6. Juni 2011

Sandalen des Grauens

Neulich war es sommerlich warmes Wetter. Und so begab es sich, dass es mich nach kurzen Hosen gelüstete. Kühle Brise um die Schenkel, und so. Dazu zog ich mir die braunen Sandalen an. Die lümmeln schon jahrelang im Schuhregal herum. Nun sollen sie wieder mal etwas Auslauf bekommen.
Soweit, so gut. Ich trabte los mit meinen Füsslingen. Aber schon bald verspürte ich so ein komisches Gefühl beim Gehen. So ein schlurfiges Schmatzen. Ein klumpfüssiges Stolpern. Da muss etwas Defekt sein an meinen Hinterläufen!

Und tatsächlich - die Sohlen meiner bejahrten Sandalen sind eingerissen. Der Plastik der Sohle fühlt sich eigenartig brösmelig an, so wie alter Kuchen. Und bei jedem Schritt verliere ich Teile davon. Ja, ganze Brocken, wie Brotrinde, fallen heraus. In meiner Not gelingt es mir grad noch, den nächsten Müll-Container zu erreichen. Einem Seemanns-Begräbnis gleich lasse ich mein ehemaliges Schuhwerk über den Blechrad gleiten. Mit einem dumpfen Poltern verschwinden es in den dunklen Tiefen des Müllkübels. Adieu Latschen.
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Kommentare:

  1. Hoi lamiacucina
    Ich trug die Sandalen natürlich nicht wegen ihrer bergtauglichkeit, sondern weil sie so hübsch anzuschauen waren. Und überdies meine Beine aufwerteten.

    liebe Grüsse vom Muger

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  2. Um die war es nicht schade. Vielleicht hat auch Frau G. nachgeholfen?

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