22. September 2017

küss mich ein letztes Mal - Casablanca

Vor zehn Jahren wurde der internationale Flughafen Casablanca-Anfa (n33.5569, w7.6606) geschlossen. Heute ist von ihm ausser einigen Hangars und dem Gerippe des ehemaligen Kontrollturmes kaum noch etwas übrig. Ich ging hin und schaute mich um.

Irgendwo im Gestrüpp schläft eine Piper Aztec. Und in der hintersten Ecke eines Hangars entdecke ich ein mir unbekannter Flieger vor sich hin. Wie ich später erfahre ist es eine seltene Stampe et Vertongen SV-4 aus den 1930er Jahren.

Auf dem ehemaligen Vorfeld stehen zwei Boeing 373-200 aus den 1970-er Jahren und eine Caravelle III von 1967. Und natürlich die dreischwänzige Lockheed L-749 Constellation, wegen der ich eigentlich hier war.

Wer die Überbleibsel anschauen möchte, muss pressieren. Denn auf dem alten Flugplatz entsteht grad ein nagelneues Quartier. Überall spriessen Hochhäuser und die neue Strassenbahn saust schon quer über die Piste. Und schon jetzt versperren viele Gitterzäune den Zugang.
Wie sagte László im Film „Casablanca“: «Küss mich, küss mich als wäre es das letzte Mal.»

20. September 2017

unter Berücksichtigung aller Umstände

Nach langem und intensivem Nachdenken bin ich zur Erkenntnis gelangt ‒ öööhm ‒ heute nicht.

18. September 2017

fünf Jahre freie Fahrt

Alle die den Lastwagen- und/oder Taxi-Führerschein haben, kennen das auch; alle fünf Jahre müssen wir zur medizinischen Untersuchung. Gestern war es bei mir auch wieder so weit. Der Doktor mass meine Körperlänge, den Blutdruck und die Reflexe. Ich musste auf einem Strich gehen und blind mit dem Zeigfinger auf meine Nasenspitze tippen.

Und dann kam der Sehtest. Ohne Brille konnte ich grad knapp die handtellergrossen „E“ in der zweitobersten Reihe erkennen. Den Zeigfinger des Doktors konnte ich allerdings nicht sehen und er musste mit seinem ganzen Arm auf „E“ zeigen. 
Mit Brille ging dann aber deutlich besser. Und deshalb war schlussendlich alles ok und ich darf bis 2023 weiterfahren.

17. September 2017

Brot backen ohne Ofen

"Brot backen ohne Ofen" ist der am meisten gelesene Beitrag hier. Über 100'000-mal wurde er schon angeklickt. Ein Gguter Grund, ihn hier noch einmal.

Also: Brot backen ohne Backofen - einfach in der Pfanne. Aber zuerst brauchen wir einen Teig. Brotteig machen ist ja eigentlich recht einfach, bloss die Schweinerei mit dem Mehl nervt. Deshalb mache ich ihn anders.

Die Zutaten: Für 2 Personen
250 g Mehl, von dem, das grad da ist
3 dl lauwarmes Wasser
Salz, etwas Zucker
und eine halbe Tüte Backpulver.
Alles in ein stabiles Plastiksäckli füllen, mit einer Schnur verschliessen und kräftig kneten. Wenn der Teig geschmeidig ist, ist er fertig. Und ganz ohne Schweinerei.

Nun zum Backen. Dazu braucht es die grösste verfügbare Pfanne mit Deckel. Unten in die Pfanne knülle ich Alu-Folie oder eine Alu-Grillschale. Den Teig aus dem Platiksäckli direkt auf ein Backpapier oder auf Alufolie. Alles in die Pfanne, Deckel drauf und die Gasflamme auf „Höllenfeuer. Später auf etwa dreiviertel stellen.
Nach etwa 30 bis 40 Minuten riecht es nach Brot. Fertig! Essen.

Und so gehts: Die Zutaten in das Plastiksäckli schütten und darin zu einem glatten Teig verkneten.

Der Teig ist parat; der sieht zwar nicht schön aus - aber nun in den Topf  damit.

Nach 30 Minuten backen schaut‘s dann so aus - braucht noch etwas Hitze ...

Fertig - 250 g und 14 cm Durchmesser.

15. September 2017

ich mag Wetter

Gestern war bei uns unglaublich spannendes Wetter. Am Morgen war es zuerst föhnig. Der laue Wind trieb die Wolken über den Himmel und es war sommerlich mild. Dann kam aus Westen eine Kaltfront. Es regnete wie von Sinnen und es wurde eiskalt.

Später riss die Wolkendecke auf und ein bunter Regenbogen tat, als ob nichts gewesen wäre. Und dann ging die grautrübe Regnerei wieder von vorne los.
Den ganzen Tag über jagte eine Regenfront nach der anderen übers Land. Und dazwischen immer wieder lieblicher Sonnenschein. Das ist Wetter; das mag ich.