11. Januar 2019

Bahnreise nach Italien – Napoli von innen

4 Neapel. Frau G. und ich kennen beide die Stadt überhaupt nicht. Deswegen beschliessen wir die Sache mal von oben zu betrachten. Am besten geht das vom Castel Sant'Elmo, einer stämmigen Festung auf einem nahen Hügel.

Mit der Standseilbahn „Funicolare di Montesanto“ sind wir schon nach kurzer Fahrt auf dem gut zweihundert Meter hohen Burg-Berg. Das Castel Sant'Elmo ist schon recht alt, doch bis wenigen Jahrzehnten diente es immer noch als Militärgefängnis und beherbergte das Marine-Hauptquartier. Heute ist es vor allem ein Museum. Egal, denn wir sind ja eh nur wegen der Aussicht da.

Später fahren wir mit der Metro zur Piazza Dante und schlendern von da durch die Altstadt. Die hohen Häuser lassen leider keinen Sonnenstrahl in die engen Gassen. An der Sonne ist es nämlich richtig mild, aber in den Gassen ist es eiskalt und zugig. Und es sind viele Leute unterwegs. Üppig aufgehübschte Schönheiten in Pelzmänteln und mit frisierten Hunden oder abgerichteten Männern im Schlepp.

In der Via S. Gregorio Armeno ist immer Weihnachten. Unzählige Ladengeschäfte verkaufen hier das ganze Jahr Weihnachtskrippen und das entsprechende christliche Personal. Kisten voller Christkinder, Herden von Esel und Ochsen, aber auch ganze Heerscharen von Päpsten und allerlei Heiligen.

Jetzt am Jahresende scheint hier Hochsaison zu sein, denn die Passanten stauen sich dichtgedrängt. Irgendwann wird uns das zu viel und wir flüchten aus der weihnachtsgeilen Gasse.
Doch schon kurz darauf stecken wir schon wieder im Leute-Stau. Vor einer der berühmten Pizzerien warten mehrere Hundert Hungrige auf Einlass. Als ob es anderswo keine Pizza gäbe!

Am Abend suchen wir die „Pizzeria Vincenzo Costa“ heim. Ich bestelle natürlich eine Pizza Margherita. Sie ist sehr gut, aber doch nicht ganz sooo gut wie die gestrige.

10. Januar 2019

Bahnreise nach Italien – Genova nach Napoli

3 Genua. Kurz vor neun brummt unser Zug von Genova Principe los. Auch diesmal ist er wieder mehr als gut gefüllt. Ich habe extra Fensterplätze gebucht, damit wir entlang der Cinque Terre die spektakuläre Landschaft bewundern können. Doch ausgerechnet heute verkehrt der Zug andersherum – und wir sitzen landeinwärts. Was aber nicht weiter schlimm, denn die Fenster sind schier undurchsichtig schmutzig und der Himmel wolkenverhangen. Die Cinque Terre ist heute ganz gräulich und kaum zu erkennen.

Nach etwas mehr als einer Stunde halten wir in La Spezia, dann Carrara und um elf sind wir schon in Pisa. In der Ferne sehen wir durch die trüben Fensterscheiben die Kathedrale und den schiefen Turm.

Die Fahrerei zieht sich hin. Unser Bahnwagen ist übervoll und molligst warm beheizt. An den Bahnhöfen steigen immer noch weitere Leute ein – und kaum welche aus.
Dass man während der Weihnachtstage nicht verreisen sollte, ahnte ich natürlich bereits vorher. Aber diesmal ging es leider nicht anders. Also selber schuld.
Gegen Mittag kommt zwischendurch sogar die Sonne durch und die Toskana-Landschaft sieht richtig schön aus. Überall Pinien und Zypresse, und auf manchen Hügeln hockt eine Burg. Dann kommt Civitavecchia – nun haben wir noch eine Stunde bis Rom.
Unser Zug fährt mitten durch Rom hindurch und direkt am Vatikan vorbei. Auf die Minute pünktlich treffen wir in Roma Termini ein und die zwanzig Minuten Umsteigezeit reichen problemlos.

Nun rasen der Frecciarossa mit 300 km/h weiter südwärts. Der Hochgeschwindigkeitszug braucht für die 225 km von Rom nach Neapel bloss etwas mehr als eine Stunde. Wir sind pünktlich in Napoli Centrale. Das war heute eine richtig schöner Eisenbahn-Tag.

In Napoli wohnen wir im „Hotel Ideal“ gleich neben dem Bahnhof. Unser Zimmer liegt am Ende eines unglaublich verwinkelten Korridors und vom Fenster aus blicken wir in einen schäbigen Innenhof. Doch eigentlich ist es ganz nett hier.

Am Abend essen wir in der „Pizzeria Fortuna“. Keiner täte dieses Lokal oder die Besatzung als stylisch bezeichnen, eher als - ööhm - „sehr rustikal“. Doch meine Pizza Margherita schmeckt ausgezeichnet. Mal schauen, wie sie in meiner Schlussbewertung abschneidet?

Genova-Roma Termini: Trenitalia Intercity 505, € 22.90
Roma-Napoli Centrale: Trenitalia Frecciarossa 9533, € 19.90

9. Januar 2019

Bahnreise nach Italien - Genova schauen

2 Im Morgenlicht sieht Genua richtig nett aus. Als erstes fahren wir mit dem Lift zum Castelletto Ponente hinauf und schauen uns von hier oben Genua und die Aussicht an.

Nach Osten öffnet sich die enge mittelalterliche Altstadt immer mehr. Protzige Palazzi säumen die Strassen. Prachtvolle Marmorfassaden und bunte Mosaik-Trottoirs.
In der grossen Markthalle machen wir einen ersten Boxenstopp. Die Verkaufsstände sind prallgefüllt mit vielerlei Gemüse und Obst. Daneben Fischtheken mit absonderlichem Meeresgetier und Muscheln, die den Passanten die Zunge raus strecken.


Als wir den Hafen erreichen, scheint hier die Sonne durch die Palmen. Wir schauen den Schiffen und den Möwen zu. Die afrikanischen Strandneger lauern auf Kundschaft und auf den Bänken sitzen Rentner und lassen sich wie Reptilien von der Sonne auf Betriebstemperatur erwärmen.

Genau zwischen Genuas Altstadt und dem Hafen verläuft die „Sopraelevata Aldo Moro“ - eine etwa fünf Kilometer lange Hochstrasse. Tag und Nacht brummt hier der Verkehr im dritten Stock oben vor den Häusern vorbei. Ich mag mich aber auch noch an die Zeiten erinnern, als unter der Hochstrasse ein Gitter den Zugang zum Hafen versperrte. Hier lagerten Container, Lastwagen und Penner. Und die Hochstrasse war auch ein fünf Kilometer langes Pissoir.

Später wurde dann der Frachthafen an den westlichen Stadtrand verlegt und das Gelände zugänglich gemacht. Heute sind hier mehrere Museen und eine einigermassen hübsche Strandpromenade.
Wir schauen uns noch dies und das an und geniessen das laue Wetter. Dann machen wir Feierabend.

8. Januar 2019

Bahnreise nach Italien – in vollen Zügen nach Genova

Es ist morgens um sechs, stockfinster und grimmig kalt. Um diese nachweihnachtliche Zeit ist der Bahnhof Giswil unbemannt und eher ungemütlich. Wir fahren nach Arth-Goldau und steigen in den Zug nach Mailand um. Unser Wagen ist bis auf den Letzten Platz besetzt. Wo wollen bloss all die Leute hin?
Geschmeidig gleiten wir südwärts, erst unter dem Gotthard hindurch und dann weiter bis in die italienische Metropole Milano.

Der mächtige Bahnhof Milano Centrale begeistert mich jedesmal. Protzige Hallen, dicke Marmorsäulen und opulente Wandgemälde. Doch heute sind unglaublich viele Leute hier. Sie stehen uns im Weg herum und versperren die Sicht.
Dann finden wir auch noch kaum einen freien Sitzplatz in einem Café. Überall sitzen wieder diese Leute. Und der servierte Caffe ist schal und muffig. Milano enttäuscht uns heute.

Kurz nach zwölf fährt unser Intercity nach Genua los. Wieder ist unser Wagen prallvoll. Neben uns sitzen zwei Italienerinnen und schnattern pausenlos. Ich stelle mich bewusstlos und versuche den Wortschwall einfach wie einen warmen Sommerregen an mir abrinnen zu lassen.
Draussen vor dem dreckigen Fenster sehen wir abgeerntete Reisfelder und Nebel. Später noch etwas Gestrüpp – und dann die eingestürzte Morandi-Brücke. Jetzt ist es nicht mehr weit bis Genova Principe. Trotz allem war es eine sehr angenehme Fahrt.

Es ist wolkig und winterlich kühl. Wir schlendern durch die Gassen in Richtung Hafen. Am Horizont sieht man einen Hoffnungsschimmer, doch schon kurze Zeit später ringen dunkelschwarze Wolken die paar Sonnenstrahlen wieder nieder.
Wegen den Feiertagen sind die meisten Geschäfte und Lokale geschlossen. Die Stadt wirkt deshalb ein wenig unterkühlt und auch etwas schäbig. Wir schauen dies und das an. Dann schlendern wir nachhause und futtern unseren mitgebrachten Reiseproviant auf.
Der Wetterbericht prahlt, dass morgen vielleicht manchmal etwas Sonne scheinen könnte.

Wir wohnen in einem Hotel Britannia gleich beim Bahnhof, und gleich vis à vis vom letzten Mal. Denn diesmal ist Frau G. dabei, da wollte ich ein etwas netteres Hotel haben.

Giswil-Luzern-Arth Goldau: Zentralbahn/SBB, sFr. 22.80
Arth Goldau-Milano Centrale: SBB EuroCity 13, € 29.-
Milano-Genova Piazza Principe: Trenitalia Intercity 665, € 19.90

28. Dezember 2018

Tatort – wir im Fernsehen

Vor mehr als einem Jahr durften Frau G. und ich im Tatort-Krimi mitspielen. Wir waren Statisten, also so etwas wie menschliche Dekoration; lebendiger Hintergrund, Füllmaterial.
Unser Tatort „Friss oder stirb“ wird am Sonntag 30. Dezember auf SRF1 um 20:05 und auf ARD und ORF um 20:15 ausgestrahlt.

Ich denke wir werden ziemlich am Anfang als Gäste in einer Autobahnraststätte zu sehen sein. Vermutlich als schwarze, unscharfe Schatten vor dunklem Hintergrund. Odr so.
Leider werden wir selber den Krimi nicht anschauen können weil – öööhm – wegen weil nicht da. Aber wir freuen uns über viele Zuschauer.
Und schreibt uns unbedingt in die Kommentare, wie wir euch gefallen haben...

22. Dezember 2018

eine kleine Weihnachtsgeschichte

Neulich traf ich im Treppenhaus das – ich schätze mal vierjährige – Nachbarmädchen. Auf meine Nachfrage hin erzählte sie, dass sie sich zu Weihnachten ein Pony aus braunem Stoff wünsche.
Ein richtiges Pony sei doch viel, viiiel besser, sage ich. Damit könnte sie richtig reiten, galoppieren und hüpfen. Und so.
Ja schon, aber sie hätten doch gar keinen Stall für ein lebendes Pony, meint sie.
Braucht man doch nicht, das Pony könne doch im Zimmer ihres grossen Bruders wohnen, erklärte ich. Jetzt solle sie sich einfach so oft wie möglich ihre Eltern nach einem Pony fragen - dann bringe ihr das Christkind ganz bestimmt eines. 
Sooo einfach kann man kleine Mädchen glücklich machen. Und mich auch.

12. Dezember 2018

Pizza und Vulkan

Im Januar machen wir wieder unsere traditionelle Kurzreise in den Süden. Diesmal wollen wir mit der Bahn nach Süditalien reisen. Wir wollen Pizza essen und Vulkane anschauen. Und auch die eine oder andere Sehenswürdigkeit besuchen. Aber vor allem wollen wir einfach die Wintersonne geniessen.

Für uns ist Süditalien völlig unbekanntes Land. Wer also noch tolle „Geheim“-Tipps hat, nur her damit. Wir freuen uns darüber.

10. Dezember 2018

Mädchen mit Schnauz und Bart

Jedes Jahr Anfangs Dezember zieht bei uns der Schüler-Samiglois - Sankt Nikolaus - durchs Dorf. Vorne weg schreitet der Nikolaus mit seinen Dienern. Diese gehen von Haus zu Haus und bieten „Vögel“ feil. Die Backwaren sind kostenlos, doch die heilige Truppe erwartet dafür eine kleine Spende. Um dem Anliegen Nachdruck zu verleihen geht auch noch ein „Schmutzli“ mit einem Knüppel.

Bei diesem alten Volksbrauch sind ausschliesslich Schüler beteiligt. Die Kleinen laufen mit Schellen, Glocken und Trinkeln hinterher und sorgen für Lärm. Die grossen Schüler mimen das mehr oder minder christliche Personal. Und weil sich die Burschen sich nicht getrauen, schnallen die Mädchen den Bart um und machen den Nikolaus.

*und nein - das Schnee-Bild ist nicht von heuer.

6. Dezember 2018

rote Kartoffeln aus der Vergangenheit

Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht – behauptet der Volksmund. Doch bei den Kartoffeln war das anders. Kaum von Amerika nach Europa gebracht, wurden sie schon vor dem Jahr 1700 hier bei uns in den Bergen angepflanzt. Und gegessen.
Zufällig bekam ich neulich eine Handvoll solcher Ur-Kartoffeln. „Highland Burgundy Red“ oder „roter Kardinal“ nennt sie der Kartoffel-Kenner. Und sie sind rot – innen.

Blaue Kartoffeln kennt man ja, aber rote sind sehr selten. Sie sollen den ursprüngliche Herdäpfeln aus den Anden sehr ähnlich sein.
Wir haben unsere roten Herdäpfel gesotten und mit etwas Butter und Salz gegessen. Sie schmecken gut und üppig, aber auch recht gewöhnlich. Die Schale ist hart wie Alu-Folie und im Inneren hat es da und dort so eigenartige Fasern. Ein feiner Herdäpfel – damit könnte man bestimmt auch nette Fritten oder feisse Rösti machen.

5. Dezember 2018

Eisenbahnen in Südtunesien (Teil 2)

Schlechte Nachrichten aus Südtunesien: Die grandiose Eisenbahnstrecke durch die Selja-Schlucht ist ausser Betrieb. Im Oktober hat ein Hochwasser hat die Gleise zerstört und den Phosphat-Verladebahnhof Selja überschwemmt. Die Schäden sind fast noch schlimmer als 2009.

… das völlig verschüttete Anschlussgleis von Selja gare nach Redeyef.

Im Bahnhof Redeyef stehen mehrere vollbeladen Phosphat-Güterwagen herum. Auf der Ladung wachsen bereits Büsche. Der Phosphat-Sand wird zurzeit ausschliesslich mit Lastwagen zu den Aufbereitungsfabriken transportiert.

Im Stadtzentrum von Redeyef steht wenigstens diese kleine Grubenbahn auf einem Sockel. Ein herzallerliebst und knallbunt angestrichenes Züglein von SCHÖMA, Bremen. Mehr Eisenbahn gibt es hier zurzeit nicht.

Der historische Luxuszug „Lezard rouge“ steht auch still. Normalerweise karrt er Touristen durch die bizarr schöne Selj-Schlucht. Doch seit den Überschwemmungen steht untätig in seiner neuen und zu kurzen Halle im Bahnhof Metlaoui herum. Hier privatisieren ihn Vandalen nun Stück für Stück. Die meisten Messing-Embleme sind schon verschwunden. Und auch im Inneren sehen die Luxus-Wagen staubig und etwas leergeräumt aus.

Wie sich jetzt zeigt, war unser Entscheid nicht mit der Bahn zu reisen richtig. Schade.

3. Dezember 2018

Eisenbahn in Südtunesien (Teil 1)

Im Süden Tunesiens gibt es ja bekanntlich nicht grad viele Eisenbahnlinien. Und die einzige mit fahrplanmässigem Personenverkehr ist die Strecke Tunis - Sfax – Tozeur. Zweimal am Tag fährt da der Fernzug; einmal am frühen Morgen und einmal am Abend.
Wir waren mehrmals am Bahnhof und jedesmal hatte der Zug um die 90 Minuten Verspätung. Aber immerhin stiegen eine Handvoll Passagiere ein und aus. Der Zug lebt.

Vom „neuen Regionalzug“ zwischen Tozeur und Gafsa haben wir nichts gesehen. Ich weiss aber nicht, ob er nur grad zurzeit nicht verkehrt. Oder ober er schon wieder eingestellt wurde. Aber zumindest im Fahrplan fährt er.

Im Depot Gafsa lassen grad einige Lokomotiven ihre Motoren warmlaufen. Und am Bahnhof stehen mehrere schwerbeladen Phosphat-Züge, teilweise mit nagelneuen Wagen. Anscheinend rollen die Güterzüge trotz Streik und Blockaden? Allerdings haben wir auf der Strecke keinen einzigen fahren sehen.

Der Bahnhof Sened bildet sozusagen die „Passhöhe“ zwischen den Phosphat-Minen und den Verladehäfen am Mittelmeer. Heute ist er komplett unbemannt und ohne Rollmaterial…

30. November 2018

Tunesien: bäääh - ein Regenflug

18 Houmt Souk. Um drei Uhr mitten in der Nacht müssen wir los. Es regnet und stürmt. Alles ist plotschnass und die grossen Pfützen von gestern sind inzwischen zu richtigen Seen zusammengewachsen. In einem Kreisel steht ein Schiff auf dem Sockel. Ursprünglich wohl als Dekoration gedacht, sieht es jetzt aus wie ein Rettungsboot.
Am Flughafen herrscht noch schläfrige Ruhe. Die Formalitäten sind schnell erledigt. Wir investieren unser Restgeld in Süsskram, dann beginnt das lange Warten.
Ursprünglich haben wir ja den Nachmittagsflug nach Zürich gebucht. Der wurde dann auf den Vormittag verschoben - und auf Genf statt Zürich. Dann wurde er noch einmal verschoben. Und nur deswegen lümmeln wir jetzt hier in aller Frühe am Flughafen herum!
Irgendwann dürfen wir einsteigen. Der Tunisair-Flieger ist bis auf den letzten Platz ausgebucht und mollig warm beheizt.

In Genf erwischen wir den 9-Uhr-Zug nach Luzern. Nach einer Stunde kommt der Mann mit dem Mini-Buffet vorbei. Endlich bekomme ich meinen Morgenkaffee – lange hätte ichs ohne wohl nicht mehr ausgehalten!
Am Mittag sind wir zuhause. Es ist kalt und neblig. Bald ist 1. Advent.

28. November 2018

Tunesien: Djerba kann auch schön

18 Houmt Souk ist eine richtig nette Stadt – und so ganz anders als das Touristen-Djerba an den Hotelpalästen am Mittelmeerstrand. Hier im Zentrum kuscheln sich die weiss gekalkten Häuser eng zusammen. Schmale Gassen drängeln sich zwischen den Hauswänden durch. Die Ladengeschäfte prahlen mit ihren Auslagen. Reichlich Glitzerzeug, buntes Obst und chinesischer Plastikplunder.

Überall in der Altstadt von Houmt Souk gibt es Wandmalereien. Aber nicht das übliche, talentfreie Graffiti-Geschmiere wie in vielen europäische Städten, sondern richtige Wandbilder. Gemacht von Künstlern und Könnern.

Wir geniessen unseren letzten Urlaubstag in Tunesien. Wir sitzen ausgiebig in den Strassencafés herum und schauen den Leuten zu. Und wie immer am letzten Abend in Tunesien kaufe ich ein Mechmoum, ein traditionelles Jasmin-Sträusschen. Das steckt Mann sich hinter das Ohr - und dann duftet er herzallerliebst und zuckersüss.