„Susanna Hotel“ steht in grossen Lettern an der Fassade geschrieben. Das nehmen wir. Das Doppelzimmer kostet 240 ägyptische Dings, also knapp vierzig Franken. Das Zimmer ist wirklich schön und im vierten Stock. Alles da, alles funktioniert und alles blitzblank sauber. Es ist cremeweiss gestrichen und hat immerhin dreizehn Ecken.
Als ich am Morgen erwache, ist es ganz ruhig. Unser Fenster geht nämlich zu einer Seitengasse hin und keine offenen Ritzen. Ich schaue den Tauben zu wie sie die Nachbarfassade vollscheissen. Wie zuhause! Im Fernsehen läuft eine Sendung mit Eskimos und arabischen Untertiteln.
Das Frühstück wird von livrierten Kellnern serviert. Omelette UND Wurst; perfekt. Am Nebentisch trinken zwei dicke Engländerinnen mit Krampfadern Tee. Sie spitzen ihre angemalten Lippen und spreizen neckisch den kleinen Finger ab. Nobel, die Damen.
Am Nachmittag müssen wir los, heute ist nämlich unser letzter Tag in Ägypten. Vorher gehen wir aber noch in die Stadt: Kultur angucken, Tee trinken und da und dort eine Kleinigkeit naschen. Zum Beispiel Falafel.
