30. Juli 2016

Sommerferienwurst

der Muger macht Sommerpause, deshalb präsentiere ich euch ausnahmsweise einige meiner aktuellen Würste:

Heute die weltbekannte IKEA-Wurst. Bei uns kostet sie als Hotdog 1.- Franken. Und dies ist auch gleich der einzige Grund, sie zu essen.

28. Juli 2016

Sommerferienwurst

der Muger macht Sommerpause, deshalb präsentiere ich euch ausnahmsweise einige meiner aktuellen Würste:

Heute ein Wurstkäsesalat; also ein Cervelat-Massaker für Zahnlose und Löffelesser. Das Ganze angereicher mit verschiedenen vitaminreichen Gemüsen.

27. Juli 2016

Sommerferienwurst

der Muger macht Sommerpause, deshalb präsentiere ich euch ausnahmsweise einige meiner aktuellen Würste:

Heute drei kleine Bratwürste mit Whiskey - was man zwar nicht schmeckt, doch die Kleinigkeit ist gut zu erkennen. Dazu gibt es etwas Begleitgrün und Tomatenschnipsel.

26. Juli 2016

Sommerferienwurst

der Muger macht Sommerpause, deshalb präsentiere ich euch ausnahmsweise einige meiner aktuellen Würste:

Heute eine gebratene Cervelat, kreuzweise eingeschnitten und mit einem eben solchen Brötchen. Ganz puristisch und ohne Senf und Tischtuch serviert.

25. Juli 2016

so stelle ich mir das Paradies vor

Es ist heiss und wir flüchten uns in die Berge. Während die Menschen im Unterland von der Julihitze und der Zivilisation bedrängt werde, gibt es hier oben bloss die beschauliche Natur. Berge, himmelblauen Himmel und Kuhglockengebimmel in der Ferne.

Während Frau G. im Liegestuhl liegt und liest, arbeite ich drinnen eifrig an meinen Projekten. Nur ab und zu unterbrochen von Fütterungen oder einem Mittagsschlaf.
Genau so stelle ich mir das Paradies vor; einfach ganz ohne die Brämen und Stechmücken. Und mit schnellem Internet.

22. Juli 2016

pimmelhoch jauchzend

Einigen ist es bestimmt auch schon aufgefallen; keine neue Beträge! Das liegt vor allen daran, dass ich keine neuen geschrieben habe.
Vielleicht demnächst wieder. Odr so.

18. Juli 2016

Istanbul: Beşiktaş Fischmarkt - aus neu mach alt

Kürzlich in Istanbul: Der Stadtteil Beşiktaş soll eines der vielfältigsten und lebendigsten Vierteln der Stadt sein. Ich war noch nie da, bloss immer nur daran vorbei gefahren. Nun will ich‘s mir mal von Nahem anschauen. Vor allem den „Beşiktaş Balık Pazarı“, den neuen Fischmarkt (n41.0436, e29.0048).

so sah es am Anfang aus! (Bild: google.ch)
Der alte Beşiktaş Fischmarkt war – und so baute man einen neuen. Ein raffiniertes dreieckiges Dach spannt sich nun kühn über den Platz. Darunter sehr elegant Chromstahl-Fischtheken und sehr schönen rötliche Lampen - entworfen vom Istanbuler Büro GAD Architects.
Zuerst kamen von überall her die Architekturzeitschriften und Design-Heftli und berichteten über das neue Meisterwerk. Dann kamen die Fischhändler und räumten die stylischen Fischtheken raus und stellten wieder ihre versifften rein. Die Lampen wurden „privatisiert“ und die Halle mit allerlei Unrat besiedelt.

Die ortsansässigen Schmierfinken und Eckenpisser geben dem Betondach ihre individuelle Note, so dass heute vom ursprünglich sehr gelungenen Bau kaum mehr etwas zu sehen ist. Der Alltag hat hier die Architektur überwunden.
Ich kaufe mir ein Fischbrot und schlendere weiter.

16. Juli 2016

Istanbul: das Männer-Museum

Kürzlich in Istanbul: Trübes Wetter – also ins Museum. Seit einigen Jahren gibt es hier das „Rahmi M. Koç Museum“ (n41.0419, e28.9489), ein Technikmuseum für Leute wie mich.
Ich fahre mit dem Fährschiff hin; die Station Hasköy ist gleich nebenan. Das Museum befindet sich auf beiden Strassenseiten und ist sehr – öööhm – eigenwillig strukturiert. Man könnte es mit Sammelsurium umschreiben. Eine bunte Mischung von allerlei Fahr- Flug- und Schwimmzeug.

Neben den üblichen VW Käfer, Rolls-Royce und Ford T präsentieren sich auch einige „Anadol“ und „Otosan“.
In der Motorrad-Halle schwebt ein Solex 1400 über all den Harley, MotoGuzzi und Triumph.

Das tollste Eisenbahnen-Ausstellungsstück ist ein schicker Fiat Railcar “La Littorina” aus den 1930-er Jahren. Früher stand er in den USA, wo er Hurrikan Andrew schwer beschädigt wurde und dann als Leihgabe und zur Restauration hierher kam.

Der amerikanisch B-24 Liberator Bomber stürzte nach einem Einsatz in Rumänien vor der türkischen Küste ab. Vor einigen Jahren hat man das Wrack gehoben und es im Originalzustand belassen. So wie es aus dem Meer kam.

In einem alten Werftgebäude ennet der Strasse sind zwei, drei Flugzeuge. Natürlich wie in jedem Flugzeug-Museum weltweit eine Vampire DH-100 der Schweizer Luftwaffe. Diesmal die ehemalige J-1167.
Daneben sind noch unzählige Modelle ausgestellt. Und Druckmaschinen und Navigationsgeräte und, und, und. Mehr als ein einzelner Mensch je anschauen kann, oder mag.

14. Juli 2016

Obacht - die Bogenschützen treffen vielleich doch

Neulich kamen wir am Schiessstand der hiesigen Bogenschützen vorbei. Ich schaute eine Zeit lang zu, wie sie bogenschützten – um mich dann mit folgender Frage nachhaltig unbeliebt zu machen: «Sag mal» fragte ich eine der Bogenschützen, «willst du nicht mal versuchen in die Mitte zu treffen?»
Die nächste Zeit getraue ich mich jetzt nicht mehr in die Gegend, denn ich habe Angst, dass einer der Bodenschütze vielleicht dann doch mal in die Mitte trifft - in meine Mitte...

13. Juli 2016

die Giftwolke in Italien

Vor 40 Jahren explodierte in Seveso eine Chemianlage und daraufhin schwebte eine giftige Dioxinwolke über die Stadt.

Vor einigen Jahren bin ich hingefahren und habe mir die Überbleibsel angeschaut. Hier mein Reisebericht.

12. Juli 2016

nichts für Angsthasen

Noch selten habe ich einen sooo romantischen Bergsee gesehen, wie den Arnisee (n46.772, e8.643) hoch über Amsteg. Das Wasser kräuselt leicht im lauen Sommerwind und die Tannen rascheln gemütlich mit ihren Nadeln.
Die 3‘000-er haben noch Schnee und wir schlendern über die Alpwiesen und zupfen den Margeriten die Blätter aus. Sie liebt mich, sie liebt mich, sie liebt mich doch...

Zwischen dem Arnisee und dem Dorf Amsteg im Tal unten, ist eine fast 800 Meter hohe Felswand. Wir setzten uns deswegen in das enge und zitronengelbe Kabinlein und lassen uns dort hinauf seilbahnen.

Die LAA - Luftseilbahn Amsteg-Arnisee - wurde in den späten 1950-er Jahren erbaut und glänzt durch ihre robuste und äusserst simple Technik. Nichts daran ist überflüssig, oder schick.
Und vielleicht ist sie auch nichts für Ängstliche? Aber wir mögen den Flug über die schier senkrechten Felsen und Schründe hinauf und hinunter. Wenn die Talstation weit unten bloss noch ein kleiner Punkt ist. Und wenn die Kabine beim Masten schwungvoll auspendelt ‒ wunderschön.

11. Juli 2016

Bison - die Alternative zu Tofu

Sie haben die Ausmasse eines VW Golf und sind rundum mit Zottelfell bewachsen ‒ und sie sind eine nette Alternative zu Tofu: Die Bison.
Seit einigen Jahren wohnt hier in Giswil so eine Bison-Familie. Ich schaue ihnen gerne beim Fressen zu und stelle mir vor, wie sie dereinst als Wurst schmecken werden? Kräftig und urtümlich, erzählte man mir.

Und jedesmal wenn ich sie fotografieren will, laufen sie weg oder drehen sie mir ihr haariges Hinterteil zu. Ich mag sie anscheinend lieber, als sie mich.

9. Juli 2016

stummer Muger

Heute steht da nix, weil wir unterwegs sind.

... bloss ein Symbolbild - was mag es bedeuten?

8. Juli 2016

Istanbul: die toten Bahnhöfe

Kürzlich in Istanbul: Istanbul hat über 12 Millionen Einwohner und zwei grosse Fernbahnhöfe. Und beide sind mausetot. Es fährt kein einziger Zug.
Am europäischen Bahnhof Sirkeci endeten früher der legendäre Orient-Express und die anderen Fernzüge aus Paris, Budapest oder Genf.

Der Sirkeci-Bahnhof ist ein Kopfbahnhof im klassizistischen Stil des späten 19. Jahrhunderts. Seine prächtige Fassade zeigt zum Bosporus hin, doch der Eingang ist aber ums Eck herum - und alles andere als prächtig.
Der Bahnhof hat nur vier Bahnsteige, denn ursprünglich war er bloss als Zwischenlösung gedacht. Man wollte einen richtig grossen Hauptbahnhof bauen, was dann aber nie geschehen ist.

In einigen Jahren sollen hier auch wieder regelmässig Züge fahren. Doch daran glaubt eigentlich niemand mehr. Heute dient der Bahnhof jedenfalls nur noch als Abstellgleis für die Metro und für die neuen Marmaray-Züge. Einzig der Fahrkartenschalter ist geöffnet, doch Fahrgäste sind rar! Vor dem berühmten Bahnhofsrestaurant langweilt sich ein einsamer Kellner.
Gleich vor dem Sirkeci Bahnhof ist die alte Verladestelle, von wo früher die Züge mit Fähren über den Bosporus transportiert wurden. Aber auch hier ist alles geschlossen und verwahrlost.

Der Bahnhof Haydarpaşa steht drüben in Asien und direkt am Bosporus. Es ist ein prachtvoller Kopfbahnhof mit sieben Bahnsteigen. Von hier starteten einst die Züge nach Teheran, Bagdad und Damaskus. Nachdem 2009 das Dach brannte, stellte man nach und nach den Bahnverkehr ein.

Heute nutzt man den Bahnhof als Abstellplatz für ausrangierte Züge; alle vollgeschmiert und mit eingeschlagenen Fensterscheiben. Alles ist geschlossen. Ich laufe den Absperrungen entlang auf die Vorderseite. Das kleine Café ist noch da und müht sich durch den Alltag.
Hinter der Absperrwand find ich auch noch die alte Dampflock. Ein kümmerliches Überbleibsel der glanzvollen Zeiten.

7. Juli 2016

Frau G. hat einen roten Daumen

Manche Leute haben einen „grünen Daumen“, Frau G. hat einen roten. Ihr Peperoncini-Strauch auf dem Balkon trägt gleich dutzendfach Früchte. Feuerroter und rasend scharfer Chili. Oder Filfil, Pepper, Pfefferoni, Biber oder Gorria – wie andere dazu sagen.

Wir nenne sie Peperoncini und frieren sie ein. Einige tue ich sauer einlegen, aber davon berichte ich vielleicht ein andermal.

6. Juli 2016

Bulgarien: wie die Made im Speck

Vor zehn Jahren war ich letztmals in Bulgarien. Das meiste habe ich inzwischen vergessen, aber die schicken Flugzeugtreppen-Fahrzeuge auf dem Flughafen Burgas sind mir in Erinnerung geblieben. Flach und elegant wie ein – öööhm – wie komme ich jetzt auf Omelette mit Treppe.

Wir flogen damals mit der Tupolev TU-154 der „Air VIA“, die da im Hintergrund zu sehen ist. Die Tupolev war damals auch schon fast vierzig Jahre alt, aber es war ausgesprochen bequem und, weil alle drei Triebwerke am Heck waren, sehr leise. Zumindest innen, denn aussen machte es einen Höllenlärm und brandschwarzen Rauch.
Diese Tu-154, ich habe nachgeschaut, flog noch bis letztes Jahr in Russland herum. Inzwischen ist sie 48 Jahre alt und gammelt auf dem Flughafen Ufa vor sich hin.

5. Juli 2016

das Fabrikutop

Nach den Sommerferien wird die ehemalige Hürlimann Zementfabrik in Brunnen endgültig abgerissen. Wir nutzen die Kunstausstellung «Das Fabrikutop» um die Gebäude noch einmal anzuschauen.

Über die Kunst berichte ich später einmal, denn ich fand die alten Fabrikgebäude spannender. Ich mag verlassene Orte und verfallende Häuser halt fast noch etwas gerner als neue Kunst.

Die Ausstellung «Das Fabrikutop» dauert noch bis am 16. Juli und ist im alten Gesteinsmühle-Gebäude zu finden. Ein Besuch lohnt sich – aber es pressiert.

4. Juli 2016

Iran: mein Geld ist wieder da

Für unser Europcar-Mietauto im Iran mussten wir eine Kaution in bar hinterlegen: 300 Euro für allfällige Verkehrsbussen und so. Nun ist die Zeit um – und das Geld ist wieder da. Restlos und pünktlich wie versprochen.


Weil der Iran ja nach wie vor vom internationalen Bankensystem ausgeschlossen ist, könne sie den Betrag nicht direkt zu überweisen. Man benütze, wie angekündigt, eine Adresse in Kuwait. Und das hat nun tadellos geklappt.
Und nicht nur das. Zuerst erkundigte sich der Manager von Europcar Isfahan, ob wir wohlbehalten zuhause angekommen seien? Dann informierte er mich regelmässig über den Stand der Dinge. Bei der Überweisung bekam ich über jeden Schritt der Transaktion jeweils die entsprechenden Belege. Und nun zum Schluss die Anfrage, ob das Geld auch wirklich bei meiner Bank eingetroffen sei? Jedesmal verbunden mit allerlei Nettigkeiten und persönlichen Grüssen. Einen so perfekten Service habe ich noch nie erlebt. Und ich gebe es zu, auch nicht erwartet.

3. Juli 2016

die Perle in der Krone der Schöpfung

Kürzlich hat Frau G. gekocht: Bratwurscht und Röschti, mit brauner Zwiebelsauce und viel Liebe.

Ich wollte das bloss gesagt haben, falls einmal einer danach fragt.

1. Juli 2016

Revolutionär bei uns

Vor ein paar Jahren tauchte ein Foto auf, das Lenin in unserem Nachbardorf Flühli zeigen soll. Ich berichtete damals darüber. Kürzlich zweifelte jemand daran, ob das tatsählich Lenin sei? Der war nämlich eher klein und hatte wenig Haare. Manchmal tarnte er sich zwar mit einer Perücke; aber grösser machte die ihn wohl nicht. Und der Kerl auf dem Foto ist gross und haarig.
Also ging ich der Sache auf den Grund: Und siehe da – das alte Foto scheint tatsächlich nicht Lenin, sondern Leo Trotzki zu zeigen. Siehe das Vergleichsbild von Trotzki im Jahr 1915.

Lenin und Trotzki weilten damals beide in der Schweiz. An der Konferenz von Zimmerwald (Bern) konzipierten sie die russische Revolution und die kommunistische Sowjetunion. Wie’s aussieht, hat Trotzki damals seinen Freund Lenin im Entlebuch besucht. In der Lokalgeschichte war dies bis jetzt völlig unbekannt.

Und jetzt kommt die Überraschung! Vor einigen Jahren entdeckte ich im Wald oberhalb von Flühli einen Felsen mit einem eingeritzten Gesicht. Bisher konnte ich den abgebildetetn Kerl mit dem Kinnbart nicht identifizieren, vermutete aber schon immer einen Zusammenhang mit dem russischen Internierungslagers ganz in der Nähe.

Zeigt das Steingesicht Leo Trotzki?