23. Januar 2012

kochen: ausserirdische Kohlsuppe

Im Film «Louis und seine ausserirdischen Kohlköpfe» mit Louis de Funès spielt seine Kohlsuppe die Hauptrolle. Ein königlicher Genuss. Und mit der anschliessenden Furzerei kann er sogar Ausserirdische anlocken. Jedenfalls solche vom kleinen Planeten „Oxo“.
Louis de Funès Kohlsuppe:

Die Zutaten für zwei Flatulenzler:
ein halbes Kilo Kabis; Weisskohl
eine grosse Kartoffel
zwei Zwiebeln
einige Knoblauch
rohen Speck
Kümmel und/oder Kreuzkümmel
Lorbeerblatt
Salz, Pfeffer, Curry

Und so wird’s gemacht.
Den Kohl, die Zwiebeln, die Kartoffel und den Speck in grobe Würfel schneiden. Den Speck und die Zwiebeln etwas anbraten. Dann das Gemüse dazu und etwas dünsten. Würzen mit ordentlich Kümmel und wenig Curry. Mit Wasser angiessen und solang köcheln lassen, bis die Kartoffelwürfel gar sind. Fertig. Essen.

Und nun heisst es; pfffrrruz-pfffzzz-furz. Bis die Ausserirdischen kommen.

21. Januar 2012

Sprichwort: Dschungelcamp geschaut...

Eine Lebensweisheit für den alltäglichen Gebrauch:

«Manchmal reicht schon etwas Hundedreck am Schuh, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlasse.»
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20. Januar 2012

der Todesstrahl

Im August 1961 tauchte in Sarnen ein „Dr. Hans Ehrhardt“ aus Deutschland auf. Er war Physiker und experimentierte mit einer Strahlenkanone. Der Dr. Hans Ehrhardt hiess in Wirklichkeit aber Hans Engelke und war ein eigenartiger Kerl.

Er behauptete, seit dem Krieg eine "Strahlenkanone“, die "im Frieden Kranke heilen und im Kriege Feinde töten" zu entwickeln. Ein Plasma-Strahl aus einem Hohlspiegel soll 30‘000 km weit wirken und eine gewaltige Zerstörungskraft haben. Bei einem Versuch soll er auf eine "Entfernung von zwölf Kilometern binnen Sekunden anderthalb Meter Gletscherschnee wegschmolzen haben".

Im Spätsommer 1961 erschien in einer Regionalzeitung ein Foto des "Todesstrahls" über Sarnen. Nun bekam es die Bevölkerung mit der Angst zu tun. Bis dahin hielt man den Deutschen für einen Spinner. Als dann aber eines Nachts der "Todesstrahl" wirklich zu sehen war, war man sich nicht mehr so ganz sicher. Vielleicht hat der Ehrhardt wirklich etwas ganz ungeheuerliches erfunden - etwas ungeheuerlich gefährliches? Die Bevölkerung reklamierte bei den Behörden. Diese legten daraufhin dem Dr. Hans Ehrhardt und seiner Familie nahe, sich besser andernorts niederzulassen. In der Nacht vom 13. auf den 14. Juli 1961 verschwand der Strahlenkanonen-Erfinder aus Sarnen...

Eine fast vergessene Geschichte.
Siehe auch: die Hodenbader von Zürich.

19. Januar 2012

ich tue nicht tanzen!

Neulich sass ich so da und betrachtete meine Füsse. Also genau genommen den Bereich zwischen den wurzeligen Zehen und der behornhauteten Ferse. Aber nur von oben, denn um die die Fusssohlen zu betrachten, müsste ich mich arg verrenken. Und wer will schon seine Fusssohlen anschauen!

Aber darum geht es jetzt nicht. Mir fiel auf, dass ich nie tanze. Kein Paartanz. Kein Tango-Walzer-Disco-Volkstanz. Keiner. Nie. Und ich weiss nicht einmal, ob ich überhaupt tanzen könnte, wenn ich wöllte? Hab’s ja noch nie probiert. Vielleicht könnte ich tanzen wie ein junger Gott. Rauschende Schwünge, federnde Schritte und sinnliche Wirbel. Aber ‒ öööhm ‒ wohl eher nicht.

Möchte jemand meine Füsse anschauen - ich könnte ein Foto machen?

18. Januar 2012

Kunst: Schwerverkehr in Uri

Als ich DAS auf dem Bahnhofplatz in Flüelen sah, dachte ich: «da steht ein dreckiges Auto im Kreisel.» Aber nein, das Auto ist aus Beton. Komplett. Innen und aussen - alles aus Beton.

Erst dachte ich, es sei ein „Morgan“. Aber dann erkannte ich ihn als „Wiesmann Roadster“. Das Betonauto ist ein Überbleibsel von der „Urner Gewerbeausstellung '06“. Es wurde damals von einem heimischen Betonwerk gebaut und ausgestellt.
Das Betonauto erinnert unweigerlich an den „Betonporsche“ vom österreichischen Künstler Gottfried Bechtold aus den frühen 1970-er Jahren. Der gilt als grossartiges Kunstwerk. Der Beton-Wiesmann in Flüelen nicht, der ist bloss Dekoration...

17. Januar 2012

der Nil und wir

Jetzt wo die Nächte lang und die Tage kalt sind, dachte ich, sollten wir wieder einmal in Urlaub fahren. Sonnenschein und laue Abende unter Palmen. Spannende Kultur und schmackhafte Nachspeisen. Und wo gibt’s das alles? Natürlich – in Assuan.
Frau G. und ich ferien nach Ägypten. Und ich kann auch gleich meinen neuen Wunder-Rucksack ausprobieren.

Flüge nach Ägypten gibt es zahlreich und für wenig Geld, dachte ich. Ich lasse das Internet glühen, finde aber kaum Brauchbares. Entweder ordentlich teuer oder stundenlange Umwege.
Irgendwann gelingt es mir dann doch; ich kann zwei Direktflüge von Zürich nach Luxor für je gut 320 Franken ergattern.
Und für die erste Nacht buche ich auch gleich noch ein Hotel; drei Sterne und Blick zum Nil für 25 Franken. Bestimmt ein urgemütliches Hotel. Ich sehe uns schon auf der Dachterrasse frühstücken. Ich hoffe die haben eine Dachterrasse. Und Frühstück. Oder zumindest ein Dach!