25. Dezember 2010

Kunst: Rubens und weitere schöne Bilder

In Stans wird wie jeden Winter grosse Malerei gezeigt; die "Frey-Näpflin-Stiftung" öffnet für kurze Zeit ihre Türen.

Diese Jahr werden neben den grossen Meister auch noch zwei Sonderausstellungn gezeigt: "Alpenromantik" und die Werke von "Melchior Paul von Deschwanden". Mir hat ganz besonders die Alpenromantik gefallen. Schroffe Berge, saftige Wiesen und Alpenglühen. Manchmal eine Gratwanderung zwischen Kunst und Kitsch.
Und dann natürlich die permanente Ausstellung mit den grossen Meistern. Rubens, van Dyck und viele andere...

22. Dezember 2010

Toilette, Klo und so

Wer im Ausland mal muss, ist immer wieder überrascht über die eigenartigen Toiletten. Oft funktionieren (und riechen) sie völlig ungewohnt.

Bei der Beschriftung/Beschilderung der Toiletten fängt es schon an: Férfi/női steht zum Beispiel in Ungarn für Mann/Frau. In Griechenland ANDRON/GYNAIKON oder so. Um herauszufinden, wo du hinein musst, kannst du warten, bis jemand herauskommt. Oder du gehst schnurstracks hinein und hoffst auf einen Treffer…

Bist du dann drinnen, wirst du manchmal feststellen - da ist KEINE Kloschüssel. Die wurde nicht etwa entwendet; das ist eine Hock-Toilette. Die Benutzung ist ganz einfach: Du stehst auf die vorgesehnen Trittflächen, Hosen runter bis zu den Knien und dann mit gespreizten Beinen hinhocken, wie eine Kröte. Also hinten ganz runter und die Ellenbogen auf die Knie. Wenn das Gleichgewicht hergestellt ist, kommen lassen.
Wenn deine Hosen zu weit unten sind, liegen sie in der Klobrühe, wenn sie zu wenig unten sind, brünzelst du dir in den eigenen Hosenbund. Auf Halbmast ist also richtig. Und du hättest geschlossene Schuhe anziehen solle, jetzt ist es aber zu spät dafür.
Wenn du fertig bist, merkst du für gewöhnlich - da ist KEIN Papier! Das hättest du selber mitbringen sollen. Mancherorts ist aber links an der Wand ein kleiner Wasserhahn. Etwas Wasser in die Hand und damit reinigst du dir den Auspuff. Mancherorts hat es dazu bloss einen Wasserkübel oder eine Plastikkanne. Ist die leer, hättest du sie vorher auffüllen sollen!
Natürlich hast du IMMER eigenes WC-Papier dabei; ein Taschentuch oder Zeitungspapier geht auch, und in manchen Ländern deren Papiergeld. Das gebräunte Papier kommt anschliessend nicht in das Klo. Das schwarze Loch ist bloss daumendick und täte sofort verstopfen. Der Arschwisch kommt in den nebenan stehenden Korb. Also, da kommt das Gebrauchte rein; das ist NICHT der Papierspender.

Das wäre jetzt der Idealfall gewesen. Oft hat das Toilettehäuschen kein Schloss an der Tür, oder keine Tür. Oder weniger als vier Wände. Manchmal hat sie kein Wasser, dafür ist es bereits vollgeschissen. Nicht beirren lassen, das ist vermutlich landestypisch. In diesem Fall hockst du dich gescheiter in den Strassengraben und lässt den Monsun spülen. Eine finstere Hausecke oder ein Gebüsch gehen auch.

20. Dezember 2010

Morgen ist Mondfinsternis

Wie wir alle wissen, wird morgen wieder einmal eine Mondfinsternis veranstaltet. Wer zugucken will, muss während dem Zmorgen nach Nordwesten schauen. Dort wird der Mond als schmale Sichel untergehen.
So eine Mondfinsternis ist eigentlich eine feine Sache. Da verschwindet der Vollmond für einige Stunden vom Nachthimmel. Die ausserfahrplanmässige Dunkelheit nutze ich gerne, um meine Müllsäcke dem Nachbarn in den Garten zu stellen. Und mir auf dem Rückweg noch seine Schneeschaufel auszuleihen. Aber leider geht das Morgen schlecht. Wenn die Mondfinsternis beginnt, beginnt auch schon die Morgendämmerung.

neulich: Sex-Spielzeug vom Migros?

Neulich haben sie mir an der Migros-Kasse so ein hellblaue Papierbrieflein mitgegeben. „OCEAN MANIA“ steht drauf und es sind einige fischartige Gestalten abgebildet. Ich habe die Brieflein immer brav gesammelt und wollte sie dann zu Weihnachten meinem Göttimeitli schenken.

Heute habe ich mal ganz gwunderig so ein Briefli geöffnet. Oh Schreck - was sah ich da: Sex-Spielzeug. Eine Vielzahl von genoppte Schwengeln, kitzligen Rubblern und wuschigen Saugrüsseln. Als Weinachtsgeschenk eignet sowas wohl kaum...
Aber laut dem Text auf der Rückseite soll es sich hierbei um harmloses Meeres-Getier handeln. Ja, ja - wer's glaubt!

18. Dezember 2010

Schwyz: Fondue-Nostalgie-Fahrt auf den Rigi

Gestern Abend machten wir eine „Fondue-Nostalgie-Fahrt“ auf den Rigi. Nun, manch einer denkt sich wohl: Bei Nacht und Schneegestöber auf einen Aussichtsberg, öhm, was soll das? Aber ich kann allen sagen; es war wunderschön. Und sau-romantisch.

Durch massenhaft Neuschnee kämpfte sich der alte Triebwagen auf den Gipfel. Oben auf Rigi Kulm war es dann etwas schattig und zugig, so um -15° und heftiges Schneetreiben. Wir machten dennoch einen kleinen Spaziergang. Der Schnee knirschte unter meinen Schuhen und Frau G. bewarf mich mit Schneeknollen.
Im Innern des historischen Bahnwagens war es mollig warm geheizt, um nicht zu sagen höllisch heiss. Das Fondue mundete und der anschliessende Kuchen auch. Bloss von der grandiosen Aussicht war nichts zu sehen, nur finstere Nacht und polarige Schneeflocken.

16. Dezember 2010

Geflügel im Storenkasten

Wenn ich zum Fenster hinaus schaue, so sehe ich meine Store; eine Rafflamellenstore aus Aluminium. Gebördelt und mit Gummidichtungen. Sie hängt die meiste Zeit teilnahmslos im Storenkasten. Bloss an heissen Sommertagen bequemt sie sich ab und zu mal raus. Aber darum geht’s jetzt nicht.
Heute musste ich beobachten, wie sich etwas im Storenkasten versteckte. Sofort legte ich mich auf die Lauer und wollte das Tier fotografieren, sollte es wieder zum Vorschein kommen. Und tatsächlich, nach kurzer Zeit kam es raus. Es war aber blitzschnell, so dass ich es nicht auf ein Foto bannen konnte. Ich konnte es aber klar und deutlich sehen: ein Vogel. Nicht das ich etwas gegen Geflügel hätte, nein, aber nicht in meinem Storenkasten. Ich kenne das von früher. Anfangs versteckt sich da eines, und dann ein zweites. Und dann machen sie zahlreichen Nachwuchs. Winzigkleine, flauschige Vögelein. Die aber machen Dreck wie eine Büffelherde.

Das Vogelvieh war insgesamt wohl graublau. Am Bauch aber gelb wie ein Löwe und an der Seite gestreift wie eine Hyäne. Die Grösse etwa wie ein Huhn; mindestens. Und es hatte kräftige Krallen und einen spitzen Schnabel. Zudem hat der Raubvogel böse geschaut, sehr-sehr böse, wie ein Geier; oder ein Adler. Mit lauten Geschrei und heftigen Armwedeln gelang es mir dann, das Untier zu verscheuchen. Ich befürcht aber, es kehrt zurück. Und dann wohl nicht alleine...

14. Dezember 2010

kochen: herzliche Eier

Heute habe ich gekocht; ein Spiegelei. Aber was für eines! Ein wachsweiches Spiegelei in warmem, knusprigem Brot.

Dazu wird die Brotscheibe zuerst einseitig geröstet. Dann ein Loch ins weiche Brotinnere geklaubt und umgedreht wieder in die Bratpfanne. Ein Ei in die so entstandene Öffnung kippen und braten. Fertig.
Und wer jetzt schreit; «so ein Seich, ist ja bloss ein gewöhnliches Spiegelei!»
Das mag ja stimmen. Aber Kerle; damit könnt ihr eure Weiber bezirzen. Die werden ob der netten Präsentation quicken vor Entzückung. Odr so....

13. Dezember 2010

der H.R. Giger in Sarnen

Zur Zeit läuft in Sarnen eine grosse H.R. Giger Ausstellung. Zahlreiche Skulpturen und Bilder werden gezeigt.

Der Hansruedi Giger ist seit dem Hollywoodfilm „Alien“ weltbekannt. Seine grusligen Maschinenmenschen mit all ihren Krallen und Schwänzen und offenliegenden Wirbelsäulen sind, sagen wir es mal so, eigenwillig. Irgendwie düster und abstossend. Und auch etwas kitschig.
Aber die Ausstellung auf dem Landenberg ist schon allein wegen der tollen Lage unbedingt einen Besuch wert. Also - nichts wie hin...

12. Dezember 2010

mein senfgelber Pulli

Beim Aufräumen kam mir ein völlig unbekannter, senfgelber Pullover in die Hände. Ich kann mich beim besten Willen nicht daran erinnern, ihn gekauft, geschweige denn, ihn jemals getragen zu haben. Da er aber in meinem Schrank lag, muss er wohl meiner sein. Der Stoff erinnerte mich an geschlachtete Teddybären. Senfgelbe, tote Teddybären! Also weg damit.
Da mir grad so vorweihnächtlich zu Mute war, verheizte ich das grässlichen Ding nicht einfach, nein, ich stopfte es einen Altkleider-Container.

Ich stelle mir nun vor, wie sich in Armenien oder Äthiopien eine Familie um ein Paket versammelt. Auch etlich Verwandte und zahlreiche Nachbarn sind gekommen. Und ein paar Gaffer aus dem Dorf. Sie alle wollen dabei sein, wenn das Hilfspaket geöffnet wird. Sich die Schätze aus dem reichen Norden ansehen. Und dann wird die Schachtel erwartungsvoll geöffnet und das Familienoberhaupt hält meinen senfgelben Pulli in die Höhe! Und keiner weiss, was das sein könnte? Etwas Gerausliges, Gelbes. Gross wie ein Familienzelt, aber mit Ärmeln – jedenfalls will niemand mit dem furchtbare Ding etwas zu tun haben. Und so schläft ab der kommenden Nacht der flohige Hofhund drauf.
Jetzt schäme ich mich ...
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10. Dezember 2010

da sind Erdnüsse drin

Neulich kaufte ich im Coop einen Sack Spanische Nüssli; Erdnüsse.

So aus purer Laaangeweile lese ich die Deklaration auf der Tüte. Und was steht da geschrieben:
„Erdnüsse geröstet“ - klar; Erdnüsse.
„Zutaten: Erdnüsse.“ – ja klar, Erdnüsse; habe ich nicht anders erwartet.
i Allergie: Enthält Erdnuss.“ – ja das überrascht mich jetzt aber schon. Wenn ich geahnt hätte, dass da Erdnüsse drin sind. Nein, dann hätt ich die nicht gekauft. Das hätte man mir doch sagen müssen! Erdnüsse drin; in den Erdnüssen? Was sich die Lebensmittelindustrie bloss alles ausdenkt!
Und jetzt kommt's noch dicker; da sollen sogar Gen drin sein, in den Erdnüssen; Gene. GENE!