20. Januar 2011

internationaler Tag der Jogginghose

Zur Erinnerung: Morgen, am 21. Januar, ist wieder der „internationale Tag der Jogginghose“. Zu Ehren dieses einst so beliebten Beinkleides trage ich morgen den ganzen Tag und überall hin Jogginghosen. Und ich möchte euch aufrufen, mir gleich zu tun.

Die Geschichte der Jogginghose ist eine lange und ehrenvolle. Früher waren sie der Stolz von wackeren Sportlern und seifigen Schlagersängern. Später dann als Jugo-Tracht und Schnellvöglerhosen verunglimpft. Die beliebten Zweibeiner wurden gerne in hellblau/pinker Plastik-Seide oder in dunkelblauem Schlabber-Stretch getragen. Schön weit geschnitten, so dass sich der Träger genüsslich am Sack kraulen kann, während er fernsehnschaut. Mit Längsstreifen am Hosenbein, mit Gummizug oder Kordel – halt einfach der Klassiker der Sofa-Sportbekleidung.

19. Januar 2011

essen: immerzu diese Hamsterkäufe

Immer wieder kann man in der Zeitung von "Hamsterkäufen" lesen. Leider steht da nie geschrieben, wie die Käufer ihre Hamster dann zubereiten.
Heute kam ich an einem Zoogeschäft vorbei, und das hatte grad eine grosse Auswahl an Hamstern aller Art. Deshalb hier mein Rezept für gefüllten Hamster im Speckmantel.

die Zutaten für 2 Personen:
6 Hamster, am besten Feldhamster oder vergleichbare Kleinnager
geräucherten Speck in Tranchen
1 gelbes und rotes Rüebli
etwas Lauch
Salz, Pfeffer, Madras-Curry
Bratbutter

Die Hamster häuten und die Rückenteile auslösen. Die Rüebli und den Lauch in fingerlange Streifen schneiden und in etwas Butter und Wasser knapp weich dünsten. Die Speck-Tranchen auslegen, das Fleisch drauf und leicht platieren. Mit Salz, Pfeffer und etwas Curry würzen, dann die Gemüsestreifen quer auflegen. Nun alles zu einer Roulade rollen und in Bratbutter rundum knusprig anbraten. Den Bratensatz mit Wein angiessen, leicht einkochen lassen und mit Butter abbinden. Fertig ist die Hamster-Rolle.

Als Beilage habe ich in der gleichen Pfanne einige gekochte Herdäpfel angebraten.

18. Januar 2011

mein Baum ist um

Gestern haben wir einen alten Birnenbaum gefällt. Der Baum war bestimmt mehr als 80 Jahre alt und seit längerem krank. Im letzten Sommer trug er kaum noch Blätter; und Birnen, Mostbirnen, hatte er sowieso keine mehr. Wir mussten ihn umtun, bevor er von alleine umfällt; womöglich in den nahen Bach.

Der Stamm war unten völlig faul und voller Moder, aber oben konnten wir dann doch noch ein schönes Stück herausschneiden; 3,50 Meter lang und gut 50cm im Durchmesser. Daraus will ich einen Tisch machen. Sobald der Boden wieder hart gefroren ist, wird der Stamm in die Sägerei transportiert und dort zu Brettern aufgeschnitten. Ende Woche soll es ja wieder kälter werden.

Ich freue mich auf den neuen Tisch...

17. Januar 2011

Kultour nach Bern

Ein Samstagsausflug nach Bern. Für Mitte Januar ist es überaus mild und sonnig; also gehen wir Museen anschauen.

Noch nicht mal richtig in der Stadt, sehen wir von der Autobahn aus schon das „Zentrum Paul Klee“. Spektakulär wachsen die drei Stahl-Wellen aus dem Grashügel; entworfen von Renzo Piano aus Genua. Also nichts wie hinein; die Ausstellung „Lust und Laster“ und die Bilder vom Klee anschauen. Aber es kommt gleich die grosse Endtäuschung. Die Fassade mag ja Wellen schlagen, im Inneren empfängt einem aber der Charme einer Dorf-Turnhalle. Und es erinnert mich ein wenig an eine Gewerbeausstellung; bleiche Stellwände und fade Bilder; Schade.

Einmal quer durch die Stadt zum „Historischen Museum Bern“. Hier besichtigen wir vor allem den neuen Anbau vom Bieler Architekturbüro :mlzd. Ein Monolith aus hellem Beton, und gegen das alte Museum eine Spiegelglasfassade. Grandios - unbedingt sehenswert.

Noch einmal quer durch die Altstadt zum „Kunstmuseums Bern“. Hier ist der zweiter Teil der Ausstellung „Lust und Laster“ zu sehen. Aber auch hier will die Lust nicht so recht kommen, eher die Last. Aber! Die ständige Sammlung im Obergeschoss ist hervorragend. Cézanne, Monet, Picasso, Renoir, van Gogh und viele mehr. Unbedingt mal anschauen, es lohnt sich.

Gegessen haben wir in der "Markthalle" beim Bahnhof, hervorragend und indisch. Und was haben wir gelernt: Wer tolle Bilder vom Paul Klee sehen will, geht besser ins Kunstmusum Bern.

16. Januar 2011

im Giraffen-Gedärme

Neulich, am Freitag Abend, habe ich fernsehgeschaut. Auf N24 wurde eine tote Giraffe seziert. Von oben bis unten aufgeschnitten und dann die Innereien herausgeholt und ausgebreitet. War richtig grusig anzuschauen!

Auf RTL latschen zur gleichen Zeit ein Rudel Halbprominenter durch das tropisches Gebüsch. „Ich bin ein Star - holt mich hier raus!“, nennt sich die Darbietung. Peinliche Promis machen sich im Dschungel zum Affen. Irgendwie sind die noch grusiger anzuschauen, wie der Giraffenkadaver – bäääh!

14. Januar 2011

mein geniales Universal-Adapter-Kabel

Wer öfters mal mit dem Reisemobil im fernen Ausland unterwegs ist, der weiss, da gibt es nicht nur eigenwilliges Essen und wilde Tiere. Nein, da gibt es auch eine Vielzahl von exotische Steckdosen. Unser Stecker passt da manchmal nicht hinein. Was also tun? Für viel Geld kann man sich so einen "Weltreise-Traveller-Universal-Stecker-Dings" kaufen. Nicht ich. Ich habe lange nachgedacht und mir nun meinen eigenen Adapter entwickelt.

Und nun müssen alle Elektrofachmänner ganz tapfer sein. Da ist es, mein Adapterkabel:

Er funktioniert weltweit und überall, überall wo es Strom in der Wand gibt. Die Handhabung ist simpel, die beiden blanken Kabelenden werden in die fremdländische Steckdose eingeführt: Das Blaue und Braune ist für „Plus und Minus“, das Gelbgrüne für nichts. Am anderen Kabelende können nun die heimischen Elektrogeräte angeschlossen werden.
Sollten bei der Montage irgendwelche Lichtblitze, Qualm oder Knistergeräusche entstehen, so ist möglicherweise irgendwas nicht ganz optimal verlaufen.

13. Januar 2011

Vorsicht, ein Dioxin-Ei

Gestern Abend öffnete ich beiläufig den Kühlschrank, weil ich einen Happen essen wollte. Da erschrak ich fürchterlich. Es glotzte mich ein grausliges Etwas an. Ein böse dreinschauendes Ei-Dings. Ein Ei-Monster. Ein Monster-Alien-Killer-Ei. Unbeschreiblich. Bestialisch!
Und erst der üble Gestank! Gut, der kam vom Gorgonzola, aber darum geht es jetzt nicht.
Dieses Mörder-Fratzen-Ei ist ganz bestimmt so ein deutsches Dioxin-Ei. So ein giftiges Gift-Ei! Ein Bio-Ei aus dem ALDI. Oder noch was schlimmeres...

Um eine Flucht des Gift-Dioxin-Ei-Monsters zu verhindern, habe ich es präventiv mit der Bratenschaufel erschlagen. Und als ich den Ei-Matsch so heruntertropfen sah, dachte ich; mach ich doch wieder mal Rührei. Mit Gorgonzola.
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11. Januar 2011

meine Leckmuschel

Kürzlich entdeckte ich sie zufällig in einem Süsswarenladen, die Leckmuscheln. Fast hätte ich sie schon vergessen gehabt; nun gibt es sie anscheinend wieder.

Früher, ganz früher, waren diese bei uns Buben sehr beliebt. Damals waren sie noch aus richtigen Muscheln und kosteten 10 Rappen. Wir liebten den roten Zuckerguss in der harten Schale. Wenn man die Lutscherei unterbrechen wollte oder musste, zum Beispiel wegen Schulunterricht, konnte man sie vorübergehend in der Hosentasche versorgen. Am klebrigen Zucker bildete sich dann ein rauher Pelz aus Fuseln und Brösmeli. Weitergelutscht haben wir trotzdem.
Die Leckmuscheln schmeckten damals ganz süss; und nach Abenteuer. Wenn man sich so eine Leckmuschel unter die Lippen schob, sah man aus wie ein Aff. Und dann quikten wir wie „Judy“ aus dem Film „Daktari“. Nicht wissend, dass Schimpansen eigentlich gar nicht quiken. Doch damals kannten wir ausser Judy keine anderen Affen.

10. Januar 2011

essen: in Hülle und Fülle

Im Wohnmobilforum-Schweiz hat „steamer“ neulich ein tolles Backofen-Rezept vorgestellt. Ich habe es fürs Unterwegskochen angepasst, es geht nun schneller und ganz ohne Backofen.

hier die Zutaten für 2 Personen:
2 grosse Tomaten
2 grosse Zwiebeln
2 Pepperoni
Knoblauch
eine grobe, rohe Bauernbratwurst
Brot
Rosmarin, Thymian
Salz, Pfeffer
etwas Butter, Öl

Die rohen Zwiebeln aushöhlen, das geht mit einem gezahnten Messer ganz gut. Die Tomaten und die Peperoni köpfen und das Innere heraus klauben. Und nicht vergessen, den Gemüsen auch eine kleine Standfläche zu schneiden. Die Gemüse-Innereien und etwas Knoblauch kleinschneiden, mit Rosmarin, Tymian und Pfeffer würzen und leicht anbraten. Eine Handvoll kleine Brotwürfel in den Gemüsemasse geben und kühl stellen.
Nun aus der Bratwurst-Innerei und dem Gemüse/Brotmantsch eine geschmeidige Masse kneten und damit die ausgehöhlten Gemüse füllen.
Das Gemüse in eine Bratpfanne stellen, dazu etwas Butter und Öl. Deckel drauf und leicht anbraten. Es tritt etwas Gemüsesaft aus, nun auf kleiner Flamme schmoren lassen bis das Gemüse weich ist. Zum Schluss den Deckel weg und den Sud einkochen lassen. Nach etwa 15 Minuten ist alles fertig und es duftet herrlich nach Urlaub.

Dazu könnte man Reis servieren, es würde aber eine zweite Pfanne schmutzig werden; also gibts Weissbrot...

9. Januar 2011

ausgeflügelt: lauer Föhntag in Uri

Der Mann im Radio verkündete warmes Föhnwetter in den Alpentälern, also machen wir einen Ausflug ins frühlingshafte Uri. Als erstes müssen wir mal unsern Muger aus dem Winterschlaf aufwecken; Überbrückungskabel dran und schon knurrt er zufrieden. Und los geht’s.

Auf der Hinfahrt gucken wir uns die Kapelle auf der Gotthardraststätte an. Eine leider viel zu wenig beachtete Wegkapelle mit einem tollen Innenhof; sehr beschaulich und sehr sinnlich.

Im Zentrum von Altdorf steht der berühmte Willhelm Tell auf seinem Sockel. Er drückt seinen Walterli ganz fest an sich und schaut verärgert auf den tosenden Strassenverkehr hinunter.
Was mich etwas verunsichert: Warum haben die beiden bloss nur Unterhosen an? Für einen Nationalhelden wäre es doch wohl nicht zuviel verlangt  Beinkleider zu tragen!

Im HAUS FÜR KUNST täten wir gerne Kunst anschauen, die haben aber grad Winterpause. Also gehen wir zum Türken nebenan und geniessen halt etwas orientalische Kochkunst und futtern einen Kebab mit viel scharf. Mundet guuut, war aber nicht viel scharf drin.

Hinter Altdorf spazieren wir den Hang hinauf zum Kapuzinerkloster. Unterwegs sind die vielen Bruchsteinmauern bemerkenswert, spätmittelalterliche Grenzmauern. Oben angekommen, geniessen wir den schönen Ausblick und die warme Sonne. Und den Föhn, der sich ab und zu mit einer lauen Böe bemerkbar macht. 16°C - traumhaftes Uri.