8. Januar 2011

kochen: Älpler-Magronen

Es gibt unzählige Varianten, wie man Älplermagronen zubereiten kann. Aber Muttis originales und altüberliefertes "Hindersi-Magronen"-Rezept schmeckt am Besten.

die Zutaten für 2 Personen:
100g Magronen, original sind die kurzen krummen, ich hatte grad nur lange.
1 Zwiebel
2 Kartoffeln
100g Sbrinz, Spalen oder einen anderen harten Bergkäse
1dl Rahm, etwas Butter
Salz, Pfeffer

Die Zwiebeln klein schneiden und in der Butter andünsten bis sie langsam braun werden. Die klein gewürfelte Kartoffeln dazu geben und kurz mitdünsten. Dann die Magronen hinein und mit 3 dl Wasser oder Bouillon angiessen, ordentlich salzen und köcheln lassen. Nach gut 12 Minuten sollten die Kartoffeln gar und die Flüssigkeit komplett aufgesogen sein. Nun den Rahm zugeben und nochmal kurz aufkochen lassen. Die Pfanne vom Herd nehmen und den geriebenen oder fein gewürfelten Käse unterheben. Kurz ziehen lassen – fertig.

Man kann noch Schnittlauch drüber streuen. Oder fein gewürfelte Chilli; aber niemals gebratene Zwiebeln. Das Rezept funktioniert nach dem Prinzip; mehr Käse - mehr gut.
Zu Älplermagronen isst man traditionell Apfelschnitz oder Apfelmus.

7. Januar 2011

Fragen: Tag des Schaumbades

Nicht vergessen: Morgen, am 8. Januar ist wieder der alljährliche „Tag des Schaumbades“, auch als "Bubble-Bath-Day" bekannt. Für meine herzallerliebste Frau G. und mich ein guter Grund, wieder einmal die Badwanne heimzusuchen; ist ja sowieso grad Samstag. Wir werden uns genüsslich im lauen Wasser aalen und vergnügt quicken. Bei romantischem Kerzenschein und seichter Schlagermusik; bei prickelndem Schaumwein und süssem Naschwerk.

Jetzt hoffe ich nur, dass unsere Nachbarn heuer nicht wieder früher vom Skifahren nach Hause kommen. Wir haben drum keine eigene Badwanne und bebaden jeweils die ihre...
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5. Januar 2011

barockes Hergiswald

Am Hang weit oberhalb von Kriens steht die Wallfahrtskapelle Hergiswald. Von aussen ist es bloss ein barockes Kirchlein, das Innere aber ist aber von  einzigartiger Pracht.

Vor allem die reichbemalte Kassettendecke ist beeindruckend. Ein Bilderhimmel mit über dreihundert Tafeln, bemalt mit rätselhaften und manch eigenartigen Motiven. Neben allerhand Heiligenfiguren ist auch ein Elefant, ein Drache und eine Mondfinsternis abgebildet; gemalt um 1654. Einzigartig - unbedingt mal anschauen.

3. Januar 2011

zuhause: Morgen ist Sonnenfinsternis

Morgen findet eine Sonnenfinsternis statt. Ist im Prinzip das Gleiche, wie die kürzlich veranstalteten Mondfinsternis, bloss das die Sonnenfinsternis tagsüber stattfindet. Die morgige Sonnenfinsternis beginnt etwa um 8:15 und geht dann bis gegen 10:30. Die Finsternis startet also gleich bei Sonnenaufgang, sofern nicht irgend ein Berge im Wege stehen.
Wer‘s verpasst kann bereits am 1. Juni die nächste sehen, müsste dazu aber an den Nordpol fahren. Oder dann am 1. Juli an den Südpol.

Und denkt daran, nicht in die Sonnenfinsternis starren, das gleissende Licht brennt einem sonst Löcher in die Augen oder ins Gehirn.

Nachtrag: scheiss Hochnebel!

ausgeflügelt: in die Irrenanstalt

Der Neujahrstag war ein nebliger und eisiger. Also grad richtig für einen winterlichen Ausflug.
Als erstes suchen wir Zofingen heim. Die Strassen sind wie ausgestorben, keine Leute, kein Autos; alles weg. Eien Seuche, man weiss es nicht? Bloss die schönen Häuser sind noch da; viel Barock und da und dort auch etwas Gotik - schön.

Im „Alten Schützenhaus“ ist Kunstausstellung; und da entdecken wir dann doch noch einige Eingeborene. Bin mir aber nicht sicher, obs Besucher oder Ausstellungsstücke sind?

In Aarburg macht die Aare einen scharfen Linksknick. Gut so, denn sonst flösse sie mitten durchs Städtchen. Hier an der sogenannte „Woog“ bilden sich interessante Strudel und Wellen; genau hinschauen. Aber auch Aarburg ist menschenleer, bloss ein Schwan hockt im kalten Wasser und bettelt um Altbrot.

Unmittelbar an der Kantonsgrenze Bern-Luzern liegt das ehemalige Kloster St. Urban. Einst ein Zisterzienserkloster, dann eine Irrenanstalt und heute eine Psychiatrische Klinik. Die barocke Kirche ist wegen ihres Chorgestühles berühmt. Das dunkelbraune Schnitzwerk quillt über vor pfausbäckigen Heiligen und absonderlichen Fratzen. Unbedingt sehenswert.

2. Januar 2011

mein Algerien 1991

Heute ist mir ein altes Foto aus Algerien in die Hände gekommen. Und weils so schön ist, zeige ichs mal:
Mein MB 207 D im November 1991 vor dem Iharen. Der markante Basaltberg ist etwa 1‘850m hoch und liegt nordöstlich von Tamanrasset in Südalgerien.

Das waren noch die Gute-Alte-Zeit, als wir jährlich in die Sahara reisten. Heute geht das leider nicht mehr...

31. Dezember 2010

libanesische Mezze

Neulich hat uns ein Erwinit zu libanesischen Mezze eingeladen. Er hat zahllose orientalische Köstlichkeiten zubereitet: Tahina (Sesampaste), Baba Ghannouge (Auberginenmus), mit Frischkäse und Haselnüssen gefüllte Datteln, Harissa mit Olivenöl und vieles mehr...

Euch allen alles Gute im neuen Jahr.
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30. Dezember 2010

Sternschnuppe gesehen

Gestern Abend schaute ich noch etwas nach den Sternen. Plötzlich sauste da eine Sternschnuppe von links nach rechts über den ganzen Nachthimmel und verschwand lautlos hinter einem Gebüsch in Nachbars Garten.

Heute Morgen, ganz früh, schlich ich mich mal in Nachbars Garten rüber. Wollte gucken, ob von der abgestürzten Sternschnuppe noch etwas zu finden ist. Und tatsächlich - nach kurzer Suche entdeckte ich die Einschlagstelle! Viel war von der Sternschnuppe nicht übriggeblieben, bloss noch einige güldene Spritzer im Schnee.
Ich hoffe nun, meine hastig gedachten Neujahrswünsche sind noch rechtzeitig bei der Sternschnuppe angekommen – bevor sie hinter dem Gebüsch aufgeschlagen hat.
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28. Dezember 2010

mein Neujahrsvorsatz

Neulich wurde ich nach meinem Neujahrsvorsatz fürs 2011 gefragt. Öhhm – ich habe mir dazu bisher noch gar keine Gedanken gemacht. Also hab ich mir noch gschwind einen Vorsatz gesucht.

Ich habe nun eine Auswahl geeigneter Vorsätze:
+ ich verzichte künftig auf Synchronschwimmen.
+ ich esse ein Jahr lang keine Innereien von Paarhufern.
+ ich trage nie mehr Leggings beim Nordic Walking, besonders keine lila.
+ ich bringe die "ausgeliehene" Schneeschaufel zurück - im Frühling.
+ ich bin lieb zu Wasservögeln, ausgenommen Enten und Schwäne.
+ ich bin nett zum hiesigen Katecheten, bewerfe ihn nicht mehr mit Unrat.
+ ich beschenke die Kindern nicht mehr mit Pissoir-Steinen als Lutscher.


Bin mir aber noch unschlüssig, welchen ich nehmen soll - ist sooo schwer.
Und es eilt, in wenigen Tagen ist Neujahr...
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27. Dezember 2010

Ohrenhaare

Ich bin jetzt in einem Alter, wo die Haare lichter werden und die Kräfte schwinden. Einzig die Ohrenhaare gedeihen üppiger den je. Früher habe ich diese mit allen Mitteln bekämpft; abscheren, ausreissen, abbrennen. Aber meine Ohrenhaare überstehen dies alles schadlos, wie die Kakerlaken einen Atomkrieg.

Nun habe ich erkannt, der Ohrenpelz ist nicht nutz- und sinnlos, wie ich immer dachte. Nein, ganz im Gegenteil; das Ohrenfell ist unverzichtbar.
Der alternde Mann läuft ja Gefahr, zu einem netten Opa zu verkommen. Vorbei die Zeiten, wo er ein kräftestrotzender Kerl war, von seine Kameraden bewundert und den Weibern angehimmelt. Heute wird er kaum mehr beachtet, einsam leistet er dem Fernseher und Hund etwas Gesellschaft. Dient bloss ab und zu den Enkelkindern als Kletterberg. Keine Zähne mehr zum zubeissen, müde Glieder, einen Schlappschwanz. Halt bloss noch ein abgehalfterter Gaul.
Einzig die Ohrenhaare spriessen zunehmend kräftiger. Mit ihnen kann der alternde Mann noch etwas Respekt erhaschen, die Aufmerksamkeit der jungen Frauen erregen und die freche Kinder erschrecken.

Danke, liebe Ohrenhaare.
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