11. Februar 2016

Zypern und keine Eisenbahn

Einige haben sich um mich bestimmt schon Sorgen gemacht: Eine Zypern-Reise ohne Eisenbahn! Nö.

Zwischen 1905 und 1951 gab es in Zypern nämlich eine Eisenbahn. Sie fuhr quer über die Insel; Famagusta–Nikosia–Evrychou. Zuerst fuhren Züge der „CGR - Cyprus Government Railway“ mit Dampflokomotiven aus England und gebrauchten Wagen aus Ägypten und Palästina. Später kamen dann noch einige zypriotische Personenwagen dazu, und drei Schienenbusse.
Damals war Zypern eine britische Kolonie und mit der Bahn versorgten die Engländer ihre Truppen und verbanden einige Bergwerke mit den Häfen.

Die allererste Dampflok Zyperns trägt den sinnigen Namen „№1“ und steht heute auf einem Sockel vor dem ehemaligen Bahnhof Famagusta (N35.1185, E33.9426). Gebaut wurde die Schmalspurlok 1904 von der „Hunslet Engine Company“.
1950 stiessen zwei Schienenbusse frontal zusammen und starke Regenfälle zerstörten fünf Kilometer Bahnstrecke; und das war das Ende der Bahn. Am 31. Dezember 1951 um viertel nach zwei fuhr der letzte Zug, danach wurden die Geleise abgebaut und das Rollmaterial in Italien verschrottet. Einige Güterwagen lebten als Schuppen weiter und eine Wäscherei in Nikosia benutzte drei alte Dampfloks als Dampfkessel. Das übrige Rollmaterial ist weg.

Heute erinnert fast nichts mehr an die Bahn. Einzig das Eisenbahnmuseum im ehemaligen Bahnhof Evrichou (N35.0419, E32.8938). Das Gebäude wurde in den letzten Jahren wieder aufgebaut und beherbergt nun eine hübsche Eisenbahnsammlung. Viele originale Teile und alte Fotos. Aber ausser einer Draisine und einem alten Postwagen keine Fahrzeuge.

Der Chef führt uns persönlich durch sein zauberhaftes Eisenbahnmuseum. Grossartig. Jeder Eisenbahnliebhaber sollte das "Zyprische Eisenbahn Museum" unbedingt besuchen. Es ist täglich geöffnet und der Eintritt kostenlos.

10. Februar 2016

da ischr wieder...

Sagen wir es mal so; die Fasnacht ist tot, der Alltag ist wieder da.

Hier ein Bild vom Fasnachts-Dienstag im Giswiler Central Park.
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9. Februar 2016

Kunststoffhohlkörperseparatsammlung

Jetzt ist geschehen, was niemand befürchtete: In Obwalden wird die „Kunststoffhohlkörperseparatsammlung“ eingestellt.



Die 37 freiwerdenden Buchstaben werden bedürftigen Analphabeten gespendet und die Kunststoffhohlkörperseparatsammler werden - öööhm - entsorgt.

8. Februar 2016

Verstehe einer das Weibsvolk

Eigentlich war meine Idee mit dem Einhorn-Fastnachtskostüm brillant. Doch sie scheiterte dann doch am Widerstand von Frau G. Denn als sie erkannte, dass sie dabei das Hinterteil-Hinterteil wäre und die ganze Zeit in gebückter Haltung hinter mir herlaufen müsste, wollte sie umsverrecken nicht mehr mitmachen.
Verstehe einer das Weibsvolk!

So trugen wir halt bloss etwas Lidschatten auf und gingen an den Fasnachtsumzug in Giswil. Zuerst kamen einige Guggenmusiken und lustige Autos, dann kalter Wind und Nieselregen und wir gingen heim. Weswegen heuer sogar die traditionelle Bratwurst ausfiel.

6. Februar 2016

Brüste aus Teig

Bei uns wird jedes Jahr am 5. Februar, dem Tag der heiligen Agatha, Agathabrot gebacken. Der Brotteig ist an sich nichts Besonderes, wird aber aus gesegnetem Mehl hergestellt. Und so schützt das Agathabrot vor Feuer - und Heimweh und Fieber, die ja auch brennen wie Feuer.

Die Geschichte dahinter ist etwas verwirrend. Die Legende sagt: Die „Agatha von Catania“ weigerte sich seinerzeit den römischen Statthalter zu heiraten und sich vom christlichen Glauben abzuwenden. Daraufhin bestrafte man sie, indem man ihr mit glühenden Zangen die Brüste abkniff! Was aber die Meinungsverschiedenheiten nicht wirklich klärte.

Seit dem Mittelalter wird die „Heiligen Agatha“ deshalb mit ihren abgeschnittenen Brüsten dargestellt. Die Gläubigen sahen bar statt abgeschnittener Brüste zwei knusprige Brötchen. Und so entstand der Brauch, am Agatha-Tag gesegnete Agathabrote zu backen.