2. November 2017

Bulgarien: lustige Berge und steinerne Elefanten

Nessebar. Das Wetter hat sich verändert, heute hatten wir Morgennebel. Tagsüber und an der Sonne ist es immer noch sommerlich warm, doch im Schatten ist es schon polarig kalt.
Wir fräsen uns durchs Frühstücks-Buffet und verlassen dann unser Hotel. Heute wollen wir nach Varna. Aber nicht direkt, sondern einen grossen Umweg-Bogen durch die Hügel im Nordwesten machen.
Die Landschaft ist herbstlich dürr, nur die Laubbäume sind noch bunt; vorwiegend gelb.

Unterwegs schauen wir uns die Felsen von „Chudnite Skali“ (n42.9675, e27.2924) an. Die Felszacken wachsen direkt aus dem Stausee und auf halber Höhe tunnelt eine kleine Strasse mitten durchs Gestein. Hübsch anzuschauen, doch jetzt am Morgen liegt leider alles noch im Schatten.

In jedem Dorf gibt es so kleine Kioske, die alles Notwendige anbieten. Und sie alle haben einen Kaffee-Automaten vor der Tür. Hier kostet ein Kaffee mit Milch 40 Stotinki, also etwa 25 Rappen oder 20 Cent. Und schmecken tut er auch sehr gut.

Eine halbe Stunde weiter kommen wir nach Prowadija. Auf dem Felssporn oberhalb der Stadt befand sich 1'500 Jahre lang die Burg Ovech (n43.1867, e27.4333). Von der einst grossen Burganlage sind nur noch einige kümmerliche Ruinentrümmer übrig. Aber das rekonstruierte Burgtor und der grandioser Holzsteg sind trotzdem einen Besuch wert.

Westlich von Varna besuchen wir den „steinernen Wald Pobiti Kamani“ (n43.2283, e27.7059). Hier „wachsen“ zahllose Kalkstein-Säulen aus dem sandigen Boden. Manche der Steinröhren sind fünf, sechs Meter hoch und über einen Meter stämmig. Sie entstanden vor etwa 50 Millionen Jahren, als hier noch Meer war. Und später hat dann die Erosion diese Elefantenbeine wieder freigelegt. Wohl extra für uns Touristen.

Varna ist auch so eine grosse Hafen- und Industriestadt, wie Burgas. Heute fahren wir aber bloss dran vorbei und auf die andere Seite der Bucht. Hier schlendern wir ein wenig durch den Park und schauen zu, wie die Ozeanriesen aus dem Hafen hinaus fahren.
Unser heutiges „Hotel Zelenika“ liegt etwas oberhalb. Von da haben wir einen schönen Blick über die Bucht und Varna – wäre da nicht ein Neubau im Weg. Im Gegensatz zu den Luxushotels der letzten Tage ist das hier ein eher schlichtes Familienhotel. Den fehlenden Komfort macht die nette Gastgeberfamilie mehr als wett.

Kommentare:

  1. bei dem einen Bild dachte ich, Ihr wärd in China, aber ich bin glaubs noch nicht ganz wach, danke für die Reiseberichte
    lG Isabelle

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