23. November 2012

ich hab keinen Koffer in Berlin

«Haben Se ihr Koffer verjessen, wa?», fragte der Hotelknecht bei der Abreise. Schon klar – für Aussenstehnde mag das so aussehen, denn wir reisen diesmal mit kleinem Gepäck. Ganz kleinem. Für die paar Tage in Berlin braucht man ja nicht viel.

Frau G. hat eine Umhängetasche mit - und ich meine kleine Laptoptasche. Kaum A4 gross und gut vier Kilo schwer. Meine Kleider habe ich neben den Compi hineingepresst. Drei T-Schirts und Unterhosen. Kabel, Netzteil und ein Buch. Etwas Shampoo und Zahnpasta habe ich zuhause in alte Filmdöschen gefüllt; mehr darf man ja nicht in den Flieger nehmen. Das ist alles.
Gut, ursprünglich war noch ein Wurstbrot dabei. Das habe ich aber zuhause liegen lassen. Über Augsburg hat die SWISS zum Glück einige ihrer Sandwiches verteilt. Die waren ganz schmackhaft, aber halt bloss daumengross.

22. November 2012

Berlin: meine Augenweide

Das Restaurant „Volkskammer“ ist eine Reise in die 1970-er Jahre. Alles, die Speisekarte, das Mobiliar, die Tapeten, das Geschirr, dieTopfpflanzen und auch der Gastwirt sind aus der damaligen Zeit. Wunderbar.

„BITTE LEBEN“ hat jemand an die Fassade des Wohnhauses „Schlesisches Tor“ gemalt. Das Haus wurde vom portugiesischen Architekten Álvaro Vieira geplant und gilt als Stil-Ikone der 1980-er Jahre.

Berlin ist eine Augenweide.

Seine Bewohner und -innen nicht unbedingt. Das links ist ein Kerl ...

21. November 2012

Berlin: Pferde auf dem Dach

In den Kinderbüchern gibt es doch diesen „Hanns Guck-in-die-Luft“. Genau so komme ich mir auch vor. Überall gibt es interessante Sachen zu sehen. Und die sind oft hoch oben. Türme mit güldenem Zierrat, in Metall gegossenen Feldherren und gläserne Kuppeln. Ich befürchte schon die Nackensteife vom andauernden nach-oben-gucken.

Besonders gut gefällt mir das Brandenburger Tor. Auf dem Dach stehen vier Blechpferde, wie versteinert. Sie ziehen stehend eine ebenso immobile Karre mit einer Frau drauf. Diese hält einen Wischmob in die Höhe. Darauf hockt wiederum ein Vogel. So genau konnte ich es aber nicht erkennen.

Gleich nebenan steht das alte Reichstaggebäude. Ein monumentaler Sandstein-Palast aus dem späten 19. Jahrhundert. Etwas jünger und halb so gross wie unser Bundeshaus in Bern. Aber mit Einschusslöchern.

Und oben auf dem Flachdach dann diese grandiose, gläserne Kuppel. Wir schlendern bis ganz zuoberst hinauf. Über uns nur noch der blaue Himmel. Blauen Himmel können sie gut, die Berliner.

20. November 2012

Berlin: Parade und Parodie

Es war damals an einem kühlen Nachmittag im Oktober 89. Alte Männer standen am Strassenrand und grinsten versteinert. Es stank beissend nach Auspuff. Panzerketten knirschen über den Asphalt. Stramme Soldaten im Gleichschritt. Was war da bloss geschehen? Es waren die Feierlichkeiten zu „40 Jahre DDR“.

Erich Honecker, Dachdecker und Staatsratsvorsitzender, reimt damals euphorisch: «Vorwärts immer, rückwärts nimmer». Schon einen Monat später wussten alle – es kommt alles ganz anders.
Die Parade fand damals an der Karl-Marx-Allee statt. Einer viel zu breiten und pfeilgeraden Strasse in Ostberlin. Ursprünglich sollten solche Paraden eigentlich vor dem Palast der Republik stattfinden. Man fürchtete aber Schäden an der Glasfassade wegen der Erschütterungen durch die Panzer und so feierte man halt an der langweiligen Karl-Marx-Allee.
Und heute stehe ich nun genau da und blicke hinüber, wo damals die grauen Mannen standen. Jetzt ist da bloss noch gähnende Leere und trostlose Laaangeweile. Parodie statt Parade.

19. November 2012

Berlin: wir Schweizer und ihr Fernsehturm

Berlin ist flach wie eine Pfütze. Und das was die Eingeborenen als „Berge“ benennen, sind in Wirklichkeit bloss ein paar fladenförmige Hügel. Kaum dreimal so hoch wie die Hausdächer, also nix.
Diesem Umstand wollten einst die Ostberliner mit einem Turm begegnen. Einem hohen Fernsehturm – einem sehr, seeehr hohen.

Mit der Planung des Fernsehturms begann man bereits in den 1950-er Jahren. Die Form war bald gefunden: Ein runder Turm mit einer Kugel und einer Antenne obendrauf. Aber wo soll er zu stehen kommen?
Der Basler Architekten Hans Schmidt wusste Rat und schlug heutigen Standort vor. Perfekt; hier war der Fernsehturm von überall her gut zu sehen. Auch aus Westberlin! Und wegen diesem Schweizer steht der Turm nun da, wo er heute steht.

Das vorgeschlagene Areal war unbebaut. Also - seit dem der Krieg die Häuser zerstört hat. Eines der Grundstückgehört einer Schweizer Familie. Die betrieben hier seit mehreren Generationen das „Café Vicedomini“. Nun wurde das Grundstück für den neuen Fernsehturm benötigt - also enteignet.

Die Familie Vicedomini wollte eine Entschädigung für ihr Grundstück - Deutschland wollte aber nicht bezahlen. Die ganze Sache zog sich hin. Erst 2003 gab Deutschland nach und entschädigte die Erben in der Schweiz: Ganz genau 1‘797 Euro und 39 Cent erhielten sie für ihr Millionen-Grundstück im Herzen Berlins.

17. November 2012

Reisetipp: das Bettlergeld

Der Reisetipp am Samstag: Fast in allen Reiseländern trifft man auf Bettler. Ob man ihnen was gibt oder nicht, muss jeder für sich selber entscheiden. Wenn ja, dann ist es aber eher ungeschickt, wenn man vor seinen Augen in seinem Bargeld nach der kleinsten Münze wühlt.
Ich habe darum meine "Bettlermünzen" immer in der rechten Hosentasche. In der linken ist dann das richtige Geld. Ein Griff - und ich habe eine passende Spende.
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16. November 2012

Berlin: Frau Tete hat ein Auge auf mich

Vor uns wurmt sich eine lange Schlange quälend langsam vorwärts. Anscheinend wollen auch noch andere ins Neue Museum. Nebenan wird zurzeit grad die „James Simon-Galerie“ gebaut, so gibt es für mich wenigstens was zu schauen.
Wir wollen die Büste der Nofretete anschauen. Nicht nur, aber auch. Der Kopf begeistert mich schon lange. Mehr als dreitausend Jahre alt und fast komplett erhalten - bloss das linke Auge fehlt. Und etwas vom Ohr.

Vor genau hundert Jahren wurde die Büste der Königin Nofretete in Ägypten ausgegraben. James Simon hat damals die archäologischen Grabungen bezahlt und die Büste dann dem Freistaat Preussen geschenkt. Simon war Unternehmer, Kunstmäzen und ein Berliner.

Sein Grab liegt auf dem wildromantischen Jüdischen Friedhof an der Schönhauser Allee.

An der Spree gibt es seit kurzem sogar einen James-Simon-Park. Und gleich nebenan kennt der Peter eine wunderschöne Kneipe. „Verkehrs beruhigte Ost Zone“ nennt sie sich. Sie ist in einem alten Viaduktbogen der Berliner Stadtbahn beheimatet.
Wir genehmigen uns eine Berliner Weisse. Rot oder grün?

15. November 2012

Berlin: tanzen oder mampfen

Wie ein Sputnik schwebt eine Diskokugel über uns. Und von den Wänden hängt Lametta, herzallerliebst von bunten Neonröhren illuminiert. Peter hat uns in „Clärchens Ballhaus“ geführt. Das legendäre Tanzlokal gibt es schon seit über hundert Jahren. Und so sieht es dann auch aus. Als ob die Zeit vor längerem stehen geblieben sei. Und nach Renovations-Stau.

Clärchens Ballhaus ist berühmt für seine grandiosen Tanzveranstaltungen. Jetzt am späten Nachmittag sind wir aber die einzigen Gäste. Und wir sind nicht zum tanzen da, sondern zum essen.
So sitzen wir nun ganz alleine im angejahrten Saal, zwischen Tanzparkett und Tresen. Die Beleuchtung ist düster - romantisch oder defekt, ich weiss es nicht. Aber zum essen reicht es allemal.

Hausgemachte Bouletten auf Kartoffelsalat, dazu eine Fassbrause. Die Hacktätschli sind wunderbar fleischig. Aussen eine schöne Kruste, innen drin saftig und mürb. Und erst die Herdäpfel; wenig Sauce, wenig Säure, etwas Schnittlauch - tadellos!

Dann schleppt ein Mann eine elektrische Orgel auf die Bühne. Wohl Zeit zu gehen für uns. So kurz nach dem Essen möchte ich keinesfalls tanzen.

14. November 2012

Berlin: den Adolf tiefergelegt

Ob man will oder nicht, überall stolpern wir über Berlins Vergangenheit. Vor allem über die der DDR und des unrühmlichen Dritte Reiches.
Überall in Berlin stehen Einzelteile der DDR-Grenzmauer herum. Zerschundene Betonwinkel, meist beidseitig grellbunt bemalt. Beidseitig, obwohl damals damals ja gar nicht ging! Dieses hier steht am Leipziger Platz und zeigt ein Bild vom berühmten Thierry Noir.

Unweit vom Holocaust-Mahnmal liegt zwischen einigen Mietskasernen ein öder Parkplatz. Hier befanden sich vor siebzig Jahren das Machtzentrum der Nazis; die Reichskanzlei und der Führerbunker. Und hier verkroch sich gegen Ende des Krieges der Adolf H. Da heiratete er noch gschwind seine Eva - und schoss sich dann ein Loch in den Kopf.

Gleich hinter der Barriere wurden damals die beiden Leiche in aller Eile verscharrt. Das Tausendjährige Reich war zu Ende - nach bloss elf Jahren. Und der Krieg auch. Das hat sich der GröFaZ bestimmt ganz anders vorgestellt.

13. November 2012

Berlin: Mut und Tränen

Die DDR-Grenzmauer dichtete Westberlin rundherum komplett ab. Beton, Stacheldraht und unzählige Grenzer sorgten dafür, dass keine Genossen „rübermachten“. Ein Grenzübertritt war nur an einigen wenigen Orten erlaubt. Der vielleicht wichtigste war beim Bahnhof Friedrichstrasse.

Um den Ansturm der Ein- und Ausreisewilligen besser zu bewältigen, baute man in den frühen sechziger Jahren eine moderne Grenzabfertigungshalle. Ein lichter Pavillon für ein übles Regime. Und weil hier viele Abschieds- und Freudentränen flossen, nannte man ihn schon bald "Tränenpalast".

Heute ist darin ein Museum untergebracht. Etwas kitschig vielleicht, aber ein Exponat hat mir ganz besonders gut gefallen. Eine Ansichtskarte, die ein Stefan Ullmann 1985 nach seiner Flucht seinen in der DDR zurückgebliebenen Angehörigen schickte.

An der Friedrichstrasse steht auch das neue Asisi Panorama „Die Mauer“. Das riesige Rundgemälde ist erst seit wenigen Wochen geöffnet und zeigt einen Blick über die Mauer nach Ostberlin.
Ein Aufseher maulte, wir dürften hier drinnen keine Fotos machen. Der Künstler wolle seine Bilder ja verkaufen! «Schöne Grüsse an den Künstler, das mache ich genau so» sagt Peter und knipst munter weiter.

12. November 2012

Berlin: Grilletta, du hast mich enttäuscht

Da stand es schwarz auf weiss: «Grilletta. Frikadelle aus Schweinefleisch im Brötchen mit Salatauflage und würziger Sosse». Grilletta - jawohl – so eine will ich haben. Ein langgehegter Wunsch geht in Erfüllung! Grilletta; die Ikone der Ost-Küche.

Ich täte jetzt lügen, würde ich behaupten, dass die Grilletta mich zu Jubelgeschrei, Begeisterungssprüngen oder den spontanen Wunsch nach Kinder zeugen, verführt hätte. Gut - vielleicht sind das ja auch etwas zu hohe Erwartungen an einen Fleischklops. Aber! Was mir da serviert wurde, war ein furzgewöhnliches Hacktätschli. Farbe und Konsistenz ähnelte den flachgefahrenen Kröten am Strassenrand. Eingeklemmt in ein bleiches Brötchen mit rötlicher Schmiere, dazu etwas Begleitgrün.
Grilletta, du hast mich enttäuschst. Das nächste mal futtere ich wohl wieder eine Wurst.

10. November 2012

Reisetipp: Spuckerei

Der Reisetipp am Samstag: Auf dem Bus- oder sonstigen Bahnhof achte ich immer drauf, nicht zu nahe den Wagen entlang gehen. Denn in vielen Ländern kauen die Männer Tabak, oder Betelnuss. Und spucken deshalb dauern aus dem Fenster.
Eine feuchte Schleimspur warnt einem vor - zum Glück.
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9. November 2012

Berlin: Erleichterung für alle Pisser

Es heisst „Waidmannslust“ und ist ein Pissoir. Es besteht komplett aus Gusseisen und hat sieben Stehplätze mit einer vollautomatische Spülung. Und die Berliner nennen es liebevoll „Café Achteck“.

Bevor es diese öffentlichen Piss-Häuschen gab, seichte jeder einfach ins Gebüsch. Oder an die Hausmauern. Dementsprechend stank es in den Gassen. Im Kampf gegen diese Wildpinkler wurde um 1880 das „Waidmannslust“ entwickelt und weit über hundertmal aufgebaut. Fortan konnten sich die Berliner stilvoll erleichtern. Die Männer - denn die Frauen mussten sich weiterhin ins Gebüsch kauern.
Heute sind bloss noch eine Handvoll der klassizistischen Pisshäuschen erhalten geblieben. Ich besuchte eines am Senefelderplatz. Grad kürzlich frisch renoviert und rund um die Uhr geöffnet. Hier lässt sich sehr geschmackvoll brünzlen.

8. November 2012

Berlin: das Gewissen aus Stein

Überall trifft man auf Mahnmale. Manche stehen ganz verborgen in einem Aussenquartier, wiederum andere sind mitten im Stadtzentrum. Raumgreifend und monumental, meist etwas aufdringlich.

Jede Opferkategorie bekam ein eigenes Mahnmal: Es gibt solche für Juden, Zigeuner, Schwule, Kommunisten, Behinderte, Kranke, Kriegsgefangene, Freiheitskämpfer, Parlamentarier, Kriegsdienstverweigerer und Deserteure.

Der Star unter den Mahnmalen ist das „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“. Ein riesiges Feld voller grauer Betonelemente. Sinnfrei, scharfkantig und manche leicht geneigt. Ich schlendere zwischen den Klötzen herum und lasse mich ermahnen. Als ich zum Himmel hinauf schaue, bilden die Stelen ein Kreuz. Sonderbar?

Jetzt, wo ich das Mahnmal durchschritten habe, bin ich mir sicher - ich ermorde auch künftig keine Juden.

7. November 2012

Berlin: überall Schlamm und rosa Röhren

Wo man in Berlin hinschaut, war mal etwas. Was da einst war, ist aber nicht mehr. Meist wurde es im letzten Krieg zerstört. Oder später vom Kommunismus oder dem Wirtschaftswunder. Und deswegen ist heute vielerorts gar nichts; oder etwas Unschönes. Oder eine Baugrube.

Ich mag die Baugruben. Ich stehe gerne am Absperrgitter und schaue zu den Arbeitern hinunter. Hier in Berlin sind die Baugruben nass; sehr, sehr nass. Schlammig und matschig. Manche Baugruben sind sogar randvoll mit Wasser, so dass Schiffen darin herumfahren. Andernorts tauchen Taucher in der trübe Baugrubensosse. Um dann die Baugruben trocken zu legen, pumpen Pumpen das Wasser in die Spree. Die rosaroten Druckleitungen wurmen sich durch die halbe Stadt.
Irgendwo hat jemand „Sperma-Pipeline“ drauf geschrieben - stimmt aber gar nicht! Öööhm - hoffe ich doch?

6. November 2012

Berlin: Marx und Engels verrückt worden

Karl Marx und Friedrich Engels haben einst den Sozialismus erfunden. Und sie haben ihn auch selber eifrig praktiziert - haben sich zeitlebens von anderen Leuten aushalten lassen. Dies war für die DDR Grund genug, den beiden ein Denkmal zu widmen.

Mit Unschuldsmienen blicken die beiden alten Philosophen stramm nach Osten. Überlebensgross. Marx sitzt und Engels steht. Wegen ihrer Kleidung wurden sie vom DDR-Volk auch wenig liebevoll „Sakko und Jacketti“ genannt. Seit 1986 standen die Bronzefiguren im Zentrum eines etwas öden Platzes, dem „Marx-Engels-Forum“.
Und nun das - letztes Jahr mussten die beiden der U-Bahn Baustelle weichen. Man verrückte sie in einen nahen Park. Da stehen sie nun und blicken jetzt stoisch nach Westen.

5. November 2012

Berlin: so isst Berlin

Mitten auf der Warschauer Brücke stehen zwei Buden. In der dunkelroten wird „Berliner Currywurst“ feilgehalten. Seit 1975, wie angeschrieben steht. Na also - da bin ich ja wohl goldrichtig.

Was mir der nette Fleischereiknecht reicht, ist so eine Berliner Currywurst. Ein Kartonschälchen mit einer mundgerecht gescheibelten Wurst, übergossen mit Tomatensauce und mit Currypulver bestreut. Als Werkzeug ein Dreispitz aus gelbem Plastik und eine Wischpapier für danach.

Wurstmässig ist Berlin immer noch eine geteilte Stadt. Im Osten ohne Darm, im Westen mit. Das vorliegende Exemplar ist ohne Darm und schmeckt wirklich gut. Lecker tut man hier sagen.

4. November 2012

Berlin: Rümschrümp im Hinterhof

Die „Hackeschen Höfe“ und die „Rosenhöfe“ sind von der Strasse aus gesehen furzgewöhnliche Stadthäuser. Modeboutiquen, Starbucks und noch mehr Modeläden. Geht man aber hinein, kommt man in eine ganz andere Welt. Acht wunderschöne Höfe mit Jugendstil-Fassaden. Schick herausgeputzt und nett aufgehübscht.

Etwas versteckt zwischen den schmucken Hackeschen und den Rosenhöfen ist noch ein weiterer Hof. Ein richtiger Hinterhof. Skurril vollgesprayt, rissig und herrlich schmuddelig. Die Gaststätten haben seltsame Namen; „Eschschloraque Rümschrümp“ und „Kaffeekaschemme“. Peter kennt hier eine Kunstgalerie, die „Galerie neurotitan“. Wir schauen uns die aktuelle Ausstellung an: we do voodoo!
In den finsteren Kellergewölben ist „das Monsterkabinett“ zuhause. Der Künstler Hannes Heiner hat hier ein absurdes Universum mit mechanischen Monstern geschaffen. Die liebenswerten Monster trommeln, tröten und manch eines schnappt nach den Besuchern. Schaurig schön.

Als ich mir ein Weissbier bestelle, fragt der Kellner: «grün oder rot?». Öööhm - rot. Ich bekomme ein Himbeersirup-Bier. In einer Blumenvase und mit einem Röhrli! Berlin...

3. November 2012

Reisetipp: bloss nicht auffallen

Der Reisetipp am Samstag: Am sichersten reist man unsichtbar. Keine knallfarbige T-Shirts mit „fuck me“ oder "sexy Barbie Man" Aufdruck.Auch keine ultrakurzen Hosen oder affigen Frisuren. Und bitte auch keine patriotische Landesflagge an den Rucksack hängen. Sonst darfst du dich nicht wundern, wenn du von jedem Krämer angequatscht wirst.
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2. November 2012

Berlin: zeitlos am Alexanderplatz

Mitte Nachmittag geht unser Flieger in Tegel nieder. Ein paar Schritte und eine Busfahrt später stehen wir am Alexanderplatz. Früher war der Alexanderplatz gross und hässlich. In den 90-er Jahren wurde er komplett neu gestaltet. Jetzt ist er kleiner.

Die Urania-Weltzeituhr glänzt mit vergoldeten Stundenzahlen. Diese drehen sich hinter den 24 Zeitzonen mit den Städtenamen. Eigentlich eine schöne Idee; bloss gibt es weltweit deutlich mehr als 24 Zeitzonen. So mussten halt einige Städte mit Korrektur-Zeiten versehen werden. Zudem kann die Sache mit der Sommerzeit auch nicht berücksichtigt werden. Jedenfalls zeigte die Uhr heute die falsche Zeit an.
Das eigentliche Uhrwerk befindet sich übrigens in einem kleinen Keller unter dem Alexanderplatz. Ein Elektromotor aus DDR-Zeiten, der läuft und läuft...

1. November 2012

80 Stunden in Berlin

Jetzt sind wir grad zurück aus Berlin. Wir waren ein paar Tage da; Peter zeigte uns die Stadt. Paläste und Kneipen. Historisches und ganz Modernes. Goldene Statuen und verpisste Hinterhöfe.

Berlin ist gross, laut, flach, neu gebaut, spannend und unsäglich hässlich. Und wunderschön. Leider hatten wir bloss achtzig Stunden Zeit. Unser Besuch war daher etwas zu hektisch und wir verpassten viele Kleinigkeiten am Strassenrand. Aber wir werden bestimmt wieder einmal hinfahren.
Ich werde in den nächsten Tagen das eine oder andere über Berlin berichten. Mal schauen was daraus wird...

31. Oktober 2012

Österreichischer Nationalstolz

Neulich war ich doch in Österreich unterwegs. Mozartkugeln, Wiener Schnitzel und Eitrige; kennt jeder. Aber was ich auch noch entdeckte, übertrumpft alles.

Schier unglaublich: In Österreich gibt es sogar Zahnpasta in Gestalt ihrer Landesflagge. Rot-weiss-rot.

30. Oktober 2012

isch alles lässig

Neulich war ich in Zürich Architektur gucken; ich habe darüber doch berichtet. Und da man vom gucken nicht satt wird, besuchten wir bereits im Voraus eine Gaststätte zwecks Morgenkaffee. Ein gemütliches Strassencafé mit Art-Deko Ausstattung und einer dunkelbraunen Bar mit Messingbeschlägen und einer geschliffenen Marmorplatte. Aber darum geht es gar nicht...
Zwei Kellner bedienten uns. Beide mit langen Schürzen und neckischen Krawatten. Sie sprachen weicher Stimme und hatten eine überaus warmen Ausstrahlung. Als wir unsere Tassen leer hatten, fragte einer:
«...und bi oi isch alls lääässig?».

29. Oktober 2012

Räuberhöhle am Giswilerstock 2. Teil

Jakob Beuggert wurde im August 1906 in Unterseen bei Interlaken geboren. Sein Vater habe getrunken und ihn oft geschlagen. Bereits als zehnjähriger Bub wurde weggegeben. Erst viele Jahre später erfuhr er, dass er noch sechzehn Geschwister habe! Er hütete Ziegen, arbeitete als Landarbeiter und später auf dem Bau. Beuggert hat sich von Jugend an zu einem eigensinnigen Menschen entwickelt. Er war misstrauisch und Menschenscheu. Er liebte die Natur und zog sich wann immer möglich in die Berge zurück. Schon bald lebte er für sich allein auf den Alpen. Was er zu Leben brauchte, holte er sich in den Alphütten. Die Polizei wurde ihm ab und zu habhaft und der Beuggert verbrachte die kalte Jahreszeit gerne im Gefängnis. In 30 Jahren wurde er zu etwa 15 Freiheitsstrafen verurteilt.

Im Dezember 1956 beschloss er, nie mehr mit dem Gesetz in Konflikt kommen. Und er hielt sein Versprechen zeitlebens ein. Er fand eine Anstellung bei der Gemeinde Meiringen und später im Freilichtmuseum Ballenberg. Sein Lohn reichte ihm, um die früher erhaltenen Fürsorgegelder zurück zu zahlen. Jakob Beuggert wohnte die letzten Jahre in Meiringen in Gädeli und Scheunen; im Staldi, in der Funtenen und der Schwendlen. 1992 brannte seine Unterkunft ab und die Gemeinde spendierte ihm einen mäusefreien Wohncontainer. Diesen bewohnte er aber bloss kurze Zeit, er zog die Freiheit vor. Die Gesundheit zwang ihn dann aber zu mehreren Klinikaufenthalten, die er nur schwer ertragen hat. Nach kurzer Krankheit verstarb Jakob Beuggert im Mai 1995 im Spital Meiringen.

27. Oktober 2012

Reisetipp: Taschendiebstahl

Der Reisetipp am Samstag: Der gewöhnliche Taschendiebstahl ist wahrscheinlich das häufigste Verbrechen, dem wir unterwegs begegnen. Man kennt das: Im Gedränge fingert eine fremde Hand unbemerkt in die eigene Hosentasche und fischt das Papiergeld oder Portemonnaie raus.
Dagegen kann man gut vorbeugen. Ich stopfe zum Schluss immer ein Papiertaschentuch in die Tasche; als Abschluss sozusagen. Greift ein Dieb in meine Hosentasche, erbeutet er statt des Geldes bloss ein schmieriges Taschentuch.

26. Oktober 2012

Räuberhöhle am Giswilerstock

Im Herbst 1951 wurde in Giswil immer wieder in Alphütten eingebrochen. Da neben Lebensmitteln und Werkzeugen auch jeweils Wecker gestohlen wurden, ahnte die Bevölkerung, wer der Dieb ist: Der "Bergschnoisi";  mit bürgerlichem Namen Jakob Beuggert. Die Polizei fahndete schon länger - und vergebens nach ihm.

Mitte Dezember wurde erneut eingebrochen. Das liess dem Giswiler Dorfpolizisten nun keine Ruhe mehr. An seinem freien Tag machte er sich auf die Suche nach dem Dieb. Er stieg den Berg hoch. In einem abgelegenen Wald hörte er "ein lautes Knacken" und dann stand er plötzlich einem wildfremden Mann gegenüber. Der Ertappte gestand sogleich, er sei der gesuchte Jakob Beuggert.
Beuggert sass dann längere Zeit in Sarnen im Gefängnis. Der Dorfpolizist besuchte ihn regelmässig und zwischen den beiden entwickelte sich eine langjährige Freundschaft. Beuggert wurde später, gegen seinen Willen, in ein Berner Gefängnis überstellt, wo er dann noch bis 1957 einsass.

Beuggerts Höhle liegt am Nordhang des Giswilerstockes unter einem grossen Sturzblock. Vom Eingang geht es fast zwei Meter senkrecht in die Tiefe. Der Zugang ist recht eng - und die "Wohnung" auch. Von Beuggerts Anwesenheit konnte ich kaum mehr Spuren finden. Einige Holzbretter, einige rostige Büchsen und ein Ledergurt - mehr nicht.

demnächst gibt es noch den zweiten Teil der Geschichte.

25. Oktober 2012

den Ölch würgen

Auf unserer Osteuropa-Tour stellten wir fest, dass unsere Bettdecken fuseln. Da kommen überall so kleine Federn raus. Die kitzeln dann in der Nase und kleben im Haar. So geht das nicht weiter! Wir brauchen neue, ohne Geflügel drinnen.
Getrieben vom Wunsch nach einer fuselfreien Bettdecken reisen wir also nach IKEA.

Der Laden versteckt sich in einer blaugelben Wellblechhalle im Industriegebiet. Also hinein, Rolltreppe hinauf ins Obergeschoss. Gleich am ersten Schalter können junge Pärchen ihre Kinder entsorgen. Haben wir keine mit, also weiter. Pfeile am Boden schleusen uns im Zickzack voran. Die Möbel heissen wie Diktatoren: Ein Sofa SÖDERHAMN, ein Sessel POÄNG. Oder wie Hautkrankheiten DUDERÖ, VÄTE und SCHORF. Nach einem kilometerlangen Marsch kommen wir dann zu den Bettdecken.
Wir entscheiden uns für MYSA STRÅ - «eine füllige Synthetikdecke für alle, die nachts leicht frieren und sich warm zudecken wollen». Eng gerollt und in Plastik eingeschweisst; wie eine Riesensalami.

Über der Kasse hängt ein grosses Schild: Eine Wurst für einen Franken; mit Brötchen und Senf drauf, wellenförmig dieser. Hat sich die weite Anreise schlussendlich doch noch gelohnt.

24. Oktober 2012

iPad mini - eine Ecke ab

Neulich hat doch diese komische amerikanische Apel-Firma vor Gericht einen Patentstreit gewonnen. Das Patent für ein "Rechteck mit abgerundeten Ecken" ist ihnen zugesprochen worden.

Aus lauter Angst, irgendwelche apelige Patente zu verletzen, habe ich meinem iPad mini Dings eine Ecke abgeschnitten. Mit der Geflügelschere geht das ganz gut. Und sieht jetzt noch schicker aus; find ich.
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23. Oktober 2012

getarnt Reisen

Wenn wir unterwegs sind übernachten meist „frei“, also nicht auf Camping- oder Stellplätzen. Damit wir belästigungsfrei ruhen können, haben wir unser Wohnfahrzeug getarnt. Das tönt jetzt spektakulär, ist es aber überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil; unser Bus schaut völlig gewöhnlich aus, uninteressant und laaangweilig.

Damit unser Sprinter noch weniger wie ein Reisemobil aussieht, haben wir vorne und hinten rotweisse Warnstreifen angebracht. Zudem waschen wir ihn nie vor der Reise, so dass ihn eine üppige Staubschicht überzieht. So getarnt sieht er aus wie einer vom Strassenunterhalt oder der Kanalreinigung.

Mit unserem „getarnten“ Fahrzeug haben wir sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Positiv ist: Wir können ihn überall abstellen, niemand interessiert sich dafür. Wir übernachten an den schönsten Plätzen, ob Flussufer oder Altstadt; immer problemlos. Wenn mal Parkgebühren anfallen, dann nicht die hohen für Wohnmobile, sondern die billigen für Lieferwagen. Und ganz witzig ist es an Baustellen und Umleitungen; da werden wir oft wie einheimische Baufahrzeuge behandelt und gleich durch gewunken.
Negativ ist aber: Wir werden von anderen Reisenden nicht als solche erkannt. Manchmal wäre es nämlich ganz nett, mit denen ein paar Worte zu wechseln. Und bei Polizei- und Zollkontrollen werden wir gerne raus gewunken, da die meinen, wir transportieren Fracht.
Insgesamt hat sich die "Tarnung" sehr gut bewährt. Wir sind damit unauffällig und sicher unterwegs. Keiner sieht uns, kein will etwas von uns. Wir werden ignoriert und in Ruhe gelassen.

22. Oktober 2012

Architektur ist gefrorene Musik

Am letzten Freitag besuchte ich die «Architektur 0.12» in der Maag Halle in Zürich. Hier werden Arbeiten von siebzig Architekturbüros präsentiert. Es sind viele spannende und anregende Projekte zu sehen. Und Architekten mit bedeutungsschwangerem Blick und schwarzen Rollkragen-Pulli.

Die Ausstellung war ganz clever gestaltet. Jeder Aussteller hat den gleichen weissen Klotz; 4x1x0,6 Meter, als Ausstellungsfläche zur Verfügung. Was er darauf oder damit macht, ist ihm überlassen.
«Wäre die Natur behaglich, hätten die Menschen die Architektur nicht erfunden» steht an einer Wand geschrieben. So kann man es auch sehen.

Ein Besuch lohnt sich, respektive hätte sich gelohnt, denn die Ausstellung dauert bloss drei Tage und ist leider schon wieder vorbei. Aber in einem Jahr gibt es vermutlich wieder eine.
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21. Oktober 2012

nutzlose Gebäude 4

Die sogenannte „Allmend-Gädeli“ stehen meist auf der freien Wiese. Da sind sie dem Wetter ausgesetzt und brauchen dauernden Unterhalt.

Manche der geschwächten Bauten überleben dann halt einen Föhnsturm nicht mehr.

20. Oktober 2012

nutzlose Gebäude 3

Manche der „Allmend-Gädeli“ wurden nicht als Scheune, sondern als Kantine benutzt. Hier konnte man am Schärmen das Znüni essen.

Heutzutage braucht niemand mehr diese Gädeli und sie verfallen. Jedes Jahr werden es weniger. Dieses hier wird aber ab und zu noch benutzt.

19. Oktober 2012

nutzlose Gebäude 2

Da das Echo gestern so überwältigend war, hier gleich noch ein „Allmend-Gädeli“.

Es leidet bereits etwas unter der Schwerkraft und ist inzwischen schon verschwunden.

18. Oktober 2012

nutzlose Gebäude

Wer bei uns übers Land geht, kommt immer wieder an so kleinen Gebäuden vorbei. Sie stehen auf der freien Weite und sind meist recht klein. Manche winzig. Das sind sogenannte „Allmend-Gädeli“.

Kleine Scheunen auf Gemeindeland. Die Wiesen können jeweils für einige Jahre gepachtet werden, dann werden sie an einen neuen Nutzer verlost. Heutzutage braucht niemand mehr diese Gädeli und sie verfallen. Jedes Jahr werden es weniger - eigentlich schade.

17. Oktober 2012

der Alltag ist wieder da

Draussen ist Herbst und der Alltag hat mich voll erwischt. Da sitze ich nun und denke wehmütig an die vergangenen Reisen. An die fremden Länder, die verhaltensoriginellen Menschen und die schönen Landschaften.

Nur gut, dass wir demnächst für einige Tage nach Berlin reisen. Mir fiele sonst die Decke auf den Kopf.

16. Oktober 2012

Osteuropa: und wie war es im wilden Osten?

Nun sind also zurück aus Osteuropa, wieder zuhause. Und nun - wie war es?
Schön war’s. Gut 4‘000 Kilometer, null Probleme und pannenfrei. Wir haben immer frei übernachtet, nie auf einem Camping- oder Stellplatz. Jetzt im Herbst waren die meisten sowieso geschlossen oder zu. Aber es gibt ja genug wunderschöne Übernachtungsplätze.

Und was haben wir gelernt:
+ Die Leute sind wie fast überall freundlich und hilfsbereit. Auch jene, die kyrillisch reden.
- Wenn man schon extra Landkarten kauft, sollte man sie auch mitnehmen.
- Die Tierwelt versteckt sich scheinbar. Jedenfalls sahen wir keine Bären, Wölfe oder Mammuts.
+ Die Grenzen sind problemlos; es sind bloss ein Pass und etwas Geduld erforderlich.
+ Der Strassenzustand ist nicht schlecht, mancherorte ist der Asphalt halt einfach etwas lückenhaft.
- Die "gute alte Zeit" ist definitiv vorbei; kaum mehr Ostprodukte. Irgendwie schade.
- Wir brauchen dringend neue Bettdecken. Bei den jetzigen kommen immer Feder-Fuseln raus.
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15. Oktober 2012

Doitschland: der letzte Tag

Ammersee. Die Morgensonne scheint und ich bin mürrisch, weil heute unser letzter Reisetag ist. Und ich erkältet bin. Seifiger Schnuder und kalter Schweiss - ein handvoll Aspirin sollen etwas Linderung bringen.

Am Ammersee hat es viele Wasservögel und Oldtimer. Den ersteren werfen wir altes Brot nach. Ich würde ja auch den blasierten Oldtimer-Fahrern altes Brot zuwerfen; aber die fressen das ja sowieso nicht.

Ja dann, fahren wir halt heim. Alles Autobahn, ein-, zweimal Baustelle, sonst ist wenig los. Hinter den Leitplanken spärliches Begleitgrün und sehr viel Umgebung.
In Memmingen machen wir Mittagsrast. Gucken an den alten Häusern hoch und trinken Kaffee. Für unterwegs kaufen wir zwei Schwarzwäldertorten-Stücke. Wie sich später zeigt, ohne Schokolade und mit zu überaus süsser Kirschenschmiere drin.
Eigentlich wollte ich noch bei "Feinkost Albrecht" Kohlsalat kaufen. Denn den gibt es im Aldi Suisse nicht. Aber als es mir wieder in den Sinn kommt, ist es schon zu spät. Bregenz, Korridorvignette für zwei Euro. Dann ein laaanger Tunnel, dann Lustenau. Dann die Schweiz.

Frau G. fährt. Ich sitze mit einem Sofakissen auf den Knien daneben, den Laptop tippsend. Geht ganz gut, jedenfalls muss nicht kotzen. Gut.
Gegen Abend sind wir daheim. Auch gut.