31. Januar 2012

Ägypten: wir in Fahrt

Luxor hat mehr als eine halbe Million Einwohner, aber keinen Bus, kein Tram oder U-Bahn. Die haben aber etwas viel besseres - Sammeltaxis. Im ganzen Stadtgebiet verkehren diese privaten Kleinbusse auf festen Routen. Immer Kreis herum. Die Busse sind weder beschriftet, noch gibt es feste Haltestellen oder Fahrpläne. Nein. Wer mitfahren will, stellt sich einfach an den Strassenrand und winkt sich so einen Bus heran. Dann sagt man dem Fahrer das gewünschte Ziel. Er nickt und man setzt sich rein. Und schon geht’s los.

Bei den Minibussen handelt es sich meist um weisse  Kleinbusse aus fernöstlicher Fertigung. Man erkennt sie an der offenen Schiebetür und am blauen Streifen auf der Seite. Drinnen hat es Platz für etwa zwölf Passagiere. Während der Fahrt reicht man dem Fahrer sein Fahrgeld. Oder dem vor einem sitzenden Passagier, und der reicht es weiter nach vorn. Kurz darauf bekommt man das Rückgeld auf demselben Weg zurück.
Eine übliche Fahrt kostet etwa ein ägyptisches Pfund, also zwanzig Rappen. Die anderen Fahrgäste sind immer sehr nett und hilfsbereit. Jeder hilft und schaut, dass man am richtigen Ort aussteigt.
Wir erlitten bisher bloss einen einzigen Zwischenfall: Ich wurde von einem verschnürten Huhn angepickt.

Neulich las ich: All das Unfertige und schon wieder Kaputte in Afrika sei „Ambiente“. Luxor hat demnach recht viel Ambiente.

30. Januar 2012

Ägypten: dicke Säulen und Steinmänner

Luxor. Die Sonne scheint und wir wollen heute Tempel gucken. Vom Hotel ist es bloss ein kurzer Fussmarsch bis zum Luxor-Tempel. Unterwegs treffen wir erneut auf unsere neuen Freunde, die Pferdekutscher. Diese lauern überall auf Touristen und drängen die zu Kutschfahrten. Trotz ihren verlocken Anpreisungen wollen wir nicht.


Der Luxor-Tempel umfasst ein grosses Areal mit Ruinen aus vielen Epochen. Mächtige Säulenhallen, Statuen von Pharaonen und bebilderte Mauern. Wir hocken uns in den Schatten und staunen. Wir sind fast alleine hier, es hat kaum Touristen hier.

Zurzeit wird nebenan die Sphinxen-Allee ausgegraben, eine 2,5 Kilometer lange Prachtstrasse zwischen Luxor- und Karnak-Tempel. Wir schlendern ihr ein stückweit entlang. Überall sind die Archäologen und Bauleute am schaufeln.

Mit einem der zahlreichen Minibusse fahren wir nach Karnak. Das geht ganz fix; heranwinken, einsteigen und es geht los.
Im Karnak-Tempel sind einige Touristen unterwegs, meist sinds einheimische Studentengruppen. Die Anlage ist noch grösser und noch eindrücklicher. Mir gefallen ganz besonders die wenigen erhalten gebliebenen Malereien. Und natürlich die Halle mit den dicken Säulen. Einige Tausend Jahre alt und immer noch wunderschön.

Wir werden immer wieder gefragt, woher wir denn seien? Frau G. antwortet spontan, wir seine "Nemsi" - Österreicher. Eigenartigerweise verlieren daraufhin die Frager jegliches Interesse an uns. Was ist bloss los in "Nemsa"?.

28. Januar 2012

Ägypten: wir fliegen zum Nil

Der Flug nach Ägypten ist schön bunt. Zuerst fliegen wir über die weissgrauen Alpen, dann übers blaugraue Meer, dann über die gelbgraue Wüste. Und kurz vor der Landung übers grüne Niltal. Ein paar staubige Hausdächer und schon rumpeln wir über die Landepiste. War ein schöner Flug.

Als wir das Stadtzentrum von Luxor erreichen, geht ennet dem Nil grad die Sonne unter. Orangerot und wunderschön. Wir beziehen erst einmal unser Hotel, das Tutotel. Unser Zimmer liegt auf der fünften Etage. Der Lift winselt und stöhnt während der Fahrt nach oben. Das Zimmer ist ordentlich und komplett rosa gestrichen - rundum! Dazu moosgrüne Vorhänge und ein blauen getupften Teppich. Das passt gut zu den Möbeln, die sind nämlich auch nicht schön.
Unser Zimmer hat dafür sage und schreibe sechzehn Ecken. Und sechs Lichtschalter, wovon aber vier keine Funktion haben. Die Badzimmertür kann man von Innen nicht mehr auf machen. Dafür kann man die Balkontür nicht mehr zu machen. Aber unser „Hotel Tutotel“ ist sehr gut gelegen, sauber und mit dreizehn Franken nicht teuer. Irgendwie werden wir aber das Gefühl nicht los, dass wir die einzigen Gäste sind.

Am Abend spazieren wir die Strandpromenade entlang. Keine Touristen, bloss Pferdekutscher, die auf Fahrgäste lauern. Und jede Menge Strassenhändler, die allerhand Zeug feilbieten. Wir essen in einem der wenigen geöffneten Restaurants Znacht. Vier verschiedene Salate und Karkade, den roten Hibiskusblüten-Tee.

27. Januar 2012

Winterfrost 4

Wir sind in Ägypten, Karkade trinken und Foul essen. Ich werde natürlich von der Reise berichten - bald, dauert nicht mehr lange... 

die toten Rosen

 
Bis es los geht: noch das hier
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26. Januar 2012

Winterfrost 3

Wir reisen nach Ägypten, Eisenbahn fahren und Bahnhöfe anschauen. Ich werde selbstverständlich von der Reise berichten - in den nächsten Tagen... 
 
wenn der Eismann klingelt 

und bis es losgeht: das hier.
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25. Januar 2012

Winterfrost 2

Wir reisen nach Ägypten, Ruinen und Gräber gucken. Ich werde selbstverständlich von der Reise berichten - demnächst, bald...

vom Froscht geküsst


Bis es losgeht: das hier
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24. Januar 2012

Winterfrost 1

Wir reisen nach Ägypten, an den Nil und die Sonne. Ich werde selbstverständlich von der Reise berichten - demnächst...

himmelgrau und frostig


Bis es los geht: das hier
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23. Januar 2012

kochen: ausserirdische Kohlsuppe

Im Film «Louis und seine ausserirdischen Kohlköpfe» mit Louis de Funès spielt seine Kohlsuppe die Hauptrolle. Ein königlicher Genuss. Und mit der anschliessenden Furzerei kann er sogar Ausserirdische anlocken. Jedenfalls solche vom kleinen Planeten „Oxo“.
Louis de Funès Kohlsuppe:

Die Zutaten für zwei Flatulenzler:
ein halbes Kilo Kabis; Weisskohl
eine grosse Kartoffel
zwei Zwiebeln
einige Knoblauch
rohen Speck
Kümmel und/oder Kreuzkümmel
Lorbeerblatt
Salz, Pfeffer, Curry

Und so wird’s gemacht.
Den Kohl, die Zwiebeln, die Kartoffel und den Speck in grobe Würfel schneiden. Den Speck und die Zwiebeln etwas anbraten. Dann das Gemüse dazu und etwas dünsten. Würzen mit ordentlich Kümmel und wenig Curry. Mit Wasser angiessen und solang köcheln lassen, bis die Kartoffelwürfel gar sind. Fertig. Essen.

Und nun heisst es; pfffrrruz-pfffzzz-furz. Bis die Ausserirdischen kommen.

21. Januar 2012

Sprichwort: Dschungelcamp geschaut...

Eine Lebensweisheit für den alltäglichen Gebrauch:

«Manchmal reicht schon etwas Hundedreck am Schuh, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlasse.»
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20. Januar 2012

der Todesstrahl

Im August 1961 tauchte in Sarnen ein „Dr. Hans Ehrhardt“ aus Deutschland auf. Er war Physiker und experimentierte mit einer Strahlenkanone. Der Dr. Hans Ehrhardt hiess in Wirklichkeit aber Hans Engelke und war ein eigenartiger Kerl.

Er behauptete, seit dem Krieg eine "Strahlenkanone“, die "im Frieden Kranke heilen und im Kriege Feinde töten" zu entwickeln. Ein Plasma-Strahl aus einem Hohlspiegel soll 30‘000 km weit wirken und eine gewaltige Zerstörungskraft haben. Bei einem Versuch soll er auf eine "Entfernung von zwölf Kilometern binnen Sekunden anderthalb Meter Gletscherschnee wegschmolzen haben".

Im Spätsommer 1961 erschien in einer Regionalzeitung ein Foto des "Todesstrahls" über Sarnen. Nun bekam es die Bevölkerung mit der Angst zu tun. Bis dahin hielt man den Deutschen für einen Spinner. Als dann aber eines Nachts der "Todesstrahl" wirklich zu sehen war, war man sich nicht mehr so ganz sicher. Vielleicht hat der Ehrhardt wirklich etwas ganz ungeheuerliches erfunden - etwas ungeheuerlich gefährliches? Die Bevölkerung reklamierte bei den Behörden. Diese legten daraufhin dem Dr. Hans Ehrhardt und seiner Familie nahe, sich besser andernorts niederzulassen. In der Nacht vom 13. auf den 14. Juli 1961 verschwand der Strahlenkanonen-Erfinder aus Sarnen...

Eine fast vergessene Geschichte.
Siehe auch: die Hodenbader von Zürich.

19. Januar 2012

ich tue nicht tanzen!

Neulich sass ich so da und betrachtete meine Füsse. Also genau genommen den Bereich zwischen den wurzeligen Zehen und der behornhauteten Ferse. Aber nur von oben, denn um die die Fusssohlen zu betrachten, müsste ich mich arg verrenken. Und wer will schon seine Fusssohlen anschauen!

Aber darum geht es jetzt nicht. Mir fiel auf, dass ich nie tanze. Kein Paartanz. Kein Tango-Walzer-Disco-Volkstanz. Keiner. Nie. Und ich weiss nicht einmal, ob ich überhaupt tanzen könnte, wenn ich wöllte? Hab’s ja noch nie probiert. Vielleicht könnte ich tanzen wie ein junger Gott. Rauschende Schwünge, federnde Schritte und sinnliche Wirbel. Aber ‒ öööhm ‒ wohl eher nicht.

Möchte jemand meine Füsse anschauen - ich könnte ein Foto machen?

18. Januar 2012

Kunst: Schwerverkehr in Uri

Als ich DAS auf dem Bahnhofplatz in Flüelen sah, dachte ich: «da steht ein dreckiges Auto im Kreisel.» Aber nein, das Auto ist aus Beton. Komplett. Innen und aussen - alles aus Beton.

Erst dachte ich, es sei ein „Morgan“. Aber dann erkannte ich ihn als „Wiesmann Roadster“. Das Betonauto ist ein Überbleibsel von der „Urner Gewerbeausstellung '06“. Es wurde damals von einem heimischen Betonwerk gebaut und ausgestellt.
Das Betonauto erinnert unweigerlich an den „Betonporsche“ vom österreichischen Künstler Gottfried Bechtold aus den frühen 1970-er Jahren. Der gilt als grossartiges Kunstwerk. Der Beton-Wiesmann in Flüelen nicht, der ist bloss Dekoration...

17. Januar 2012

der Nil und wir

Jetzt wo die Nächte lang und die Tage kalt sind, dachte ich, sollten wir wieder einmal in Urlaub fahren. Sonnenschein und laue Abende unter Palmen. Spannende Kultur und schmackhafte Nachspeisen. Und wo gibt’s das alles? Natürlich – in Assuan.
Frau G. und ich ferien nach Ägypten. Und ich kann auch gleich meinen neuen Wunder-Rucksack ausprobieren.

Flüge nach Ägypten gibt es zahlreich und für wenig Geld, dachte ich. Ich lasse das Internet glühen, finde aber kaum Brauchbares. Entweder ordentlich teuer oder stundenlange Umwege.
Irgendwann gelingt es mir dann doch; ich kann zwei Direktflüge von Zürich nach Luxor für je gut 320 Franken ergattern.
Und für die erste Nacht buche ich auch gleich noch ein Hotel; drei Sterne und Blick zum Nil für 25 Franken. Bestimmt ein urgemütliches Hotel. Ich sehe uns schon auf der Dachterrasse frühstücken. Ich hoffe die haben eine Dachterrasse. Und Frühstück. Oder zumindest ein Dach!

16. Januar 2012

die Liebe zu Vögeln

Die Reussdelta am Urnersee sei bekannt wegen der reichenhaltigen Vogelwelt – stand kürzlich in der Zeitung. «Na und?» sagte ich. Aber da stand auch noch geschrieben, dass da ein neuer Vogel-Beobachtungsturm steht. Gestern ist er fertig geworden. Also nichts wie hin; Turm gucken.

Wir schlendern vom Schlösschen A Pro quer durch die Riedlandschaft bis ans Seeufer. Und da steht er. Der neue Holzturm. Nigelnagelneu, elf Meter hoch und vom bekannten Architekten Gion Caminada geplant. In der Mitte eine Wendeltreppe, rundum geschälte Fichtenstämme. Ganz oben ein blütenförmiges Dach und vier Aussichts-Körbe. Hübsch, ganz besonders die Brüstungen aus Korbweide.

Von oben kann man das Wassergeflügel beobachten. Oder von unten die Ornithologen auf dem Turm.

Was wir so hörten, gefällt der Turm den Urner. Ich finde ihn aber etwas gekünstelt. Da wollte man wohl besonders originell sein und einen ganz besonderen Turm bauen. Dabei wäre etwas weniger mehr gewesen. Die grossartige Landschaft braucht eigentlich keine Aufhübschung.
Und obwohl die Aussichtsplattform recht gross ist, sieht man wegen der der Holzstämme nicht raus - schade.

14. Januar 2012

eine Bankenkrise

Vor einigen Tagen lag ein blasses Couvert im Briefkasten. Meine Bank schreibt, auf einem alten „Sparheft“ läge noch Geld und das täten sie mir gerne auszahlen.
Der Wohlstand hat mich gefunden! Ein unerwarteter Geldregen überschüttet mich - ich bin reich! Also nichts wie hin, mein Geld abholen.

Anscheinend habe ich in den 80-er Jahren der Bank von meinem Geld geliehen. Das wollen sie mir nun zurückgeben. Das Bankfroilein überreichte mir jedenfalls den stolzen Betrag von 210 Franken 17.
Was mich aber wirklich erstaunte: Ich vertraue der Bank jahrzehntelang mein Geld an. Sie hingegen ketten sogar ihren Kugelschreiber an. Deren Vertrauen in mich scheint überschaubar zu sein!
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13. Januar 2012

manchmal - bin ich ein ganz Netter

Heute möchte ich euch allen einmal Danke sagen. Es gibt keinen speziellen Grund dazu, kein Jubiläum und keinen Jahrestag. Es ist mir einfach drum. Also; ein «herzliches Dankeschön» all euch lieben Leser und –innen. Ohne euch wäre das alles nix.

Ganz besonders möchte ich mich bei Frau G. bedanken. Ich bin mächtig stolz auf sie. Zudem erträgt sie mich jahrein und jahraus ohne murren. Gut, seit dem ich täglich diese blassgrünen Pillen nehme, bin ich ja normal. Wer’s nicht glaubt, ich hab’s im fall schriftlich.
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12. Januar 2012

platzt bald mein Gehirn?

Das neue Jahr ist nun schon fast zwei Wochen alt. Zeit für einen Rückblick. Denn ich bin erstaunt, wie viele neue Sachen ich in der kurzen Zeit schon gelernt habe.

Folgendes:
+ Liege-Fahrräder werden immer von Männern gefahren. Männern mit Rosschwanz und ledrigen Gesichtern.
+ Annika und Tommy aus den Pippi-Langstrumpf-Filmen sind immer noch so doof wie früher. Und sie tragen gelbe Rollkragen-Pullis.
+ Alzheimer heisst mit Vornamen Alois. Und die Mutter Teresa Agnes und sie kommt aus Mazedonien und nicht aus Albanien.
+ Mein Fotoapparat ist kaputt. Und auch wenn man ihn aufschraubt und an seinen Innereien herumfingert, wird er nicht wieder heil.
+ Es heisst Ohrenschmerzen, auch wenn bloss eines Ohr schmerzt. Jetzt schmerzt es nicht mehr und ich höre wieder beidseitig und stereo.

Wenn das so weiter geht mit neuen Sachen, befürchte ich, dass dereinst mein Gehirn platzen wird.
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11. Januar 2012

Sprichwort: Feiglinge rennen schnell

Jetzt wo die Tage wieder länger; ein hilfreiches Sprichwort:

«Feiglinge leben länger - ganz besonders, wenn sie schnell rennen können.»
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10. Januar 2012

berühmt werden mit iSchnuddr

Neulich, als ich meinen Taschentuch-Eintrag betrachtete, dachte ich mir, eigentlich sollte ich berühmt werden. Weltberühmt, so dass die Passanten tuscheln und sich leicht verneigen, wenn sie vorbei gehen. Ich müsste bloss etwas erfinden. Und ich weiss auch schon was ich erfinden würde; synthetische Schnudder/Nasenpopel/Rotz. Ich würde ihn "iSchnuddr©" nennen.

Der Konsument könnte "iSchnuddr©" überall an Automaten beziehen. In so kleinen Plastik-Döschen, wie die Kaffeerahmkübeli. Drin wäre eine Portion synthetisches Nasensekret. Trübgelb glibbrig, langfadig und pastorisiert.
Der "iSchnuddr©" könnte mit wenigen Handgriffen in die Nasenlöcher appliziert werden. Und schon könnte man damit rotzen. Rauf schlotzen und dann runter gleiten lassen. Mit schnarchendem Gedröhne oder leisem Pfeifen; wie man möchte. Und für Familien gäbe es "iSchnuddr©" im praktischen ein Kilo Tetrapack. Zude gäbe es ihn in verschiedenen Geschmacksrichtungen: „feuchter Iltis“, „ranziger Keks“ und „Tramfurz“. Oder so.

Jawoll, genau das täte ich erfinden. Und dann damit weltberühmt werden. Und unglaublich reich.

9. Januar 2012

toter Tunnel in Luzern

Manche von euch haben es vielleicht schon bemerkt; ich bin alter Eisenbahntechnik nicht abgeneigt. Was also liegt näher, diese regnerischen Januartage zu einem Besuch solcher zu nutzen. Diesmal - der vor mehr als hundert Jahren stillgelegten „Gibraltar-Tunnel“ in Luzern.

Der Gibraltar-Tunnel wurde 1855-59 von der "Schweizerischen Centralbahn" erbaut. Durch ihn führte die erste Bahnlinie von Basel zum Luzerner Bahnhof. Der lag damals auf dem Gebiet der heutigen Pilatusstrasse. Schon bald war der Bahnhof zu eng und man baute nebenan einen neuen. Dadurch musste auch die Zufahrt angepasst werden. Um künftig keine Barrieren mehr zu haben, kamen die Geleise auf eine vier Meter hohen Damm. Dadurch lag der Gibraltar-Tunnelnun zu tief und wurde durch einen neuen ersetzt, den Gütschtunnel. Der Gibraltar-Tunnel wurde somit überflüssig und schon 1896 stillgelegt.
Ein paar Jahre lang diente der gut dreihundert Meter lange Tunnel der Pilzzucht. Seit gut hundert Jahren ist er nun aber bloss noch ein feuchter Lagerraum.
Wer gerne tote Tunnel guckt: Das Nordportal befindet sich hinter der Sentikirche, das Südportal in der Vonmattstrasse. Viel Spass.

7. Januar 2012

Tschinggä im Theater Giswil

Heute Abend ist Premiere im Theater Giswil - «Tschinggä». Ein Stück Schweiz und ein Rückblick auf die erste Juniwoche 1970. Und auf die Gastarbeiter von damals.

Vom 7. Januar bis am 11. Februar.
Unbedingt hin gehen und es sich anschauen!
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6. Januar 2012

Nüsse auf der Flucht

Wie das gestern gestürmt hat – unheimlich. Die Wolken fetzten dunkelgrau über den Himmel und es seichte waagrecht. Die Bäume schüttelten angewiedert ihr Geäst.

Und selbst die Bucheckern flüchteten aus den Baumkronen, wohl auf der Suche nach einem trockenen Plätzchen.
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5. Januar 2012

sportliche Frauen seien attraktiv

Kürzlich hat eine bekannt Frauenzeitschrift eine neue Studie veröffentlicht: Der zufolge sind «sportliche Frauen besonders attraktiv». Nun habe ich mit einem umfangreichen Feldversuch die zentrale Aussage der Studie nachgeprüft.

Mein Ergebnis ist – öhhhm – nicht ganz eindeutig.

Weitere Exemplare aus den Sportstadien dieser Welt...
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4. Januar 2012

cooles Algerien

Wieder einmal ein altes Bild aus der Sahara. Unterwegs über die Amadror-Ebene in Süd-Algerien. Die Amadror-Ebene ist, wie es der Name schon erahnen lässt, eine kiesige Ebene inmitten von endlosen Hügeln. Unbewohnt und grosszügig.

Damals fanden wir es ganz besonders „cool“, in voller Fahrt den Gang heraus zu nehmen und sich dann auf die Rücksitzbank zu setzen. Da assen wir dann gemütlich Biskuit und schauten zum Fenster hinaus, wie die Landschaft vorbei flitzte. Irgendwann kam dann die führerlose Karre zum stehen. Und hier übernachteten wir.
Schon cool, oder?
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3. Januar 2012

ein verirrter Leuchtturm

Ich wünsche euch alles Gute im neuen Jahr. Und dass der Frühling bald wieder kommt. Drum hier ein kleiner Sommerausflug.
Leuchttürme sind Wegweiser für Schiffe. Damit sich die Schiffe nicht verirren oder ins Ufer prallen. Auf dem Oberalppass steht nun auch einer. Der hat sich wohl verirrt? Oder er ist vor den steigenden Meeresfluten da hinauf geflüchtet.

Feuerrot steht er da. Wie der kleine Bruder vom Leuchtturm „Hoek van Holland“ in Rotterdam. Er soll auf die nahe Rheinqelle hinweisen. Denn von hier fliesst der Rhein stetig bergab bis er nach mehr als 1'200 Kilometer westlich von Rotterdam leise gurgelnd in der Nordsee versinkt.
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2. Januar 2012

praktische Papiertaschentücher

Neulich erwarb ich eine XXL-Packung Papiertaschentücher bei einem dieser Billig-Discounter.

Später musste ich allerdings die betrübliche Feststellung machen, dass sich das „XXL“ nicht auf die Packungsgrösse, sondern auf die Grösse der Papiertaschentücher bezieht. Betrug. Ganz mieser Beschiss!
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1. Januar 2012

trügerische Freiheit

Neulich wollte ich meinen gesammelten Bauchnabel-Flusen den neuen Schnee zeigen.

Vermutlich hielt ich den Briefumschlag verkehrt herum, so dass es den meisten Bauchnabel-Flusen gelang zu entwischen. Wegen der eisigen Biese werden sie aber wohl nicht lange überleben können. Manchmal ist die Freiheit trügerisch.
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