Weinberge rechts und links. Dazwischen die Mosel, bleiern und jauchefarbig. Wir sausen dahin, schneller als die Frachtschiffe. Am Mittag kommen wir nach Bernkastel-Kues. Ein nettes Städtchen mit vielen Fachwerkhäusern und Tagesausflüglern.
«hintereinadää faarn» keift uns eine Radfahrerin mit einem lederigem Gesicht und einem schamroten Strampelanzug an. Dabei ist Platz genug um mit einem Sattelschlepper zu kreuzen; quer, und freihändig und mit geschlossenen Augen - blöde Kuh.
Um vier sind wir zurück. Die 50 Kilometer Velofahrt hat Spuren hinterlassen. Mein geschundener Steiss fühlt sich gerötet an. Der Glutaeus maximus brummt. Schön war’s.