Im Innern des historischen Bahnwagens war es mollig warm geheizt, um nicht zu sagen höllisch heiss. Das Fondue mundete und der anschliessende Kuchen auch. Bloss von der grandiosen Aussicht war nichts zu sehen, nur finstere Nacht und polarige Schneeflocken.
Ein Bergler auf Abwegen. Der Schweizer Weltenbummler, Klugscheisser und Sapperlot berichtet von weltweit und zuhause. Ein Reiseblog.
18. Dezember 2010
Schwyz: Fondue-Nostalgie-Fahrt auf den Rigi
Gestern Abend machten wir eine „Fondue-Nostalgie-Fahrt“ auf den Rigi. Nun, manch einer denkt sich wohl: Bei Nacht und Schneegestöber auf einen Aussichtsberg, öhm, was soll das? Aber ich kann allen sagen; es war wunderschön. Und sau-romantisch.
Durch massenhaft Neuschnee kämpfte sich der alte Triebwagen auf den Gipfel. Oben auf Rigi Kulm war es dann etwas schattig und zugig, so um -15° und heftiges Schneetreiben. Wir machten dennoch einen kleinen Spaziergang. Der Schnee knirschte unter meinen Schuhen und Frau G. bewarf mich mit Schneeknollen.
Im Innern des historischen Bahnwagens war es mollig warm geheizt, um nicht zu sagen höllisch heiss. Das Fondue mundete und der anschliessende Kuchen auch. Bloss von der grandiosen Aussicht war nichts zu sehen, nur finstere Nacht und polarige Schneeflocken.
Im Innern des historischen Bahnwagens war es mollig warm geheizt, um nicht zu sagen höllisch heiss. Das Fondue mundete und der anschliessende Kuchen auch. Bloss von der grandiosen Aussicht war nichts zu sehen, nur finstere Nacht und polarige Schneeflocken.
16. Dezember 2010
Geflügel im Storenkasten
Wenn ich zum Fenster hinaus schaue, so sehe ich meine Store; eine Rafflamellenstore aus Aluminium. Gebördelt und mit Gummidichtungen. Sie hängt die meiste Zeit teilnahmslos im Storenkasten. Bloss an heissen Sommertagen bequemt sie sich ab und zu mal raus. Aber darum geht’s jetzt nicht.
Heute musste ich beobachten, wie sich etwas im Storenkasten versteckte. Sofort legte ich mich auf die Lauer und wollte das Tier fotografieren, sollte es wieder zum Vorschein kommen. Und tatsächlich, nach kurzer Zeit kam es raus. Es war aber blitzschnell, so dass ich es nicht auf ein Foto bannen konnte. Ich konnte es aber klar und deutlich sehen: ein Vogel. Nicht das ich etwas gegen Geflügel hätte, nein, aber nicht in meinem Storenkasten. Ich kenne das von früher. Anfangs versteckt sich da eines, und dann ein zweites. Und dann machen sie zahlreichen Nachwuchs. Winzigkleine, flauschige Vögelein. Die aber machen Dreck wie eine Büffelherde.
Das Vogelvieh war insgesamt wohl graublau. Am Bauch aber gelb wie ein Löwe und an der Seite gestreift wie eine Hyäne. Die Grösse etwa wie ein Huhn; mindestens. Und es hatte kräftige Krallen und einen spitzen Schnabel. Zudem hat der Raubvogel böse geschaut, sehr-sehr böse, wie ein Geier; oder ein Adler. Mit lauten Geschrei und heftigen Armwedeln gelang es mir dann, das Untier zu verscheuchen. Ich befürcht aber, es kehrt zurück. Und dann wohl nicht alleine...
Heute musste ich beobachten, wie sich etwas im Storenkasten versteckte. Sofort legte ich mich auf die Lauer und wollte das Tier fotografieren, sollte es wieder zum Vorschein kommen. Und tatsächlich, nach kurzer Zeit kam es raus. Es war aber blitzschnell, so dass ich es nicht auf ein Foto bannen konnte. Ich konnte es aber klar und deutlich sehen: ein Vogel. Nicht das ich etwas gegen Geflügel hätte, nein, aber nicht in meinem Storenkasten. Ich kenne das von früher. Anfangs versteckt sich da eines, und dann ein zweites. Und dann machen sie zahlreichen Nachwuchs. Winzigkleine, flauschige Vögelein. Die aber machen Dreck wie eine Büffelherde.
14. Dezember 2010
kochen: herzliche Eier
Heute habe ich gekocht; ein Spiegelei. Aber was für eines! Ein wachsweiches Spiegelei in warmem, knusprigem Brot.
Dazu wird die Brotscheibe zuerst einseitig geröstet. Dann ein Loch ins weiche Brotinnere geklaubt und umgedreht wieder in die Bratpfanne. Ein Ei in die so entstandene Öffnung kippen und braten. Fertig.
Und wer jetzt schreit; «so ein Seich, ist ja bloss ein gewöhnliches Spiegelei!»
Das mag ja stimmen. Aber Kerle; damit könnt ihr eure Weiber bezirzen. Die werden ob der netten Präsentation quicken vor Entzückung. Odr so....
Und wer jetzt schreit; «so ein Seich, ist ja bloss ein gewöhnliches Spiegelei!»
Das mag ja stimmen. Aber Kerle; damit könnt ihr eure Weiber bezirzen. Die werden ob der netten Präsentation quicken vor Entzückung. Odr so....
13. Dezember 2010
der H.R. Giger in Sarnen
Zur Zeit läuft in Sarnen eine grosse H.R. Giger Ausstellung. Zahlreiche Skulpturen und Bilder werden gezeigt.
Aber die Ausstellung auf dem Landenberg ist schon allein wegen der tollen Lage unbedingt einen Besuch wert. Also - nichts wie hin...
12. Dezember 2010
mein senfgelber Pulli
Beim Aufräumen kam mir ein völlig unbekannter, senfgelber Pullover in die Hände. Ich kann mich beim besten Willen nicht daran erinnern, ihn gekauft, geschweige denn, ihn jemals getragen zu haben. Da er aber in meinem Schrank lag, muss er wohl meiner sein. Der Stoff erinnerte mich an geschlachtete Teddybären. Senfgelbe, tote Teddybären! Also weg damit.
Da mir grad so vorweihnächtlich zu Mute war, verheizte ich das grässlichen Ding nicht einfach, nein, ich stopfte es einen Altkleider-Container.
Ich stelle mir nun vor, wie sich in Armenien oder Äthiopien eine Familie um ein Paket versammelt. Auch etlich Verwandte und zahlreiche Nachbarn sind gekommen. Und ein paar Gaffer aus dem Dorf. Sie alle wollen dabei sein, wenn das Hilfspaket geöffnet wird. Sich die Schätze aus dem reichen Norden ansehen. Und dann wird die Schachtel erwartungsvoll geöffnet und das Familienoberhaupt hält meinen senfgelben Pulli in die Höhe! Und keiner weiss, was das sein könnte? Etwas Gerausliges, Gelbes. Gross wie ein Familienzelt, aber mit Ärmeln – jedenfalls will niemand mit dem furchtbare Ding etwas zu tun haben. Und so schläft ab der kommenden Nacht der flohige Hofhund drauf.
Jetzt schäme ich mich ...
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Da mir grad so vorweihnächtlich zu Mute war, verheizte ich das grässlichen Ding nicht einfach, nein, ich stopfte es einen Altkleider-Container.
Jetzt schäme ich mich ...
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10. Dezember 2010
da sind Erdnüsse drin
Neulich kaufte ich im Coop einen Sack Spanische Nüssli; Erdnüsse.
So aus purer Laaangeweile lese ich die Deklaration auf der Tüte. Und was steht da geschrieben:
„Erdnüsse geröstet“ - klar; Erdnüsse.
„Zutaten: Erdnüsse.“ – ja klar, Erdnüsse; habe ich nicht anders erwartet.
„i Allergie: Enthält Erdnuss.“ – ja das überrascht mich jetzt aber schon. Wenn ich geahnt hätte, dass da Erdnüsse drin sind. Nein, dann hätt ich die nicht gekauft. Das hätte man mir doch sagen müssen! Erdnüsse drin; in den Erdnüssen? Was sich die Lebensmittelindustrie bloss alles ausdenkt!
Und jetzt kommt's noch dicker; da sollen sogar Gen drin sein, in den Erdnüssen; Gene. GENE!
„Erdnüsse geröstet“ - klar; Erdnüsse.
„Zutaten: Erdnüsse.“ – ja klar, Erdnüsse; habe ich nicht anders erwartet.
„i Allergie: Enthält Erdnuss.“ – ja das überrascht mich jetzt aber schon. Wenn ich geahnt hätte, dass da Erdnüsse drin sind. Nein, dann hätt ich die nicht gekauft. Das hätte man mir doch sagen müssen! Erdnüsse drin; in den Erdnüssen? Was sich die Lebensmittelindustrie bloss alles ausdenkt!
Und jetzt kommt's noch dicker; da sollen sogar Gen drin sein, in den Erdnüssen; Gene. GENE!
9. Dezember 2010
koreanisch Poker
Wir spielten meist auf zwanzig Punkte. Je nach Temperatur und Region dauert so ein Spiel weniger als eine Halbe Stunde. Koreanisch Poker ist deswegen ein ideales Kartenspiel für unterweg.
8. Dezember 2010
neulich: die grüne Jacke mit dem Wulst
Neulich, genaugenommen heute, hat sich folgendes zugetragen. Frau G. hat seit gut einem halben Jahr eine neue Outdoor-Jacke. Es ist eine grüne Jacke, keine billige Jacke. Die Farbe ähnlich dem Apfel-Shampoo, das ich so mag; so hellgrün-grün. Sie sieht darin hinreissend aus - aber darum geht es jetzt nicht.
Seit einigen Tagen klagt Frau G., dass sich bei der Jacke im Schulterbereich so ein Wulst bildet. Vermutlich habe sich da die wärmedämmende Füllung verschoben? Oder das Innenleben sei gerissen; oder so. Jedenfalls, so etwas darf bei einer so teuren und noch fast neuen Jacke nicht sein. Das wolle sie reklamieren! Uns so kam es, dass Frau G. heute Mittag in das Fachgeschäft fuhr und ihren Mangel dort präsentierte.
Schon eine Minute später war sie wieder aus dem Geschäft raus. Und sie wurde freundlich informiert, dass sich im Kragen ihrer grünen Outdoor-Jacke eine Kapuze befindet! Nicht bloss eine Kapuze; ein ganze Sturmhaube…
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Schon eine Minute später war sie wieder aus dem Geschäft raus. Und sie wurde freundlich informiert, dass sich im Kragen ihrer grünen Outdoor-Jacke eine Kapuze befindet! Nicht bloss eine Kapuze; ein ganze Sturmhaube…
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das Urinal
In New Delhi wohnten wir jeweils im „Tourist-Camp“ in der Nehru Marg. Das war eine etwas eigentümliche Bungalow-Anlage in einem kleinen Park, mitten in der Millionenstadt. Da gab es Standard-Rooms für 100 Rupies und Delux-Rooms für 130 Rupies (6,50 sFr.). Der Unterschied zwischen diesen beiden Zimmern war; das Bett im Delux-Zimmer hatte eine Matratze...
Über dem Pissoir hing ein Schild: «Bitte keine Zigaretten ins Urinal werfen!»
Darunter hat jemand hingekritzelt: «die werden drum ganz nass - und lassen sich nachher kaum mehr anzünden»
Über dem Pissoir hing ein Schild: «Bitte keine Zigaretten ins Urinal werfen!»
Darunter hat jemand hingekritzelt: «die werden drum ganz nass - und lassen sich nachher kaum mehr anzünden»
6. Dezember 2010
neulich: die Mandarinen Böcke
Heute mal etwas Bildung: Die Mandarine
Die Mandarinen siedeln in Herden im Geäst des Mandarinenbaumes (Citrus reticulata), einer Zitruspflanze aus der Familie der Rautengewächse. Sie klammern sich dabei an die orangenfarbenen Fruchtkörper und sind so perfekt getarnt.
In ruhigen Dezembernächten kann man gelegentlich einige der Männchen bei der Brunft beobachten. Die Mandarinenböcke lösen sich dann für kurze Zeit von ihren Wirtspflanzen und präsentieren sich aufdringlich den Weibchen. Sobald die Begattung stattgefunden hat, klammern sie sich beide wieder an die Fruchtkörper und verharren regungslos. Viele der Mandarinen fallen Fressfeinden zum Opfer. Einige überleben jedoch und so haben die Mandarinenstuten im folgenden Jahr oft reichlich Nachwuchs.
Die Mandarinen siedeln in Herden im Geäst des Mandarinenbaumes (Citrus reticulata), einer Zitruspflanze aus der Familie der Rautengewächse. Sie klammern sich dabei an die orangenfarbenen Fruchtkörper und sind so perfekt getarnt.
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