Das ist Horatio Gordon Robley, britischer Offizier und leidenschaftlicher Mokomokai-Sammler. „Mokomokai“ sind tätowierte Köpfe von Māori, den Ureinwohnern Neuseelands.
Mister Robley hatte eine beachtliche Mokomokai-Sammlung. In den 1920-er Jahren verkaufte er sie dann für 1‘250 Pfund an ein amerikanisches Museum. Anscheinend waren abgeschnittene Köpfe schon damals ein beliebtes Souvenier – wie heutzutage in Syrien und Irak.
Ein Bergler auf Abwegen. Der Schweizer Weltenbummler, Klugscheisser und Sapperlot berichtet von weltweit und zuhause. Ein Reiseblog.
2. März 2016
1. März 2016
mein Solex – es lebt
Gestern war ich beim Mofa-Heiler und habe nachgeschaut wie es
meinem Solex geht. Der Motor schnurrt zufrieden und das Licht leuchtet wie ein sommerlicher Sonnenuntergang in Albanien.
Bloss die Benzinpumpe schwächelt noch ein wenig. Aber die erforderlichen Ersatzteile
habe ich zwischenzeitlich auch bekommen.
Dazu noch nagelneue Weisswandreifen und „Fortune“-Sport-Schläuchen für hohe
Geschwindigkeiten und Drücke. Jetzt muss ich mir nur noch einen Fahrzeugausweis
besorgen – und dann kann ich die erste Ausfahrt machen.
29. Februar 2016
das Mädchen von QueenKong
Als wir letzte Woche zum Chinaladen fuhren, schauten wir
uns in Luzern ein letztes Mal das riesige Wandbild-Mädchen an. Es
wurde von einigen Monaten vom Künstlerpaar „QueenKong“, Veronika Bürgi und Marco Schmid, gemalt - und wird von vielen Leuten heiss geliebt.
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| Bild: zentralplus.ch |
Die alte Siedlung Himmelrich wurde in den 1930-er Jahren gebaut und hatte etwa 240 Wohnungen. Als die letzten Mieter ausgezogen waren, durften Künstler die leeren Wohnungen bis zum Abbruch nutzen. Zahlreiche Maler und Musiker kunsteten wild drauf los.
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| Bild: zentralplus.ch |
27. Februar 2016
mein Chinese ist aus Vietnam
Weil mein Lieblings-Chinaladen eingegangen ist, musste ich mir einen neuen suchen. Dank Frau G. habe ich jetzt „Asiaway“ gefunden. Er hat ein riesiges Angebot und ist bloss einige Hundert Meter vom alten Laden entfernt. Der neue Asiaway Laden ist ganz modern und der Besitzer aus Vietnam.
Irgendwie fehlt mir aber mein alter Chinaladen „Tampon“. Der hatte auch ein grosses Angebot - aber nur wenig Platz, weshalb sich die Waren bis zur Decke stapelten und die Gänge nur handbreit waren. Da roch es immer nach Curry und Räucherstäbchen. Und auf den Reissäcken döste oft ein alter Mann, vermutlich der Grossvater des Kassenmädchens. Das hatte einen typischen chinesischen Grossfamilien-Einheits-Haarschnitt und lächelte andauernd. Aber ich glaube nicht, dass es je ein einziges Wort davon verstanden hat, was ich sagte.
Ich kaufte Wantan mit Sichuan-Schwein-Füllung. Der erste Bissen schmeckte grossartig und nach Koriander. Aber der erlahmte schnell und es blieb bloss ein Mund voll Teigmatsch. Schade.
Und leider habe ich vergessen von den Wantan ein Foto zu machen. Deshalb blieb mir nur die leere Packung...
Irgendwie fehlt mir aber mein alter Chinaladen „Tampon“. Der hatte auch ein grosses Angebot - aber nur wenig Platz, weshalb sich die Waren bis zur Decke stapelten und die Gänge nur handbreit waren. Da roch es immer nach Curry und Räucherstäbchen. Und auf den Reissäcken döste oft ein alter Mann, vermutlich der Grossvater des Kassenmädchens. Das hatte einen typischen chinesischen Grossfamilien-Einheits-Haarschnitt und lächelte andauernd. Aber ich glaube nicht, dass es je ein einziges Wort davon verstanden hat, was ich sagte.
Und leider habe ich vergessen von den Wantan ein Foto zu machen. Deshalb blieb mir nur die leere Packung...
25. Februar 2016
Sarnen: wenn sich Unwillige und Unfähige streiten
Vor einem Jahr habe ich schon einmal von der VillaLandenberg in Sarnen berichtet. Wegen einem zwanzig Jahre andauernden
Streit zwischen der Eigentümerin und der Denkmalschutz-Behörde wird die Villa
dem Zerfall überlassen.
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| Bildquelle Google.be |
Am Ende des Streites wird von der schmucken Villa Landenberg wohl ausser etwas Gestrüpp nichts übrig bleiben.
24. Februar 2016
Eisenbahnwagen oder Pizza
Seit dem letzten Samstag steht in Stansstad mitten in einem Rasen ein alte
Bahnwagen. Plötzlich und von der Öffentlichkeit unbemerkt steht er plötzlich da. Direkt neben der Schifflände und weitab vom Bahnhof. Aber warum
ausgerechnet hier?
Was viele nämlich nicht wissen; hier war früher der Hauptbahnhof von gleich zwei verschiedenen Eisenbahngesellschaften. Der Trambahn Stansstad–Stans „St.St“, die zwischen 1893 und 1903 hier abfuhr. Und der Stansstad-Engelberg Bahn „St.E.B.“, die von 1898 bis 1964 fuhr und dann zur Luzern-Stans-Engelberg Bahn „LSE“ wurde.
Der Güterwagen im Rasen ist der kümmerliche Rest der ehemaligen St.E.B. Bevor er jetzt wieder nachhause kam, stand er Jahrzehnte lang beim Modell Bahn Club Dietikon.
Fast tief ergriffen bestaunte ich das eisenbahngeschichtliche Relikt - doch dann lockte mich der Gedanke an eine knusprigweiche Holzofen-Pizza mit fettäugigen Salamischeiben und schwarzen Oliven in die Gaststätte nebenan. Der alte Eisenbahnwagen fährt mir ja nicht davon!
Fast tief ergriffen bestaunte ich das eisenbahngeschichtliche Relikt - doch dann lockte mich der Gedanke an eine knusprigweiche Holzofen-Pizza mit fettäugigen Salamischeiben und schwarzen Oliven in die Gaststätte nebenan. Der alte Eisenbahnwagen fährt mir ja nicht davon!
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