Mein Nachbar heisst Klaus und ist Plättlileger; Fliesenleger sagen die Auswärtigen dazu. Neulich hat er mir eine nette Geschichte erzählt: Klaus und sein Mitarbeiter plättelten irgendwo einen Boden. Mittagspause machten sie dann gleich auf Baustelle und Klaus wollte seinem Mitarbeiter einen kleinen Streich spielen. Er reichte ihm eine Dose Katzenfutter, natürlich ohne Etikett. Das Zeug sieht ja aus wie Fleischkäse; Leberkäs sagen manche auch dazu. Wie dem auch sei, sein Mitarbeiter ass munter vom Fleischkäse-Katzenfutter. Und sagte nichts. Klaus platzte fast vor Neugier. Und innerlich schüttelte ihn der Ekel.
«Mhhhm – schmeckt nicht schlecht», meinte der Mitarbeiter auf seine Nachfrage hin. Für den Klaus war das nun zuviel; der Ekel gewann die Oberhand. Vulkanartig sprudelte es aus ihm heraus. In einem beachtenswerten Bogen kotzte er sein Mittagsessen in die Baustelle. Genauer gesagt, auf den nagelneuen, aber noch nicht verfugten Plattenboden.
Den Nachmittag verbrachten die beiden dann damit, die ganze Bescherung aus den Plattenfugen zu schaben. Meter um Meter. Mit einem Streichholz und einem Schwamm.
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Ein Bergler auf Abwegen. Der Schweizer Weltenbummler, Klugscheisser und Sapperlot berichtet von weltweit und zuhause. Ein Reiseblog.
4. September 2012
3. September 2012
Fett im See
Gottlieb Duttweiler war nicht nur der berühmte Begründer der „Migros“, ihm lagen auch die Notvorräten besonders am Herzen. Bereits vor dem Zweiten Weltkrieg versuchte er die Behörden zu überzeugen, umfangreiche Notvorräte anzulegen. Doch die wollten nicht.
Nach dem Krieg experimentierte er selber mit der bombensicheren Lagerung von Lebensmitteln und Rohstoffen. Geeignet schien ihm die Lagerung unter Wasser - versenken im See.
Im Sommer 1958 fand im Alpnachersee ein praktischer Versuch statt. Gegen Hundert Fässer mit Speisefett wurden abwechselnd mit Schwimmkörpern an Stahlseilen montiert. Die "Perlenketten" schleppte man dann in die Seemitte und versenkte sie. Der See ist hier „bombensichere“ dreissig Meter tief.
Soweit klappte die Sache ganz gut. Unerwartete Probleme zeigten sich allerdings, als man die Notvorrat-Fässer wieder bergen wollte. Alle Versuche die Fässer ans Tageslicht zu heben scheiterten kläglich. Und so liegen bis heute gut zehn Tonnen Speisefett auf dem Grund des Alpnachersees. Die einstigen Notvorräte wurden zu Altlasten.
Nach dem Krieg experimentierte er selber mit der bombensicheren Lagerung von Lebensmitteln und Rohstoffen. Geeignet schien ihm die Lagerung unter Wasser - versenken im See.
Im Sommer 1958 fand im Alpnachersee ein praktischer Versuch statt. Gegen Hundert Fässer mit Speisefett wurden abwechselnd mit Schwimmkörpern an Stahlseilen montiert. Die "Perlenketten" schleppte man dann in die Seemitte und versenkte sie. Der See ist hier „bombensichere“ dreissig Meter tief.
Soweit klappte die Sache ganz gut. Unerwartete Probleme zeigten sich allerdings, als man die Notvorrat-Fässer wieder bergen wollte. Alle Versuche die Fässer ans Tageslicht zu heben scheiterten kläglich. Und so liegen bis heute gut zehn Tonnen Speisefett auf dem Grund des Alpnachersees. Die einstigen Notvorräte wurden zu Altlasten.
1. September 2012
berühmte Österreicher mag niemand
So richtig berühmt werden Österreicher meist im Ausland: Arnold Schwarzenegger, Adolf Hitler, Freddy Quinn...
Aber zuhören mag ich denen trotzdem nicht!
Aber zuhören mag ich denen trotzdem nicht!
31. August 2012
Ladenöffnungszeiten – häää?
Im Fernsehen diskutieren sie wieder - kurzatmige Journalistinnen mit empörten Konsumentenschützerinnen. Über die Ladenöffnungszeiten. Soll man sie nun verlängern? Oder doch nicht; wegen der von Ausbeutung bedrohten Werktätigen. Und so.
Uns lässt das bloss müde schmunzeln. Hier gibt es keine gesetzlichen Ladenöffnungszeiten. Und es gab auch nie welche. Jeder Lädeler kann offen haben wann er will. Oder wann er Kunden und/oder Mitarbeiter anlocken kann.
Das funktioniert hervorragend. Statt endlos zu diskutieren, könnten die Städter ja mal vorbei kommen und sich die Sache anschauen. Aber neiiin, sie jammern lieber über den Einkaufstourismus ins Ausland. Und in die Zentralschweiz!
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Uns lässt das bloss müde schmunzeln. Hier gibt es keine gesetzlichen Ladenöffnungszeiten. Und es gab auch nie welche. Jeder Lädeler kann offen haben wann er will. Oder wann er Kunden und/oder Mitarbeiter anlocken kann.
Das funktioniert hervorragend. Statt endlos zu diskutieren, könnten die Städter ja mal vorbei kommen und sich die Sache anschauen. Aber neiiin, sie jammern lieber über den Einkaufstourismus ins Ausland. Und in die Zentralschweiz!
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30. August 2012
unglaubliches aus Österreich
Als Wolfgang Amadeus Mozart so alt war wie ich jetzt, war er schon lange tot. Er hat aber trotzdem wesentlich mehr Musik komponiert wie ich. Und diese Schggikugeln seien auch von ihm. Schier unglaublich.
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29. August 2012
den Wurm hacken
Vor zwölf Jahren wurde in Obwalden schon einmal eine neue Tierart entdeckt; der „Sarner Schnegel“ (Limax sarnensis). Eine getupfte Nacktschnecke von imposantem Ausmass. Einige der Viecher sind mehr als zwanzig Zentimeter lang.
Und nun die Sensation! Neulich wurde schon wieder ein völlig neues Tier entdeckt: „Dendrocoelum nekoum“. Was sich so grossartig anhört ist aber bloss ein weisslicher, flacher Wurm. Wie hingerotzt. Blind, stumm und etwas mehr als ein Zentimeter kurz. Ausser fressen und fortpflanzen kann der kaum etwas.
Und nun die Sensation! Neulich wurde schon wieder ein völlig neues Tier entdeckt: „Dendrocoelum nekoum“. Was sich so grossartig anhört ist aber bloss ein weisslicher, flacher Wurm. Wie hingerotzt. Blind, stumm und etwas mehr als ein Zentimeter kurz. Ausser fressen und fortpflanzen kann der kaum etwas.
Halt! Eine besondere Fähigkeit hat der Wurm. Auch wenn man ihn in kleine Stücke hackt; die Einzelteile überleben und es bilden sich daraus wieder komplette Würmer. Finde ich nett.
28. August 2012
wir sind schwangerer
Die Symptome sind sowas von eindeutig; Fressattaken, Morgenübelkeit, Blähbauch. Wir erwarten Nachwuchs.
Unser Zwetschgenbaum ist schwanger. Reichlich schwanger. Über und über trägt er pralle Zwetschgen. Die Niederkunft erwarten wir in wenigen Tagen, aber genascht haben wir schon.
Unser Zwetschgenbaum ist schwanger. Reichlich schwanger. Über und über trägt er pralle Zwetschgen. Die Niederkunft erwarten wir in wenigen Tagen, aber genascht haben wir schon.
27. August 2012
Flöhe und Gaukler und keine Wurst
Am Samstag waren Frau G. und ich am "Floh- und Gauklermarkt" in Sarnen. Aber ich sag’s gleich, weder das noch das andere konnte man kaufen.
Also schlenderten wir bloss die Stände entlang und ich befingerte die feilgehaltenen Waren. Kisten voller Barbies und Kens aus wurstigem Plastik. Wintermäntel in schlimmen Farben und Bücher mit Knicken und weichen Ecken. Dazu noch Unmengen von "dekorativen" Dingen - wobei dekorativ in landläufigen Sinn waren die wenigsten. Aber skurril.
Gaukler haben wir zwei gesehen; Feuerschlucker. Beide waren schwarz gekleidet und spuckten Feuer, was mir bei der schwülen Hitze eher unvorteilhaft schien. Einer der Beiden hatte eine abgesengte Nase – beeindruckend.
Schlussendlich haben wir nichts gekauft, nicht einmal eine Wurst vom Grill. Es war trotzdem schön – da gehen wir auch nächstes Jahr wieder hin.
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Also schlenderten wir bloss die Stände entlang und ich befingerte die feilgehaltenen Waren. Kisten voller Barbies und Kens aus wurstigem Plastik. Wintermäntel in schlimmen Farben und Bücher mit Knicken und weichen Ecken. Dazu noch Unmengen von "dekorativen" Dingen - wobei dekorativ in landläufigen Sinn waren die wenigsten. Aber skurril.
Gaukler haben wir zwei gesehen; Feuerschlucker. Beide waren schwarz gekleidet und spuckten Feuer, was mir bei der schwülen Hitze eher unvorteilhaft schien. Einer der Beiden hatte eine abgesengte Nase – beeindruckend.
Schlussendlich haben wir nichts gekauft, nicht einmal eine Wurst vom Grill. Es war trotzdem schön – da gehen wir auch nächstes Jahr wieder hin.
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25. August 2012
Guido hat uns lieb
Als kleiner Bub hatte ich eine Grosstante. So eine, die einem in die Backe kneift und nach Mottenkugeln riecht. Sie hatte mich unheimlich lieb und nahm dies als Vorwand, mich regelmässig zu besuchen. Ich mochte sie gar nicht. Das hinderte sie aber nicht, mich mit Zuneigungen aller Art zu belästigen. Und ich glaubte an ihren Umarmungen zu ersticken.
Weshalb ich mich ausgerechnet heute an sie erinnere…
Guido hat euch lieb
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Weshalb ich mich ausgerechnet heute an sie erinnere…
Guido hat euch lieb
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24. August 2012
Skyjector - die vergessene Himmelkanone ist wieder da
Vor vielen Jahren sah ich auf einem Schrottplatz in der Nähe von Luzern ein seltsames Fahrzeug stehen. Ein rundlicher Lastwagen mit einer riesigen Kanone hinten drauf. Der Laster ging mir nie mehr aus dem Kopf. Nach langem Suchen habe ich das Ding nun wieder gefunden. Zumindest einige Bilder davon.
Das Fahrzeug hiess „Skyjector“ und wurde 1959 von Fernand Auberson und Michael Schwabacher erbaut. Der Skyjector konnte Bilder mehrere Kilometer weit auf Wolken oder Berge projizieren. Vor allem für Werbung und so. Zuerst in der Schweiz und dann ab 1960 in den Vereinigten Staaten.
Was aus dem Projektor geworden ist und ob oder wann er wieder in die Schweiz zurück kehrte, weiss ich nicht. Und auch sonst weiss ich nicht. Vielleicht kann jemand mir weiter helfen?
Todesstrahl von Sarnen
Das Fahrzeug hiess „Skyjector“ und wurde 1959 von Fernand Auberson und Michael Schwabacher erbaut. Der Skyjector konnte Bilder mehrere Kilometer weit auf Wolken oder Berge projizieren. Vor allem für Werbung und so. Zuerst in der Schweiz und dann ab 1960 in den Vereinigten Staaten.
Was aus dem Projektor geworden ist und ob oder wann er wieder in die Schweiz zurück kehrte, weiss ich nicht. Und auch sonst weiss ich nicht. Vielleicht kann jemand mir weiter helfen?
Todesstrahl von Sarnen
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