Die Liftfahrt scheint aber nicht allen zuzusagen. Eine Frau krallte sich am Geländer fest und wurde etwas blässlich im Gesicht. Ein kleines Kind weinte beim Blick in die Tiefe. Man braucht aber überhaupt keine Angst vor einem Absturz zu haben, der Lift ist gut versichert.
Ein Bergler auf Abwegen. Der Schweizer Weltenbummler, Klugscheisser und Sapperlot berichtet von weltweit und zuhause. Ein Reiseblog.
7. Juli 2011
am Abgrund
In den mondänen Bürgenstock-Hotels, hoch über dem Vierwaldstättersee, nächtigten einst die Noblen und Reichen aus aller Welt. Heute sind keine feinen Herrschaften mehr da, dafür Bagger und Kräne. Deswegen gingen wir aber nicht auf den Bürgenstock.
Uns Einheimische locken der "Felsenweg" und der "Hammetschwand-Lift" hier hinauf. Gleich hinter den Hotels beginnt der Felsenweg. Er klebt atemberaubend an der fast senkrechten Felswand. Da und dort ermöglicht eine Brücke oder ein Tunnel das weiterkommen. In den letzten Jahren sind immer mal wieder Teilstücke des Weges bgestürzt. Jetzt ist aber alles wieder repariert und begehbar.
Nach etwa einer halben Stunde Spaziergang kommt man dann zum Lift, dem Hammetschwand-Lift. Er fährt seit dem Jahr 1905 auf und ab; und bringt einen auf den höchsten Gipfel hinauf. Dank der verglasten Liftkabine hat man einen herrlichen Ausblick. Gut 700 Meter unter uns der Vierwaldstättersee mit den winzigkleinen Schiffli.
Die Liftfahrt scheint aber nicht allen zuzusagen. Eine Frau krallte sich am Geländer fest und wurde etwas blässlich im Gesicht. Ein kleines Kind weinte beim Blick in die Tiefe. Man braucht aber überhaupt keine Angst vor einem Absturz zu haben, der Lift ist gut versichert.
Die Liftfahrt scheint aber nicht allen zuzusagen. Eine Frau krallte sich am Geländer fest und wurde etwas blässlich im Gesicht. Ein kleines Kind weinte beim Blick in die Tiefe. Man braucht aber überhaupt keine Angst vor einem Absturz zu haben, der Lift ist gut versichert.
6. Juli 2011
Kunst: Volkskulturfest Obwald
An diesem Wochenende ist es wieder soweit; das „6. Volkskulturfest Obwald“ geht in Giswil über die Bühne. 7. bis 10. Juli. Diesmal mit Musik und Musikern aus Vietnam, Toggenburg und Obwalden.
Eine grossartige Waldarena, exotisches Essen und ein lauer Sommerabend, was will man mehr...
Mein Tipp für dieses Jahr: „Siidhang“ mit Thu Thùy, Thùy Anh und Lê Giang am Donnerstag Abend - Obwalden und Vietnam. Zuhören lohnt sich.
Eine grossartige Waldarena, exotisches Essen und ein lauer Sommerabend, was will man mehr...
meine Kellerbräune
Wenn ich meine beiden Beine anschaue, dann könnte man meinen ich trage weisse Strümpfe – milchigweisse, haarige Strumpfhosen.
Das erinnert mich an damals, im Senegal. Die Einheimischen nannten die neu angereisten Touristen „les lavabo“. Dies, weil die blassen Europäer die gleiche Farbe wie die Waschbecken und Kloschüsseln hatten. Nach einigen Tagen Afrikasonne verfärbten sich die "lavabo" dann krebsrot - und verloren ihre Spottnamen...
Weisse Hosen aus Athen
Nana Mouskouri, 1961
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Das erinnert mich an damals, im Senegal. Die Einheimischen nannten die neu angereisten Touristen „les lavabo“. Dies, weil die blassen Europäer die gleiche Farbe wie die Waschbecken und Kloschüsseln hatten. Nach einigen Tagen Afrikasonne verfärbten sich die "lavabo" dann krebsrot - und verloren ihre Spottnamen...
Weisse Hosen aus Athen
Nana Mouskouri, 1961
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5. Juli 2011
verreckt schööön...
Neulich gelüstete uns nach Berggipfel. Wir marschierten also mit strammem Schritt bergauf zum Schönbüel. Der Weg war weit und stotzig. Es ging über Alpweiden und Geröll bis weit über die Waldgrenze hinauf. Wir transpirierten heftig. Auf gut 2‘100 Meter war dann der Berg zu Ende und der Gipfel da. Wir konnten auf das Berneroberland hinunter schauen. Und am Horizont streckten der Titlis, der Eiger und die Jungfrau ihre Spitzen in den Himmel.
Wie sagt mein Bruder immer: «... ohne die Täler dazwischen, sähen die Berge ganz flach aus».
Einem glücklichen Umstand verdanken wir es, dass wir einen Teil unseres Rückweges auf der Sitzbank eines alten Jeep’s bewältigen durften. Es rüttelte zwar heftig, aber es schonte unsere purpurroten Füsse - danke für die Beifahrt, lieber Roger...
Wie sagt mein Bruder immer: «... ohne die Täler dazwischen, sähen die Berge ganz flach aus».
Einem glücklichen Umstand verdanken wir es, dass wir einen Teil unseres Rückweges auf der Sitzbank eines alten Jeep’s bewältigen durften. Es rüttelte zwar heftig, aber es schonte unsere purpurroten Füsse - danke für die Beifahrt, lieber Roger...
4. Juli 2011
im Mittelpunkt
Am Wochenende wurde in Nidwalden der „Mittelpunkt der Zentralschweiz“ gefeiert. Der liegt in Buochs, neben einem Wasserreservoir etwas oberhalb der Autobahn. Nachdem der eine „Mittelpunkt der Schweiz“ in Obwalden liegt und ein zweiter in Uetendorf bei Thun, hat nun bald jeder einen Mittelpunkt.
Einer der Mittelpunkte Europas ist in Purnuškes in Littauen, ein anderer in Kruhlyi in der Ukraine
Einer der Mittelpunkte Europas ist in Purnuškes in Littauen, ein anderer in Kruhlyi in der Ukraine
Linux, läuft ganz von alleine
Jetzt im Sommer, wenn es nachmittags so schwülheiss ist, gehe ich gerne zwischendurch in ein Einkaufszentrum. Da stelle ich mich vor den Gefrierschrank und lasse mich abkühlen. Manchmal nehme ich mir auch noch zwei Eislutscher und klemme sie unter die Achseln. Das erfrischt wunderbar. Und man kann sie nachher wieder zurücklegen, sind ja eingepackt und unversehrt. Aber darum geht es jetzt nicht…
Ihr glaubt nicht, was ich im Supermarktregal auch noch sah: Es gibt jetzt „Linux ultra aktiv“, das erste flüssige Betriebsystem. Finde ich eigentlich ganz praktisch. Man schüttet Linux in den Computer und es läuft von alleine. Sensationell - was sich die Amerikaner alles einfallen lassen...
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2. Juli 2011
Pyramide in Algerien
Wieder einmal ein altes Foto aus meinen Sahara-Zeiten. Es zeigt die recht unbekannte Rundpyramide Medracen (n35.707166, e6.434621) im Nordosten von Algerien. Das Foto habe ich vermutlich im Herbst 1988 gemacht.
Bei diesem Bau handelt es sich um das Mausoleum des numidischen Königs Massinissa und es ist etwa 2‘000 Jahre alt. Sein Durchmesser beträgt 59 Meter, die Höhe etwa 19 Meter. Der zylindrische Unterbau wird von sechzig ionischen Halbsäulen umgeben. Der kegelstumpfförmige Überbau besteht aus 24 Steinringen. Der Zugang ins Innere liegt auf der Ostseite in gut 6m Höhe. Ein enger Gang führt hinein in eine niedrige Grabkammer. Ausser einer schlichten Steinbank ist aber leider nichts mehr drinnen.
Einheimische erzählten mir damals, dass Rex Gildo (nicht der Schlagersänger!) hier begraben sein soll.
Einheimische erzählten mir damals, dass Rex Gildo (nicht der Schlagersänger!) hier begraben sein soll.
1. Juli 2011
kochen: Eiertätsch mit Pilzen und so
Wer Hunger, aber begrenztes Kochtalent und bloss ein Pfanne hat; für den ist „Eiertätsch mit Pilzen“ genau das richtige. Eiertätsch werden in gehobenen Kreisen auch Omeletten genannt; und im umliegenden Ausland als Eierkuchen oder Pfannkuchen bezeichnet.
die Zutaten für Zwei:
50g Mehl; wer keine Waage hat, das ist eine Handvoll
1 Ei, vom Huhn
etwas Rahm; für Ausländer, das ist Sahne
300g Pilze, ich nahm braune und weisse Champignons
Speckwürfeli
Zwiebel, gewürfelt
Peterli (krause Petersilie)
etwas trockenes Brot
Salz, Pfeffer und so
Und so kocht man’s: Zuerst den Brei für die Omeletten. Aus dem Mehl, einem Ei und etwas Rahm einen relativ flüssigen Teig rühren; würzen und beiseite stellen und etwa eine halbe Stunde ruhen lassen.
Während der Teig sich ausruht, ist nun die Füllung dran. Zuerst die Speck- und Zwiebelwürfeli anbraten und wegstellen. Auch die Brotwürfeli in ordentlich Butter knusprig braten; wegstellen.
Die Pilze in Stücke schneiden, aber nicht zu fein.
Weiter geht es mit dem Omelettenteig. Butter in eine Bratpfanne geben, schön heiss werden lassen. Einen Viertel der Teigmasse hineinkippen und eine goldgelbe Omelette backen. Dies mehrmals wiederholen bis kein Teig mehr da ist. Die Omeletten warm stellen.
So, nun ist wieder die Füllung dran. Die Pilze kurz anbraten, Speck- und Zwiebelwürfeli dazu und mit etwas Wasser und wenig Rahm angiessen. Etwa 5 Minuten köcheln, dann den gehackten Peterli dazugeben. Rühren, fertig.
Jetzt kommt die Bastelarbeit: Etwas von der Füllung und einige Brotwürfeli auf eine der Omeletten geben und liebevoll einwickeln. Auch das mehrmals wiederholen bis vier wundervolle gefüllte Eiertätsch daliegen.
Fertig – essen. Weich, knusprig und würzig; ideal um Weiber zu beeindrucken...
die Zutaten für Zwei:
50g Mehl; wer keine Waage hat, das ist eine Handvoll
1 Ei, vom Huhn
etwas Rahm; für Ausländer, das ist Sahne
300g Pilze, ich nahm braune und weisse Champignons
Speckwürfeli
Zwiebel, gewürfelt
Peterli (krause Petersilie)
etwas trockenes Brot
Salz, Pfeffer und so
Während der Teig sich ausruht, ist nun die Füllung dran. Zuerst die Speck- und Zwiebelwürfeli anbraten und wegstellen. Auch die Brotwürfeli in ordentlich Butter knusprig braten; wegstellen.
Die Pilze in Stücke schneiden, aber nicht zu fein.
Weiter geht es mit dem Omelettenteig. Butter in eine Bratpfanne geben, schön heiss werden lassen. Einen Viertel der Teigmasse hineinkippen und eine goldgelbe Omelette backen. Dies mehrmals wiederholen bis kein Teig mehr da ist. Die Omeletten warm stellen.
So, nun ist wieder die Füllung dran. Die Pilze kurz anbraten, Speck- und Zwiebelwürfeli dazu und mit etwas Wasser und wenig Rahm angiessen. Etwa 5 Minuten köcheln, dann den gehackten Peterli dazugeben. Rühren, fertig.
Jetzt kommt die Bastelarbeit: Etwas von der Füllung und einige Brotwürfeli auf eine der Omeletten geben und liebevoll einwickeln. Auch das mehrmals wiederholen bis vier wundervolle gefüllte Eiertätsch daliegen.
Fertig – essen. Weich, knusprig und würzig; ideal um Weiber zu beeindrucken...
30. Juni 2011
aua – eine Heftklammer
Neulich ist mir ein kleines Hopperla passiert. Eine Heftklammer hat sich ihren Weg durch mein Fingerbeeri gebahnt.
Ärgerlich - aber ich hatte Glück im Unglück. Ich konnte die Heftklammer rausziehen, zurechtbiegen und nochmal gebrauchen.
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29. Juni 2011
Weg von Engelberg
Jeder kennt Engelberg im Kanton Obwalden. Ein Kloster, eine Skischanze und unzählige indische Touristen. Um Engelberg herum gibt es grüne Wiesen, Seilbahnstationen und unzählige Berge. Die meisten, die hier hin kommen, wollen auf den Titlis hinauf. Wir wollten aber genau das Gegenteil; hinunter nach Nidwalden. Eine Wanderung durchs Tobel der Engelberger-Aa.
Wir starten beim Bahnhof. Die Wegweiser zeigen in alle Richtungen, wir beachten sie nicht und gehen zum Kloster. In der hiesigen Schaukäserei geniessen wir die wunderbare Bauernhof-Glace. Ab da marschieren wir quer übers Tal zur Engelberger-Aa, der wir nun folgen. Schon bald kommen wir an die Talstation der Titlisbahn. Hier verkauft ein richtiger Inder richtiges indisches Essen; Samosa, Idli und vieles mehr. Als wir die geschluckt haben, geht es weiter. Hinter dem Eugenisee durch und dann beginnt der Abstieg in die Aaschlucht.
Ich hätte schwören können, auf dem Wegweiser „Arschloch“ gelesen zu haben, aber es heisst „Aaschlucht“.
Der Weg schlängelt sich den steilen Hang entlang. Moosige Steine, umgestürzte Bäume und tosendes Wasser. Ab und zu wechselt der Weg die Talseite, praktischerweise immer da wo eine Brücke ist. Nach etwa fünf Kilometern endet die Schlucht und der Weg wird etwas flacher. Immer entlang der Aa geht es weiter durch schattige Wälder. Nach zwei Stunden und zehn Kilometer kommen wir nach Grafenort. Gleich beim barocken „Herrenhaus“ ist auch der Bahnhof.
Wer noch mögen tut, kann weiter talauswärts marschieren; nach Wolfenschiessen oder Dallenwil. Wir aber fliehen vor dem Regen und nehmen die Bahn...
Ich hätte schwören können, auf dem Wegweiser „Arschloch“ gelesen zu haben, aber es heisst „Aaschlucht“.
Wer noch mögen tut, kann weiter talauswärts marschieren; nach Wolfenschiessen oder Dallenwil. Wir aber fliehen vor dem Regen und nehmen die Bahn...
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