25. März 2011

Geburtstag und blutte Brüste

Neulich hatte mein Zwilligsbruder Geburtstag. Habt ihr jetzt den subtilen Schalk bemerkt? Mein Zwillingsbruder. Geburtstag! Neulich!! Ja genau - ich auch!!!

Ich möchte mich für all die netten Geburtstags-Mails bedanken. Ganz besonders bei Shavon, sie schrieb: „Big Penis-Pillen. Natürliche Penisvergrößerung durch BigManhood Pillen ist die beste Penisvergrößerung Pillen auf dem Markt...“ Und auch bei Betty: „Superpillen: mach Deine Freundin gluecklich im Bett…“ Daniel versprach sogar „je hebt de loterij gewonnen“. Und Wrbust; „Bekommen Sie eine straffere und schönere Brust mit unseren Produkten!“ Und ganz besonders der Felecia; „Ett lågt pris för att få ditt rykte upp“. Und die Sandra schickte mir sogar ein Foto ihrer Drüsen und schreibt dazu ganz romantisch: heute noch mit dir ficken wollen“.
Vielen, vielen Dank; so lieb von euch, dass ihr an mich denkt.

24. März 2011

mein Bärlauch Kuchen

Zurzeit ist Bärlauch in aller Munde. Wo man hinschaut: Bärlauch-Pesto, Bärlauch-Suppe, Bärlauch-Brotaufstrich und so weiter. Zudem sei Bärlauch überaus gesund und bekömmlich. Deshalb hier mein Bärlauch-Lieblingsrezept: "Obwaldner Lebkuchen"

die Zutaten für 2 Leute:
2 Stück Obwaldner Lebkuchen, oder mehr 
ordentlich Nidel; Schlagrahm, schlimmstenfalls aus dem Rahmbläser
gar kein Bärlauch.

Die Zubereitung ist nicht allzu aufwendig. Zuerst alle Zutaten adrett auf einem Teller anrichten - und dann zusammen mit Kaffee und Frühlingssonne geniessen.

23. März 2011

Mund-zu-Mund - wääähh

Diese Tage hat mir ein Vorstand der CVP verkündet, dass sie plane, für ihre Kandidaten „Mund-zu-Mund-Propaganda“ zu machen. Mund zu Mund? Mund-zu-Mund ist doch die Sache mit der Beatmung. Meinte er vielleicht doch eher die „Mundpropaganda“?

Oder gedenkt der Parteivorstand, mir ihren Kandidaten in den Mund pusten. Das will ich nicht – wäääähhh!

22. März 2011

es ist zum Rotwerden...

Seit Jahren trage ich zum Wandern meine Jacke. Sie ist rot. Vielleicht etwas viel rot; sozusagen feuerrot. Und sie ist mir etwas zu gross. Viel zu gross. Gestern, und ich schwöre, die Geschichte ist genau so passiert, stoppte direkt neben mir ein Auto. Der mir unbekannte Fahrer liess das Fenster runter und sagte:
«Jetzt habe ich für einen Moment geglaubt, ich sehe ein rote Ampel! Höhöhöö»

Ich weiss ja selber, dass meine Jacke rot ist. Und dass ich darin aussehe wie so ein Teletubbie. Aber das es so schlimm aussieht, dass man mich mit einer Ampel verwechselt ...


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21. März 2011

Trauriges aus dem Wald - Bärlauch

Neulich schlenderte ich arglos durch den Wald. Da hörte ich plötzlich ein Rascheln im Gebüsch. Es hörte sich an, wie ein Getier im Unterholz. Ein Rascheln, ein Schnaufen; ab und zu ein Knacken. Und es mussten viele sein, denn rundherum war es zu vernehmen. Ich war umzingelt!
So langsam bekam ich es mit der Angst zu tun. Soll ich auf einen Baum klettern, so wie man das immer in diesen Tier-Dokus aus Afrika sieht? Vielleicht sind es Wildschweine. Und die können recht angriffig sein. Aber was aber, wenn es Bären sind! So einer könnte zu mir auf den Baum klettert. Da wäre ich ihm ausgeliefert; und ich würde vor Angst meine neuen Hosen einnässen. Ich will nicht gefressen werden; nicht jetzt.
Auf einmal bewegten sich direkt vor mir das Gebüsch und eine ganze Herde brach durch. Ich blieb wie angewurzelt stehen: Ein Unterländer-Päärli mit seinem Nachwuchs. In gebückter Haltung zupften sie eifrig Grünzeug vom Waldboden. Gefrässig wie ein Heuschreckenschwarm, eine Schneise kahler Waldboden hinter sich lassend.
„Bärlauch-Sammler und aus Zürich“ seine sie, sagte der einer.

Uns Einheimischen macht solch ein Anblick traurig. Fahren diese Unterländer den weiten Weg zu uns in die Berge, um in unseren Wäldern nach essbarem Unkraut zu suchen.
Ich habe diesen hungrigen Stadtmenschen eine Handvoll Sugus zugeworfen. Wollte ihnen eine kleine Freude machen; haben ja sonst nichts zu beissen.
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19. März 2011

Bier unter afrikanischen Palmen

In Nordafrika gibt es in jedem Land mindestens eine Bierbrauerei. In Algerien „Tango“, in Tunesien „Celtia“, in Marokko „Flag“. Bier wird aber vor allem für die Touristen gebraut und es wird nicht so gerne gesehen, wenn die Einheimischen Alkohol trinken. Deswegen geschieht das meist im Verborgenen. Wo das ist, wissen nur Eingeweihte.

Vor einigen Jahren wollte ich mir die Sache mal aus der Nähe anschauen. Die Bierschenke lag etwas abseits vom Städtchen mitten in den Palmgärten. Sie glich einer abgehalfterten Schrebergarten-Baracke. Aber es gab Bier; viel Bier. Und billig! Kurz nach Sonnenuntergang begann sich die Spelunke langsam zu füllen. Schon bald war es rammelvoll; es wurde plagiert, gelacht, geraucht und getrunken.

Gegen Mitternacht machten sich die etwas angeheiterten Mannen auf den Heimweg. Die meisten mit ihrer Mobylette; einem französischen Mofa. Nun muss man aber wissen, Mobylettes gibt es nur in hellblau oder hellbraun, die schauen somit alle irgendwie gleich aus. Und in einer stockfinsteren Nacht noch viel gleicher. Und so stoplerten die Bierseligen im Dunkeln umher und versuchten ihr Töffli zu finden. Und wer glaubte, das seinige gefunden zu haben, sass auf und fuhr damit nach Hause.

Und am nächsten Morgen, so vermute ich, haben sie dann die Mobiletten wieder ausgetauscht, bis jeder wieder seine eigene hatte. Und am Abend fuhren alle damit wieder hinunter in die Palmerie zur Bierschenke...