das mit einem Weltrekord! Mit 110% Steigung ist die Stoosbahn ist die steilste Bahn der Welt.
Ein Zug besteht aus 4½ röhrenförmigen Kabinen, die sich unterwegs immer so drehen, dass der Fussboden waagrecht bleibt. 136 Personen haben Platz – und als wir mitfuhren war er platschvoll.
Nach der Talstation geht das Gleis zuerst über den Fluss und dann immer steiler den Hang hinauf, dann durch mehrere kaminartige Tunnels hindurch bis auf die Hochebene vom Stoos. Die Bahnlinie ist zwar nur etwa 1,7 km lang, überwindet aber ein e Höhendifferenz von fast 750 m Höhe. Und wir brauchten dazu nur gut fünf Minuten.
Im autofreien Dörfchen Stoos wohnen etwa 150 Leute und es gibt mehr als 2‘000 Hotelbetten. Und obwohl es wegen der neuen spektakulären Bahn und dem wunderbaren Spätsommerwetter von Ausflüglern überschwemmt wird, sieht es hier aus wie in der Nebensaison. Gleich mehrere Restaurants, Ladengeschäfte und Hotels sind nämlich geschlossen.
Jahrzehntelang waren die Gelmerbahn mit 106% und die Trümmelbach-Bahn mit 105% die steilsten Bahnen der Welt.
Ein Zug besteht aus 4½ röhrenförmigen Kabinen, die sich unterwegs immer so drehen, dass der Fussboden waagrecht bleibt. 136 Personen haben Platz – und als wir mitfuhren war er platschvoll.
Nach der Talstation geht das Gleis zuerst über den Fluss und dann immer steiler den Hang hinauf, dann durch mehrere kaminartige Tunnels hindurch bis auf die Hochebene vom Stoos. Die Bahnlinie ist zwar nur etwa 1,7 km lang, überwindet aber ein e Höhendifferenz von fast 750 m Höhe. Und wir brauchten dazu nur gut fünf Minuten.
Im autofreien Dörfchen Stoos wohnen etwa 150 Leute und es gibt mehr als 2‘000 Hotelbetten. Und obwohl es wegen der neuen spektakulären Bahn und dem wunderbaren Spätsommerwetter von Ausflüglern überschwemmt wird, sieht es hier aus wie in der Nebensaison. Gleich mehrere Restaurants, Ladengeschäfte und Hotels sind nämlich geschlossen.
Jahrzehntelang waren die Gelmerbahn mit 106% und die Trümmelbach-Bahn mit 105% die steilsten Bahnen der Welt.
5. September 2018
sie sind genau HIER!
Immer wenn ich dieses «Sie sind hier» sehe denke ich: Wie zum Teufel können die wissen, dass ich jetzt gerade hier bin. Ich meine, vom Internet ist man sich solches ja schon längst gewohnt – aber warum weiss das diese blecherne Hinweistafel?
Und das Schlimmste ist – das funktioniert sogar online. Sie sind HIER!
Und das Schlimmste ist – das funktioniert sogar online. Sie sind HIER!
3. September 2018
exotischer Treibwagen trifft Muger
Neulich in Bulgarien. Ich sehe zufällig, wie ein Bahnsignal auf grün schaltet. Also gschwind rechts heranfahren, hinüber rennen und schauen, was für ein Zug da kommt? Ich meine, wer macht das nicht.
Erst kommt lange nichts, und dann brummelt ein mir völlig unbekannter „Schienenbus“ heran. Ich winke, er pfeift und wir beide freuten uns ob unserer Begegnung.
Zuhause schaue ich nach, was das war? Es nennt sich BDŽ 19.001.7 und ist ein rares Einzelstück. Der Salontriebwagen wurde 1960 von der Simmering-Graz-Pauker AG in Wien als Prototyp für einen neuen Regionalzug gebaut. Mit seinem Dieselhydraulische Antrieb war er damals sehr fortschrittlich – und pannenanfällig.
Deshalb wurde der Treibwagen 1965 an die Bulgarische Staatseisenbahn BDŽ verkauft. Die setzte ihn aber nie im Bahnbetrieb ein, sondern nutzten ihn bloss für Dienst- und Sonderfahrten. Und das jetzt schon seit fünfzig Jahren.
Erst kommt lange nichts, und dann brummelt ein mir völlig unbekannter „Schienenbus“ heran. Ich winke, er pfeift und wir beide freuten uns ob unserer Begegnung.
Deshalb wurde der Treibwagen 1965 an die Bulgarische Staatseisenbahn BDŽ verkauft. Die setzte ihn aber nie im Bahnbetrieb ein, sondern nutzten ihn bloss für Dienst- und Sonderfahrten. Und das jetzt schon seit fünfzig Jahren.
1. September 2018
ohne Sommer ist auch blöd…
Als Zeichen meiner Missbilligung des garstigen Wetters trage ich heute meine Strumpfhosen andersherum. Das Flauschige nach aussen.
25. August 2018
Tunesien Reiseplanung - jetzt mit fast ganz ohne Eisenbahn
Wie ich ja schon neulich berichtet habe, wollen wir im Spätherbst wieder einmal Tunesien heimsuchen. Ich wollte mir einen alten Wunsch erfüllen und mal mit der Eisenbahn kreuz und quer durchs Land rollen.
Natürlich weiss ich schon, dass das tunesische Eisenbahnnetz nicht grad üppig ist. Im Personenverkehr gibt es im Prinzip bloss etwa fünf Linien. Davon führt nur eine – Sfax-Tozeur – ansatzweise durch die Wüste.
Aber: Abgesehen von der Hauptstrecke Tunis-Sfax verkehren auf den restlichen Strecken nur ganz wenig Züge. Und die fahren gerne am ganz frühen Morgen oder am späten Nachmittag los. Also dann wenn es bereits finster ist. Zugreisen machen aber bloss Spass, wenn man aus dem Fenster schauen kann und mehr sieht als schwarze Nacht.
Auf der „Wüsten-Strecke“ von Sfax nach Tozeur wollte ich unbedingt mal mitfahren. Aber nach schweren Ausschreitungen wurde vor einigen Jahren hier der Personenverkehr eingestellt, seither fahren hier nur noch Güterzüge.
Allerdings wird seit Mitte August 2018 die Teilstrecke Tozeur-Gafsa wieder befahren. Allerdings auch bloss wenn‘s finster ist!
Aber das Grundproblem bleibt: Ausser auf der Nordsüd-Strecke fahren die meisten Züge in den Randstunden – oder gar nicht. Für Touristen ist das nix. Also haben wir uns ein kleines Auto gemietet und werden damit einige eher unbekannte und unbeachtete Ecken in Süd-Tunesien besuchen. Und vielleicht gelingt uns dann doch noch eine Bahnfahrt...
Natürlich weiss ich schon, dass das tunesische Eisenbahnnetz nicht grad üppig ist. Im Personenverkehr gibt es im Prinzip bloss etwa fünf Linien. Davon führt nur eine – Sfax-Tozeur – ansatzweise durch die Wüste.
Aber: Abgesehen von der Hauptstrecke Tunis-Sfax verkehren auf den restlichen Strecken nur ganz wenig Züge. Und die fahren gerne am ganz frühen Morgen oder am späten Nachmittag los. Also dann wenn es bereits finster ist. Zugreisen machen aber bloss Spass, wenn man aus dem Fenster schauen kann und mehr sieht als schwarze Nacht.
Auf der „Wüsten-Strecke“ von Sfax nach Tozeur wollte ich unbedingt mal mitfahren. Aber nach schweren Ausschreitungen wurde vor einigen Jahren hier der Personenverkehr eingestellt, seither fahren hier nur noch Güterzüge.
Allerdings wird seit Mitte August 2018 die Teilstrecke Tozeur-Gafsa wieder befahren. Allerdings auch bloss wenn‘s finster ist!
Aber das Grundproblem bleibt: Ausser auf der Nordsüd-Strecke fahren die meisten Züge in den Randstunden – oder gar nicht. Für Touristen ist das nix. Also haben wir uns ein kleines Auto gemietet und werden damit einige eher unbekannte und unbeachtete Ecken in Süd-Tunesien besuchen. Und vielleicht gelingt uns dann doch noch eine Bahnfahrt...
22. August 2018
wilde Tiere und tropisches Wetter
Jetzt geht das schon seit Monaten so - die ganze Woche über arbeiten wir und am Wochenende flüchten wir vor der Hitze in unsere Alphütte hinauf. Da fläzen wir dann untätig herum und schauen den Viechern zu.
Im Frühling standen die Kühe dicht gedrängt am Zaun und glotzten uns an. Später zogen sie in die Hochalpen hinauf; und nun sind sie wieder da und glotzen. Über und über von Fliegen besiedelt.

Und auch sonst merkt man schon gut, dass sich der Herbst anschleicht. Neulich rannten zwei Gämsen vorbei und am Himmel kreiste ein Milan und schaute nach einem Imbiss.
Auch sonst sind hier oben viele wilde Tiere unterwegs.
Ein „Trauermantel“ in der Flugversion und ein „Kleiner Fuchs“ in der Fussgängerausführung.
Und ein Schüblig und Thymian-Herdäpfl in der Grill-Version.
Im Frühling standen die Kühe dicht gedrängt am Zaun und glotzten uns an. Später zogen sie in die Hochalpen hinauf; und nun sind sie wieder da und glotzen. Über und über von Fliegen besiedelt.
Und auch sonst merkt man schon gut, dass sich der Herbst anschleicht. Neulich rannten zwei Gämsen vorbei und am Himmel kreiste ein Milan und schaute nach einem Imbiss.
Auch sonst sind hier oben viele wilde Tiere unterwegs.
Ein „Trauermantel“ in der Flugversion und ein „Kleiner Fuchs“ in der Fussgängerausführung.
Und ein Schüblig und Thymian-Herdäpfl in der Grill-Version.
16. August 2018
Bier - wie in Algerien
Am Voodoo-Treffen kredenzte unser alter Freund und Wüstenkumpel Martin diesmal „Picon Bière“. Das ist so eine Art Orangen-Likör mit dem man sein Bier aufmotzen kann. Ursprünglich enthielt es recht viel Alkohol und vor allem in Algerien sehr bekannt und beliebt. Heutzutage trinkt man es nur noch in einigen Teilen Frankreichs.
Dass es auf meinem Foto so eine eigenartige Farbe hat, liegt nicht am Picon Bière, sondern an der grellroten Markise darüber. Eigentlich ist es eher orange-braun-goldig.
Dass es auf meinem Foto so eine eigenartige Farbe hat, liegt nicht am Picon Bière, sondern an der grellroten Markise darüber. Eigentlich ist es eher orange-braun-goldig.
14. August 2018
Voodoo-Afrika-Fahrer-Treffen
Am vergangenen Wochenende besuchten wir traditionell das Voodoo-Afrika-Fahrer-Treffen. Es war das schönste Treffen aller Zeiten. Doch leider habe ich aus technischen Gründen – gut; vor allem aus Faulheit – kaum Fotos gemacht.
Hier ein paar bemerkenswerte Fahrzeuge:
Ein Berna 2VM aus den frühen 1970-er Jahren mit einem zauberhaften Wohnaufbau. Komplett aus Holz gebaut und mit einem wirklich gemütlichen Innenleben. Fensterläden. Gardienen und - auf meinem Foto schlecht zu erkennen – einer Veranda am Heck.
Und gleich dahinter steht der Taurus.
Ein grossartiger Iveco 35-10 4x4 und gleich dahinter ein Iveco Massif. Beide sind sehr, seeehr Afrika-erfahren...
Ein Dachzelt auf einem Land Rover Defender 130 kennt jeder. Dieser hier hat aber gleich eine richtig nette Dachterrasse oben drauf.
Der postgelbe MOWAG PTT Fourgon dürfte aus den 1960-er Jahren sein. Ganz speziell ist die Fronttür, die die Post damals bestellte, damit die Lastwagen dicht nebeneinander an der Rampe stehen konnten. Als Wohnmobil macht er auch heute noch was her.
Aber: Noch besser als die Reisefahrzeuge waren die Leute. Und deswegen fahren wir immer ans Treffen. Denn nirgendwo anders trifft man so viele spannende und interessante Leute und hört so viele anregende Geschichte wie hier.
Hier ein paar bemerkenswerte Fahrzeuge:
Ein Berna 2VM aus den frühen 1970-er Jahren mit einem zauberhaften Wohnaufbau. Komplett aus Holz gebaut und mit einem wirklich gemütlichen Innenleben. Fensterläden. Gardienen und - auf meinem Foto schlecht zu erkennen – einer Veranda am Heck.
Und gleich dahinter steht der Taurus.
Ein grossartiger Iveco 35-10 4x4 und gleich dahinter ein Iveco Massif. Beide sind sehr, seeehr Afrika-erfahren...
Ein Dachzelt auf einem Land Rover Defender 130 kennt jeder. Dieser hier hat aber gleich eine richtig nette Dachterrasse oben drauf.
Der postgelbe MOWAG PTT Fourgon dürfte aus den 1960-er Jahren sein. Ganz speziell ist die Fronttür, die die Post damals bestellte, damit die Lastwagen dicht nebeneinander an der Rampe stehen konnten. Als Wohnmobil macht er auch heute noch was her.
Aber: Noch besser als die Reisefahrzeuge waren die Leute. Und deswegen fahren wir immer ans Treffen. Denn nirgendwo anders trifft man so viele spannende und interessante Leute und hört so viele anregende Geschichte wie hier.
10. August 2018
wir am Voodoo-Afrika-Fahrer-Treff
Wochenende fahren wir ans „24. internationale Voodoo-Afrika-Fahrer-Treffen“ in Kallnach hinter Bern.
Ich sag‘s diesmal vorher, damit es hinterher nicht wieder heisst; «hätte ich davon gewusst, so wäre ich …». Odr so.
Hier, hier und hier
Ich sag‘s diesmal vorher, damit es hinterher nicht wieder heisst; «hätte ich davon gewusst, so wäre ich …». Odr so.
Hier, hier und hier
9. August 2018
meine kühle Sommerhitze
An diesen heissen Sommertagen werde auch ich zum Pendler. Ich
pendle aber nicht wie die meisten Werktätigen in die Stadt, sondern auf den Berg. In knapp 15 Minuten fahre ich in unsere 800 Meter höher
gelegene Alphütte. Hier oben ist es 6° kühler als im Tal unten und es weht immer ein frischer Wind. Zusammen ergibt das einen wunderbar luftigen Sommertag.
Irgendwie bin ich schon ein Glückspilz.
So sitze ich den ganzen Tag am Compi und arbeite vor mich
hin. Und weil ich allen erzählte, dass ich hier oben keinen Telefonempfang
hätte – was ein wenig gelügelt ist – schalte ich es aus und geniesse die ungestörte
Ruhe.
6. August 2018
der Abenteuer-Wohnwagen
Wo ich doch neulich von diesem bunten Wohnwagen in Frankreich berichtet habe, will ich unbedingt auch diesen hier zeigen. Wir fanden ihn in einem Wald in Bosnien Herzegowina.
Mir gefielen spontan das absenkbare Dach und das lange Panoramafenster auf der Seite. Dazu büffelfarbene Polster und Möbel in expressivem Holzsplitter-Dekor. Alles zusammen gibt dem Wohnwagen einen exklusiven und abenteuerlichen Safari-Look.
Mir gefielen spontan das absenkbare Dach und das lange Panoramafenster auf der Seite. Dazu büffelfarbene Polster und Möbel in expressivem Holzsplitter-Dekor. Alles zusammen gibt dem Wohnwagen einen exklusiven und abenteuerlichen Safari-Look.
4. August 2018
warum ich Wohnwagen nun doch mag
Bekanntlich habe ich ja ein etwas getrübtes Verhältnis zu Campingplätzen und den darauf siedelnden Wohnwagen. Üblicherweise sind das uniforme schrägrundliche Anhängerkisten mit allerlei vermeintlich eleganten Zierlinien und trübweisse Gardinen.
Aber seit ich neulich in Frankreich diesen Wohnwagen sah, muss ich meine Vorurteile etwas anpassen. Der Wohnwagen entspricht zwar nicht unbedingt meinem Ideal vom unauffälligen Reisen, aber ausschauen tut er richtig schön. Und schön bunt.
Aber seit ich neulich in Frankreich diesen Wohnwagen sah, muss ich meine Vorurteile etwas anpassen. Der Wohnwagen entspricht zwar nicht unbedingt meinem Ideal vom unauffälligen Reisen, aber ausschauen tut er richtig schön. Und schön bunt.
1. August 2018
dreimal Geburtstag der Schweiz
Heute am 1. August feiern wir den 727. Geburtstag der Schweiz. Im Jahr 1291 haben nämlich ein paar aufmüpfige Bauern auf der Rütliwiese die Eidgenossenschaft gegründet. So zumindest behauptet das der Volksmund.
Aber eigentlich entstand die Schweiz erst vor 370 Jahren. Denn im Herbst 1648 endete mit dem „Westfälischer Frieden“ der Dreissigjährige Krieg. Damals wurde in Osnabrück halb Europa neu geordnet - und die Schweizer erhielten ihre Unabhängigkeit. Denn bis dahin waren wir ja Mitglied im „Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation“ und unterstanden irgendwelchen deutschen Kaisern und/oder dem Papst in Rom.
Diese Unabhängigkeit dauerte genau 150 Jahre, dann kamen die Franzosen und eroberten la Suisse. Wir wurden zur „Helvetische Republik“. Fünf Jahre später, im März 1803, gingen die Franzosen wieder heim und die „Schweizerische Eidgenossenschaft“ wurde erfunden. Und die besteht bis heute - seit 215 Jahren.
Daher feiern wir heute zugleich den 727., den 370. und den 215. Geburtstag der Schweiz. Gratulation!
Aber eigentlich entstand die Schweiz erst vor 370 Jahren. Denn im Herbst 1648 endete mit dem „Westfälischer Frieden“ der Dreissigjährige Krieg. Damals wurde in Osnabrück halb Europa neu geordnet - und die Schweizer erhielten ihre Unabhängigkeit. Denn bis dahin waren wir ja Mitglied im „Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation“ und unterstanden irgendwelchen deutschen Kaisern und/oder dem Papst in Rom.
Diese Unabhängigkeit dauerte genau 150 Jahre, dann kamen die Franzosen und eroberten la Suisse. Wir wurden zur „Helvetische Republik“. Fünf Jahre später, im März 1803, gingen die Franzosen wieder heim und die „Schweizerische Eidgenossenschaft“ wurde erfunden. Und die besteht bis heute - seit 215 Jahren.
Daher feiern wir heute zugleich den 727., den 370. und den 215. Geburtstag der Schweiz. Gratulation!
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