Neulich hatte Frau G. Geburtstag, jährlich wiederkehrend. Zwecks Verwandtenabspeisung buk sie reichlich Kuchen. Bunt und süss - und lieblichst dekoriert.
Ich hatte nicht Geburtstag, durfte aber die Schüsseln auslecken. Und ich sag euch; man isst nicht nur mit den Augen. Das Leben kann manchmal sooo schön sein…
Ein Bergler auf Abwegen. Der Schweizer Weltenbummler, Klugscheisser und Sapperlot berichtet von weltweit und zuhause. Ein Reiseblog.
7. September 2013
6. September 2013
viel Streit um keine Insel
Die ersten, die die neue Insel sahen, war die Besatzung eines sizilianischen Segelschiffes; am 8. Juli 1831. ein schwarze Rauchsäule stieg auf und im Meer trieben gekochte Fische. Und ein kleiner Kieshaufen lugte aus den Wellen. Die Nachricht von der neuen Vulkan-Insel verbreitete sich rasch und zog viele Interessierte an. Der deutsche Naturforscher Friedrich Hoffmann und der schweizer Geologe Arnold Escher waren die ersten vor Ort. Sie nannten die neue Insel zu Ehren des sizilianischen Königs Ferdinand „Ferdinandea II“.
Am 2. August betrat ein britische Kapitän die noch warme Insel, nannte sie „Graham Island“ und nahm sie sogleich für Grossbritanien in Besitz. Kurz darauf kam ein weiteres britisches Schiff von Malta her. Der Kapitän annektierte die Insel auch und nannte sie „Hotham Island“. Während die Insel weiter wuchs, trafen auch die Franzosen ein. Sie fanden die neue Insel auch ganz nett, nahmen sie in Besitz und nannte sie „Isola Giulia“. Die Insel war mittlerweile schon etwa sechzig Meter hoch und mehr als ein Kilometer im Durchmesser. Das Königreich Sizilien war der Meinung, dass die Insel sowieso auf seinem Hoheitsgebiet liege und man nannte sie nach der vorhandenen Untiefe „Nerita“. Der neapolitanische Kapitän nannte die Insel nach sich, „Corrao“.
Der Streit um den Besitz der Insel spitzte sich zu, man befürchtete schon einen Krieg. Im Herbst erlahmte der Vulkanausbruch langsam. Dafür nagten die Wellen unaufhörlich am Sandberg und die Insel wurde rasch wieder kleiner. Noch bevor um die Besitzstreitigkeiten geklärt waren, Ende Dezember 1831, war sie komplett weg. Aus der Traum.
Am 2. August betrat ein britische Kapitän die noch warme Insel, nannte sie „Graham Island“ und nahm sie sogleich für Grossbritanien in Besitz. Kurz darauf kam ein weiteres britisches Schiff von Malta her. Der Kapitän annektierte die Insel auch und nannte sie „Hotham Island“. Während die Insel weiter wuchs, trafen auch die Franzosen ein. Sie fanden die neue Insel auch ganz nett, nahmen sie in Besitz und nannte sie „Isola Giulia“. Die Insel war mittlerweile schon etwa sechzig Meter hoch und mehr als ein Kilometer im Durchmesser. Das Königreich Sizilien war der Meinung, dass die Insel sowieso auf seinem Hoheitsgebiet liege und man nannte sie nach der vorhandenen Untiefe „Nerita“. Der neapolitanische Kapitän nannte die Insel nach sich, „Corrao“.
Der Streit um den Besitz der Insel spitzte sich zu, man befürchtete schon einen Krieg. Im Herbst erlahmte der Vulkanausbruch langsam. Dafür nagten die Wellen unaufhörlich am Sandberg und die Insel wurde rasch wieder kleiner. Noch bevor um die Besitzstreitigkeiten geklärt waren, Ende Dezember 1831, war sie komplett weg. Aus der Traum.
5. September 2013
mangende Wurstigkeit
Die meiste Zeit meines Lebens besass ich keinen eigenen Grill. Und ich vermisste ihn auch nicht. Denn alle meine Reisekumpels hatten einen. Ich war sozusagen Fremd-Aufleger. Bis vor zwei Jahren, da wollte ich die Frau G. mit einem eigenen Grill bezirzen. Also erwarb ich in einem französischen Supermarkt einen kleinen, handlichen Grill namens „Campingaz Bistro Activ“.
„Nooon“ sagte der Händler am Reklamations-Tresen, „der Grillrost gehört nicht zum Lieferumfang, den müssen Sie extra kaufen!“. Also gut, kauf ich halt noch einen Grillrost zum Grill dazu. „Nooon“ sagte der französische Krämer „haben wir nicht vorrätig, müsste ich bestellen“. Wer würde auch erwarten, dass bei einem Grill auch einen Grillrost dabei wäre! Praktisch zudem, dass wir die Grillwürste bereits gekauft haben.
Als dann unser neuer Grill vollständig ausgerüstet war, brauchten wir ihn genau einmal. Denn - der Grill ist zwar sehr komfortabel und handlich, sieht gut aus und funktioniert einwandfrei - bloss Würste grillen kann man damit nicht. Irgendwie kommt die Hitze nicht bei den Wurstwaren an. Was diese wiederum dazu verleitet, bleich und kühl zu bleiben.
Kürzlich habe ich ihn wieder einmal in Betrieb genommen und eine Cervelat gebräunt. Direkt auf der Gasflamme, ohne den Grillrost. Und siehe da, es geht. Nicht besonders gut, aber immerhin.
„Nooon“ sagte der Händler am Reklamations-Tresen, „der Grillrost gehört nicht zum Lieferumfang, den müssen Sie extra kaufen!“. Also gut, kauf ich halt noch einen Grillrost zum Grill dazu. „Nooon“ sagte der französische Krämer „haben wir nicht vorrätig, müsste ich bestellen“. Wer würde auch erwarten, dass bei einem Grill auch einen Grillrost dabei wäre! Praktisch zudem, dass wir die Grillwürste bereits gekauft haben.
Als dann unser neuer Grill vollständig ausgerüstet war, brauchten wir ihn genau einmal. Denn - der Grill ist zwar sehr komfortabel und handlich, sieht gut aus und funktioniert einwandfrei - bloss Würste grillen kann man damit nicht. Irgendwie kommt die Hitze nicht bei den Wurstwaren an. Was diese wiederum dazu verleitet, bleich und kühl zu bleiben.
Kürzlich habe ich ihn wieder einmal in Betrieb genommen und eine Cervelat gebräunt. Direkt auf der Gasflamme, ohne den Grillrost. Und siehe da, es geht. Nicht besonders gut, aber immerhin.
4. September 2013
BahnOsten
Über Transsilvanien erzählt man sich ja die schauerlichsten Geschichten. Überall lauern Gefahren; hinterhältige Strassenräuber, heulende Wölfe. Kleinwüchsige Schlagersänger und Kataloge voller Frauen. Und wer mit dem Auto hinfahre, reise ohne nachhause - alles geklaut! Bis auf die Unterwäsche.
Ich wollte schon lange mal wieder eine lange Bahnreise machen. Und jetzt haben wir grad Zeit und darum reisen wir in den wilden Osten. Die erste Etappe führt uns nach Budapest. Und dann eisenbahnfahren wir weiter nach Rumänien und Moldawien, und so. Demnächst geht’s los - die Billets und einige Wurstbrote sind schon gepackt.
Wer mag, kann hier demnächst davon lesen: Von den Bahnhöfen und Zügen, von Land und Leuten und der örtlichen Esskultur.
Ich wollte schon lange mal wieder eine lange Bahnreise machen. Und jetzt haben wir grad Zeit und darum reisen wir in den wilden Osten. Die erste Etappe führt uns nach Budapest. Und dann eisenbahnfahren wir weiter nach Rumänien und Moldawien, und so. Demnächst geht’s los - die Billets und einige Wurstbrote sind schon gepackt.
Wer mag, kann hier demnächst davon lesen: Von den Bahnhöfen und Zügen, von Land und Leuten und der örtlichen Esskultur.
3. September 2013
Muger im Bild
Als wir damals in Griechenland die Meteora Klöster anschauten, trafen wir einen Kerl mit einer kuriosen Maschinerie. Eine Spezial-Kamera für extrem hochauflösende Panoramabilder sei das...
Seither kann man das Bild im Internet angucken. Und uns auch! Zwei winzigkleine Krümel - ganz oben, rechts im Bild...
Hier: Gigapan von Dimitris Stamoulis.
Seither kann man das Bild im Internet angucken. Und uns auch! Zwei winzigkleine Krümel - ganz oben, rechts im Bild...
Hier: Gigapan von Dimitris Stamoulis.
2. September 2013
Kunst wie Wundbrand
Am Pilatusplatz in Luzern steht seit einigen Tagen ein Kunstwerk. Es heisst "Wund" und wurde von Christian Kathriner gekunstet. Als „künstlerische Intervention im öffentlichen Raum“ soll es zur Diskussionen über die Baukultur anregen. Also nichts wie hin und mich anregen lassen.
Ja - und da steht es vor uns; gut zehn Meter im Durchmesser und etwas über zwanzig Meter hoch. Ein Gerüstturm, mit weissen Folien-Würsten umwickelt. Erinnert mich an den alten Gasometer. Und ein wenig an den Oppenheimbrunnen in Bern. Aber „Wund“ ist irgendwie sinnfrei und von überschaubarer Hübschigkeit. Und etwa so anregend wie eingeschlafene Füsse.
Unten kann man seine eigenen Anregungen zur Baukultur in einem Briefkasten hinterlassen. Was ich natürlich gerne tat: "Käse schliesst den Magen", habe ich hingeschrieben...
Ja - und da steht es vor uns; gut zehn Meter im Durchmesser und etwas über zwanzig Meter hoch. Ein Gerüstturm, mit weissen Folien-Würsten umwickelt. Erinnert mich an den alten Gasometer. Und ein wenig an den Oppenheimbrunnen in Bern. Aber „Wund“ ist irgendwie sinnfrei und von überschaubarer Hübschigkeit. Und etwa so anregend wie eingeschlafene Füsse.
Unten kann man seine eigenen Anregungen zur Baukultur in einem Briefkasten hinterlassen. Was ich natürlich gerne tat: "Käse schliesst den Magen", habe ich hingeschrieben...
1. September 2013
warum nur?
Heute Morgen in der Frühe. Ein fremdländischer Mann stopft Sonntagszeitungen in die Briefkästen meiner Nachbarn. Gräulicher Nebel hängt untätig an den Bergen und es nieselregnet leicht.
Es ist September. und der Herbst naht - wääääh…
31. August 2013
Rumänien 1992, der 2. Teil...
Fortsetzung ...
Am nächsten Morgen fuhren wir ins Krankenhaus von Alba Julia zum Abladen. Ein unschöner Betonbau, ein krankes Haus. Ein Arzt erzählte von den dauernden Strom- und Wasserausfällen, die das Arbeiten nicht grad einfach machen. Zudem fehle es an Heizöl, weshalb das Spital meist nicht beheizt sei. Darum tragen hier Mitarbeiter und Patienten Wintermäntel und Wollmützen.
Dem Spital mangelte es an allem, einzig Patienten hatten sie reichlich. Wir entluden unsere Hilfsgüter. Das waren vor allem Medikamente, Einwegspritzen, Verbandsmaterial, Katheter, Bettwäsche und so Zeug. Also nur Soforthilfe, nichts langfristiges. Dazu einige Schachteln Kekse und Spielzeug für die Kinder.
Anschliessend präsentierte man uns das Spital. Eigentlich wollte ich mir das gar nicht anschauen, konnten aber natürlich nicht Nein sagen. Also schlenderten wir durch lange, eiterfarbige Gänge. Da und dort schauten wir in die Patientenzimmer, überall lagen Kranke. Einer hob sein Hemd und zeigte uns seine gerötete Operationsnarbe am Bauch. Andere Bettlägrige setzten sich auf und schauten uns erwartungsvoll an. Die Patienten hielten uns wohl für ausländische Ärzte?
In der Kinderabteilung hatten sie eine Art Wohngruppe. Hier wohnten all die Kinder, die von ihren Eltern zurückgelassen wurden. Manche lebten schon mehrere Jahre hier. Alle trugen Mäntel und Mützen; es war kalt hier.
Vor dem Spital standen mehrere Ambulanzen herum. Mangels Benzin konnten sie aber nicht fahren. Bitter.
Unsere restliche Fracht entluden wir in den Schuppen beim Pfarrer. Wir hatten nämlich alle Ritzen und Hohlräume mit Kinderkleidung und Spielsachen ausgestopft. Er verteilte sie später an Bedürftige. Fertig; wir konnten wieder heim fahren. Zum Abschied gab es Freudentränen - und nochmal zahlreiche Aprikosenschnäpse.
Im darauffolgenden Jahren kam ich auf dem Weg nach Indien immer wieder mal nach Rumänien. Jedesmal schien es den Rumänen ein wenig besser zu gehen.
Demnächst fahre ich wieder einmal dahin.
Am nächsten Morgen fuhren wir ins Krankenhaus von Alba Julia zum Abladen. Ein unschöner Betonbau, ein krankes Haus. Ein Arzt erzählte von den dauernden Strom- und Wasserausfällen, die das Arbeiten nicht grad einfach machen. Zudem fehle es an Heizöl, weshalb das Spital meist nicht beheizt sei. Darum tragen hier Mitarbeiter und Patienten Wintermäntel und Wollmützen.
Dem Spital mangelte es an allem, einzig Patienten hatten sie reichlich. Wir entluden unsere Hilfsgüter. Das waren vor allem Medikamente, Einwegspritzen, Verbandsmaterial, Katheter, Bettwäsche und so Zeug. Also nur Soforthilfe, nichts langfristiges. Dazu einige Schachteln Kekse und Spielzeug für die Kinder.
Anschliessend präsentierte man uns das Spital. Eigentlich wollte ich mir das gar nicht anschauen, konnten aber natürlich nicht Nein sagen. Also schlenderten wir durch lange, eiterfarbige Gänge. Da und dort schauten wir in die Patientenzimmer, überall lagen Kranke. Einer hob sein Hemd und zeigte uns seine gerötete Operationsnarbe am Bauch. Andere Bettlägrige setzten sich auf und schauten uns erwartungsvoll an. Die Patienten hielten uns wohl für ausländische Ärzte?
In der Kinderabteilung hatten sie eine Art Wohngruppe. Hier wohnten all die Kinder, die von ihren Eltern zurückgelassen wurden. Manche lebten schon mehrere Jahre hier. Alle trugen Mäntel und Mützen; es war kalt hier.
Vor dem Spital standen mehrere Ambulanzen herum. Mangels Benzin konnten sie aber nicht fahren. Bitter.
Unsere restliche Fracht entluden wir in den Schuppen beim Pfarrer. Wir hatten nämlich alle Ritzen und Hohlräume mit Kinderkleidung und Spielsachen ausgestopft. Er verteilte sie später an Bedürftige. Fertig; wir konnten wieder heim fahren. Zum Abschied gab es Freudentränen - und nochmal zahlreiche Aprikosenschnäpse.
Im darauffolgenden Jahren kam ich auf dem Weg nach Indien immer wieder mal nach Rumänien. Jedesmal schien es den Rumänen ein wenig besser zu gehen.
Demnächst fahre ich wieder einmal dahin.
30. August 2013
damals; Rumänien 1992
Das erste Mal nach Rumänien reiste ich im März 1992. Die rumänische Revolution war grad ein Jahr alt und alles lag danieder. Überall trübbrauner Schneematsch und wir hatten zwei Tonnen Hilfsgüter geladen.
Ich kann mich bloss nur bruchstückhaft erinnern und die Fotos habe ich längst verloren. Aber ich weiss noch ganz genau, wie wir in Siebenbürgen eintrafen. Die Strassen waren löcherig und dreckig, und vielerorts fehlten die Schachtdeckel. Bis auf Pferdegespannn und ein paar hellblaue Lastwagen war kaum jemand unterwegs.
Wir brachten damals medizinisches Verbrauchsmaterial nach Alba Julia. Als erstes fuhren wir zu unserem Kontaktmann, einem alten Pfarrer. Der sprach gut deutsch und servierte uns gleich einen Aprikosenschnaps. Und dann noch einen und noch einen. Dann telefonierte er mit unserem Kontaktmann im Spital. Einige Schnäpse später fuhr der mit seinem Mofa vor. Er trug einen dicken, langen, erdfarbenen Mantel; über seiner grünen Chirurgenkleidung. Wie es schien, kam er wohl direkt aus dem Operationssaal?
Wir hätten beim Pfarrer übernachten können. Doch ich fürchtete mich vor weiteren Aprikosenschnäpsen und zog daher ins Hotel "Cetate". Ein blasser Betonklotz im Sowjet-Stil. Nicht schön, aber gross. Wir bekamen ein Zimmer im zweitobersten Stockwerk. Der Lift war defekt. Die Beleuchtung im Treppenhaus auch.
Unser Zimmer war vermutlich ganz nett. Erkennen konnten wir das aber in der Dunkelheit nicht, die einzige intakte 15 Watt Glühbirne leuchtete wegen Strommangel bloss orangerot. Wollten wir auch im Bad Licht haben, so mussten wir die einzige Glühbirne rausschrauben und dahin mitnehmen.
Von unserem hochgelegenen Zimmer hatten wir einen guten Überblick über das nächtliche Alba Julia. Nieselregen und eine Stadt in der stromlosen Finsternis.
morgen geht’s weiter...
Ich kann mich bloss nur bruchstückhaft erinnern und die Fotos habe ich längst verloren. Aber ich weiss noch ganz genau, wie wir in Siebenbürgen eintrafen. Die Strassen waren löcherig und dreckig, und vielerorts fehlten die Schachtdeckel. Bis auf Pferdegespannn und ein paar hellblaue Lastwagen war kaum jemand unterwegs.
Wir brachten damals medizinisches Verbrauchsmaterial nach Alba Julia. Als erstes fuhren wir zu unserem Kontaktmann, einem alten Pfarrer. Der sprach gut deutsch und servierte uns gleich einen Aprikosenschnaps. Und dann noch einen und noch einen. Dann telefonierte er mit unserem Kontaktmann im Spital. Einige Schnäpse später fuhr der mit seinem Mofa vor. Er trug einen dicken, langen, erdfarbenen Mantel; über seiner grünen Chirurgenkleidung. Wie es schien, kam er wohl direkt aus dem Operationssaal?
Wir hätten beim Pfarrer übernachten können. Doch ich fürchtete mich vor weiteren Aprikosenschnäpsen und zog daher ins Hotel "Cetate". Ein blasser Betonklotz im Sowjet-Stil. Nicht schön, aber gross. Wir bekamen ein Zimmer im zweitobersten Stockwerk. Der Lift war defekt. Die Beleuchtung im Treppenhaus auch.
Unser Zimmer war vermutlich ganz nett. Erkennen konnten wir das aber in der Dunkelheit nicht, die einzige intakte 15 Watt Glühbirne leuchtete wegen Strommangel bloss orangerot. Wollten wir auch im Bad Licht haben, so mussten wir die einzige Glühbirne rausschrauben und dahin mitnehmen.
Von unserem hochgelegenen Zimmer hatten wir einen guten Überblick über das nächtliche Alba Julia. Nieselregen und eine Stadt in der stromlosen Finsternis.
morgen geht’s weiter...
29. August 2013
unser Bambusfloss in Thailand
Thaton ist ein kleines Städtchen ganz im Norden Thailands, fast an der Grenze zu Myanmar. Und direkt an einem Fluss namens „Kok“. Und das war damals auch der Grund, warum wir da hinauf reisten. Wir wollten uns von hier mit einem Bambusfloss nach Chiang Rai hinunter treiben lassen.
Unser Floss war komplett aus Bambus und wurde in nur zehn Stunden drüben in Myanmar gebaut. Ein Schutzdach, ein Plumsklo und eine spartanische Küche; mehr war nicht. Und damit fuhren wir in den drauf folgenden Tagen nach Chiang Rai. Siebzig Kilometer durch den tropischen Dschungel.
Unser Floss war komplett aus Bambus und wurde in nur zehn Stunden drüben in Myanmar gebaut. Ein Schutzdach, ein Plumsklo und eine spartanische Küche; mehr war nicht. Und damit fuhren wir in den drauf folgenden Tagen nach Chiang Rai. Siebzig Kilometer durch den tropischen Dschungel.
Ich kann mich noch gut an den Morgennebel und die bunten Schmetterlinge erinnern. Und daran, dass ich einen riesigen Hirschkäfer fing und den auf dem Markt verkaufte.
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