Unsere nördlichen Nachbarn jammern wegen dem diesjährigen Sommer. Weinerlich bemängeln sie die feuchtkalte Witterung und den fehlenden Sonnenschein.
Doch jetzt ist Linderung in Sicht: Ich plane nun Sommersonne in Dosen abzupacken und der notleidenden Bevölkerung zu spenden. Ganz einfach - öffnen und den Sommer geniessen.
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Ein Bergler auf Abwegen. Der Schweizer Weltenbummler, Klugscheisser und Sapperlot berichtet von weltweit und zuhause. Ein Reiseblog.
20. Juli 2012
19. Juli 2012
der exotische Stehlift
Zweihundert Meter über Vierwaldstättersee steht seit hundert Jahren das mondäne Hotel Fürigen. Damit die Hotelgäste baden konnten, hatte das Hotel am See unten eine Badeanstalt. Eine steile Standseilbahn verband das Hotel und den See.
Leider liegt die Badeanstalt im Schatten der umgebenden Felsen. Die Gäste konnten zwar baden und schwimmen, aber „sonnenbaden“ ging nicht. Deswegen baute die Hoteldirektion auf einer Geländeterrasse etwas höher oben eine sonnige Liegewiese. Sonnig und mit wunderbarem Ausblick. Und direkt neben der Standseilbahn.
Das schweizerische Bahngesetz verbot damals aber, in Badekleidern in öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren! Und so konnten die Badegäste nicht mit der Standseilbahn auf die Liegewiese hochfahren. Und die Treppe zum See hinunter war sehr steil und anstrengend. Was tun?
Im Jahr 1937 baute man deshalb einen Lift zwischen Liegewiese und Badi; einen weltweit einzigartigen „Stehlift“. Eine Umlaufbahn, ähnlich einem Skilift, aber mit Stehgondeln. Der Badegast stand auf ein Trittbrett und hielt sich an der Stange fest und schwebt durch die Luft - cool.
Der Stehlift ist immer noch vorhanden, wenn auch in desolatem Zustand. Unbedingt sehenswert!
Das schweizerische Bahngesetz verbot damals aber, in Badekleidern in öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren! Und so konnten die Badegäste nicht mit der Standseilbahn auf die Liegewiese hochfahren. Und die Treppe zum See hinunter war sehr steil und anstrengend. Was tun?
Der Stehlift ist immer noch vorhanden, wenn auch in desolatem Zustand. Unbedingt sehenswert!
18. Juli 2012
es sommert
Heute soll der Sommer wiederkommen – verspricht zumindest die Zeitung!
Jedenfalls habe ich schon mal den Glühwein in den Kühlschrank gestellt. Und verzichte mutig auf die wollenen Strumpfhosen.
Jedenfalls habe ich schon mal den Glühwein in den Kühlschrank gestellt. Und verzichte mutig auf die wollenen Strumpfhosen.
17. Juli 2012
gemeinsam dümmer...
Gestern hab ich’s in der Zeitung gelesen. Wie jedes Jahr: Sobald es heiss wird, erwacht unsere kleine rechtsidiotische Partei "Pnos" aus ihrem Winterschlaf. Wie die Kröten nach der Schneeschmelze krabbeln sie an Sonnenlicht und beginnen lautstark zu quacken. Und wie jedes Jahr rufen sie zu einem patriotischen Aufmarsch auf - ausgerechnet auf die Rütliwiese.
Wohl im Wissen um die Beschränktheit der glatzköpfigen Genossen, versucht es die "Pnos" mit Schwarmintelligenz. Im Rudel wollen sie aufmarschieren und ihre unanständigen Reden und Fähnlein schwingen.
Dazu folgendes Zitat (aus: mein Kampf, A. Hitler, München 1943, Seite 311): «Jedes Tier paart sich nur mit einem Genossen der gleichen Art». Das erklärt vielleicht, was diese verhaltensoriginellen Genossen antreibt? Wie die Kröten...
Wohl im Wissen um die Beschränktheit der glatzköpfigen Genossen, versucht es die "Pnos" mit Schwarmintelligenz. Im Rudel wollen sie aufmarschieren und ihre unanständigen Reden und Fähnlein schwingen.
Dazu folgendes Zitat (aus: mein Kampf, A. Hitler, München 1943, Seite 311): «Jedes Tier paart sich nur mit einem Genossen der gleichen Art». Das erklärt vielleicht, was diese verhaltensoriginellen Genossen antreibt? Wie die Kröten...
16. Juli 2012
Murgang hat Vorfahrt
«Bei Rot: Anhalten, Murganggefahr»
Merke: Bei uns haben Murgänge, Erdrutsche und Bergstürze immer Vorfahrt.
Merke: Bei uns haben Murgänge, Erdrutsche und Bergstürze immer Vorfahrt.
14. Juli 2012
13. Juli 2012
Alpenglühen und Magenknurren
Kürzlich durfte/musste ich für eine Wandergruppe kochen. Dreissig hungrige Mägen harrten auf Sättigung. Es gab Älplermagronen und Apfelmus, ganz traditionell im Kupferkessi und auf dem offenen Feuer gekocht.
Die Zutaten: drei Kilo Magronen, drei Kilo Kartoffeln, ein Kilo Käse, ein Kilo Zwiebeln, je ein halbes Kilo Rahm und Butter. Und elf Liter Fleischbrühe. Dazu zehn Kilo Apfelmus.
Nach fast einer Stunde Kocherei waren die Älplermagronen fertig. Und in weniger als einer halben Stunde gefuttert! Als Abschluss kochte ich noch gschwind zehn Liter Kaffee und reichte dazu einige Biscuits.
Als dann die Wanderer in die Abenddämmerung hinaus wanderten, kam aus dem Tal der Nebel und lullte uns ein. Es war ganz ruhig und es fröstelte mich.
Die Zutaten: drei Kilo Magronen, drei Kilo Kartoffeln, ein Kilo Käse, ein Kilo Zwiebeln, je ein halbes Kilo Rahm und Butter. Und elf Liter Fleischbrühe. Dazu zehn Kilo Apfelmus.
Nach fast einer Stunde Kocherei waren die Älplermagronen fertig. Und in weniger als einer halben Stunde gefuttert! Als Abschluss kochte ich noch gschwind zehn Liter Kaffee und reichte dazu einige Biscuits.
Als dann die Wanderer in die Abenddämmerung hinaus wanderten, kam aus dem Tal der Nebel und lullte uns ein. Es war ganz ruhig und es fröstelte mich.
12. Juli 2012
am Auspuff lutschen
Ich blies ghörig hinten hinein. Presste dabei, wie befohlen, die Lippen zusammen und pfurrte. Und tatsächlich, dem Alprohr entflohen Geräusche. Laute krächzende Geräusche! Musik war das aber nicht.
Der Alphornbläser wandte sich angewidert ab und murmelte: «wie wenn einer am Auspuff lutscht».
Ich glaub, das war ein Lob. Er wollte es vielleicht einfach nicht so direkt sagen.
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11. Juli 2012
lernt Nichtschwimmen
Kaum ist Sommer berichten die Medien wieder von Ertrinkungsunfällen. Jedes Jahr. Am Ende der Meldungen beklagen dann jeweils aufgeregte Interviewpartner die mangelnde Schwimmfähigkeit der heutigen Kinder. Gebetsmühlenhaft fordern sie mehr Schwimmunterricht an den Schulen und mehr Geld dafür.
Eine ganz traurige Sache und überhaupt nicht lustig. Aber - Ich habe mir jetzt mal die Zahlen der letzten zehn Jahre angeschaut. Und siehe da; bloss jeder sechste Ertrunkene konnte nicht schwimmen. Oder anders gesagt; es ertrinken sechsmal mehr Schwimmer als Nichtschwimmer!
Also – lernt Nichtschwimmen, der Sicherheit zu liebe!
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Also – lernt Nichtschwimmen, der Sicherheit zu liebe!
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10. Juli 2012
vom Wasserturm gucken
Damals erbauten die Luzerner den Wasserturm um Fremde abzuschrecken. Heutzutage locken sie damit die Fremden an.
Tapfer steht er in der Reuss und lässt sich von den Touristen ablichten.
Der Wasserturm wurde ums Jahr 1340 gebaut, die Kappellbrücke etwas später. Der Turm hat all die Zeit nahezu unverändert überdauert.
Im Innern hat er vier Geschosse: Ganz unten das Verliess, darüber die Rüstkammer, dann die Turmstube. Darüber den hölzernen Obergaden mit dem Dachgebälk. Und irgendwo dazwischen die geheime Schatzkammer.
Von ganz oben hat man einen herrlichen Ausblick. Allerdings ist der Turm nicht öffentlich zugänglich. Frau G. hat es ermöglicht, ihn zu besteigen. Danke.
Im Innern hat er vier Geschosse: Ganz unten das Verliess, darüber die Rüstkammer, dann die Turmstube. Darüber den hölzernen Obergaden mit dem Dachgebälk. Und irgendwo dazwischen die geheime Schatzkammer.
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