Wer in fernen Ländern unterwegs ist, kennt das Problem, immer und überall diese Bettler. Vielen Neulingen ist das sehr unangenehm und sie wissen nicht wie reagieren. Ich handhabe das so: Jeden Morgen sortiere ich mein Bargeld. Das Einkaufsgeld versorge ich in der linken Hosentasche, das Kleingeld kommt als „Bettlergeld“ in die rechte Hosentasche. Es ist nämlich äusserst unangenehm, vor den Augen eines mausarmen Bettlers in seinem Geld zu wühlen um eine passende Münze heraus zu klauben.
Wenn ich nun einem Bettler was geben will, reicht ein Griff in die rechte Hosentasche. Und ich bin mir sicher, eine entsprechende Münze oder Note zu ergreifen.
Zudem habe ich mir angewöhnt, am Freitag ist jeweils mein „Bettler-Tag“, da gibt es etwas mehr. Das tut den Bettlern gut - und mir auch.
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Ein Bergler auf Abwegen. Der Schweizer Weltenbummler, Klugscheisser und Sapperlot berichtet von weltweit und zuhause. Ein Reiseblog.
18. März 2011
17. März 2011
Spinatkuchen für Trottel
Neulich habe ich gebacken; „Spinatkuchen mit Feta“. Es ist ein sehr einfaches Rezept, eines für Backtrottel.
die Zutaten für 2 Leute:
Blattspinat, tiefgekühlter Spinat geht am einfachsten
Teig, zum Beispiel fertigen Blätter- oder Pizzateig
2 Eier
ein Becher Saucenrahm
Zwiebel
Knoblauch
Käse, ich nehme Feta
gut 100 g gekochten Schinken
Salz, Pfeffer, Muskat
Den Tiefkühl-Blattspinat auftauen und dann kräftig ausdrücken. Die Zwiebel und den Knoblauch kleinschneiden und glasig dünsten. Die zwei Eier mit dem Rahm verquirlen und salzen, pfeffern.
Nun gewürfelten Kochschinken, die Zwiebeln und den Knoblauch auf dem Teig auslegen, dann den Spinat lose darauf. Mit dem Ei-Guss auffüllen und mit zerbröseltem Feta bestreuen. Etwa 30 Minuten bei 180° schön kräftig backen - und schon ist er fertig!
Wer wie Frau G. keinen Spinat mag, soll den Kuchen trotzdem mal versuchen. Und sonst könnte man den Spinat auch durch etwas anderes, zum Beispiel, Rosenkohl, ersetzen; wobei ich nicht versprechen kann, dass er dann besser munden tut!
die Zutaten für 2 Leute:
Blattspinat, tiefgekühlter Spinat geht am einfachsten
Teig, zum Beispiel fertigen Blätter- oder Pizzateig
2 Eier
ein Becher Saucenrahm
Zwiebel
Knoblauch
Käse, ich nehme Feta
gut 100 g gekochten Schinken
Salz, Pfeffer, Muskat
Nun gewürfelten Kochschinken, die Zwiebeln und den Knoblauch auf dem Teig auslegen, dann den Spinat lose darauf. Mit dem Ei-Guss auffüllen und mit zerbröseltem Feta bestreuen. Etwa 30 Minuten bei 180° schön kräftig backen - und schon ist er fertig!
Wer wie Frau G. keinen Spinat mag, soll den Kuchen trotzdem mal versuchen. Und sonst könnte man den Spinat auch durch etwas anderes, zum Beispiel, Rosenkohl, ersetzen; wobei ich nicht versprechen kann, dass er dann besser munden tut!
16. März 2011
meine Frühlingsrolle
Neulich bebte in Japan die Erde wie kaum je zuvor und eine Flutwelle ersäufte zehntausend Menschen. Zudem dampft es bei zahlreichen Atomkraftwerken aus allen Ritzen und sie verbreitet Angst und Schrecken.
Und was berichtet die kurzatmige Frau heute im Morgenradio? Hier in der Schweiz könnte demnächst die japanische Soja-Sauce knapp werden...
Da bin ich sprachlos - uns bleibt wohl gar nichts erspart! Als ob die Katasrophen nicht schon genug schlimm wären, müssen wir nun auch noch die dümmlichen Journalisten aushalten...
Auch ich mache mir grosse Sorgen - um meine Frühlingsrolle.
Und was berichtet die kurzatmige Frau heute im Morgenradio? Hier in der Schweiz könnte demnächst die japanische Soja-Sauce knapp werden...
Da bin ich sprachlos - uns bleibt wohl gar nichts erspart! Als ob die Katasrophen nicht schon genug schlimm wären, müssen wir nun auch noch die dümmlichen Journalisten aushalten...
Auch ich mache mir grosse Sorgen - um meine Frühlingsrolle.
15. März 2011
zu Besuch beim Heiligen
Von der Postauto-Haltestelle stiegen wir hoch zur „Samiglaiser Chappelä“, der Kapelle St. Niklausen in Kerns. Eine bemerkenswerte Kapelle mit beeindruckenden Fresken aus der Zeit um 1370 und einer reich bemalten Kassettendecke aus dem Barock; vergleichbar mit Hergiswald.
Es geht steil hinab ins Tal der Grossen Melchaa und zur Mösli-Kapelle. In dieser spätmittelalterlichen Kapelle wohnte einst der Bruder Ulrich, ein Weggefährte von dem Bruder Klaus. Der Legende nach hauste er unter einem grossen Stein. Dieser eiszeitliche Gletscherfindling kann heute im Nebenraum der Kapelle bewundert werden. Um ihn ranken sich einige Lokal-Legenden.
So, ab hier geht es nun nur noch bergab, zuerst Richtung Sachseln bis zur Lordes-Kapelle am Wissibach. Dann weiter über die Sachsler-Allmend und die Polenstrasse ganz hinunter nach Sarnen.
13. März 2011
unterwegs: Fluchen nach Zahlen
Vor einigen Jahren sass ich im Süden von Tunesien in einem Strassencafe und trank mein BOGA. In der Nähe sass ein Wüstenfahrer und beäugte seinen parkierten Töff. Immer wenn die Dorfbuben seine Maschine befingerten, schrie
er ihnen Zahlen zu: «Siebenhundertneunundneunzig - hundertdreiunddreissig - Dreitausendzweihundertfünfundachtzig» und so weiter...
Ich schaute und hörte dem Tun eine Weile zu. Warum ruft der immer Zahlen? Und was sind das für Zahlen?
Er klärte mich auf: Er schreit Zahlen statt Fluchwörter. Die Einheimischen verstehen ja sowieso kein deutsch und so macht es für sie ja keinen Unterschied. Er schreit und sie lassen die Finger von seinem Töff. Er aber kann sich die Flucherei ersparen und den Anstand wahren.er ihnen Zahlen zu: «Siebenhundertneunundneunzig - hundertdreiunddreissig - Dreitausendzweihundertfünfundachtzig» und so weiter...
Ich schaute und hörte dem Tun eine Weile zu. Warum ruft der immer Zahlen? Und was sind das für Zahlen?
Ein huerä gscheiter Wüstenfahrer; von ihm kann man einiges lernen.
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12. März 2011
Robidog wird 30
Ihr alle kennt das: Ein Hund drückt krummbucklig eine Geggel aus seinem Leib. Gschwind bückt sich das Herrchen und greift nach dem warmweichen Würstchen im Gras; die Greifhand mit einem schwarzen Plastiksäckli geschützt. Kurz mit der anderen Hand das Säckli auf links gezogen, und schon ist das Hundedreck im besagten Plastiksäckli gefangen. Der Hündeler trägt das fest zugeknüpfte Säckli nun wie eine Trophäe mit sich, um es dann in einen grasgrünen Sammelkasten zu stopfen; in einen „Robidog“. Der Blechkasten sieht aus wie ein Briefkasten - der ginge übrigens auch, aber die Pöstler mögen das gar nicht.
Der Robidog wurde heuer vor 30 Jahren, 1981, von Joseph Rosenast aus Thun erfunden. Der Robidog gehört wie die Ovomaltine, das Rivella, der Turbo und die Swatch zu den bekanntesten Schweizer Erfindungen.
Die schwarzen Robidog-Plastiksäckli eignen sich auch wunderbar als Znünisäckli. Und nachher kann man damit ja immer noch ein Köter-Pralinen einsammeln.
Die schwarzen Robidog-Plastiksäckli eignen sich auch wunderbar als Znünisäckli. Und nachher kann man damit ja immer noch ein Köter-Pralinen einsammeln.
10. März 2011
Untiefe auf eigene Gefahr!
9. März 2011
zuhause: nicht die Sändy beissen - neiiin!
Gestern ging ich dann doch nochmal an die Fasnacht, Umzug anschauen. Es begab sich, dass ich genau hinter einer Frauengruppe zu stehen kam. Diese hatte ihr Rudel Kinder mitgebracht. Alle verkleidet; die Mädchen waren pink oder lila Feen. Die Buben als Cowboys eingekleidet und mit Plastik-Revolvern bewaffnet.
Genau vor mir stellte sich die Leitkuh hin; gebärfreudiges Becken, üppige Milchdrüsen, spannende Stretch-Jeans, hohe Stiefel, Sonnenbrille im Haar - und eine eindringliche Stimme.
Aber gut, hingucken muss man ja nicht. Aber leider hinhören! Im Gegensatz zu den Augen, lassen sich meine Ohren nicht zu machen.
Das ging nun immerzu so:
«Tscheiiisen – nicht die Sändy... nein, nicht – neiiiiin!»
«Tschastin komm her; sofort! komm heeer, nein - sooofort! Tschastiiiin!»
«Tscheisen, Tscheeiiisen! Hör jetzt... - neiiin»
«wääähhh»
«Tschastiiiiiin, Tscheiiiisen, wer hat der Kimberli sei Flügel runtergerissen?»
«wääähhh»
«Geht da weg. Komm her, neiiin, nicht, nicht die Flügel, neiiiiin, Lewin»
«wääähh – der Tscheisen... wääähhh»
«Tscheisen – nicht die Sändy... nein, nicht die Krone – neiiin! Tscheiiisen!»
Währenddessen zogen unzählige lustige Maskeraden und farbige Guggenmusigen vorbei, ja ein ganzer Fasnachtsumzug. Und es wurde Zeit, dass ich auch weiter ziehe. Noch lange konnte man in der Ferne das langsam leiser werdende Geblöcke der Leitkuh vernehmen:
«Tscheiiisen, Tschastiiiiiin - neiiin...»
Genau vor mir stellte sich die Leitkuh hin; gebärfreudiges Becken, üppige Milchdrüsen, spannende Stretch-Jeans, hohe Stiefel, Sonnenbrille im Haar - und eine eindringliche Stimme.
Aber gut, hingucken muss man ja nicht. Aber leider hinhören! Im Gegensatz zu den Augen, lassen sich meine Ohren nicht zu machen.
Das ging nun immerzu so:
«Tscheiiisen – nicht die Sändy... nein, nicht – neiiiiin!»
«Tschastin komm her; sofort! komm heeer, nein - sooofort! Tschastiiiin!»
«Tscheisen, Tscheeiiisen! Hör jetzt... - neiiin»
«wääähhh»
«Tschastiiiiiin, Tscheiiiisen, wer hat der Kimberli sei Flügel runtergerissen?»
«wääähhh»
«Geht da weg. Komm her, neiiin, nicht, nicht die Flügel, neiiiiin, Lewin»
«wääähh – der Tscheisen... wääähhh»
«Tscheisen – nicht die Sändy... nein, nicht die Krone – neiiin! Tscheiiisen!»
Währenddessen zogen unzählige lustige Maskeraden und farbige Guggenmusigen vorbei, ja ein ganzer Fasnachtsumzug. Und es wurde Zeit, dass ich auch weiter ziehe. Noch lange konnte man in der Ferne das langsam leiser werdende Geblöcke der Leitkuh vernehmen:
«Tscheiiisen, Tschastiiiiiin - neiiin...»
8. März 2011
internationaler Frauentag
Heute feiern wir Feministen den „internationalen Frauentag“. Neben dem Valentinstag, Muttertag, Maria Empfängnis und dem Altweibersommer wohl der wichtigste Frauentag im Jahr.
Dieses Jahr in Kombination mit dem "internationalen Autosalon Genf" und dem "Fasnachtszyschtig". Also für jede von uns ein Feiertag.
Vielen Dank allen bewegten Frauen. Ohne euch wäre die Welt um ein Vielfaches trister. Aber wohl auch etwas weniger kompliziert.
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Dieses Jahr in Kombination mit dem "internationalen Autosalon Genf" und dem "Fasnachtszyschtig". Also für jede von uns ein Feiertag.
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7. März 2011
Konfetti in der Unterhose
Gestern waren Frau G. und ich an der Strassenfasnacht. Ich hatte meine geheimnisvolle Eulen-Mütze auf, wurde aber dennoch von allen erkannt. Es war schön, kalt, laut und bunt. Und wir wurden mit Konfetti und allerlei Bonbon beworfen. Die Pfefferminz-Lutscher warf ich zurück, die mag ich nicht.
Nächstes Jahr will ich mich als Fischstäbli verkleiden. Oder als Barbie? Vorerst klaube ich mir jetzt aber die diesjährigen Konfetti aus den Ohren und den Unterhosen.
Und dann beginnt die neue Reisemobil-Saison...
Und dann beginnt die neue Reisemobil-Saison...
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