Mein Problem mit Langstreckenflügen sind weder die langen Strecken, noch die Flüge. Nein. Es sind die Leute. Vor allem deren Anzahl, und dass sie umsverrecken alle auch im selben Flugzeug mitfliegen wollen. Und die Sicherheitsknechte, die das Einsteigen zu einem Spiessrutenlauf machen.
Wäre ich nämlich alleine im Flugzeug, würde ich mich in Unterhosen auf den Polstersessel lümmeln und die ganze Zeit fernseheschauen. Auf der Armlehne stünde ein San-Lorenzo Kaffee mit wenig Milch und ohne Zucker. Auf dem Bauch läge eine Chips-Tüte. Die mit nur Salz und nicht etwa Paprika, Provence oder andere Geschmacksverirrungen. Und die grosse Tüte. Die ganz grosse, wo man bis fast zu den Ellenbogen ins knisternde Inneren hineingreifen kann, um die letzten Brösmeli aus den Falten zu tupfen.
Und zum Furzen würde ich bloss eine Backe leicht anheben; und ihn einfach pfurren zu lassen. „Ui-uiui“ denken und mit dem grossen Zeh die Balkontür anschupsen, damit etwas laue Sommerabendluft hineinkäme.
Später täte ich einnicken und von lieblichen Landschaften träumen. Ich läge in einer Blumenwiese und schaute den Schmetterlingen zu, wie sie über den blauen Himmel tänzelten. Welpen täten mit mir spielen wollen und mich deswegen mit ihren flauschigen Näslein anstupsen.
Was mich dann aber anstupst ist eine Politesse mit Schraubstock-Frisur, die immerzu „Chicken oder Beef?“ sagt. Ich wische mir gschwind den Speichelfaden vom Kinn und sage „öööhm - hä?“. Sie schaut herablassend und gibt mir ein Tablett mit Plastikbesteck und einigen Plastiknäpfchen drauf. Quer passt es grad knapp zwischen mich und die Sitzlehne des Vordermannes. Riechen tut‘s gut, aber sehen kann ich’s nicht, da mir die Sitzlehne des Vordermannes immerzu auf meine Nasenwurzel drückt.
Nach endlos langen Flugstunden wird der Turbinenlärm weniger. Vermutlich bin ich nun taub? Nein. Die anderen Leute springen auf und knäueln sich im Gang. Bedrohlich schlagen sie mit Koffern und Taschen um sich. Ich bleibe sitzen. Meine eingeschlafenen Beine brauchen erst noch Durchblutung.
Ein Bergler auf Abwegen. Der Schweizer Weltenbummler, Klugscheisser und Sapperlot berichtet von weltweit und zuhause. Ein Reiseblog.
28. März 2016
26. März 2016
Ostafrika: himmelblaue Eier
Neulich habe ich etwas schier Unglaubliches gelesen: Die „Südliche Grünmeerkatze“ (Chlorocebus pygerythrus) ist eine im südöstlichen Afrika beheimatete Affenart ‒ und die Männchen haben einen himmelblauen Hodensack und ein oranges Schnäbi.
Ich meine, wie geil ist denn das! Hocken im Geäst und lassen ihre blauen Eier bambeln. Und wenn ein Weibchen vorbeikommt, dann wissen beide gleich, worum es hier geht.
Nicht um Heizkostenabrechnung oder neue Handytarife. Nein! Schau her, ich hab blaue Eier ‒ und nun lass uns vogulieren.
Einfach grossartig, was sich die Natur so alles einfallen lässt. Und das nicht nur zu Ostern...
Ich meine, wie geil ist denn das! Hocken im Geäst und lassen ihre blauen Eier bambeln. Und wenn ein Weibchen vorbeikommt, dann wissen beide gleich, worum es hier geht.
Nicht um Heizkostenabrechnung oder neue Handytarife. Nein! Schau her, ich hab blaue Eier ‒ und nun lass uns vogulieren.
Einfach grossartig, was sich die Natur so alles einfallen lässt. Und das nicht nur zu Ostern...
23. März 2016
unser Mietauto im Iran
Für unsere kleine Frühlingstour in den Iran brauchen wir ein
Auto. Bis jetzt bekam man im Iran bloss Mietauto mit Fahrer, aber für mich ist das nix. Ich will nicht den ganzen Tag einen fremden Mann im Auto haben - den ich auch noch bezahlen und durchfüttern muss. Und von dem ich nicht weiss,
ob er von der Stasi ist.
Was sich so einfach anhört, ist es aber nicht. Denn weil der Iran nachwievor vom internationale Kreditkarten-System ausgeschlossen ist, bedeutet eine Mietauto-Fernbuchung einen nicht unerheblichen Papierkram.
Jetzt sind wir gespannt, ob das alles auch klappt? Damit ginge ein alter Wunsch in Erfüllung. Denn bisher war ich immer mit dem eigenen Auto im Iran unterwegs und diese Freiheit möchte ich nicht mehr missen. Allerdings sind die An- und Rückreise zusammen mindestens 10'000 Kilometer.
22. März 2016
namenloser Eierspender
Wer bei uns auf dem Wirtshaustisch diesen gelben Eierspender sieht, der weiss sofort ‒ Ostern droht. Aber kein Mensch weiss, wie dieses Ding heisst. „Gastronomisches-Ostereier-Vergnügungs-Set“? Odr so? Aber sie stehen in jeder Beiz.
Sechs bunt lackierte Eier drängeln sich um eine stolz aufragende Aromat-Dose*. In Position gehalten von einem überaus eleganten und raffiniert konstruierten Gerät aus Hartplastik. Robuste Schweizer Technik und feinstes Schweizer Design. Vielleicht weiss jemand, wie man das bildhübsche Ding nennt?
*Aromat ist eine Streuwürze und gilt in der Schweiz als Grundnahrungsmittel. Woraus das gelbe Pulver ist, will niemand wissen. Und es ist völlig frei von Vitamine.
Sechs bunt lackierte Eier drängeln sich um eine stolz aufragende Aromat-Dose*. In Position gehalten von einem überaus eleganten und raffiniert konstruierten Gerät aus Hartplastik. Robuste Schweizer Technik und feinstes Schweizer Design. Vielleicht weiss jemand, wie man das bildhübsche Ding nennt?
*Aromat ist eine Streuwürze und gilt in der Schweiz als Grundnahrungsmittel. Woraus das gelbe Pulver ist, will niemand wissen. Und es ist völlig frei von Vitamine.
21. März 2016
es grunzt nach Frühling
Der Frühling ist da. Gestern habe ich bereits die ersten Unterländer mit Plastiktüten gesehen. Auf der Suche nach Bärlauch stapften ganz Familienherden durchs Unterholz. Wie die Wildsäue. Und wenn sie welchen fanden, grunzten sie schier genauso.
Die Brasilien-Umfrage ergab ja ein ganz deutliches Unentschieden. Somit bin ich so ratlos wie zuvor. Aber ich habe mich entschieden - öööhm - vielleicht. Odr nicht.
19. März 2016
soll ich nach Brasilien? Oder nicht.
Ein alter Freund hat uns gefragt, ob wir mit nach Brasilien, Uruguay und Argentinien möchten. Er hat da seinen Bus und täte damit eine Brasilien-Argentinien-Paraguay-Rundreise machen. Im nächsten Winter und etwa zwei Monate lang. Odr so.
Die Sache tönt natürlich grossartig. Unterwegs im Reisebus-Wohnmobil durch mir noch völlig unbekannte Länder. Wilde Landschaften und quirlige Städte, exotisches Essen und kein Winter. Und Ameisenbären.
Was mich aber plagt, ist der Gedanke an den endloslangen Flug nach Brasilien. Mindestens zwölf Stunden im Flieger eingepfercht, stickige Wärme und eingeschlafene Füsse. In der Tierhaltung wäre eine solche Haltung verboten! Und auf dem Heimweg das Gleiche noch einmal.
Und wird mir dieses Südamerika überhaupt gefallen? Ich war bisher ja bloss einmal in Mittelamerika unterwegs. Da hat es mir zwar unglaublich gut gefallen, aber das soll nichts heissen.
Soll ich - oder doch nicht?
Die Sache tönt natürlich grossartig. Unterwegs im Reisebus-Wohnmobil durch mir noch völlig unbekannte Länder. Wilde Landschaften und quirlige Städte, exotisches Essen und kein Winter. Und Ameisenbären.
Was mich aber plagt, ist der Gedanke an den endloslangen Flug nach Brasilien. Mindestens zwölf Stunden im Flieger eingepfercht, stickige Wärme und eingeschlafene Füsse. In der Tierhaltung wäre eine solche Haltung verboten! Und auf dem Heimweg das Gleiche noch einmal.
Und wird mir dieses Südamerika überhaupt gefallen? Ich war bisher ja bloss einmal in Mittelamerika unterwegs. Da hat es mir zwar unglaublich gut gefallen, aber das soll nichts heissen.
Soll ich - oder doch nicht?
17. März 2016
der grandiose Erfinder der Alu-Folie
Vor genau 111 Jahren, am 25. März 1905, erhielt der Schweizer Fabrikant Heinrich Gautschi das Patent Nr. 33290 für seine Erfindung „Papier métallique“ – die Alu-Folie.
Seine Folien aus Aluminium waren von Beginn an ein Riesenerfolg. Jeder wollte sie haben und damit Schokolade verpacken, Fische braten, Ballone bauen oder den Weihnachtsbaum schmücken. Oder um damit sein ganzes Haus einzuwickeln ...
Seine Folien aus Aluminium waren von Beginn an ein Riesenerfolg. Jeder wollte sie haben und damit Schokolade verpacken, Fische braten, Ballone bauen oder den Weihnachtsbaum schmücken. Oder um damit sein ganzes Haus einzuwickeln ...
16. März 2016
Vorsicht Jakobsweg
Der Jakobsweg geht mitten durch Giswil. Schier jeden Tag sehe ich Jakobs-Pilger vorbei wandern. Bei jedem Wetter. Man erkennt sie an den bunten Kunstfaserregenjacken und der Muschel am Rucksack. Und am treudofen Blick, wie man ihn sonst nur von Welpen und pensionierten Therapeutinnen kennt. Aber darum geht es jetzt nicht.
Immer kommen sie vom Sarnersee her und stampfen nach Lungern hinauf. Nie anders herum. Immer nur in der einen Richtung. Da frage ich mich halt schon; was zum Teufel geschieht mit diesen Pilgern am Ende des Jakobsweges? Kommen die schnurstracks in den Himmel; oder stürzen die wie Lemminge über die Klippe und ersaufen elendiglich im Meer?
Man weiss es nicht.
Immer kommen sie vom Sarnersee her und stampfen nach Lungern hinauf. Nie anders herum. Immer nur in der einen Richtung. Da frage ich mich halt schon; was zum Teufel geschieht mit diesen Pilgern am Ende des Jakobsweges? Kommen die schnurstracks in den Himmel; oder stürzen die wie Lemminge über die Klippe und ersaufen elendiglich im Meer?
Man weiss es nicht.
15. März 2016
arschbeisser Solex
Meine erste Solex-Ausfahrt wollte ich unbedingt mit dynamischen Fahr-Fotos dokumentieren. Aber das ging nicht, denn ich brauchte beide Hände zum Fahren. Nicht wegen der atemberaubenden Geschwindigkeit – sondern weil ich gleichzeitig lenken und am Vergaser herumfummeln musst.
Zudem habe ich zwei Erkenntnisse gewonnen. Der Motor ist irgendwie kurzatmig. Und; der Sattel hat sich schon nach kurzer Fahrt in meine Hinterschinken verbissen. Die 60 Jahre alte und 2 Millimeter dicke Schaumstoffpolsterung ist wohl etwas zu knapp bemessen. Da muss unbedingt Linderung her.
Zudem habe ich zwei Erkenntnisse gewonnen. Der Motor ist irgendwie kurzatmig. Und; der Sattel hat sich schon nach kurzer Fahrt in meine Hinterschinken verbissen. Die 60 Jahre alte und 2 Millimeter dicke Schaumstoffpolsterung ist wohl etwas zu knapp bemessen. Da muss unbedingt Linderung her.
14. März 2016
Iran: kein Hotel in Isfahan
Wenn wir in Isfahan ankommen ist grad Noruz, das persische
Frühlingsfest. Das Frühlingsfest beginnt am 21. März und dauert zwei Wochen.
Frühlingsblumen, Frühlingsputz und Familienbesuche. farbige Eier, bunte
Süssigkeiten und traditionelles Neujahrsessen. Den letzten Tag des Noruz feiert
man mit Picknicks im Grünen. Überall sitzen Familien im Frühlingsgras, die
Kinder spielen und die Männer rösten Schaffleisch auf dem Grillrost.
Eine wunderbare Zeit; aber für uns ist das eher nachteilig.
Denn im Noruz verreisen viele Iraner und die Hotels sind oft ausgebucht.
Natürlich haben wir das gewusst und deshalb frühzeitig ein Zimmer für die
ersten Nächte in Isfahan gebucht. Aber nun hat uns das Hotel abgesagt
und ich musste eine neue Bleibe suchen.
Das ist nicht einfach, denn wegen dem amerikanischen Boykott
funktionieren die üblichen Buchungsportale nicht. Und oft kommen auch die
E-Mail als unzustellbar zurück. Oder die Hotels haben nur Fax; ich aber nicht.
Zu guter Letzt ist es mir dann doch gelungen ein Hotelzimmer
zu bekommen. Allerdings müssen wir mit einer Suite vorliebnehmen. Dafür in
guter Lage und zu einem guten Preise.
12. März 2016
das Zitat vom Landleben
Ein Zitat vom grossen Poeten und Philosophen Martin G. Gottschild:
«... so ist es hier auf dem Land. Alles etwas uriger,
robuster. Über Kot vom Nachbarshund vor unserem Tor würden wir uns direkt
freuen. Wir hatten Kot vom Nachbarn auf unserem Hund. ...»
11. März 2016
Neues vom Solex
Vom Solex gibt es eigentlich nur wenig Neues zu berichten. Der Mofa-Doktor hat inzwischen die Benzinpumpe überholt und nun schnurrt der Motor wie eine satte Raubkatze. Jetzt müssen nur noch einige Kleinigkeiten eingestellt werden. Und morgen kann ich damit dann zum ersten Mal ausfahren! Mal schauen, ob ichs bändigen kann ...
Die Muger-kauft-Solx-Helm-Aktion ist kläglich gescheitert. Ich will nämlich einen Helm, der nur mein Hirn schützt; dabei aber meine Ohren und Augen frei lässt.
Mit dem Blümchen- oder SpongeBob-Dekor käme ich ja noch klar - aber mit Kindergrösse nicht!
Mit dem Blümchen- oder SpongeBob-Dekor käme ich ja noch klar - aber mit Kindergrösse nicht!
10. März 2016
Muger, James Bond und Goldfinger
„Goldfinger“ ist bestimmt der berühmteste James Bond Film. Einige
Szenen wurden damals im Frühling 1964 in unserer Gegend gedreht. Die Pilatus
Flugzeugwerke in Stans waren die Kulisse der „Auric Enterprises A.G.“, dem Hauptquartier Film-Bösewichtes
„Goldfinger“.
Genau wie damals der Sean Connery als James Bond schlich ich mich neulich durchs selbe Gestrüpp und äugte zum Flugzeugwerk hinunter. Zwar kein Bösewicht weit und breit.
Aber die Flugzeugfabrik ist deutlich gewachsen seit damals. Und der Abhang ist schmierig. Erstaunlich wie sich sich der Bond mit seinen Lackschuhen halten konnte. Ich jedenfalls rutschte talwärts und saute mir die Hosen voll.
9. März 2016
über den Berg
Wer wie ich in den Bergen zuhause ist, kennt das bestimmt auch. Grad jetzt werden die Tage länger. Aber nicht gleichmässig wie im Flachland, sondern wegen den Bergen sprunghaft. Vor einigen Tagen lugte die Morgensonne etwa um halb zehn über den Berg im Osten. Heute kam sie nun schon bereits 8:16 - aus dem Taleinschnitt links vom Berg.
Am Abend ist das genauso. Während die Sonne in der Weihnachtszeit bereits am Nachmittag um halb drei in den Ankenhubel prallt, hüpt sie inzwischen bereits wieder über den Giswilerstock und scheint bis kurz nach fünf Uhr. In zwei Monaten dann bis abends um sieben.
Ich mag das sehr. So erlebt man die Jahreszeiten viel intensiver.
Und wer jetzt denkt, ich würde unter der knappen Wintersonne leiden. Nein, ganz im Gegenteil. Da wir kaum Nebel haben, bleibt schlussendlich mehr Sonnenschein übrig als im Flachland.
Am Abend ist das genauso. Während die Sonne in der Weihnachtszeit bereits am Nachmittag um halb drei in den Ankenhubel prallt, hüpt sie inzwischen bereits wieder über den Giswilerstock und scheint bis kurz nach fünf Uhr. In zwei Monaten dann bis abends um sieben.
Ich mag das sehr. So erlebt man die Jahreszeiten viel intensiver.
8. März 2016
internationaler Tag der Frau
Heute feiern wir Feministen den „internationalen Frauentag“. Neben dem Muttertag, Maria Empfängnis und dem Altweibersommer wohl der wichtigste Frauentag im Jahr.
Auch dieses Jahr in Kombination mit dem "internationalen Autosalon Genf". Also ein Feiertag für jeden von uns ein Feiertag.
Vielen Dank allen bewegten Frauen. Ohne euch wäre die Welt um ein Vielfaches trister. Aber wohl auch um einiges weniger kompliziert.
Auch dieses Jahr in Kombination mit dem "internationalen Autosalon Genf". Also ein Feiertag für jeden von uns ein Feiertag.
Vielen Dank allen bewegten Frauen. Ohne euch wäre die Welt um ein Vielfaches trister. Aber wohl auch um einiges weniger kompliziert.
7. März 2016
Autobahn-Flugplätze in Zypern
Bei der türkischen Invasion Nordzyperns 1974 gingen den Zyprern einige ihrer Flugplätze verlustig – sowohl zivile, wie auch militärische. Als sie in den 1990-er Jahren dann die heutigen Autobahnen bauten, realisierte das Militär gleich drei Autobahn-Flugplätzen. Solche Not-Flugplätze gab es damals auch in der Schweiz und in einigen anderen Ländern. Aber die in Zypern sind nahezu unbekannt.
Der Notflugplatz „Kofinou Highway Strip“ (N34.8417, E33.4276) westlich von Larnaca erkennt man noch die Pistenmarkierungen; die sogenannten „Piano-Streifen“ an beiden Enden der Piste. Und natürlich die seitlichen Abstellplätze für die Transortflugzeuge, die hier landen sollten.
Die beiden anderen Autoflugplätze sind „Kornos Highway Strip“ (N34.929, E33.4085) südlich von Nikosia und „Mandria Highway Strip“ (N34.7085, E32.5581) ganz im Südwesten Zyperns.
Ich konnt nicht in Erfahrung bringen, ob die Autobahn-Flugplätze jemals benutzt wurden. Aber wie es ausschaut sind sie immer noch aktiv und jederzeit parat.
Der Notflugplatz „Kofinou Highway Strip“ (N34.8417, E33.4276) westlich von Larnaca erkennt man noch die Pistenmarkierungen; die sogenannten „Piano-Streifen“ an beiden Enden der Piste. Und natürlich die seitlichen Abstellplätze für die Transortflugzeuge, die hier landen sollten.
Die beiden anderen Autoflugplätze sind „Kornos Highway Strip“ (N34.929, E33.4085) südlich von Nikosia und „Mandria Highway Strip“ (N34.7085, E32.5581) ganz im Südwesten Zyperns.
Ich konnt nicht in Erfahrung bringen, ob die Autobahn-Flugplätze jemals benutzt wurden. Aber wie es ausschaut sind sie immer noch aktiv und jederzeit parat.
5. März 2016
neu Pflanze entdeckt
Die Blüte ist fleischfarben bis dunkelbraun und sitzt auf einem blattlosen und verholzten Stiel. Der Fruchtkörper ist radiärsymmetrisch und wohlschmeckend.
3. März 2016
ohne Visum in den Iran
Früher war das mit dem Iran-Visum immer so eine
Zitterpartie. Man konnte das Visum erst einige
Wochen vor der Reise beantragen und erhielt es dann erst kurz vor der Einreise. Zudem war es nur einen Monat gültig. Für uns war das immer problematisch, da wir ja auf dem Landweg anreisten und dafür eine gewisse Zeit benötigten. Und noch schlimmer war, wenn es abgelehnt wurde. Dann blieb nur noch in der Osttürkei einen Konsul anzuflehen. Und hoffen.
Frau G. und ich werden über Istanbul direkt nach Isfahan mitten im Herzen Irans fliegen.
Über Istanbul fliegen wir, weil wenns nicht klappt, stranden wir wenigstens in Istanbul und nicht in Zürich. Was schlussendlich ja auch ganz nett wäre.
2. März 2016
kopflose in Neuseeland
Das ist Horatio Gordon Robley, britischer Offizier und leidenschaftlicher Mokomokai-Sammler. „Mokomokai“ sind tätowierte Köpfe von Māori, den Ureinwohnern Neuseelands.
Mister Robley hatte eine beachtliche Mokomokai-Sammlung. In den 1920-er Jahren verkaufte er sie dann für 1‘250 Pfund an ein amerikanisches Museum. Anscheinend waren abgeschnittene Köpfe schon damals ein beliebtes Souvenier – wie heutzutage in Syrien und Irak.
Mister Robley hatte eine beachtliche Mokomokai-Sammlung. In den 1920-er Jahren verkaufte er sie dann für 1‘250 Pfund an ein amerikanisches Museum. Anscheinend waren abgeschnittene Köpfe schon damals ein beliebtes Souvenier – wie heutzutage in Syrien und Irak.
1. März 2016
mein Solex – es lebt
Gestern war ich beim Mofa-Heiler und habe nachgeschaut wie es
meinem Solex geht. Der Motor schnurrt zufrieden und das Licht leuchtet wie ein sommerlicher Sonnenuntergang in Albanien.
Bloss die Benzinpumpe schwächelt noch ein wenig. Aber die erforderlichen Ersatzteile
habe ich zwischenzeitlich auch bekommen.
Dazu noch nagelneue Weisswandreifen und „Fortune“-Sport-Schläuchen für hohe
Geschwindigkeiten und Drücke. Jetzt muss ich mir nur noch einen Fahrzeugausweis
besorgen – und dann kann ich die erste Ausfahrt machen.
29. Februar 2016
das Mädchen von QueenKong
Als wir letzte Woche zum Chinaladen fuhren, schauten wir
uns in Luzern ein letztes Mal das riesige Wandbild-Mädchen an. Es
wurde von einigen Monaten vom Künstlerpaar „QueenKong“, Veronika Bürgi und Marco Schmid, gemalt - und wird von vielen Leuten heiss geliebt.
![]() |
| Bild: zentralplus.ch |
Die alte Siedlung Himmelrich wurde in den 1930-er Jahren gebaut und hatte etwa 240 Wohnungen. Als die letzten Mieter ausgezogen waren, durften Künstler die leeren Wohnungen bis zum Abbruch nutzen. Zahlreiche Maler und Musiker kunsteten wild drauf los.
![]() |
| Bild: zentralplus.ch |
27. Februar 2016
mein Chinese ist aus Vietnam
Weil mein Lieblings-Chinaladen eingegangen ist, musste ich mir einen neuen suchen. Dank Frau G. habe ich jetzt „Asiaway“ gefunden. Er hat ein riesiges Angebot und ist bloss einige Hundert Meter vom alten Laden entfernt. Der neue Asiaway Laden ist ganz modern und der Besitzer aus Vietnam.
Irgendwie fehlt mir aber mein alter Chinaladen „Tampon“. Der hatte auch ein grosses Angebot - aber nur wenig Platz, weshalb sich die Waren bis zur Decke stapelten und die Gänge nur handbreit waren. Da roch es immer nach Curry und Räucherstäbchen. Und auf den Reissäcken döste oft ein alter Mann, vermutlich der Grossvater des Kassenmädchens. Das hatte einen typischen chinesischen Grossfamilien-Einheits-Haarschnitt und lächelte andauernd. Aber ich glaube nicht, dass es je ein einziges Wort davon verstanden hat, was ich sagte.
Ich kaufte Wantan mit Sichuan-Schwein-Füllung. Der erste Bissen schmeckte grossartig und nach Koriander. Aber der erlahmte schnell und es blieb bloss ein Mund voll Teigmatsch. Schade.
Und leider habe ich vergessen von den Wantan ein Foto zu machen. Deshalb blieb mir nur die leere Packung...
Irgendwie fehlt mir aber mein alter Chinaladen „Tampon“. Der hatte auch ein grosses Angebot - aber nur wenig Platz, weshalb sich die Waren bis zur Decke stapelten und die Gänge nur handbreit waren. Da roch es immer nach Curry und Räucherstäbchen. Und auf den Reissäcken döste oft ein alter Mann, vermutlich der Grossvater des Kassenmädchens. Das hatte einen typischen chinesischen Grossfamilien-Einheits-Haarschnitt und lächelte andauernd. Aber ich glaube nicht, dass es je ein einziges Wort davon verstanden hat, was ich sagte.
Und leider habe ich vergessen von den Wantan ein Foto zu machen. Deshalb blieb mir nur die leere Packung...
25. Februar 2016
Sarnen: wenn sich Unwillige und Unfähige streiten
Vor einem Jahr habe ich schon einmal von der VillaLandenberg in Sarnen berichtet. Wegen einem zwanzig Jahre andauernden
Streit zwischen der Eigentümerin und der Denkmalschutz-Behörde wird die Villa
dem Zerfall überlassen.
![]() |
| Bildquelle Google.be |
Am Ende des Streites wird von der schmucken Villa Landenberg wohl ausser etwas Gestrüpp nichts übrig bleiben.
24. Februar 2016
Eisenbahnwagen oder Pizza
Seit dem letzten Samstag steht in Stansstad mitten in einem Rasen ein alte
Bahnwagen. Plötzlich und von der Öffentlichkeit unbemerkt steht er plötzlich da. Direkt neben der Schifflände und weitab vom Bahnhof. Aber warum
ausgerechnet hier?
Was viele nämlich nicht wissen; hier war früher der Hauptbahnhof von gleich zwei verschiedenen Eisenbahngesellschaften. Der Trambahn Stansstad–Stans „St.St“, die zwischen 1893 und 1903 hier abfuhr. Und der Stansstad-Engelberg Bahn „St.E.B.“, die von 1898 bis 1964 fuhr und dann zur Luzern-Stans-Engelberg Bahn „LSE“ wurde.
Der Güterwagen im Rasen ist der kümmerliche Rest der ehemaligen St.E.B. Bevor er jetzt wieder nachhause kam, stand er Jahrzehnte lang beim Modell Bahn Club Dietikon.
Fast tief ergriffen bestaunte ich das eisenbahngeschichtliche Relikt - doch dann lockte mich der Gedanke an eine knusprigweiche Holzofen-Pizza mit fettäugigen Salamischeiben und schwarzen Oliven in die Gaststätte nebenan. Der alte Eisenbahnwagen fährt mir ja nicht davon!
Fast tief ergriffen bestaunte ich das eisenbahngeschichtliche Relikt - doch dann lockte mich der Gedanke an eine knusprigweiche Holzofen-Pizza mit fettäugigen Salamischeiben und schwarzen Oliven in die Gaststätte nebenan. Der alte Eisenbahnwagen fährt mir ja nicht davon!
23. Februar 2016
warum die Dinosaurier ausgestorben wurden
Die Sache mit den Dinosauriern liess mir keine Ruhe. Ich
habe lange nachgedacht, warum wohl es heutzutage keine mehr gibt.
Jetzt weiss ich es - es ist wegen dem Schuhe-binden!
Jetzt weiss ich es - es ist wegen dem Schuhe-binden!
Jawohl. Wenn nämlich so ein Komet kommt, muss man rennen. Schnell und weit rennen. Doch mit ihren kurzen Armen konnten die Dinosaurier nur schlecht die Schuhe binden - und mit offenen Schuhen kann man nicht gut rennen.
Und dann kam der Komet hat sie ausgestorben.
22. Februar 2016
sonnige Aussichten ohne Strickjacke
In Anbetracht der Witterung entschieden wir uns gestern fürs Seniorenprogramm. Am Alpnachersee spazieren und in die Sonne schauen.
Fremde Hunde kraulen, Wasservögel erschrecken und grellbunte Nordic-Walking-Frauen hinterrücks auslachen. Was halt ältere Leute an einem Sonntagnachmittag so tun...
Dann in Stansstad den Schnitzturm anschauen. Und noch etwas anderes, aber davon berichte ich ein andermal.
Fremde Hunde kraulen, Wasservögel erschrecken und grellbunte Nordic-Walking-Frauen hinterrücks auslachen. Was halt ältere Leute an einem Sonntagnachmittag so tun...
Dann in Stansstad den Schnitzturm anschauen. Und noch etwas anderes, aber davon berichte ich ein andermal.
20. Februar 2016
junge Dinosaurier in Beckenried
Man glaubt es kaum; aber ich haben mir schon auf der halben Welt* versteinerte Dinosaurierspuren angeschaut, aber die im alten Steinbruch Risleten in Beckenried sah ich kürzlich zum allerersten Mal.
Vor 110 Millionen Jahren lag Beckenried an einem tropischen Meer und ausgerechnet hier schlenderten drei Dinosaurier durch eine Schlammpfütze. An sich nichts Besonderes, aber die Dinosaurier-Fusspuren versteinerten und heute kleben sie an einer steilen Felswand oben.
Die Fusspuren stammen von drei Iguanodon. Das waren sechs Meter lange Pflanzenfresser mit dicken Schwänzen und langen Hälsen – und nur drei Zehen. Die Wissenschaftler glauben, dass es sich hier vermutlich um die weltweit jüngsten Iguanodon-Fussabdrücke handelt. Also schon etwas Besonderes.
*in Mexiko, im Kanton Jura, in Marokko, in Frankreich und in Marokko und so.
Vor 110 Millionen Jahren lag Beckenried an einem tropischen Meer und ausgerechnet hier schlenderten drei Dinosaurier durch eine Schlammpfütze. An sich nichts Besonderes, aber die Dinosaurier-Fusspuren versteinerten und heute kleben sie an einer steilen Felswand oben.
| Bilder aus dem Google |
*in Mexiko, im Kanton Jura, in Marokko, in Frankreich und in Marokko und so.
18. Februar 2016
neues vom Solex
So - inzwischen haben wir das neue Solex abgeholt. Es ist wie vermutet ein „Solex 1400“ vom Februar 1959. Also das Modell ohne Kupplung, ohne Gasgriff und ohne PS. Damit gibt es bloss zwei Fahrstufen; Vollgas oder Bremsen. Wobei sich die beiden aber nicht merklich unterscheiden.
Das Solex sieht gut aus und ist beinahe rostfrei, was bei so alten Solex äusserst selten vorkommt. Es hat einen Platten und einen leeren Tank - weshalb ich auch noch nicht weiss, ob das Triebwerk läuft? Vorsorglich habe ich jetzt erst einmal einige Ersatzteile bestellt. Und Hochleistungsreifen. Dann sehen wir weiter...
Das Solex sieht gut aus und ist beinahe rostfrei, was bei so alten Solex äusserst selten vorkommt. Es hat einen Platten und einen leeren Tank - weshalb ich auch noch nicht weiss, ob das Triebwerk läuft? Vorsorglich habe ich jetzt erst einmal einige Ersatzteile bestellt. Und Hochleistungsreifen. Dann sehen wir weiter...
17. Februar 2016
Zypern: gebrochene Flügel und zerstörte Träume
Westlich vom ehemaligen Flughafen Nikosia soll mitten in der gesperrten UN-Pufferzone ein Flugzeugwrack liegen. Ob wir dahin kommen, wussten wir nicht, wollten es aber zumindest versuchen. Vor Ort zeigt sich dann, dass die UN hier einen Teil des Sperrgebietes für die Bauern freigegeben und ihren Sperrposten verlegt hat. Grad weit genug, dass wir an das Wrack heran kommen!
Diese tschechoslowakische Tupolew Tu-104a landete am 29. August 1973 auf dem Flughafen Nikosia. Zuerst ging alles wie geplant, doch dann gab es ein kleines Probleme mit den Bremsen. Das Flugzeug raste übers Pistenende hinaus und kam erst in die Wiese zum Stehen. Die siebzig Leute an Bord überstanden die Bruchlandung unbeschadet, aber das Flugzeug brach sich dabei einen Flügel und war hin.
Er transportierte das Flugzeug auf sein Grundstück (N35.1684, E33.2675) achthundert Meter weit hinter der Rollbahn, wo das Flieger-Paradies entstehen sollte.
Kurz darauf begann der Zypernkrieg. Während den Kämpfen um den Flughafen wurde das Ausflugs-Flugzeug von einer Rakete getroffen und ein zweites Mal zerstört.
16. Februar 2016
die Schneeglöggli - feiges Gesindel
Kürzlich sah ich die ersten Schneeglöggli. Eine ganze Herde stand untätig auf der Weide. Dicht beisammen wie Schafe. Mit hängenden Köpfen, scheu und stumm.
Entweder schämen die sich. Oder - was ich eher vermute, die haben etwas angestellt! Ich weiss bloss noch nicht was, aber denen komme ich schon auf die Schliche. Feiges Gesindel.
Entweder schämen die sich. Oder - was ich eher vermute, die haben etwas angestellt! Ich weiss bloss noch nicht was, aber denen komme ich schon auf die Schliche. Feiges Gesindel.
15. Februar 2016
Hurra – es ist ein Solex
Hurra. Ich habe mir einen langehegten Wunsch erfüllt und ein Vélosolex gekauft. Noch steht es beim Verkäufer und ich habe es erst auf Fotos gesehen. Ein „Solex 1400“, Baujahr Mai 1964, soll sein. Doch das scheint mir seltsam, denn das „1400“ wurde ja - wie alle wissen - nur bis Oktober 1959 gebaut!
Anhand der Bilder bin ich mir sicher, dass es sich tatsächlich ein recht seltenes „Solex 1400“ handelt. Vielleicht verrät mir dann die Motorennummer das genaue Baujahr?
Aber auch ein neueres Modell von 1964 wäre mir recht gewesen. Denn ein solcher Bolide hätte 0,7 PS und wäre damit fast 40% kräftiger als ein "1400".
Aber auch ein neueres Modell von 1964 wäre mir recht gewesen. Denn ein solcher Bolide hätte 0,7 PS und wäre damit fast 40% kräftiger als ein "1400".
12. Februar 2016
Zypern: die Bergwerksbahnen
Neben der Cyprus Government Railway ab es natürlich auch noch die „CMC – Cyprus Mines Corporation“. Diese betrieb seit 1914 verschiedene Schmalspurbahnen. Doch nach der türkische Invasion von 1974 lagen einige der Bergwerke beidseits der Grenze oder mitten in der Pufferzone - was dann auch das baldige Ende des Kupfer-Bergbaus bedeutete.
Mehrere verschiedene Werkbahnen verbanden damals die Bergwerke mit den Verladehäfen an der Küste. Aber heute ist davon kaum mehr etwas übrig.
Nördlich von Lefkoşa steht am Strassenrand die Diesellok „CMC 1“ (N35.2368, E33.3119). Es ist eine amerikanische 76 cm Schmalspur-Lokomotive von „Vulcan Iron Works of Wilkes-Barre, Pennsylvania“ aus dem Jahr 1949. Auch wenn sie wie eine Dampflock aussieht, ist es doch eine gewöhnliche Diesellok. Und eigentlich ist es auch die „CMC 7“ und ist bloss falsch beschriftet. Aber egal, die andere sieht ja genau so aus.
Auf einer alten Eisenbahnbrücke in Kalavasos steht ein weiterer Zug der CMC. Eine dieselelektrische Lokomotive von Orenstein & Koppel, von 1938 − und einige Loren. Wie man sieht, wurde die Lok grad erst kürzlich liebevoll und schön bunt angestrichen.
An der Nordwest-Küste gäbe es noch einen Eisenbahnfriedhof, doch dafür reichte diesmal die Zeit leider nicht. Vielleicht das nächste Mal?
Mehrere verschiedene Werkbahnen verbanden damals die Bergwerke mit den Verladehäfen an der Küste. Aber heute ist davon kaum mehr etwas übrig.
Nördlich von Lefkoşa steht am Strassenrand die Diesellok „CMC 1“ (N35.2368, E33.3119). Es ist eine amerikanische 76 cm Schmalspur-Lokomotive von „Vulcan Iron Works of Wilkes-Barre, Pennsylvania“ aus dem Jahr 1949. Auch wenn sie wie eine Dampflock aussieht, ist es doch eine gewöhnliche Diesellok. Und eigentlich ist es auch die „CMC 7“ und ist bloss falsch beschriftet. Aber egal, die andere sieht ja genau so aus.
Auf einer alten Eisenbahnbrücke in Kalavasos steht ein weiterer Zug der CMC. Eine dieselelektrische Lokomotive von Orenstein & Koppel, von 1938 − und einige Loren. Wie man sieht, wurde die Lok grad erst kürzlich liebevoll und schön bunt angestrichen.
An der Nordwest-Küste gäbe es noch einen Eisenbahnfriedhof, doch dafür reichte diesmal die Zeit leider nicht. Vielleicht das nächste Mal?
11. Februar 2016
Zypern und keine Eisenbahn
Einige haben sich um mich bestimmt schon Sorgen gemacht: Eine Zypern-Reise ohne Eisenbahn! Nö.
Zwischen 1905 und 1951 gab es in Zypern nämlich eine Eisenbahn. Sie fuhr quer über die Insel; Famagusta–Nikosia–Evrychou. Zuerst fuhren Züge der „CGR - Cyprus Government Railway“ mit Dampflokomotiven aus England und gebrauchten Wagen aus Ägypten und Palästina. Später kamen dann noch einige zypriotische Personenwagen dazu, und drei Schienenbusse.
Damals war Zypern eine britische Kolonie und mit der Bahn versorgten die Engländer ihre Truppen und verbanden einige Bergwerke mit den Häfen.
Die allererste Dampflok Zyperns trägt den sinnigen Namen „№1“ und steht heute auf einem Sockel vor dem ehemaligen Bahnhof Famagusta (N35.1185, E33.9426). Gebaut wurde die Schmalspurlok 1904 von der „Hunslet Engine Company“.
1950 stiessen zwei Schienenbusse frontal zusammen und starke Regenfälle zerstörten fünf Kilometer Bahnstrecke; und das war das Ende der Bahn. Am 31. Dezember 1951 um viertel nach zwei fuhr der letzte Zug, danach wurden die Geleise abgebaut und das Rollmaterial in Italien verschrottet. Einige Güterwagen lebten als Schuppen weiter und eine Wäscherei in Nikosia benutzte drei alte Dampfloks als Dampfkessel. Das übrige Rollmaterial ist weg.
Heute erinnert fast nichts mehr an die Bahn. Einzig das Eisenbahnmuseum im ehemaligen Bahnhof Evrichou (N35.0419, E32.8938). Das Gebäude wurde in den letzten Jahren wieder aufgebaut und beherbergt nun eine hübsche Eisenbahnsammlung. Viele originale Teile und alte Fotos. Aber ausser einer Draisine und einem alten Postwagen keine Fahrzeuge.
Der Chef führt uns persönlich durch sein zauberhaftes Eisenbahnmuseum. Grossartig. Jeder Eisenbahnliebhaber sollte das "Zyprische Eisenbahn Museum" unbedingt besuchen. Es ist täglich geöffnet und der Eintritt kostenlos.
Zwischen 1905 und 1951 gab es in Zypern nämlich eine Eisenbahn. Sie fuhr quer über die Insel; Famagusta–Nikosia–Evrychou. Zuerst fuhren Züge der „CGR - Cyprus Government Railway“ mit Dampflokomotiven aus England und gebrauchten Wagen aus Ägypten und Palästina. Später kamen dann noch einige zypriotische Personenwagen dazu, und drei Schienenbusse.
Damals war Zypern eine britische Kolonie und mit der Bahn versorgten die Engländer ihre Truppen und verbanden einige Bergwerke mit den Häfen.
Die allererste Dampflok Zyperns trägt den sinnigen Namen „№1“ und steht heute auf einem Sockel vor dem ehemaligen Bahnhof Famagusta (N35.1185, E33.9426). Gebaut wurde die Schmalspurlok 1904 von der „Hunslet Engine Company“.
1950 stiessen zwei Schienenbusse frontal zusammen und starke Regenfälle zerstörten fünf Kilometer Bahnstrecke; und das war das Ende der Bahn. Am 31. Dezember 1951 um viertel nach zwei fuhr der letzte Zug, danach wurden die Geleise abgebaut und das Rollmaterial in Italien verschrottet. Einige Güterwagen lebten als Schuppen weiter und eine Wäscherei in Nikosia benutzte drei alte Dampfloks als Dampfkessel. Das übrige Rollmaterial ist weg.
Heute erinnert fast nichts mehr an die Bahn. Einzig das Eisenbahnmuseum im ehemaligen Bahnhof Evrichou (N35.0419, E32.8938). Das Gebäude wurde in den letzten Jahren wieder aufgebaut und beherbergt nun eine hübsche Eisenbahnsammlung. Viele originale Teile und alte Fotos. Aber ausser einer Draisine und einem alten Postwagen keine Fahrzeuge.
Der Chef führt uns persönlich durch sein zauberhaftes Eisenbahnmuseum. Grossartig. Jeder Eisenbahnliebhaber sollte das "Zyprische Eisenbahn Museum" unbedingt besuchen. Es ist täglich geöffnet und der Eintritt kostenlos.
10. Februar 2016
9. Februar 2016
Kunststoffhohlkörperseparatsammlung
Jetzt ist geschehen, was niemand befürchtete: In Obwalden wird die „Kunststoffhohlkörperseparatsammlung“ eingestellt.
Die 37 freiwerdenden Buchstaben werden bedürftigen Analphabeten gespendet und die Kunststoffhohlkörperseparatsammler werden - öööhm - entsorgt.
Die 37 freiwerdenden Buchstaben werden bedürftigen Analphabeten gespendet und die Kunststoffhohlkörperseparatsammler werden - öööhm - entsorgt.
8. Februar 2016
Verstehe einer das Weibsvolk
Eigentlich war meine Idee mit dem Einhorn-Fastnachtskostüm brillant. Doch sie scheiterte dann doch am Widerstand von Frau G. Denn als sie erkannte, dass sie dabei das Hinterteil-Hinterteil wäre und die ganze Zeit in gebückter Haltung hinter mir herlaufen müsste, wollte sie umsverrecken nicht mehr mitmachen.
Verstehe einer das Weibsvolk!
Verstehe einer das Weibsvolk!
6. Februar 2016
Brüste aus Teig
Bei uns wird jedes Jahr am 5. Februar, dem Tag der heiligen
Agatha, Agathabrot gebacken. Der Brotteig ist an sich nichts Besonderes, wird
aber aus gesegnetem Mehl hergestellt. Und so schützt das Agathabrot vor Feuer -
und Heimweh und Fieber, die ja auch brennen wie Feuer.
Die Geschichte dahinter ist etwas verwirrend. Die Legende
sagt: Die „Agatha von Catania“ weigerte sich seinerzeit den römischen
Statthalter zu heiraten und sich vom christlichen Glauben abzuwenden. Daraufhin
bestrafte man sie, indem man ihr mit glühenden Zangen die Brüste abkniff! Was aber die Meinungsverschiedenheiten nicht wirklich klärte.
Seit dem Mittelalter wird die „Heiligen Agatha“ deshalb mit
ihren abgeschnittenen Brüsten dargestellt. Die Gläubigen sahen bar statt abgeschnittener
Brüste zwei knusprige Brötchen. Und so entstand der Brauch, am Agatha-Tag gesegnete
Agathabrote zu backen.
4. Februar 2016
heute ist Schmutzig Dunschtig
Heute ist „SchmuDu“ – Schmutzig Donnerstag. Bei uns in der Zentralschweiz ist das der Beginn der Fasnacht und somit der wichtigste Feiertag im Jahr.
In unserer Jungendzeit zogen wir jeweils ab morgens um vier durchs Dorf und erfreuten die schlafende Bevölkerung mit unseren Tröten und Trommeln. Sangen Spottlieder und zündeten Knallkörper. Klebten Heftpflaster auf Türklingeln und bewarfen vorbeifahrende Autos mit Eiern. Oder hängten fremde Gartenmöbel und Fahrräder in Baumkronen. Was man halt so tut, damit der Schmutzig Donnerstag lange in Erinnerung bleibt.
Und Heute? Um halb sechs schaue ich raus. Vorne bei der Strassenlaterne stehen einige Pubertanten. Die Smartphones leuchten blassblau. Dann kommt ihr Kumpel mit dem Auto. Vermutlich fuhren sie an die luzerner Fasnacht und betätigten sich dort gemeinsam als zuschauende Passivfasnächtler.
Daran kann man gut sehen, was die modernen Erziehungmethoden und all die Päda- und andere -gogen bei der Landjugend angerichtet haben!
.
Und Heute? Um halb sechs schaue ich raus. Vorne bei der Strassenlaterne stehen einige Pubertanten. Die Smartphones leuchten blassblau. Dann kommt ihr Kumpel mit dem Auto. Vermutlich fuhren sie an die luzerner Fasnacht und betätigten sich dort gemeinsam als zuschauende Passivfasnächtler.
Daran kann man gut sehen, was die modernen Erziehungmethoden und all die Päda- und andere -gogen bei der Landjugend angerichtet haben!
.
Abonnieren
Posts (Atom)














