Wir werden regelmässig von unserer Balkan-Tour berichten. So regelmässig jedenfalls, wie es uns gelingt ins Internet zu kommen.
Ein Bergler auf Abwegen. Der Schweizer Weltenbummler, Klugscheisser und Sapperlot berichtet von weltweit und zuhause. Ein Reiseblog.
1. April 2011
bald nach Balkanistan
Demnächst fahren wir für einige Wochen in den Balkan. Nein, nicht Balkon! Balkan; da wo einst Jugoslawien war und so. Griechenland, Mazedonien, Albanien, Kosovo, Serbien, Montenegro, Bosnien-Herzegowina, Kroatien und Slowenien.
Wir möchten also den kompletten Balkan bereisen. Im Süden beginnen und dann immer nordwärts dem Frühling folgen. Wir wollen uns jedes einzelne Land anschauen. Zumindest einen kleinen Eindruck von Land und Leuten erheischen. Von der Kultur und Küche.
Wir werden regelmässig von unserer Balkan-Tour berichten. So regelmässig jedenfalls, wie es uns gelingt ins Internet zu kommen.
Wir werden regelmässig von unserer Balkan-Tour berichten. So regelmässig jedenfalls, wie es uns gelingt ins Internet zu kommen.
30. März 2011
Joiz, und jetzt?
Wer hat’s bemerkt? Seit einigen Tagen gibt es einen neuen Fernsehsender: „Joiz“. Es sei ein interaktiver Jugendsender. „Joiz“ bringe frischen Wind in die TV-Landschaft, prahlten die Macher vor dem Start. Und jetzt?
Ich habe mal hingeschaut. Bunte Bilder und schöne Grafik. Und sonst? Überdrehte Berufsjugendlich machen auf originell. Zappeln herum und tun unheimlich coool - sind aber bloss Füdlibürger mit Mikrofon. Unterbrochen wird der Leerlauf von zu recht unbekannten Musikanten. Etwas blutleer, das Programm!
Es ist halt genau so, wie bei einem aufgedunsenen Hunde-Kadaver am Strassenrand. Man weiss, es ist ein grusiger Anblick, aber man schaut trotzdem immer wieder ganz gwunderig hin...
.
Es ist halt genau so, wie bei einem aufgedunsenen Hunde-Kadaver am Strassenrand. Man weiss, es ist ein grusiger Anblick, aber man schaut trotzdem immer wieder ganz gwunderig hin...
.
29. März 2011
dein Seelenheil und Nacktwanderer
Beim Aufräumen ist mir ein Zeitungsschnipsel vom Februar 1997 in die Hand gekommen. Ein Joseph Ratzinger lässt ausrichten: «Die Mitgliedschaft in der katholischen Kirche ist keine unabdingbare Voraussetzung für die Erlangung des Seelenheils».
Über die genauen „Teilnahmebedingungen“ zur Erlangung des Seelenheils hat er leider nichts gesagt. Aber ist es üblicherweise nicht so, dass die "Firmen-Mitarbeiter" von der Teilnahme ausgeschlossen sind? Hat er wohl Pech gehabt...
.
.
27. März 2011
Frankreich: feuchte Elsass-Tour
Die Winterpause ist zu Ende. Wir wollen die neue Saison mit einer Reise ins Elsass beginnen. 25. bis 27. März.
Die Wetterprognose ist nicht allzu gut, aber wir müssen fahren, denn der Ausflug ist zugleich eine Testfahrt. Bald starten wir ja zu unserer grossen Balkan-Tour. Ohne bestimmtes Ziel fahren wir nordwärts; zur Schleuse Kembs, Schiffe gucken.
Der Samstag beginnt mit wunderbarem Frühlingswetter. Und dann kommen die Wolken und vergraulen alles. Wir besichtigen zwei Konditoreien in Ensisheim, schlendern über den Samstagsmark in Rouffach und besuchen noch Eguisheim. Überall hat es nette Fachwerkhäuser, brünstige Störche auf den Dächern und keine Touristen. Dafür blühten die Bäume und Büsche.
Auf dem Rückweg kamen wir an der Domaine du Hombourg vorbei, dem „Schloss Burrus“. Das Ding sieht wie eine neugotische Burg mit Zinnen, Wassergraben und Burgtor. Aber statt einem hübschen Burgfräulein und edlen Rittern wohnen hier gut 150 Kühe; und die Türme sind Silos. Die Anlage wurde 1939 von Mauritius Burrus komplett aus Beton erbaut und mit der damals modernsten Landtechnik ausgestattet. Seltsam schön!
Es war trotz des trüben Wetters eine ganz schöne Frühlings-Tour.
Die Wetterprognose ist nicht allzu gut, aber wir müssen fahren, denn der Ausflug ist zugleich eine Testfahrt. Bald starten wir ja zu unserer grossen Balkan-Tour. Ohne bestimmtes Ziel fahren wir nordwärts; zur Schleuse Kembs, Schiffe gucken.
Es war trotz des trüben Wetters eine ganz schöne Frühlings-Tour.
25. März 2011
Geburtstag und blutte Brüste
Neulich hatte mein Zwilligsbruder Geburtstag. Habt ihr jetzt den subtilen Schalk bemerkt? Mein Zwillingsbruder. Geburtstag! Neulich!! Ja genau - ich auch!!!
Ich möchte mich für all die netten Geburtstags-Mails bedanken. Ganz besonders bei Shavon, sie schrieb: „Big Penis-Pillen. Natürliche Penisvergrößerung durch BigManhood Pillen ist die beste Penisvergrößerung Pillen auf dem Markt...“ Und auch bei Betty: „Superpillen: mach Deine Freundin gluecklich im Bett…“ Daniel versprach sogar „je hebt de loterij gewonnen“. Und Wrbust; „Bekommen Sie eine straffere und schönere Brust mit unseren Produkten!“ Und ganz besonders der Felecia; „Ett lågt pris för att få ditt rykte upp“. Und die Sandra schickte mir sogar ein Foto ihrer Drüsen und schreibt dazu ganz romantisch: „heute noch mit dir ficken wollen“.
Vielen, vielen Dank; so lieb von euch, dass ihr an mich denkt.
Ich möchte mich für all die netten Geburtstags-Mails bedanken. Ganz besonders bei Shavon, sie schrieb: „Big Penis-Pillen. Natürliche Penisvergrößerung durch BigManhood Pillen ist die beste Penisvergrößerung Pillen auf dem Markt...“ Und auch bei Betty: „Superpillen: mach Deine Freundin gluecklich im Bett…“ Daniel versprach sogar „je hebt de loterij gewonnen“. Und Wrbust; „Bekommen Sie eine straffere und schönere Brust mit unseren Produkten!“ Und ganz besonders der Felecia; „Ett lågt pris för att få ditt rykte upp“. Und die Sandra schickte mir sogar ein Foto ihrer Drüsen und schreibt dazu ganz romantisch: „heute noch mit dir ficken wollen“.
Vielen, vielen Dank; so lieb von euch, dass ihr an mich denkt.
24. März 2011
mein Bärlauch Kuchen
Zurzeit ist Bärlauch in aller Munde. Wo man hinschaut: Bärlauch-Pesto, Bärlauch-Suppe, Bärlauch-Brotaufstrich und so weiter. Zudem sei Bärlauch überaus gesund und bekömmlich. Deshalb hier mein Bärlauch-Lieblingsrezept: "Obwaldner Lebkuchen"
die Zutaten für 2 Leute:
2 Stück Obwaldner Lebkuchen, oder mehr
ordentlich Nidel; Schlagrahm, schlimmstenfalls aus dem Rahmbläser
gar kein Bärlauch.
Die Zubereitung ist nicht allzu aufwendig. Zuerst alle Zutaten adrett auf einem Teller anrichten - und dann zusammen mit Kaffee und Frühlingssonne geniessen.
die Zutaten für 2 Leute:
2 Stück Obwaldner Lebkuchen, oder mehr
ordentlich Nidel; Schlagrahm, schlimmstenfalls aus dem Rahmbläser
gar kein Bärlauch.
23. März 2011
Mund-zu-Mund - wääähh
Diese Tage hat mir ein Vorstand der CVP verkündet, dass sie plane, für ihre Kandidaten „Mund-zu-Mund-Propaganda“ zu machen. Mund zu Mund? Mund-zu-Mund ist doch die Sache mit der Beatmung. Meinte er vielleicht doch eher die „Mundpropaganda“?
Oder gedenkt der Parteivorstand, mir ihren Kandidaten in den Mund pusten. Das will ich nicht – wäääähhh!
22. März 2011
es ist zum Rotwerden...
Seit Jahren trage ich zum Wandern meine Jacke. Sie ist rot. Vielleicht etwas viel rot; sozusagen feuerrot. Und sie ist mir etwas zu gross. Viel zu gross. Gestern, und ich schwöre, die Geschichte ist genau so passiert, stoppte direkt neben mir ein Auto. Der mir unbekannte Fahrer liess das Fenster runter und sagte:
«Jetzt habe ich für einen Moment geglaubt, ich sehe ein rote Ampel! Höhöhöö»
Ich weiss ja selber, dass meine Jacke rot ist. Und dass ich darin aussehe wie so ein Teletubbie. Aber das es so schlimm aussieht, dass man mich mit einer Ampel verwechselt ...
.
«Jetzt habe ich für einen Moment geglaubt, ich sehe ein rote Ampel! Höhöhöö»
Ich weiss ja selber, dass meine Jacke rot ist. Und dass ich darin aussehe wie so ein Teletubbie. Aber das es so schlimm aussieht, dass man mich mit einer Ampel verwechselt ...
.
21. März 2011
Trauriges aus dem Wald - Bärlauch
So langsam bekam ich es mit der Angst zu tun. Soll ich auf einen Baum klettern, so wie man das immer in diesen Tier-Dokus aus Afrika sieht? Vielleicht sind es Wildschweine. Und die können recht angriffig sein. Aber was aber, wenn es Bären sind! So einer könnte zu mir auf den Baum klettert. Da wäre ich ihm ausgeliefert; und ich würde vor Angst meine neuen Hosen einnässen. Ich will nicht gefressen werden; nicht jetzt.
Auf einmal bewegten sich direkt vor mir das Gebüsch und eine ganze Herde brach durch. Ich blieb wie angewurzelt stehen: Ein Unterländer-Päärli mit seinem Nachwuchs. In gebückter Haltung zupften sie eifrig Grünzeug vom Waldboden. Gefrässig wie ein Heuschreckenschwarm, eine Schneise kahler Waldboden hinter sich lassend.
„Bärlauch-Sammler und aus Zürich“ seine sie, sagte der einer.
Uns Einheimischen macht solch ein Anblick traurig. Fahren diese Unterländer den weiten Weg zu uns in die Berge, um in unseren Wäldern nach essbarem Unkraut zu suchen.
Ich habe diesen hungrigen Stadtmenschen eine Handvoll Sugus zugeworfen. Wollte ihnen eine kleine Freude machen; haben ja sonst nichts zu beissen.
.
19. März 2011
Bier unter afrikanischen Palmen
In Nordafrika gibt es in jedem Land mindestens eine Bierbrauerei. In Algerien „Tango“, in Tunesien „Celtia“, in Marokko „Flag“. Bier wird aber vor allem für die Touristen gebraut und es wird nicht so gerne gesehen, wenn die Einheimischen Alkohol trinken. Deswegen geschieht das meist im Verborgenen. Wo das ist, wissen nur Eingeweihte.
Vor einigen Jahren wollte ich mir die Sache mal aus der Nähe anschauen. Die Bierschenke lag etwas abseits vom Städtchen mitten in den Palmgärten. Sie glich einer abgehalfterten Schrebergarten-Baracke. Aber es gab Bier; viel Bier. Und billig! Kurz nach Sonnenuntergang begann sich die Spelunke langsam zu füllen. Schon bald war es rammelvoll; es wurde plagiert, gelacht, geraucht und getrunken.
Gegen Mitternacht machten sich die etwas angeheiterten Mannen auf den Heimweg. Die meisten mit ihrer Mobylette; einem französischen Mofa. Nun muss man aber wissen, Mobylettes gibt es nur in hellblau oder hellbraun, die schauen somit alle irgendwie gleich aus. Und in einer stockfinsteren Nacht noch viel gleicher. Und so stoplerten die Bierseligen im Dunkeln umher und versuchten ihr Töffli zu finden. Und wer glaubte, das seinige gefunden zu haben, sass auf und fuhr damit nach Hause.
Und am nächsten Morgen, so vermute ich, haben sie dann die Mobiletten wieder ausgetauscht, bis jeder wieder seine eigene hatte. Und am Abend fuhren alle damit wieder hinunter in die Palmerie zur Bierschenke...
Gegen Mitternacht machten sich die etwas angeheiterten Mannen auf den Heimweg. Die meisten mit ihrer Mobylette; einem französischen Mofa. Nun muss man aber wissen, Mobylettes gibt es nur in hellblau oder hellbraun, die schauen somit alle irgendwie gleich aus. Und in einer stockfinsteren Nacht noch viel gleicher. Und so stoplerten die Bierseligen im Dunkeln umher und versuchten ihr Töffli zu finden. Und wer glaubte, das seinige gefunden zu haben, sass auf und fuhr damit nach Hause.
Abonnieren
Posts (Atom)



