29. März 2013

knallbunte Ostern

Zum ersten Mal sah ich sie vor vielen Jahren im Iran – die farbige Küken. Es gibt sie aber anscheinend in ganz Asien. Und nun schwappt die Kücken-Mode auch nach Europa über.

Die Tierschützerinnen landauf-landab sind empört - von wegen Tiere quälen; und so. Ich finde aber, warum soll man bloss ungefärbte Hühner quälen dürfen?
In diesem Sinne - frohe Ostern.

28. März 2013

mein Schöneuterpreis

Neulich fragte ein Kumpel: «Muger, du bist doch ein schlauer, grosszügiger und hübscher Kerl» – gut, hat er nicht genau so gesagt, aber ich wollte es mal erwähnen - «... wohlhabender Kerl, würdest du nicht für unser Jubiläum etwas spenden?» Auf meine Nachfrage, um was es denn gehe, erklärte er mir: Die Braunviehzuchtgenossenschaft feiere ihr 100-jähriges Bestehen und veranstalte deshalb eine Viehschau. Und sie täten sich usinnig freuen, wenn ich einen Preis spenden würde.

Symbolbild
Da konnte ich natürlich nicht Nein-sagen. Ich stiftete den „Schöneuterpreis für Erstlaktierende“; und zwar für den Gewinner.
Es ist halt einfach ein gutes Gefühl, sich für das Braunvieh zu engagieren. Und für schöne Euter beim Nachwuchs.

27. März 2013

Giswil: nicht schön hier ...

Kürzlich hatte ich Auswärtige zu Besuch. Ich zeigte ihnen mein Heimatdorf; Giswil. Und auch die Landschaft drum herum. Die Berge, Seen und Sehenswürdigkeiten. Über uns der enzianblaue Himmel und im Geäst zwitschern die Vögelein. Am Wegesrand recken die Schneeglöggli ihre Hälse. Sooo schön.
Mit stolzgeschwellter Brust sagte ich: «oooh - ist das nicht schön hier». «Ja das stimmt – ist nicht schön hier» meinte einer!
Sowas - sowas tut weh im Herzen ...
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26. März 2013

Verbrechen lohnt sich nicht mehr

Vor einigen Jahren eigentumte ich ein blaues Velo. Wenn ich auf ihm durchs Quartier ritt, fühlte ich mich wie ein König. Der Fahrtwind wirbelte durch meine Frisur und die alleinerziehenden Mütter grüssten uns mit einem lieblichen Schmunzeln. Eine Pannenserie beendete dann leider unsere gemeinsame und glückliche Zeit.

Der Versuch, mein blaues Velo zu verkaufen, misslang kläglich. Und auch geschenkt wollte es keiner haben. Also stellte ich mein blaues Velo in aller Öffentlichkeit ab - und hoffte auf einen Dieb. Nach einigen Tagen schaute ich nach. Es stand immer noch da, einzig der Sattel wurde entwendet. Selbst auf die Diebe ist kein Verlass mehr.

25. März 2013

in den Kopf gestiegen

Arona ist ein hübsches Städtchen am Lago Maggiore, in Norditalien. Auf einem Hügel am Stadtrand steht das grosse Denkmal für den heiligen Karl Borromäus; San Carlo Borromeo. Die kolossale Figur ist stolze 35 Meter - und das ist für eine Statue aus dem späten 17. Jahrhundert Weltrekord.

Die Statue ist komplett mit Kupferblech verkleidet. Im Inneren verbirgt sich eine Eisenkonstruktion, die wiederum von einer schulterhohen Granitsäule gestützt wird.

Auf der Nordseite kann ich durch eine Luke dem Borromeo unter den Rock schlüpfen und über enge Treppen und Leitern bis in den Kopf hinauf klettern. Der ist völlig hohl, was von einem Heilige nicht unbedingt erwartet hätte. Vor mir das Gesicht von innen, drei Meter hoch - seltsam. Durch die Augen und Nasenlöcher gucke ich in die Landschaft hinaus.

Wegen der Enge dürfen jeweils bloss zwei Leute gleichzeitig hinaufsteigen. Wer mag, kann sich einen Sicherungsgurt ausleihen. Aber wer den nimmt, sagt der Pförtner, kehrt sowieso nach ein paar Metern wieder um.