26. September 2013

BahnOsten Rumänien: ichliebedich PennyMarkt

Braşov. Wir haben in unserem Bahnhofhotel wunderbar geschlafen. Die Züge haben wir kaum gehört, nur die Lautsprecherdurchsagen. Die Sache mit dem Frühstück entpuppte sich als unerwartet schwierig. Die Küche ist noch nicht parat; es gibt bloss einen Not-Kaffee.

Pünktlich um 8:40 fährt unser Zug los. Fünf, sechs Wagen und eine der üblichen rotweissen E-Lok vorne dran. Heute reisen wir 1. Klasse. Das hört sich jetzt aber wesentlich besser an, als es sich anfühlt. Ein betagter Grossraumwagen mit betonharten Polstern.

Die Strecke ist recht malerisch, zwischen den Täler sind Hügel. Ab und zu mit einer mittelalterliche Burg obendrauf. Dann wieder Tümpel und Morgennebel.
Ein Teil der Bahnstrecke ist wegen Bauarbeiten gesperrt, was uns eine halbe Stunde Verspätung einbringt. Sighişoara erreichen wir deshalb erst gegen halb zwölf.

Die Altstadt von Sighişoara liegt auf einem Hügel und ist sehr, seeehr malerisch. Mittelalterliche Häuser und wehrhafte Türme. Wir steigen bis ganz hinauf zur Bergkirche. Viel Gotik und nebenan ein Friedhof voller uralter Grabsteine.

Da wir den ganzen Tag hier sind, haben wir reichlich Zeit. Schon wieder Pizza, dann Limonenkuchen mit Meringue. Dann lesen und dösen auf einer Parkbank. Die Sonne lässt das bunte Herbstlaub leuchten. Herrlich schön hier.

Am Abend schlendern wir zurück zum Bahnhof. Hier warten wir auf den Nachtzug nach Budapest. Noch sind es vier Stunden bis zur Abfahrt. Wir setzen uns deshalb ins Bahnhof-Café und trinken welchen. Da spricht mich eine zahnlose Frau an: Sie könne deutsch sprechen; «ichliebedich, aufwidersehen» und «PennyMarkt» ist ihr kompletter Wortschatz. Unser Gespräch ist dementsprechend eher kurz und fruchtlos.

IR 1745 Braşov–Sighişoara, 2:22 h (2:45 h), 128 km, 1.Klasse, 9.60 Euro

Kommentare:

  1. Was ist ein "Not-Kaffee"?

    Habt ihr eigentlich die Reise von zuhause aus minutiös vorgeplant? Welcher Zug wann wohin und welche Hotels? Oder kann man sowas komplett im Reisebüro buchen? Nee, sowas macht ihr doch nicht, oder?

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    1. Das hat der beste Reiseführer der Welt geplant und gebucht = der Muger

      Danke für die Superreise

      Gruss Frau G.

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    2. Hoi Zurken - ich habe mich monatelang und intensivst auf die Expedition vorbereitet. Odr so...
      Also ich habe einige Wochen vor der Reise im Internet die Fahrscheine gekauft und dann die notwendigen Hotels reserviert. Und mir auf dem Flohmarkt einige Taschenbücher besorgt, und einige Wurstbrote gestrichen. Mehr nicht. Der Rest ist - öööhm - Talent :-)

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  2. Hab jetzt wieder richtig Lust auf eine Bahnreise bekommen. Aber planen würde ich sowas nicht. Das geht doch auch alles spontan. Oder hättet Ihr ohne Vorausbuchungen Probleme mit vollen Zügen, ausgebuchten Hotels u.s.w. bekommen ??
    Grüße
    Heinz

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    1. Die rumänische Bahn verlangt immer eine Reservation; und manche Züge waren recht voll. Vorallem aber profitierten wir durch das Vorausbuchen von Rabatten und Sonderpreisen.

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    2. Äh, also, ich widerspreche ja nur ungern, aber das mit der Reservation stimmt nicht. Wir sind ja auch Zug gefahren, dort in Rumänien

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    3. alle - ausser die Regionalzüge. Die langsamen, die überall anhalten.

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  3. Ein sehr schönes Städtchen ist das. Das sollte ich mir bei Gelegenheit auch noch mal ansehen

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  4. Ja gut, aber reservieren kann man doch auch vor Ort noch am Tag der Abreise oder am Tag vorher. Das muss man doch nicht Wochen vorher übers Internet machen, oder? Ich habs halt lieber spontan, gelle !?
    Grüße
    Heinz

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    1. ja - aber die Aktionspreise (Fernzüge) gibts halt bloss im Internet.

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    2. ... und die Fahrpläne gibt es auch im Internet. Und wenn du dann da den richtigen Zug gefunden hast, kannst du ihn auch gleich buchen.
      Der rumänische Fahrplan ist oft ungünstig. Manche Züge fahren nur in der Nacht, oder kommen erst sehr spät oder sehr früh am morgen an. Das wollten wir nicht. Und so war das Angebot an Zügen nicht grad üppig. Also hiesse das vorgängig planen. ;-)

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  5. Da habt Ihr aber Glück gehabt, dass die Fahrpläne stimmten. Letztes Jahr im Sommer, da stimmte von dem, was uns die Deutsche Bahn gesagt hat, nix. Und wir konnten nicht vorbuchen, zum Beispiel, um von Budapest nach Rumänien zu kommen bzw wieder zurück, weil die Deutsche Bahn die Ticktes gar nicht verkauft hat. Da habt Ihr in der Schweiz wahrlich eine pfiffigere Verkehrsgesellschaft.Machte aber nix, da wir für alle Fernzüge noch vor Ort lösen konnten. Mit Vorverkaufsrabatt war da natürlich nix mehr zu machen. Aber war auch so sehr billig

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    1. nö - Ich habe die Fahrpläne direkt bei der rumänischen und ungarischen Bahn angeschaut. Und auch die Tickets dort gekauft; online. Das hat gut geklappt,

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  6. Wie hast Du denn bezahlt? Mit Karte übers Internet, oder wie?
    Grüße
    Heinz

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    1. ja genau - und dann kann man die Tickets gleich ausdrucken.

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