29. März 2011

dein Seelenheil und Nacktwanderer

Beim Aufräumen ist mir ein Zeitungsschnipsel vom Februar 1997 in die Hand gekommen. Ein Joseph Ratzinger lässt ausrichten: «Die Mitgliedschaft in der katholischen Kirche ist keine unabdingbare Voraussetzung für die Erlangung des Seelenheils».

Über die genauen „Teilnahmebedingungen“ zur Erlangung des Seelenheils hat er leider nichts gesagt. Aber ist es üblicherweise nicht so, dass die "Firmen-Mitarbeiter" von der Teilnahme ausgeschlossen sind? Hat er wohl Pech gehabt...
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27. März 2011

Frankreich: feuchte Elsass-Tour

Die Winterpause ist zu Ende. Wir wollen die neue Saison mit einer Reise ins Elsass beginnen. 25. bis 27. März.

Die Wetterprognose ist nicht allzu gut, aber wir müssen fahren, denn der Ausflug ist zugleich eine Testfahrt. Bald starten wir ja zu unserer grossen Balkan-Tour. Ohne bestimmtes Ziel fahren wir nordwärts; zur Schleuse Kembs, Schiffe gucken.

Der Samstag beginnt mit wunderbarem Frühlingswetter. Und dann kommen die Wolken und vergraulen alles. Wir besichtigen zwei Konditoreien in Ensisheim, schlendern über den Samstagsmark in Rouffach und besuchen noch Eguisheim. Überall hat es nette Fachwerkhäuser, brünstige Störche auf den Dächern und keine Touristen. Dafür blühten die Bäume und Büsche.

Auf dem Rückweg kamen wir an der Domaine du Hombourg vorbei, dem „Schloss Burrus“. Das Ding sieht wie eine neugotische Burg mit Zinnen, Wassergraben und Burgtor. Aber statt einem hübschen Burgfräulein und edlen Rittern wohnen hier gut 150 Kühe; und die Türme sind Silos. Die Anlage wurde 1939 von Mauritius Burrus komplett aus Beton erbaut und mit der damals modernsten Landtechnik ausgestattet. Seltsam schön!

Es war trotz des trüben Wetters eine ganz schöne Frühlings-Tour.

25. März 2011

Geburtstag und blutte Brüste

Neulich hatte mein Zwilligsbruder Geburtstag. Habt ihr jetzt den subtilen Schalk bemerkt? Mein Zwillingsbruder. Geburtstag! Neulich!! Ja genau - ich auch!!!

Ich möchte mich für all die netten Geburtstags-Mails bedanken. Ganz besonders bei Shavon, sie schrieb: „Big Penis-Pillen. Natürliche Penisvergrößerung durch BigManhood Pillen ist die beste Penisvergrößerung Pillen auf dem Markt...“ Und auch bei Betty: „Superpillen: mach Deine Freundin gluecklich im Bett…“ Daniel versprach sogar „je hebt de loterij gewonnen“. Und Wrbust; „Bekommen Sie eine straffere und schönere Brust mit unseren Produkten!“ Und ganz besonders der Felecia; „Ett lågt pris för att få ditt rykte upp“. Und die Sandra schickte mir sogar ein Foto ihrer Drüsen und schreibt dazu ganz romantisch: heute noch mit dir ficken wollen“.
Vielen, vielen Dank; so lieb von euch, dass ihr an mich denkt.

24. März 2011

mein Bärlauch Kuchen

Zurzeit ist Bärlauch in aller Munde. Wo man hinschaut: Bärlauch-Pesto, Bärlauch-Suppe, Bärlauch-Brotaufstrich und so weiter. Zudem sei Bärlauch überaus gesund und bekömmlich. Deshalb hier mein Bärlauch-Lieblingsrezept: "Obwaldner Lebkuchen"

die Zutaten für 2 Leute:
2 Stück Obwaldner Lebkuchen, oder mehr 
ordentlich Nidel; Schlagrahm, schlimmstenfalls aus dem Rahmbläser
gar kein Bärlauch.

Die Zubereitung ist nicht allzu aufwendig. Zuerst alle Zutaten adrett auf einem Teller anrichten - und dann zusammen mit Kaffee und Frühlingssonne geniessen.

23. März 2011

Mund-zu-Mund - wääähh

Diese Tage hat mir ein Vorstand der CVP verkündet, dass sie plane, für ihre Kandidaten „Mund-zu-Mund-Propaganda“ zu machen. Mund zu Mund? Mund-zu-Mund ist doch die Sache mit der Beatmung. Meinte er vielleicht doch eher die „Mundpropaganda“?

Oder gedenkt der Parteivorstand, mir ihren Kandidaten in den Mund pusten. Das will ich nicht – wäääähhh!

22. März 2011

es ist zum Rotwerden...

Seit Jahren trage ich zum Wandern meine Jacke. Sie ist rot. Vielleicht etwas viel rot; sozusagen feuerrot. Und sie ist mir etwas zu gross. Viel zu gross. Gestern, und ich schwöre, die Geschichte ist genau so passiert, stoppte direkt neben mir ein Auto. Der mir unbekannte Fahrer liess das Fenster runter und sagte:
«Jetzt habe ich für einen Moment geglaubt, ich sehe ein rote Ampel! Höhöhöö»

Ich weiss ja selber, dass meine Jacke rot ist. Und dass ich darin aussehe wie so ein Teletubbie. Aber das es so schlimm aussieht, dass man mich mit einer Ampel verwechselt ...


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21. März 2011

Trauriges aus dem Wald - Bärlauch

Neulich schlenderte ich arglos durch den Wald. Da hörte ich plötzlich ein Rascheln im Gebüsch. Es hörte sich an, wie ein Getier im Unterholz. Ein Rascheln, ein Schnaufen; ab und zu ein Knacken. Und es mussten viele sein, denn rundherum war es zu vernehmen. Ich war umzingelt!
So langsam bekam ich es mit der Angst zu tun. Soll ich auf einen Baum klettern, so wie man das immer in diesen Tier-Dokus aus Afrika sieht? Vielleicht sind es Wildschweine. Und die können recht angriffig sein. Aber was aber, wenn es Bären sind! So einer könnte zu mir auf den Baum klettert. Da wäre ich ihm ausgeliefert; und ich würde vor Angst meine neuen Hosen einnässen. Ich will nicht gefressen werden; nicht jetzt.
Auf einmal bewegten sich direkt vor mir das Gebüsch und eine ganze Herde brach durch. Ich blieb wie angewurzelt stehen: Ein Unterländer-Päärli mit seinem Nachwuchs. In gebückter Haltung zupften sie eifrig Grünzeug vom Waldboden. Gefrässig wie ein Heuschreckenschwarm, eine Schneise kahler Waldboden hinter sich lassend.
„Bärlauch-Sammler und aus Zürich“ seine sie, sagte der einer.

Uns Einheimischen macht solch ein Anblick traurig. Fahren diese Unterländer den weiten Weg zu uns in die Berge, um in unseren Wäldern nach essbarem Unkraut zu suchen.
Ich habe diesen hungrigen Stadtmenschen eine Handvoll Sugus zugeworfen. Wollte ihnen eine kleine Freude machen; haben ja sonst nichts zu beissen.
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19. März 2011

Bier unter afrikanischen Palmen

In Nordafrika gibt es in jedem Land mindestens eine Bierbrauerei. In Algerien „Tango“, in Tunesien „Celtia“, in Marokko „Flag“. Bier wird aber vor allem für die Touristen gebraut und es wird nicht so gerne gesehen, wenn die Einheimischen Alkohol trinken. Deswegen geschieht das meist im Verborgenen. Wo das ist, wissen nur Eingeweihte.

Vor einigen Jahren wollte ich mir die Sache mal aus der Nähe anschauen. Die Bierschenke lag etwas abseits vom Städtchen mitten in den Palmgärten. Sie glich einer abgehalfterten Schrebergarten-Baracke. Aber es gab Bier; viel Bier. Und billig! Kurz nach Sonnenuntergang begann sich die Spelunke langsam zu füllen. Schon bald war es rammelvoll; es wurde plagiert, gelacht, geraucht und getrunken.

Gegen Mitternacht machten sich die etwas angeheiterten Mannen auf den Heimweg. Die meisten mit ihrer Mobylette; einem französischen Mofa. Nun muss man aber wissen, Mobylettes gibt es nur in hellblau oder hellbraun, die schauen somit alle irgendwie gleich aus. Und in einer stockfinsteren Nacht noch viel gleicher. Und so stoplerten die Bierseligen im Dunkeln umher und versuchten ihr Töffli zu finden. Und wer glaubte, das seinige gefunden zu haben, sass auf und fuhr damit nach Hause.

Und am nächsten Morgen, so vermute ich, haben sie dann die Mobiletten wieder ausgetauscht, bis jeder wieder seine eigene hatte. Und am Abend fuhren alle damit wieder hinunter in die Palmerie zur Bierschenke...

18. März 2011

Bettler und so

Wer in fernen Ländern unterwegs ist, kennt das Problem, immer und überall diese Bettler. Vielen Neulingen ist das sehr unangenehm und sie wissen nicht wie reagieren. Ich handhabe das so: Jeden Morgen sortiere ich mein Bargeld. Das Einkaufsgeld versorge ich in der linken Hosentasche, das Kleingeld kommt als „Bettlergeld“ in die rechte Hosentasche. Es ist nämlich äusserst unangenehm, vor den Augen eines mausarmen Bettlers in seinem Geld zu wühlen um eine passende Münze heraus zu klauben.
Wenn ich nun einem Bettler was geben will, reicht ein Griff in die rechte Hosentasche. Und ich bin mir sicher, eine entsprechende Münze oder Note zu ergreifen.

Zudem habe ich mir angewöhnt, am Freitag ist jeweils mein „Bettler-Tag“, da gibt es etwas mehr. Das tut den Bettlern gut - und mir auch.
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17. März 2011

Spinatkuchen für Trottel

Neulich habe ich gebacken; „Spinatkuchen mit Feta“. Es ist ein sehr einfaches Rezept, eines für Backtrottel.

die Zutaten für 2 Leute:
Blattspinat, tiefgekühlter Spinat geht am einfachsten
Teig, zum Beispiel fertigen Blätter- oder Pizzateig
2 Eier
ein Becher Saucenrahm
Zwiebel
Knoblauch
Käse, ich nehme Feta
gut 100 g gekochten Schinken
Salz, Pfeffer, Muskat

Den Tiefkühl-Blattspinat auftauen und dann kräftig ausdrücken. Die Zwiebel und den Knoblauch kleinschneiden und glasig dünsten. Die zwei Eier mit dem Rahm verquirlen und salzen, pfeffern.
Nun gewürfelten Kochschinken, die Zwiebeln und den Knoblauch auf dem Teig auslegen, dann den Spinat lose darauf. Mit dem Ei-Guss auffüllen und mit zerbröseltem Feta bestreuen. Etwa 30 Minuten bei 180° schön kräftig backen - und schon ist er fertig!

Wer wie Frau G. keinen Spinat mag, soll den Kuchen trotzdem mal versuchen. Und sonst könnte man den Spinat auch durch etwas anderes, zum Beispiel, Rosenkohl, ersetzen; wobei ich nicht versprechen kann, dass er dann besser munden tut!