6. Februar 2017

nach Marokko: grausliges und schönes in Südspanien

Costa del Perelló. Die ganze Nacht Meeresrauschen und am Himmel hat es zumindest einige Wolkenlöcher. Na gut, immerhin kein Regen. Und es ist auch nicht mehr so arschkalt, wie die letzten Nächte.
Heute wollen wir noch einmal Kilometer abspulen. Aber zuerst fahren wir ins etwa 30 km entfernte Alcanar

Eigentlich ist Alcanar ein ganz gewöhnlicher Ort, hätte sich hier nicht vor 39 Jahren ein schreckliches Unglück ereignet. Am 11. Juli 1978 fuhr rollte ein Tanklastwagen durchs Dorf. Just als er am Campingplatz „Los Alfaques“ entlang fuhr, platzte sein Tank und die 23 Tonnen Flüssiggas explodierten.
Durch die Explosion wurden auf dem Campingplatze über 500 Leute getötet oder verwundet. Viele der Verletzten starben noch in den nächsten Tagen und Wochen an ihren Brandwunden, so dass man am Schluss 217 Tote zählte.

Heute ist der Camping (n40.5953, e0.5702) längst wieder aufgebaut und neue Gäste bevölkern den Platz am Strand. Einzig ein kleines Denkmal mit den 217 goldenen Sternen erinnert an den schlimmen Tag; sonst nichts mehr.

Jetzt widmen wir uns aber wieder an Erfreulichem und fahren weiter. Als nächstes machen wir einen kleinen Abstecher nach Peníscola, einem Strand-Städtchen mit der Altstadt auf einem trutzigen Burghügel (n40.35836, e0.4059). Leider ist das Wetter grad sehr trüb – und so fahren wir bald wieder weiter. Bei Sonnenschein ist es hier ganz bestimmt wunderschön.

Am Nachmittag fahren wir noch ein rechtes Stück südwärts. Immer auf der Hauptstrasse E-340, an Valencia vorbei und bis nach Xàtiva. Frau G. fand den Namen so schön und darum wollen wir hier übernachten.
Zuerst fahren wir ins Einkaufszentrum. Wir sind fast die einzigen Kunden und viele Regale sind halbleer. Entweder haben die erst grad eröffnet oder sie stehen kurz vor dem Bankrott?
Zwecks Übernachtungsplatz-Suche fahren wir ins Stadtzentrum. Da sehen wir einen Wegweiser zum „Castillo“ und folgen ihm. Am Hang hoch über der Altstadt finden wir einen waagrechten Parkplatz unter einem Olivenbaum und mit einer grossartigen Aussicht über die Altstadt. Hier gefällt’s uns, da bleiben wir.

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