3. Dezember 2015

Ligurien: Genua und der gewonnene Krieg

Vor 70 Jahren endete auch in Genua der Zweite Weltkrieg. Die alliierten Truppen vertrieben die Wehrmacht und befreiten/besetzten Italien. Wer genau hinschaut, kann in Genua auch heute noch Spuren diese Zeit finden.

Am Eingang zu den verwinkelten Altstadtgassen kann man da und dort immer noch die Warnungen der Amerikaner lesen: „THIS STREET OFF LIMITS OF ALL ALLIED TROOPS“ - diese Strasse ist für alle Truppen tabu! Man befürchtete damals, die Soldaten würden Opfer von Taschendieben, Schlägereien oder Prostitution.

In der Cattedrale San Lorenzo ist ein weiteres Überbleibsel aus dem Krieg zu besichtigen; ein Blindgänger. Es sind die Resten einer britischen 15-Zoll Granate, die am 9. Februar 1942 vom britischen Schlachtschiff „HMS Malaya“ abgeschossen wurde. Statt des Hafens traf es dabei allerdings die Kathedrale San Lorenzo. Von der Granate sind noch das Kerngeschoss und diepanzerbrechende  Kappe erhalten, die ballistische Haube fehlt. Die Granate war ursprünglich also noch deutlich länger.
Zum Glück war es ein Geschoss zum Schiffe-versenken und ist nicht explodiert. Sonst gäbe es heute von der einzigartigen Kathedrale wesentlich weniger anzuschauen. So gab es damals bloss ein Loch im Dach. Glück gehabt.

Kommentare:

  1. Puh, Genua muss wirklich sehr übel gewesen sein, wenn man bewaffnete Krieger vor den Gefahren des Hafenviertels warnen musste.

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    1. ... aber vielleicht wollte man auch nur die braven Genuesen vor den amerikanischen Soldaten schützen.

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