Luxor hat mehr als eine halbe Million Einwohner, aber keinen Bus, kein Tram oder U-Bahn. Die haben aber etwas viel besseres - Sammeltaxis. Im ganzen Stadtgebiet verkehren diese privaten Kleinbusse auf festen Routen. Immer Kreis herum. Die Busse sind weder beschriftet, noch gibt es feste Haltestellen oder Fahrpläne. Nein. Wer mitfahren will, stellt sich einfach an den Strassenrand und winkt sich so einen Bus heran. Dann sagt man dem Fahrer das gewünschte Ziel. Er nickt und man setzt sich rein. Und schon geht’s los.
Bei den Minibussen handelt es sich meist um weisse Kleinbusse aus fernöstlicher Fertigung. Man erkennt sie an der offenen Schiebetür und am blauen Streifen auf der Seite. Drinnen hat es Platz für etwa zwölf Passagiere. Während der Fahrt reicht man dem Fahrer sein Fahrgeld. Oder dem vor einem sitzenden Passagier, und der reicht es weiter nach vorn. Kurz darauf bekommt man das Rückgeld auf demselben Weg zurück.
Eine übliche Fahrt kostet etwa ein ägyptisches Pfund, also zwanzig Rappen. Die anderen Fahrgäste sind immer sehr nett und hilfsbereit. Jeder hilft und schaut, dass man am richtigen Ort aussteigt.
Wir erlitten bisher bloss einen einzigen Zwischenfall: Ich wurde von einem verschnürten Huhn angepickt.
Neulich las ich: All das Unfertige und schon wieder Kaputte in Afrika sei „Ambiente“. Luxor hat demnach recht viel Ambiente.
Ein Bergler auf Abwegen. Der Schweizer Weltenbummler, Klugscheisser und Sapperlot berichtet von weltweit und zuhause. Ein Reiseblog.
31. Januar 2012
30. Januar 2012
Ägypten: dicke Säulen und Steinmänner
Luxor. Die Sonne scheint und wir wollen heute Tempel gucken. Vom Hotel ist es bloss ein kurzer Fussmarsch bis zum Luxor-Tempel. Unterwegs treffen wir erneut auf unsere neuen Freunde, die Pferdekutscher. Diese lauern überall auf Touristen und drängen die zu Kutschfahrten. Trotz ihren verlocken Anpreisungen wollen wir nicht.
Der Luxor-Tempel umfasst ein grosses Areal mit Ruinen aus vielen Epochen. Mächtige Säulenhallen, Statuen von Pharaonen und bebilderte Mauern. Wir hocken uns in den Schatten und staunen. Wir sind fast alleine hier, es hat kaum Touristen hier.
Zurzeit wird nebenan die Sphinxen-Allee ausgegraben, eine 2,5 Kilometer lange Prachtstrasse zwischen Luxor- und Karnak-Tempel. Wir schlendern ihr ein stückweit entlang. Überall sind die Archäologen und Bauleute am schaufeln.
Mit einem der zahlreichen Minibusse fahren wir nach Karnak. Das geht ganz fix; heranwinken, einsteigen und es geht los.
Im Karnak-Tempel sind einige Touristen unterwegs, meist sinds einheimische Studentengruppen. Die Anlage ist noch grösser und noch eindrücklicher. Mir gefallen ganz besonders die wenigen erhalten gebliebenen Malereien. Und natürlich die Halle mit den dicken Säulen. Einige Tausend Jahre alt und immer noch wunderschön.
Wir werden immer wieder gefragt, woher wir denn seien? Frau G. antwortet spontan, wir seine "Nemsi" - Österreicher. Eigenartigerweise verlieren daraufhin die Frager jegliches Interesse an uns. Was ist bloss los in "Nemsa"?.
Der Luxor-Tempel umfasst ein grosses Areal mit Ruinen aus vielen Epochen. Mächtige Säulenhallen, Statuen von Pharaonen und bebilderte Mauern. Wir hocken uns in den Schatten und staunen. Wir sind fast alleine hier, es hat kaum Touristen hier.
Zurzeit wird nebenan die Sphinxen-Allee ausgegraben, eine 2,5 Kilometer lange Prachtstrasse zwischen Luxor- und Karnak-Tempel. Wir schlendern ihr ein stückweit entlang. Überall sind die Archäologen und Bauleute am schaufeln.
Mit einem der zahlreichen Minibusse fahren wir nach Karnak. Das geht ganz fix; heranwinken, einsteigen und es geht los.
Im Karnak-Tempel sind einige Touristen unterwegs, meist sinds einheimische Studentengruppen. Die Anlage ist noch grösser und noch eindrücklicher. Mir gefallen ganz besonders die wenigen erhalten gebliebenen Malereien. Und natürlich die Halle mit den dicken Säulen. Einige Tausend Jahre alt und immer noch wunderschön.
Wir werden immer wieder gefragt, woher wir denn seien? Frau G. antwortet spontan, wir seine "Nemsi" - Österreicher. Eigenartigerweise verlieren daraufhin die Frager jegliches Interesse an uns. Was ist bloss los in "Nemsa"?.
28. Januar 2012
Ägypten: wir fliegen zum Nil
Der Flug nach Ägypten ist schön bunt. Zuerst fliegen wir über die weissgrauen Alpen, dann übers blaugraue Meer, dann über die gelbgraue Wüste. Und kurz vor der Landung übers grüne Niltal. Ein paar staubige Hausdächer und schon rumpeln wir über die Landepiste. War ein schöner Flug.
Als wir das Stadtzentrum von Luxor erreichen, geht ennet dem Nil grad die Sonne unter. Orangerot und wunderschön. Wir beziehen erst einmal unser Hotel, das Tutotel. Unser Zimmer liegt auf der fünften Etage. Der Lift winselt und stöhnt während der Fahrt nach oben. Das Zimmer ist ordentlich und komplett rosa gestrichen - rundum! Dazu moosgrüne Vorhänge und ein blauen getupften Teppich. Das passt gut zu den Möbeln, die sind nämlich auch nicht schön.
Unser Zimmer hat dafür sage und schreibe sechzehn Ecken. Und sechs Lichtschalter, wovon aber vier keine Funktion haben. Die Badzimmertür kann man von Innen nicht mehr auf machen. Dafür kann man die Balkontür nicht mehr zu machen. Aber unser „Hotel Tutotel“ ist sehr gut gelegen, sauber und mit dreizehn Franken nicht teuer. Irgendwie werden wir aber das Gefühl nicht los, dass wir die einzigen Gäste sind.
Am Abend spazieren wir die Strandpromenade entlang. Keine Touristen, bloss Pferdekutscher, die auf Fahrgäste lauern. Und jede Menge Strassenhändler, die allerhand Zeug feilbieten. Wir essen in einem der wenigen geöffneten Restaurants Znacht. Vier verschiedene Salate und Karkade, den roten Hibiskusblüten-Tee.
Als wir das Stadtzentrum von Luxor erreichen, geht ennet dem Nil grad die Sonne unter. Orangerot und wunderschön. Wir beziehen erst einmal unser Hotel, das Tutotel. Unser Zimmer liegt auf der fünften Etage. Der Lift winselt und stöhnt während der Fahrt nach oben. Das Zimmer ist ordentlich und komplett rosa gestrichen - rundum! Dazu moosgrüne Vorhänge und ein blauen getupften Teppich. Das passt gut zu den Möbeln, die sind nämlich auch nicht schön.
Unser Zimmer hat dafür sage und schreibe sechzehn Ecken. Und sechs Lichtschalter, wovon aber vier keine Funktion haben. Die Badzimmertür kann man von Innen nicht mehr auf machen. Dafür kann man die Balkontür nicht mehr zu machen. Aber unser „Hotel Tutotel“ ist sehr gut gelegen, sauber und mit dreizehn Franken nicht teuer. Irgendwie werden wir aber das Gefühl nicht los, dass wir die einzigen Gäste sind.
Am Abend spazieren wir die Strandpromenade entlang. Keine Touristen, bloss Pferdekutscher, die auf Fahrgäste lauern. Und jede Menge Strassenhändler, die allerhand Zeug feilbieten. Wir essen in einem der wenigen geöffneten Restaurants Znacht. Vier verschiedene Salate und Karkade, den roten Hibiskusblüten-Tee.
27. Januar 2012
Winterfrost 4
Wir sind in Ägypten, Karkade trinken und Foul essen. Ich werde natürlich von der Reise berichten - bald, dauert nicht mehr lange...
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26. Januar 2012
Winterfrost 3
Wir reisen nach Ägypten, Eisenbahn fahren und Bahnhöfe anschauen. Ich werde selbstverständlich von der Reise berichten - in den nächsten Tagen...
und bis es losgeht: das hier.
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25. Januar 2012
Winterfrost 2
Wir reisen nach Ägypten, Ruinen und Gräber gucken. Ich werde selbstverständlich von der Reise berichten - demnächst, bald...
vom Froscht geküsst
Bis es losgeht: das hier
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24. Januar 2012
Winterfrost 1
Wir reisen nach Ägypten, an den Nil und die Sonne. Ich werde selbstverständlich von der Reise berichten - demnächst...
himmelgrau und frostig
Bis es los geht: das hier
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23. Januar 2012
kochen: ausserirdische Kohlsuppe
Im Film «Louis und seine ausserirdischen Kohlköpfe» mit Louis de Funès spielt seine Kohlsuppe die Hauptrolle. Ein königlicher Genuss. Und mit der anschliessenden Furzerei kann er sogar Ausserirdische anlocken. Jedenfalls solche vom kleinen Planeten „Oxo“.
Louis de Funès Kohlsuppe:
Die Zutaten für zwei Flatulenzler:
ein halbes Kilo Kabis; Weisskohl
eine grosse Kartoffel
zwei Zwiebeln
einige Knoblauch
rohen Speck
Kümmel und/oder Kreuzkümmel
Lorbeerblatt
Salz, Pfeffer, Curry
Und so wird’s gemacht.
Den Kohl, die Zwiebeln, die Kartoffel und den Speck in grobe Würfel schneiden. Den Speck und die Zwiebeln etwas anbraten. Dann das Gemüse dazu und etwas dünsten. Würzen mit ordentlich Kümmel und wenig Curry. Mit Wasser angiessen und solang köcheln lassen, bis die Kartoffelwürfel gar sind. Fertig. Essen.
Und nun heisst es; pfffrrruz-pfffzzz-furz. Bis die Ausserirdischen kommen.
Louis de Funès Kohlsuppe:
Die Zutaten für zwei Flatulenzler:
ein halbes Kilo Kabis; Weisskohl
eine grosse Kartoffel
zwei Zwiebeln
einige Knoblauch
rohen Speck
Kümmel und/oder Kreuzkümmel
Lorbeerblatt
Salz, Pfeffer, Curry
Und so wird’s gemacht.
Den Kohl, die Zwiebeln, die Kartoffel und den Speck in grobe Würfel schneiden. Den Speck und die Zwiebeln etwas anbraten. Dann das Gemüse dazu und etwas dünsten. Würzen mit ordentlich Kümmel und wenig Curry. Mit Wasser angiessen und solang köcheln lassen, bis die Kartoffelwürfel gar sind. Fertig. Essen.
Und nun heisst es; pfffrrruz-pfffzzz-furz. Bis die Ausserirdischen kommen.
21. Januar 2012
Sprichwort: Dschungelcamp geschaut...
Eine Lebensweisheit für den alltäglichen Gebrauch:
«Manchmal reicht schon etwas Hundedreck am Schuh, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlasse.»
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20. Januar 2012
der Todesstrahl
Im August 1961 tauchte in Sarnen ein „Dr. Hans Ehrhardt“ aus Deutschland auf. Er war Physiker und experimentierte mit einer Strahlenkanone. Der Dr. Hans Ehrhardt hiess in Wirklichkeit aber Hans Engelke und war ein eigenartiger Kerl.
Er behauptete, seit dem Krieg eine "Strahlenkanone“, die "im Frieden Kranke heilen und im Kriege Feinde töten" zu entwickeln. Ein Plasma-Strahl aus einem Hohlspiegel soll 30‘000 km weit wirken und eine gewaltige Zerstörungskraft haben. Bei einem Versuch soll er auf eine "Entfernung von zwölf Kilometern binnen Sekunden anderthalb Meter Gletscherschnee wegschmolzen haben".
Im Spätsommer 1961 erschien in einer Regionalzeitung ein Foto des "Todesstrahls" über Sarnen. Nun bekam es die Bevölkerung mit der Angst zu tun. Bis dahin hielt man den Deutschen für einen Spinner. Als dann aber eines Nachts der "Todesstrahl" wirklich zu sehen war, war man sich nicht mehr so ganz sicher. Vielleicht hat der Ehrhardt wirklich etwas ganz ungeheuerliches erfunden - etwas ungeheuerlich gefährliches? Die Bevölkerung reklamierte bei den Behörden. Diese legten daraufhin dem Dr. Hans Ehrhardt und seiner Familie nahe, sich besser andernorts niederzulassen. In der Nacht vom 13. auf den 14. Juli 1961 verschwand der Strahlenkanonen-Erfinder aus Sarnen...
Eine fast vergessene Geschichte.
Siehe auch: die Hodenbader von Zürich.
Er behauptete, seit dem Krieg eine "Strahlenkanone“, die "im Frieden Kranke heilen und im Kriege Feinde töten" zu entwickeln. Ein Plasma-Strahl aus einem Hohlspiegel soll 30‘000 km weit wirken und eine gewaltige Zerstörungskraft haben. Bei einem Versuch soll er auf eine "Entfernung von zwölf Kilometern binnen Sekunden anderthalb Meter Gletscherschnee wegschmolzen haben".
Im Spätsommer 1961 erschien in einer Regionalzeitung ein Foto des "Todesstrahls" über Sarnen. Nun bekam es die Bevölkerung mit der Angst zu tun. Bis dahin hielt man den Deutschen für einen Spinner. Als dann aber eines Nachts der "Todesstrahl" wirklich zu sehen war, war man sich nicht mehr so ganz sicher. Vielleicht hat der Ehrhardt wirklich etwas ganz ungeheuerliches erfunden - etwas ungeheuerlich gefährliches? Die Bevölkerung reklamierte bei den Behörden. Diese legten daraufhin dem Dr. Hans Ehrhardt und seiner Familie nahe, sich besser andernorts niederzulassen. In der Nacht vom 13. auf den 14. Juli 1961 verschwand der Strahlenkanonen-Erfinder aus Sarnen...
Eine fast vergessene Geschichte.
Siehe auch: die Hodenbader von Zürich.
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