25. Mai 2020

Nordostschweiz – Zürich am Rhein

1 Eigentlich planten wir heute nach Kaliningrad in Russland zu reisen. Doch der lästige Corona-Virus hat uns die Tour versaut. Aber wir lassen die Köpfe nicht hängen und machen stattdessen eine kleine Expedition in die für uns ebenso unbekannte Nordostschweiz.
Wir rollen gemütlich der Reuss entlang bis nach Bremgarten, dann links an der Stadt Zürich vorbei bis wir schlussendlich in Ellikon (n47.605, E8.600) an den Rhein kommen.

Ellikon am Rhein – wie es richtig heisst – ist ein winziges und unglaublich herziges Dorf. Bloss ein paar Bauernhäuser und zwei Gaststätten. Hier gibt es den „Rhygarte“, eine perfekte Gartenbeiz mit lange Holztische unter prächtigen Kastanienbäumen, direkt am Flussufer – huäre schön hie.

1786 besuchte Johann Wolfgang Goethe und einige Jahre später die französische Armee Ellikon. Und zwischendurch schwappte auch immer mal wieder das Rheinhochwasser ins Dorf.
Und jetzt sind wir da.

In Rheinau fliesst der Rhein in zwei engen Schlaufen rund ums Dorf. Und auf einer Insel mitten im Fluss steht das ehemalige Kloster Rheinau (n47.642, e8.608). Eine eindrückliche Gottesburg; wie ein Schiff.

Auch hier bildet der Rhein die Grenze zu Deutschland. Aber hier liegt Deutschland wegen der Flussschlaufen für einmal im Süden der Schweiz! Wegen der Pandemie ist alles noch geschlossen – schön ist es hier aber trotzdem.

Mein Fazit des heutigen Tages: Wenn ich bis jetzt an den Kanton Zürich dachte, kam mir vieles, aber nicht herzige Dörfer am Rhein in den Sinn. Jetzt bin ich deutlich klüger.

12. Mai 2020

genial – mein Coiffeur

Mein Gwafför gehört zu einer ganz seltenen Spezies. Solche wie ihn gibt es nämlich nur noch ganz selten. Denn bei ihn kann man sich zum Haareschneiden nicht anmelden, sondern man geht einfach hin und setzt sich auf die Kunstlederbank und wartet bis man dran kommt. Kein Termin, kein Schnickschnack - nur einen tadellose Haarschnitt.

Jetzt mit den Corona-Abstandsregeln geht das natürlich nicht mehr so einfach. Jetzt braucht es mehr Abstand! Deswegen hat mein Frisör jetzt einfach den Warteraum vor die Tür verlagert.
Da sitzen nun die zottlige Mannen und warten bis sie unters Messer kommen. Und das Beste daran ist, man sieht nun schon von der Strasse aus, wie viele Kunden anstehen. Ob es sich lohnt sich dazu zu stellen - oder ein andermal wieder zu kommen. Genial – mein Coiffeur.

5. Mai 2020

die kürzeste Bahnreise: Sarnen – Sarnen Nord

Auch wenn wir alle unsere geplanten Eisenbahnreisen wegen dem ärgerlichen Corona-Virus absagen musste – es gelüstet uns doch danach. Also planen wir eine kurze Bahnreise.
Wobei diesmal der Schwerpunkt eindeutig auf „kurz“ liegt. Wir reisen nämlich von „Sarnen Nord“ nach „Sarnen“. Die Fahrstrecke zwischen den beiden Bahnhöfen beträgt bloss etwa 600 Meter. Und es ist die kürzeste Eisenbahn-Fahrt der Schweiz - zumindest die kürzeste, die ich kenne.

Der Bahnhof Sarnen ist unser Hauptstadt-Bahnhof. Unser Zug, die S5 fährt jeweils um x:19 los. Nach etwa einer Minute sind wir am Ziel: Sarnen Nord.

Blick von Bahnhof Sarnen Nord nach Süden. Gleich hinter der Kurve liegt der Bahnhof Sarnen. Hier halten nur die S5, der Interregio aber leider nicht - also kein Speisewagen!
Nach einer Viertelstunde Aufenthalt – länger braucht garantiert niemand, um alle Sehenswürdigkeiten von Sarnen Nord zu sehen – geht’s um x:35 wieder zurück nach Sarnen.

Wer eine kürzere Bahnverbindung kennt, soll sie in die Kommentare schreiben. Ich würde sie dann bereisen ...

1. Mai 2020

die Coronavirus-Rangliste

Jetzt mal im ernst. Heute habe ich wieder einmal nachgeschaut, welche Länder wie stark von der COVID-19-Pandemie betroffen sind.

Todesfälle pro 1 Million Einwohnern
1. Belgien 655
2. Spanien 525
3. Italien 463
4. Grossbritannien 394
5. Frankreich 373
6. Niederlande 280
7. Schweden 256
8. Irland 250
9. USA 190
10. Schweiz 164

15. Deutschland 75
16. Iran 72
17. Österreich 65

China 3,3

Interessant ist, dass zum Beispiel Schweden - die ja immer wieder gelobt werden, dass sie alles besser machen täten - auf Platz 7 sind. Die Vereinigten Staaten von Amerika sind auf Platz 9.
Die Schweiz ist inzwischen auf Platz 10 abgerutscht. Deutschland und Österreich haben weniger als halb so viele Opfer als die Schwei und liegen auf Platz 15 und 17.

Doch unser Kanton Tessin hat 919 Tote pro eine Million Einwohner zu beklagen; und der Kanton Genf 488.

18. April 2020

Russland – njet

Nicht ganz unerwartet müssen wir auch unsere nächste Reise nach Russland wie die nach Italien absagen. Eigentlich wollten wir demnächst nach Kaliningrad fahren und das neue e-Visum ausprobieren. Jetzt wäre da oben grad Frühling und die ideale Reisezeit. Aber wegen dem Corona-Virus wird daraus nichts.

Die Oblast Kaliningrad ist eine Exklave; also eine russische Insel in der Europäischen Union. Da wir bloss zwei Wochen Zeit hatten, wollten wir hinfliegen und dann  mit der Eisenbahn nachhause fahren. In Kaliningrad selber wollten wir mit dem Mietauto die Region erkunden. Die Oblast ist nämlich gar nicht so klein, wie man immer denkt. Und es gibt da neben der Hauptstadt noch einige weiter spannende Orte.
Aber eben, daraus wir vorläufig nichts. Vermutlich werden wir es erst im Mai 2021 wieder versuchen. Dann ist ja wieder Frühling…

14. April 2020

Ostern, Quarantäne und die Schwerkraft

Was waren das vier herrliche Ostertage. Wegen dem ärgerlichen Corona-Virus mussten wir zuhause bleiben. Der Himmel war enzianblau – und ganz ohne Flugzeuge. Einzig die Gleitschirmer waren unterwegs. Und auch die Strassen waren fast menschenleer und ohne chinesische Touristen. Wir hatten unsere Heimat wieder einmal fast ganz alleine für uns.
Herrlich schön. Von mir aus kann man die Quarantäne auch im nächsten Jahr wieder veranstalten.


Das Foto von meinem Oster-Mittagessen ist schon fast historisch. Und dramatisch. Denn eine Sekunde später gewann die Gravitation Oberhand – und mein Wurstteller lag kopfüber am Boden! Doch Glück im Unglück; die Wurst konnte ich wiederbeleben. Aber das Pilzrisotto und die sauer eingelegten Zucchetti waren futsch.

12. April 2020

exotische Ostern

Wir feiern heuer Ostern ja eher klassisch; also zuhause bleiben und Eier färben. Andernorts machen sie das ganz anders.

Die "Südliche Grünmeerkatze" präsentiert das ganze Jahr über ihre beneidenswerten, blauen Eier.

8. April 2020

Frühling 2.0

Was soll ich sagen ...

... heuer ist einer der schönsten Frühlinge aller Zeiten.

5. April 2020

Reisetipp: zuhause bleiben

Herrlichstes Frühlingswetter – und die Corona-Pandemie hat alle unsere Reisepläne vernichtet. Wir müssen zuhause bleiben. Was tun?

Grüne Spargeln, kleine Tomaten und Wienerli.

28. März 2020

Zeitumstellung – so geht’s

Morgen ist wieder Zeitumstellung und man muss dann die Uhren um eine Stunde umstellen. Wenn man also am Sonntagmorgen um halb sieben aufsteht (was eh fragwürdig ist!), so ist es vermutlich erst halb fünf - oder schon halb acht. So ganz genau kann man das im Voraus nie sagen. Aber auf jeden Fall ist es sicher nicht halb sieben.
Am besten fragt man einfach die anderen Leute.

Ich habe neulich schon einmal wissenschaftlich-präzis erklärt, wie das mit dieser Sommer- und Winterzeit ganz genau funktioniert: >hier

19. März 2020

in laaangeweilige Zeiten

Was soll man in solchen Seuchenzeiten unternehmen? Fast alles ist geschlossen und zu. Und das Internet habe ich auch schon durchgelesen. Also: In die Berge fahren. Denn da oben ist es im Winter immer langweilig.

Die Sonne macht einen auf Frühling und der Schnee ist grösstenteils von der Strasse weggeschmolzen. Mit Pavesi trösten wir uns über die entgange Italienreise hinweg und geniessen die menschenleere Landschaft.

Dann kommen zwei rote Milane daher geflügelt und schauen nach einem Mäuse-Snack. Später schlendern noch sechs Gämsen vorbei. Für ein gescheites Foto war ich leider nicht schnell genug…

16. März 2020

blödes Corona-Virus - wie weiter?

Unsere aktuelle Eisenbahn-Rundreise durch Italien musste ich ja leider wenige Tage vor der Abreise absagen. Die Sperrzonen wegen der COVID-19-Epidemie machten unserem Vorhaben endgültig den Garaus.

Die Biglietto habe ich bereits vor einigen Monaten gekauft. Nun versuche ich diese zu stornieren. Bei den Hochgeschwindigkeitszügen von Trenitalia klappte das online ganz gut. Bei den Regionalzügen geht das aber nur am Bahnschalter in Italien; also nicht! Ob und wieviel Geld ich schlussendlich zurückbekomme, weiss ich nicht.
Bei Italo ist die Sache inzwischen auch ganz einfach. Man kann online stornieren und soll dann einen Gutschein erhalten. Zwischenzeitlich hat Italo unsere Züge aus dem Fahrplan gestrichen und uns stattdessen auf Ersatzzüge spät abends umgebucht.

Sollten wir für unsere stornierten Fahrscheine gar nichts bekommen, so betrüge unser Verlust maximal zwanzig Döner - also ein zu verschmerzender Betrag.

Fairerweise muss ich aber auch sagen, dass die Bahnen sich grosse Mühe geben den Bahnbetrieb aufrecht zu erhalten. Dass dabei die eMail-Kommunikation etwas zu kurz kommt, kann ich verstehen. Immerhin sind sie mit den einigen 100‘000 Umbuchungen bestimmt gut beschäftigt.

9. März 2020

unsere Italienreise wegen dem Scheiss-Virus geplatzt

Unsere geplante Italien-Rundreise ist nun doch geplatzt! Denn gestern wurden wegen dem Corona-Virus die Lombardei und einige Provinzen rund herum zum Sperrgebiet erklärt und die Einreise verboten. Und das drei Tage vor unserer Abreise.

Dabei haben wir uns so auf Italien gefreut. Auf der Webcam sahen wir, dass überall nur wenig Touristen unterwegs sind. Keine Warteschlangen, kein Gedränge und halbleere Züge – perfekt. Aber nun haben die Behörden die Tür zugemacht und wir würden bereits am ersten Tag in Milano stranden.

Das ist aber erst zum dritten Mal, dass wir eine Reise kurzfristig nicht antreten können. Der Krimkrieg in der Ukraine und der Bürgerkrieg in Syrien vernichteten damals unsere Reisepläne auch. Nach Italien können wir ein andermal und wir waren ja auch schon oft genug dort. Deshalb ist der „Verlust“ zu verschmerzen.
Aber möglicherweise gefährdet die Corona-Epidemie auch unsere Russland-Tour im Mai. Denn in den letzten Tagen ist das Virus auch dort aufgetaucht…

4. März 2020

unsere Bahnreise nach Italien

Demnächst wollen wir nach Italien bahnreisen. Wir möchten für einige Tagen nach Rom und dann auf dem Rückweg noch Pisa, die Cinque Terre und Genova anschauen. Also auf den ersten Blick nix Neues! Doch nach Italien kann man jedes Jahr fahren, da gibt es immer etwas zu sehen und zu erleben.

Auch dieses Mal gibt es im Vorfeld einige Schwierigkeiten: Das letztes Mal war es der Vulkanausbruch in Sizilien. Jetzt sind es ein Eisenbahnunglück und das Coronavirus in der Lombardei. Ein Dutzend Dörfer wurden zum Sperrgebiet erklärt und viele Sehenswürdigkeiten sind vorläufig geschlossen. Unser Zug soll aber ab dem nächsten Montag wieder ganz normal fahren. Wie es mit dem Virus weiter geht weiss aber keiner - mal schauen...
So oder so, wir hoffen jedenfalls auf etwas leerere Züge und Städte.

27. Februar 2020

Brennholzhäuser

Aus toten Bäumen kann man ausser einem Tisch auch noch andere schöne Sachen bauen.

Zum Beispiel Brennholzhäuser ...

26. Februar 2020

Birnbaum - Plan - Tisch

Neulich habe ich doch erzählt, dass ich aus meinem Birnbaum einen Tisch machen wolle. Jetzt ist der Stubentisch fertig. Hier ein Schnappschuss davon:

Die Stühle sind aber noch nicht die endgültigen, da wird es noch klassische „Horgenglarus‎“ aus schwarzer Buche geben.



der Birnbaum


der Plan

Für den Tisch verbrauchten wir den kompletten Baumstamm. Das Tischblatt ist 2.20 m lang und 90 cm breit. Wir hätten es gerne etwas länger gemacht, aber mehr gab der Stamm leider nicht her.
Ursprünglich sollte es ja mein Tisch werden. Doch dann kam alles anders - und nun gehört er einem Kunden von mir...

21. Februar 2020

Lost Places: verlassene Filmkulissen

Zehn Jahre Muger – also Zeit für einen Rückblick auf einige Entdeckungen.

In Marokko gibt es zahlreiche Filmkulissen. Oft ganze Städte oder Paläste mitten in der Wüste. Manche sind bekannt, andere weniger.

Die Geschichten dazu: Hier, hier und hier

20. Februar 2020

Lost Places: rostige Dampfloks in Bulgarien

Zehn Jahre Muger – also Zeit für einen Rückblick auf einige Entdeckungen.

Während des Kalten Krieges versteckte das bulgarische Verteidigungsamt an geheimen Orten Züge. Die sollten im Kriegsfall als eiserne Reserve dienen. Der Krieg kam nicht und die Züge rosten vor sich hin.

Die Geschichten dazu: Hier und hier.

19. Februar 2020

Lost Places: verstorbener Vergnügungspark in Italien

Zehn Jahre Muger – also Zeit für einen Rückblick auf einige Entdeckungen.

Nördlich von Milano gibt es einen längst verlassenen Vergnügungspark. Die Bäume wachsen bereits durch die Achterbahn und das Tschtschu-Züglein ist abgebrannt. Aber es schaut sauromantisch aus.

Die Geschichte dazu gibt es: Hier

18. Februar 2020

Lost Places: halbes Flugzeug in Zypern

Zehn Jahre Muger – also Zeit für einen Rückblick auf einige Entdeckungen.

Mitten im UN-Pufferzone zwischen Zypern und Nordzypern steht ein Flugzeugwrack. Eine tschechoslowakische Tupolew Tu-104a. Erst machte sie eine Bruchlandung, dann wurde sie von einer Rakete erschossen...

Die Geschichte dazu: Hier

17. Februar 2020

Lost Places: Autofriedhof in Schweden


Zehn Jahre Muger – also Zeit für einen Rückblick auf einige Entdeckungen.

Mitten im Wald im schwedisch/norwegischen Grenzgebiet liegen mehrere Hundert Autos aus den 1950/60-er Jahren im Wald. Rostige Chromjuwelen und verwitterte Alltagskarren.

Die ganze Geschichte: Hier und hier.

24. Januar 2020

unsere Winter-Bergtour

Ich habe keine Ahnung wie oft wir schon in unserer Alphütte waren. Aber jedes Mal ist es anders – und jedes Mal ist es schön. Da es kaum Schnee hat, konnten wir bis fast dahin fahren, bloss die letzten dreihundert Meter mussten wir marschieren.

Diesmal war es auffallend still. Wir hörten keine Hirsche, keine Bergdohlen und vor allem keine Ausflügler. Wir waren ganz alleine hier oben und genossen die winterwarme Sonne.

Wenn das Wetter weiterhin so gut bleibt, fahren wir in den nächsten Tagen wieder hinauf und braten uns eine Wurst.

23. Januar 2020

St. Gallen – Stein der Freiheit

In St. Gallen gibt es ein kaum beachtetes Juvel zu entdecken: Den Freistein von 1587.

Viele Jahrhunderte lang war das Kloster nämlich quasi ein eigenes Staat mitten in der Stadt St. Gallen; etwa so wie heute der Vatikanstaat in Rom. Nach der Reformation war die Fürstabtei St. Gallen dann sogar eine katholische Insel mitten in der reformierten Stadt. Und bis etwa 1800 ein Kirchenstaat mit eigenen Bräuchen und Gesetzen.

Wenn Leute in Not das Klostergelände betraten, so wurde ihnen hier Schutz geboten und sie waren vor ihren Verfolgern sicher. Selbstverständlich nutzten auch allerlei Gauner und Übeltäter dieses Kirchenasyl, weshalb sich das Kloster und die Stadt dauernd stritten.

Seit 1587 markierten vier Steintafeln die "Grenze der Freiheit". Eine der Tafeln – zumindest eine Kopie davon – ist noch heute am „Schlössli“ an der Zeughausgasse zu sehen.
Solche Asyl- oder Freisteine sind heute sehr selten, doch es gibt sie im gesamten deutschsprachigen Europa.

21. Januar 2020

St. Gallen – Wurst, Stadt, Kultur

Für uns Innerschweizer gehört St. Gallen schon zum Orient; unbekanntes Terrain irgendwo im Nahen Osten. Aber von früheren Expeditionen dahin weiss ich aber, dass St. Gallen eine farbige und interessante Stadt ist.
Drei Sachen wollen wir uns diesmal unbedingt anschauen: Den „Roten Platz“, die einzigartige Stiftsbibliothek und die ebenso legendäre Bratwurst.

Besonders hübsch sind die prächtigen Erker an vielen alten Stadthäusern. Manche sind mit exotischen Tieren geschmückt und skurrilen Figuren geschmückt. Die Hausbesitzer wollten damit den Passanten zeigen wie weltgewannt und weitgereist sie sind. Und den Nachbarn sagen - „ich bin reicher als du“.

Die Stiftsbibliothek im Kloster St. Gallen erstrahlt in barocker Pracht. Jede freie Fläche ist geschnitzt, bemalt oder mit Stuckaturen versehen. Und dazwischen stehen unzählige alte Bücher.
Hier ist unter anderem auch das älteste deutschsprachige Buch ausgestellt. Und in einem Glaskasten liegt eine dürre Mumie aus Ägypten. Leider darf ich hier in der Stiftsbibliothek keine Fotos machen. Deswegen habe ich hier bloss ein Bild aus dem Internet.

Weitherum weltberühmt ist die St. Galler für seine Bratwurst – oder wie die Eingeborenen sagen, die „Brodworscht“. Sie muss schön knusprig gebraten sein und wird – ganz wichtig! - immer ohne Senf oder Ketchup gegessen. Wunderbar fleischig.

Zum Schluss schauen wir uns noch das frisch renovierte Bahnhofsgebäude und die binäre Bahnhofsuhr an. Und wer jetzt auf Anhieb die Uhrzeit nicht erkennt: Es ist genau 14:17 und 21 Sekunden.