Die nächsten paar Tage bin ich nicht Online. Darum gibt es eine Serie von französischen Fleischereien...
"Ich hab grad neulich dem Jean-Luc gesagt: Etwas weniger Fleisch essen würde uns gut tun. Und unserer Beziehung auch..."
.
Ein Bergler auf Abwegen. Der Schweizer Weltenbummler, Klugscheisser und Sapperlot berichtet von weltweit und zuhause. Ein Reiseblog.
12. November 2011
11. November 2011
vor der Fleischerei 1
Oft werde ich gefragt: «was tust du eigentlich immer, wenn du unterwegs bist - nur herumfahren?» Natürlich nicht!
Ich tue zum Beispiel – öhm – Metzgereien fotografieren.
"Blutwürste, Leberwürste, Speck, Siedfleich und etwas feissen Schinken. Aber ob die Froschfresser auch Sauerkraut haben?"
.
Ich tue zum Beispiel – öhm – Metzgereien fotografieren.
"Blutwürste, Leberwürste, Speck, Siedfleich und etwas feissen Schinken. Aber ob die Froschfresser auch Sauerkraut haben?"
.
10. November 2011
wer kennt diesen Räuber?
Neulich las ich in der Zeitung von einem Räuber in Luzern. Er hat mitten in der Nacht drei Männer überfallen und ausgeraubt. Dann ist der davon gerannt und jetzt sucht ihn die Polizei. Täterbeschreibung in der Zeitung:
«Zirka 20 Jahre alt, 165 bis 175cm gross, dunkler Teint, kurze Haare, Kinnbart, grünes T-Shirt mit silberner Aufschrift, dunkelgraue Nike-Turnschuhe mit weissen Schuhbändeln.»
I
ch habe nach dieser Täterbeschreibung mal ein Phantombild vom Räuber gezeichnet.
Wer also den Kerl findet, soll ihn doch bitte bei der Polizei abgeben.
.
«Zirka 20 Jahre alt, 165 bis 175cm gross, dunkler Teint, kurze Haare, Kinnbart, grünes T-Shirt mit silberner Aufschrift, dunkelgraue Nike-Turnschuhe mit weissen Schuhbändeln.»
ch habe nach dieser Täterbeschreibung mal ein Phantombild vom Räuber gezeichnet.
Wer also den Kerl findet, soll ihn doch bitte bei der Polizei abgeben.
.
9. November 2011
Tessin: immer diese Regnerei
Die Regnerei wird von Tag zu Tag heftiger. Zudem ist es nasskalt. Ich sitze herum und schaue teilnahmslos den Regentropfen zu. Was tun bei dem Seich-Wetter?
Wie immer in solchen Momenten gelüstet es mich nach keltischem Kulturgut. Also fahre ich nach Aranno, einem abgelegenen Dorf in den nahen Bergen. Hier will ich mir einige lepontische Inschriften anschauen.
Die Lepontier waren Kelten und lebten vor etwa zweitausend Jahren in dieser Gegend. Bei Bauarbeiten fand man 1842 einige Steinplatten mit ihren Inschriften. Später wurden diese in eine Hauswand eingemauert.
Da steht in Etruskisch „mationa“ - sagen jedenfalls die Archäologen. Ich glaub, auf Deutsch heisst das „EINSCHREIBEN“ - bin mir aber nicht ganz sicher…
Das romantische Cheminée ist aus Plastik. Es bildet zusammen mit der Palme ein stimmiges Ensemble. Die ist nämlich auch aus Plastik.
Jetzt bin ich fertig. Ich fahre zurück in den Norden; in die Wärme.
Die Lepontier waren Kelten und lebten vor etwa zweitausend Jahren in dieser Gegend. Bei Bauarbeiten fand man 1842 einige Steinplatten mit ihren Inschriften. Später wurden diese in eine Hauswand eingemauert.
Da steht in Etruskisch „mationa“ - sagen jedenfalls die Archäologen. Ich glaub, auf Deutsch heisst das „EINSCHREIBEN“ - bin mir aber nicht ganz sicher…
Das romantische Cheminée ist aus Plastik. Es bildet zusammen mit der Palme ein stimmiges Ensemble. Die ist nämlich auch aus Plastik.
Jetzt bin ich fertig. Ich fahre zurück in den Norden; in die Wärme.
8. November 2011
Tessin: es regnet ins Paradies
Widererwarten ist mir noch immer nicht langweilig. Aber das Wetter ist düster. Also mache ich einen Ausflug ins nahe Lugano. Mit der Bahn ist man ja ruckzuck da.
Die Villa Ciani liegt mitten im wunderschönen Stadtpark von Lugano. Die neoklassizistische Villa wurde in den 1840-er Jahren von den Brüder Ciani erbaut. Heute ist darin das städtische Kunstmuseum untergebracht. Bemerkenswert ist die Doppelkuppel.
Ins Paradies kann es nicht mehr weit sein, jedenfalls fährt der Stadtbus hin.
Der Bahnhof Lugano liegt dummererweise oberhalb der Stadt. Um ihn auch den Fusslahmen und Faulen zugänglich zu machen, bauten 1886 die beiden Obwaldner Hotel- und Bahnpioniere Bucher und Durrer eine Standseilbahn. Seither fährt die "Funicolare" unermüdlich hin und her. Die Reise dauert etwa eine Minute. Leider gibt es keine Speisewagen.
7. November 2011
Tessin: kurzer Badeplausch
Jetzt bin ich schon einige Tage ganz alleine in der Ferienwohnung. Und es gefällt mir immer besser. Hier hat es einen riesengrossen Fernseher mit vielen hundert bunten Programmen - uiii. Und ein tolles Badzimmer. Wobei mir die Badewanne etwas arg kurz erscheint.
Am Vormittag bin ich nocheinmal gschwind nach Italien hinüber an den Wochenmarkt. Zahllose Verkaufsstände drängen sich im Stadtzentrum. Vor allem Kleider, Schuhe, Schmuck und Schnickschnack. Ganz am Rande finde ich dann doch noch einige Lebensmittelstände. In ihren Auslagen stehen überall kleine Teller mit Probierstücklein. Ich lange kräftig zu und probiere verschiedene Würste, Käse und Oliven. Nicke wohlwollend und lobe den feinen Geschmack. Zum Abschluss degustiere ich noch etwas Süssgebäck, dann bin ich satt.
Ich habe heute ein weiteres italienisches Wort kennengelernt: "Zücchitt". So nennen die Einheimischen uns Leute von der Alpennordseite. Zücchitt heisst ungefähr so viel wie „Kürbis oder Gurke“ - ein plumpes und fades Gemüse ohne viel Inhalt.
Nun habe ich zuhause kostenloses Wlan, "leihweise" bei einem Nachbarn. Wenn ich „heute“ schreibe, ist natürlich gestern, denn heute ist ja mein morgen. Und morgen tue ich arbeiten.
Am Vormittag bin ich nocheinmal gschwind nach Italien hinüber an den Wochenmarkt. Zahllose Verkaufsstände drängen sich im Stadtzentrum. Vor allem Kleider, Schuhe, Schmuck und Schnickschnack. Ganz am Rande finde ich dann doch noch einige Lebensmittelstände. In ihren Auslagen stehen überall kleine Teller mit Probierstücklein. Ich lange kräftig zu und probiere verschiedene Würste, Käse und Oliven. Nicke wohlwollend und lobe den feinen Geschmack. Zum Abschluss degustiere ich noch etwas Süssgebäck, dann bin ich satt.
Ich habe heute ein weiteres italienisches Wort kennengelernt: "Zücchitt". So nennen die Einheimischen uns Leute von der Alpennordseite. Zücchitt heisst ungefähr so viel wie „Kürbis oder Gurke“ - ein plumpes und fades Gemüse ohne viel Inhalt.
Nun habe ich zuhause kostenloses Wlan, "leihweise" bei einem Nachbarn. Wenn ich „heute“ schreibe, ist natürlich gestern, denn heute ist ja mein morgen. Und morgen tue ich arbeiten.
5. November 2011
Tessin: irrwitziges Sammelsurium
Bevor ich mit Arbeiten beginne, will ich noch gschwind einen Ausflug ins nahe Italien machen. Ist ja nicht weit. Also fahre ich nach Angera das „Museo dei Transporti Ogliari“ anschauen. Ich war vor einigen Jahren schon mal da und war damals ganz begeistert von der völlig irrwitzigen Fahrzeugsammlung.
Auf dem Rückweg kaufe ich mir ein grosses Stück Ziegenkäse. Der riecht recht streng, schon fast unanständig. Aber was soll’s, hier kennt mich ja keiner. Und es ist noch nie jemand verstunken, verhungert aber schon so mancher.
Das Wetter wird immer schlechter. Der Nebel lullt die Berge gegenüber ein. Nur die wurstfarbenen Häuser sind klar zu sehen.
*Ein Tessinerli ist in der Deutschschweiz ein hügliges Brot. Zusammen mit einer Tube Mayonaise und einem Päckli Salami ist es ein beliebtes Arbeiter-Znüni.
4. November 2011
Tessin: faule Sau
Ich bin recht selten im Tessin, da die Leute fremdländisch sprechen und ich nix verstehen. Und mit dem Reisemobil findet man sowieso kaum schöne Übernachtungsplätze.
Nun darf ich aber für einige Tage eine Ferienwohnung bewohnen. Darum bin ich jetzt hier in Caslano; ganz alleine. Wer nun denkt, die faule Sau, der hatte doch erst grad Ferien! Nein, nein - hier in der Abgeschiedenheit kann ich ganz wunderbar arbeiten. Wohlgemerkt; ich "kann", ob ich es tue, sieht man dann.
Wie dem auch sei. Die Fahrt ins Tessin ist weit und teilweise unterirdisch. Als ich ankomme ist es schon finster. Und als ich dann heute Morgen erwache, ist es immer noch stockfinster. Ich vermute, das ist eine Folge der Zeitverschiebung – der Jetlag, Fernreisende kennen das. Es waren dann aber nur die geschlossenen Jalousie; und draussen war schon Vormittag.
Um arbeiten zu können, muss ich mir jetzt erst ein Stromkabel für meinen Compi besorgen – hab ich zuhause liegenlassen. Danach ging ich am See spazieren. Das Wetter war sooo schön und die Bäume ganz bunt.
Zum Znacht habe ich mir ein Stück Pizza gekauft; und es im Auto gegessen. Ich will drum die schöne Wohnung nicht dreckig machen und so. Dabei ist etwas Tomatenmatsch auf Abwege und mein Hemd geraten. Der Fleck sieht genau so aus wie eine Warzenschwein. Zufall?
Jetzt hocke ich in dieser schottischen Speisegaststätte „McDonald“ und benutze deren Wlan. Morgen will ich mit Arbeiten beginnen.
Nun darf ich aber für einige Tage eine Ferienwohnung bewohnen. Darum bin ich jetzt hier in Caslano; ganz alleine. Wer nun denkt, die faule Sau, der hatte doch erst grad Ferien! Nein, nein - hier in der Abgeschiedenheit kann ich ganz wunderbar arbeiten. Wohlgemerkt; ich "kann", ob ich es tue, sieht man dann.
Wie dem auch sei. Die Fahrt ins Tessin ist weit und teilweise unterirdisch. Als ich ankomme ist es schon finster. Und als ich dann heute Morgen erwache, ist es immer noch stockfinster. Ich vermute, das ist eine Folge der Zeitverschiebung – der Jetlag, Fernreisende kennen das. Es waren dann aber nur die geschlossenen Jalousie; und draussen war schon Vormittag.
Um arbeiten zu können, muss ich mir jetzt erst ein Stromkabel für meinen Compi besorgen – hab ich zuhause liegenlassen. Danach ging ich am See spazieren. Das Wetter war sooo schön und die Bäume ganz bunt.
Jetzt hocke ich in dieser schottischen Speisegaststätte „McDonald“ und benutze deren Wlan. Morgen will ich mit Arbeiten beginnen.
3. November 2011
Frankreich: das Regenbogen-Haus
Wer denkt, das „Palais idéal“ vom Pöstler sei verrückt, der sollte mal dies hier anschauen. Das „maison l‘arc en ciel“ in Lens-Lestang.
Das „Regenbogen-Haus“ wurde und wird von Christian Guillod erbaut. Er ist ein unermüdlicher Schaffer und baut an seinem Kunstwerk ständig weiter. Die Schönheit der Blumen kommt von ihrer Farbigkeit, schrieb er ans Gartentor.
Nun ist aber fertig; wir müssen nachhause. Und der Weg ist weit.
Meine Sandalen haben mir jahrelang treu gedient. Wir gingen miteinander durch dick und dünn. Gemeinsam sind wir nun alt geworden und wir müssen uns trennen. Ich entlasse sie in die Freiheit - lauft Sandalen, lauft!
Nun ist aber fertig; wir müssen nachhause. Und der Weg ist weit.
Meine Sandalen haben mir jahrelang treu gedient. Wir gingen miteinander durch dick und dünn. Gemeinsam sind wir nun alt geworden und wir müssen uns trennen. Ich entlasse sie in die Freiheit - lauft Sandalen, lauft!
2. November 2011
Frankreich: wenn der Pöstler ausflippt
Eine Art Tempel, in jahrelanger eigenhändig gebaut, geformt, gebildhauert. Fantastisch.
Die vergangenen Tage trug ich keine Frisur, bloss Haar auf dem Kopf. Heute habe ich mich wieder mal gekämmt. Dabei machte ich unerfreulich Entdeckung: Meine Haare werden grau. Und meine Stirn wächst bedenklich himmelwärts. Wohl hoffnungslos...
Abonnieren
Posts (Atom)
