Es gibt Sätze, die man kaum auswendig lernen kann.
Zum Beispiel diesen hier:
«Soviel Tag im Jahr, wie der Fuchs am Schwanz hat Haar»
...und jetzt auswendig wiederholen.
Ein Bergler auf Abwegen. Der Schweizer Weltenbummler, Klugscheisser und Sapperlot berichtet von weltweit und zuhause. Ein Reiseblog.
2. September 2011
1. September 2011
die Schlampen-Torte
Wir stellen uns folgende Situation vor: Es ist ein trübregnerischer Samstag. Du liegst auf dem Sofa und starrst teilnahmslos an die Zimmerdecke. Im Fernseh kommt nichts oder Formel-1-Training. Und im Arte ist grad Thementag „Geigenbau in Grønland“. Eine Fliege klettert nichtsnutzig am Fensterglas auf und ab. Plötzlich klingelt das Telefon, eindringlich: Parasitäre Verwandtschaft droht mit einem spontanen Besuch.
Vor deren Einmarsch muss noch gschwind ein schneller Kuchen her. Flach und nicht zu gross, damit er gschwind gegessen ist. Und nicht allzu gut, denn sonst kommen sie bald wieder zu Besuch und wollen erneut von der feinen Torte haben.
die Zutaten:
1 Tortenboden, den gibt es im Supermarkt fixfertig zu kaufen
1 Tüte Pudding, die gibt es im Supermarkt ...
½ Liter Milch, die kommt fixfertig unten aus der Kuh raus
Banane oder Beeren, ich hatte grad Trauben da
Aus Milch und Puddingpulver einen Pudding herstellen. Wie das geht steht im Kleingedruckten auf der Tüte. Die Banane schälen und in Scheiben schneiden. Die Trauben auch. Die Hälfte der Früchte nun auf den Tortenboden werfen. Pudding darüber und noch einmal Früchte darauf. Schon fertig - die Torte in den Kühlschrank stellen, damit der Guss fest wird.
Wenn die Eindringlinge da sind, aufschneiden und verabreichen.
Vor deren Einmarsch muss noch gschwind ein schneller Kuchen her. Flach und nicht zu gross, damit er gschwind gegessen ist. Und nicht allzu gut, denn sonst kommen sie bald wieder zu Besuch und wollen erneut von der feinen Torte haben.
die Zutaten:
1 Tortenboden, den gibt es im Supermarkt fixfertig zu kaufen
1 Tüte Pudding, die gibt es im Supermarkt ...
½ Liter Milch, die kommt fixfertig unten aus der Kuh raus
Banane oder Beeren, ich hatte grad Trauben da
Wenn die Eindringlinge da sind, aufschneiden und verabreichen.
31. August 2011
Hänge-Brücke
Wer die Autobahnbrücke unterhalb von Wassen ganz genau anschaut, der erkennt es: Die Brücke hängt durch! Was man heute erst auf den zweiten Blick sieht ist, das sah im August 1987 wesentlich dramatischer aus.
Das Hochwasser der Reuss hatte einen der Brückenpfeiler unterspült. So stark, dass der mitsamt dem Fundament ins rutschen geriet. Knapp 1.20 m nach unten und 70cm talwärts. Die Beton-Fahrbahn hing bedrohlich durch. Zudem drohte die oberhalb liegende Kantonsstrasse auch noch abzurutschen und den Brückenpfeile endgültig zu fällen.
Was tun? Abbrechen oder reparieren. Man entschied sich für das Zweite. Der Brückenpfeiler wurde vom alten Fundament abgesägt, mit hydraulischen Pressen angehoben und seitlich verschoben.
Trotz 1‘100 Tonnen Hubkraft liess sich die Brücke nicht mehr ganz hochdrücken, es blieb ein kleiner Durchhänger von etwa 16 cm übrig.
30. August 2011
rosa Arschwisch
Warum bloss wird WC-Papier eigentlich immer in Pastellfarben verkauft? Weiss, rosa oder hellblau.
Wäre da ein trübes Ockerbraun nicht passender? Oder will man den Anwender über die unschönen Farben hinwegtäuschen, die solchen Ausscheidungen nachgesagt werden ...
Wäre da ein trübes Ockerbraun nicht passender? Oder will man den Anwender über die unschönen Farben hinwegtäuschen, die solchen Ausscheidungen nachgesagt werden ...
29. August 2011
Frauenzimmer in Alpnach
Neue Kunst im alten Gasthaus Pfistern in Alpnach (Obwalden). „Frauenzimmer“ nennen sie das Kunstprojekt. Gut zwanzig Künstlerinnen bekunsten die ungenutzten Räume. Denn das Hotel Pistern ist vor Jahren leise eingeschlafen und steht seither leer. „Frauenzimmer“ sind drei Ausstellungen nacheinander, aktuell läuft grad „Frauenzimmer 2“.
Also gingen wir hin und schauten uns die Weibsbilder mal an.
Und die Kunst der Frauinnen? Ja, einige der Werke sind etwas allzu harmlos und nett. Dazwischen gibt es aber durchaus einiges Bemerkenswertes. Wir waren zufrieden. Und wir werden auch wohl auch „Frauenzimmer 3“ heimsuchen.
27. August 2011
meine rote Konfitüre
Zum Frühstück streiche ich mir gerne ein Konfi-Brot. Aber ich mag nicht so gerne Marmelade, darum verwende ich stattdessen Sambal Oelek. Sieht aus wie Konfi, ist aber wesentlich weniger süss. Ehrlich.
Das Sambal Oelek kaufe ich schon immer in der Migros. Und zwar das rote, nicht das braune; denn das schmeckt nach verbrannten Zwiebeln. Nein, das ganz gewöhnliche, rote Sambal Oelek. Seit neustem hat das Gläsli ein neues Etikett. Was aber schlimmer ist, es scheint auch ein neues Rezept zu haben. Es schmeckt nun, wie soll ich das beschreiben – öööhm – ungut.
Es schmeckt nach ALDI! Und nach Einlegesohlen; nach feuchten Filzsohlen. Mit einem herben Abgang, wie Pissoirsteine. Ich frage mich, wer hat bei der Migros diesen neuen Geschmack erfunden? Und warum bringen sie den Kerl nicht wieder zurück in die Irrenanstalt.
Ich will mein „altes“ Sambal Oelek wiederhaben. Sofort!
Es schmeckt nach ALDI! Und nach Einlegesohlen; nach feuchten Filzsohlen. Mit einem herben Abgang, wie Pissoirsteine. Ich frage mich, wer hat bei der Migros diesen neuen Geschmack erfunden? Und warum bringen sie den Kerl nicht wieder zurück in die Irrenanstalt.
Ich will mein „altes“ Sambal Oelek wiederhaben. Sofort!
26. August 2011
25. August 2011
Kunst: ...und Krempel
Die Ennetbürger Allmend ist in Nidwalden, flach und grasig. Lahme Flugpisten, ein paar Büsche und Hangars, also nichts Besonderes. Wären da nicht die fünfzig Skulpturen, die auf der Ebene verstreut herumstehen. „SkulptUrschweiz“ nennt sich die Dauerausstellung.
Die einzelnen Skulpturen bemühen sich um intellektuellen Tiefgang. Dabei übersehen die Künstler aber manchmal die Originalität und Ästhetik. Ein grosser Teil der Skulpturen bestehen aus Naturstein oder rostigem Stahl. Farbe scheint die Bildhauer zu überfordern.
„SkulptUrschweiz“ ist das ganze Jahr offen. Und mit dem Velo erfährt man die Kunst am ringsten. Unbedingt mal anschauen - kostet ja nichts...
24. August 2011
Libyen, der Beduinenzausel
Es scheint, der grosse Satiriker und verhaltensoriginelle Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi verlässt die Bühne. Sein Abgang wird in Libyen keine Lücke hinterlassen. Was bleibt vom Beduinenzausel? Kriegsverwüstungen - und sein „Grünes Buch“. Gaddafi veröffentlichte darin seine „Universaltheorie“.
Das erste Kapitel heisst: «Die Lösung des Demokratieproblems. Die Macht des Volkes».
Auf Seite 39 schreibt er: «... und diktatorische Instrumente werden verschwinden. Die Massen regieren sich selbst, und damit ist das Demokratieproblem abschliessend gelöst».
Der Kerl war ein Prophet und Visionär!
Vielleicht bessert sich bald die Lage in Libyen und dann sind vielleicht auch wieder Reisen in das schöne Land möglich.
Das erste Kapitel heisst: «Die Lösung des Demokratieproblems. Die Macht des Volkes».
Auf Seite 39 schreibt er: «... und diktatorische Instrumente werden verschwinden. Die Massen regieren sich selbst, und damit ist das Demokratieproblem abschliessend gelöst».
Der Kerl war ein Prophet und Visionär!
23. August 2011
was sind Hodenbader?
Neulich hat einer geschimpft; „...schlimmer als die Hodenbader!“. Hodenbader - was zum Teufel sind Hodenbader? Und warum?
Vielleicht erinnert sich noch der eine oder andere. In den 1980-er Jahren gab es in Zürich eine Männerbewegung, die sich mit natürlicher Empfängnisverhütung befasste. Man diskutierte die verschiedenen Variante; Wärme schien dann am erfolgversprechendsten. Das verlangte nach einem Menschenversuch – dem "Hodenbaden".
In der Theorie ist das ganz einfach: Man erhitzte seine Hoden und die Spermien gehen ein. Doch die Praxis war tückisch und manchmal schmerzhaft!
Die Hodenbader benutzten einen Stuhl mit einem darin integrierten Wasserbecher und einen Tauchsieder. Es war nicht einfach, die Temperatur konstant auf 45°C zu halten. Wurde es heisser, verschmorte man sich nämlich die Testikel.
Zudem gab es unerwartet technische Probleme; die Hoden mussten beschwert werden, denn sonst schwammen sie obenauf und wurden nicht richtig gegart.
Die Sache ist eine ganze Weile gut gegangen ‒ bis eines Tages ein Radiosender die Hodenbadergruppe „bekannt“ machte. Die Hörer krümmten sich vor Lachen und die Hodenbader fühlten sich irgendwie unverstanden. Und dann kam sowieso AIDS und die Pariser. Und das Interesse an der Hodenbaderei kühlte merklich ab. Die Hodenbader-Gruppe-Zürich wurde bald vergessen; irgendwie schade...
Vielleicht erinnert sich noch der eine oder andere. In den 1980-er Jahren gab es in Zürich eine Männerbewegung, die sich mit natürlicher Empfängnisverhütung befasste. Man diskutierte die verschiedenen Variante; Wärme schien dann am erfolgversprechendsten. Das verlangte nach einem Menschenversuch – dem "Hodenbaden".
In der Theorie ist das ganz einfach: Man erhitzte seine Hoden und die Spermien gehen ein. Doch die Praxis war tückisch und manchmal schmerzhaft!
Die Hodenbader benutzten einen Stuhl mit einem darin integrierten Wasserbecher und einen Tauchsieder. Es war nicht einfach, die Temperatur konstant auf 45°C zu halten. Wurde es heisser, verschmorte man sich nämlich die Testikel.
Zudem gab es unerwartet technische Probleme; die Hoden mussten beschwert werden, denn sonst schwammen sie obenauf und wurden nicht richtig gegart.
Abonnieren
Posts (Atom)





