23. August 2012

Schwarznasenschaf – die deutscheste Übersetzung

Obwohl mir bereits der Schweiss in die Gesässfalte rinnt, habe ich dennoch dem vielgeäusserten Wunsch nachgegeben und „der Schwanzgrind und das Schwarznasenschaf“ auf hochdeutsch übersetzt.

-erste Szene.
Seepfärdli: Hallo Bademeister
Bademeister: mhm
Seepfärdli: Ich habe ein Problem!
Bademeister: Keinen Zeit, lass mich in Ruhe.
Seepfärdli: Höre mir doch kurz zu.
Bademeister: mhm
Seepfärdli: Meine Schafe sind durchgebrannt. Ich habe gesehen, wie einige ins Meer rannten. Und nun möchte ich sie retten.
Bademeister: Was habe ich dir gestern gesagt! Du verlässt morgens den Stall; dann schliesst du ab.
Seepfärdli: ja - hhn?
Bademeister: Ja – und nun sind die Schafe weg! Also, eigentlich ist mir das egal.
Seepfärdli: Weisst du, mich belastet das emotional schwer.
Bademeister: Nimm dir doch das Leben?
Seepfärdli: Ach – du bist manchmal eine Spur zu unsensibel!
Bademeister: Ach mein kleines Seepferdchen – wir alle haben doch schon mal ein Schaf verloren.
Seepfärdli: Ja, aber doch nicht gleich dreissig Stück. Und - die beiden schönsten Schwarznasenschafe…
Bademeister: Was, die auch!
Seepfärdli: Ja, welche ich letztes Jahr im Oberland habe besamen lassen.
Bademeister: Schau, du hast doch immer noch zwei herrliche Brüste. Das ist doch alles, was zählt. Weisst du was – ich kenne einen sehr guten Züchter in Zermatt. Morgen können wir da einige holen.
Seepfärdli: Ach, das geht doch nicht…

-zweite Szene
Schwanzgrind: Hallo, gibt es ein Problem?
Bademeister: Ja hallo. Hast du einige Schafe im Wasser gesehen?
Schwanzgrind: Jetzt sag aber nicht, diese Dämliche hat tatsächlich erneut die Stalltüre offengelassen.
Bademeister: Ja hast du eigentlich gar kein Mitgefühl?
Schwanzgrind: Ach; wir haben tausendmal gesagt, sie solle abschliessen!
Bademeister: Da draussen sind dreissig Schafe am ertrinken – du grosses Weichei!
Schwanzgrind: ach...
Seepfärdli: …und die zwei schönsten Schwarznasenschafe!
Schwanzgrind: Ja – das ist nicht mein Problem! Das nächstemal halt besser aufpassen.
Bademeister: He (unschöner Kraftausdruck, den Penis betreffend) – warte!
Schwanzgrind: uuuhu
Bademeister: Es tut mir leid – aber manchmal bist du einfach eine Spur zu unsensibel.

-Abschlussgeblöck

22. August 2012

Schwanzgrind und das Schwarznasenschaf

Wegen der affigen Hitze fühle ich mich ausserstande etwas substantielles zu schreiben. Deshalb gibt es zur Abwechslung mein Lieblingsvideo: "Baywatch und das Schwarznasenschaf" in Walliser Mundart.



In den Hauptrollen:
dr Badmeister - David Hasselhoff
chlii Seepfärdli - Pamela Anderson
dr Schwanzgrind - John Allen Nelson

21. August 2012

was stört beim Essen?

Es gibt doch diesen alten Witz: „Was ist weiss und stört beim Essen?“ – „Eine Lawine“.

Genau so war es am letzten Sonntag. Wir sassen grad friedlich beim Essen, als plötzlich ein Quad den Hang hinunter kullerte. Erst überschlug sich das Gefährt, dann rollte es führerlos die Böschung hinunter. Genau auf unseren Sprinter zu! Dann verschwand es aus unserem Blick. Oben am Hang strampelte derweilen ein Mann herum, bis er endlich Halt fand und aufstehen konnte.
Da ist was passiert, dachte ich und ging mal nachschauen. Der Quad hat auf seiner Irrfahrt ordentlich Erdreich umgepflügt und drei Zäune durchbrochen. Dann kurz vor unserem Sprinter ist er rechtwinklig abgebogen und knapp daran vorbei schrammt. Glück gehabt! Er fuhr dann noch weiter bis er in einen Alpstall prallte und endgültig zum Stehen.
Der Fahrer erzählte, er sei beim Rückwärtsfahren wohl etwas weit hinaus gekommen. Daraufhin habe er mit seinem Gefährt eine Rolle seitwärts gemacht. Dann habe es ihn abgeworfen und sei noch auf seinen Kopf gesprungen. Zum Glück hatte er einen Helm auf, sonst hätte ihm der Vorfall wohl den Nachmittag verdorben.
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20. August 2012

die Sommerfrische

Was tut man an einem solch heissen Wochenende? Aus allen Poren schwitzen oder in die Berge fahren. Wir wählten das Zweite und fuhren obsi. Ich kenne da einen lauschigen Platz an einem Bergbächlein und unter einigen Schattenbäumen. Hier in der Höhe ist die Luft frisch und es weht ein laues Lüftchen. Es ist huere schön.

Am Abend brutzeln wir Tier am Spiess. Ich habe zwar den Grillrost zuhause vergessen, aber es geht auch ohne.

Bein Einnachten schauen wir den Dohlen zu. Öhm – ich meine die Vögel, nicht die Kanalisationsschächten. In der Ferne hören wir die Kühe bimmeln und in der Nacht verglühen über uns einige Sternschnuppen.

Nach zwei herrlich frischen Tagen ist schon wieder Sonntagabend und wir müssen nachhause fahren. Ist ja nicht weit. Aber im Tal unten ist es immer noch düppig heiss.

18. August 2012

der Neonazi

Muger erklärt die Welt - heute: der Neonnazi.
Nach dem verlorenen Weltkrieg schämten sich viele Nazis ihrer braunen Vergangenheit. Ein neues Erscheinungsbild - eine neue Farbe musste her. Aber die meisten Farben waren schon besetzt. Ausser rosa - und neon.

Also scherten sie sich den Schnauz ab und trugen nun den Seitenscheitel flächendeckend. Und nennen sich fortan "Neonazi".
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17. August 2012

Paprikagulasch und Schnitzelparadies

Als ich in den 1980-er Jahren zum erstenmal in den Osten reiste, war der „Eisernen Vorhang“ noch zu und ich ein schmächtiges Kerlchen. Die Autos auspufften blaue Wolken und die Gaststätten reichten „Grilletten und Sättigungsbeilage“. Für uns Westler war’s eine tolle Zeit.

Im September fahren wir wieder einmal hin. Tschechien, Slowakei, Ungarn und so weiter. Die erste Etappe werde ich voraussichtlich wieder alleine unterwegs sein. Wenn jemand mögen täte, könnten wir uns unterwegs auf einen Sirup treffen. Oder so.

16. August 2012

Scheiss-Sport

Muger erklärt die Welt - heute: Trendsport Kuhfladenlotto
Die Spielregeln im Kuhfladenlotto sind äusserst übersichtlich: Eine Wiese wird in nummerierte Quadrate eingeteilt. Man kann nun auf eines oder mehrere der Quadrate Geld setzten. Und dann kommt die Kuh ins Spiel; da wo sie einen veritablen Fladen fallen lässt - dieses Quadrat gewinnt! Meist zieht sich die Sache aber endlos in die Länge, da Kühe sich anscheinend genieren vor Publikum zu fladen.

Neulich wurde ich beim Kuhfladen-Lotto schamlos beschissen. Die Kuh liess den langersehnten Fladen ausserhalb des Spielfeldes fallen. Augenscheinlich verstand sie die Regeln nicht und der Veranstalter sackte die gesamten Spieleinsätze ein. Vermutlich steckten er und die Kuh unter einer Decke? Skandalös!

15. August 2012

heute ist Maria Shopping

Heute haben wir in der katholischen Schweiz "Maria Himmelfahrt". Kirchlicher Feiertag bedeutet auch immer freier Tag.
Traditionell wallfahren wir an solchen Feiertagen ins protestantische und darum werktätige Unterland. Aber nicht etwa aus unerwartet aufkeimender Zuneigung zu unseren Miteidgenossen. Nein, nein - einzig wegen der Tatsache, dass dort die Geschäfte auf haben.
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14. August 2012

unverwechselbare Schweiz

Muger erklärt die Welt - heute: Schweiz - Schweden

Die beiden werden oft verwechselt. Dabei ist es doch ganz einfach. Schweden, das ist IKEA – gegründet von Ingvar Kamprad. Und der wurde damit zum Milliardär und wohnt in der Schweiz. In Swasiland wiederum hat der König cirka 13 Frauen, aber keinen einzigen IKEA.

13. August 2012

jenseits von Afrika

An diesem Wochenende fand ja wieder einmal das „Voodoo-Afrika-Treffen“ statt. Und wir waren dabei; Frau G. und ich. Wir sind auf Klappstühlen gesessen, im Schatten der Bäumen, und haben kommuniziert. Und Kuchen gegessen. Frau G. hat einen unterarmlangen Zitronenkuchen gebacken. Und einen ebenso langen Betty-Bossi-Tirolercake.

Hier nun die versprochenen Bilder.

Es waren etwa 600 Leute mit ihren Reisemobilen da. Und es war usinnig schön.