7. Februar 2014

die Sache mit der Stimmung

Abstimmungen - von vielen werden wir da darum beneidet. Oder ausgelacht, je nach Resultat. Am nächsten Sonntag ist wieder soweit - Abstimmung. Für die Ausländer unter euch, erzähle ich mal, wie das bei uns genau geht. Alle anderen können hier etwas lesen.
Die „Direkte Demokratie“ kommt immer in einem grauen „Stimmkuvert“ zu mir nachhause. Darin befinden sich einige „Stimmzettel", das „Abstimmungsbüchlein“ und die „Stimmkarte“.

Auf den Stimmzetteln kann ich nun jede „Vorlagen“ mit "ja" oder "nein" beantworten -  und nicht etwa angekreuzt, wie viele meinen. Will ich protestieren, so kann ich auch „leer“ oder „ungültig einlegen". Und dann muss ich nur noch die gelbe Stimmkarte unterschreiben - und das war's schon.
Nun habe ich zwei Möglichkeiten wie es weiter geht: „Briefliche Stimmabgabe“ oder „Urnengang“. Die meisten nutzen ersteres. Man stopft alles wieder ins Stimmkuvert und wirft es in den nächsten Briefkasten. Die anderen spazieren am „Abstimmungssonntag“ damit ins „Stimmlokal“ und geben dort "ihre Stimme ab".
Pünktlich um 12:00 werden dann die „Urnen geschlossen“ und im „Stimmbüro“ beginnt die „Auszählungen“. Die schnellsten Stimmbüros sind so gegen halb zwei fertig damit. Und gegen Abend sind dann alle durch und das "Schlussresultat" steht endgültig fest.

Am nächsten Sonntag stimmen wir über Eisenbahninfrastruktur, Abtreibung und Zuwanderung ab. Am 9. März sind kantonale Gesamterneuerungswahlen. Am 8. Mai ist Gemeindeversammlung und am 18. Mai wieder eine Abstimmung.
Wir dürfen insgesamt etwa sechs bis acht Mal im Jahr abstimmen. Und etwa die Hälfte aller „Stimmbürger“ macht mit; die Klugen und die Furzanzünder.
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6. Februar 2014

Alteisengeschichten: da ist Loch im Flieger

Kartoffelgross seien sie gewesen, die Hagelkörner im Juni 2006. Sie zerstörten viele tausende Hausdächer. Und auch das „Internationale Luftfahrtmuseum Villingen-Schwenningen“. Beinahe alle ausgestellten Flugzeuge gingen dabei kaputt.

Als wir das Museum besuchten, sah es da aus wie nach einer verlorenen Schlacht. Die Flugzeuge waren zerbeult und richtiggehend durchlöchert.  Ein schrecklicher und schauerlich schöner Anblick zugleich.
Das auf dem Bild ist eine polnische Antonow An-2. Nicht selten, aber dennoch schade drum. Wie es heute ums Museum steht, weiss ich gar nicht, denn ich war seither niemals mehr da- Aber ein Besuch lohnt sich bestimmt immer noch.

5. Februar 2014

Alteisengeschichten: DC-3

Vor dem Flughafen München stehen einige Flugzeuge auf der Wiese. Darunter eine DC-3 der Swissair, die HB-IRN. Eigenartigerweise steht das genau das gleiche Flugzeug auch im Verkehrshaus in Luzern! Zweimal Swissair HB-IRN?

Beide Flugzeuge gehörten ursprünglich der US Army Air Force. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden beide nach Europa verkauft. Die Münchner DC-3 nach Dänemark, die Luzerner DC-3 an die Swissair.

Die originale Swissair DC-3 flog bis 1969 im Liniendienst. Danach schenkte die Swissair den Flieger dem neuen Verkehrshaus Luzern. Bevor sie dahin kam, stand sie ein paar Jahre auf dem Flugplatz Buochs, von wo sie dann nach Luzern verschifft wurde. Seit 1972 ist sie da ausgestellt. Vor einigen Jahren erhob sie sich dann noch einmal in die Luft; am Kran, als sie den Bauarbeiten weichen musste.

Die DC-3 in München flog ursprünglich für verschiedene skandinavische Fluggesellschaften. Dann kam sie nach Deutschland und stand ab 1989 als Ausstellungs-Flieger im Flughafen Frankfurt. Und seit einigen Jahren im falschen Swissair-Lack in München.

4. Februar 2014

Alteisengeschichten: grauslige Stahlmonster

Die Geschichte der Schweizer Panzertruppen ist eine wenig ruhmreiche. Während des Krieges hatte sie nämlich fast gar keine. Dann kaufte man einige Gebrauchte und Überzählige aus dem Krieg. Gleichzeitig entwickelte die Maschinenindustrie eigene Panzer. Die funktionierten mal mehr oder weniger gut. Darum kaufte man dann solche aus Deutschland und Amerika. Und lagerte sie ein, um sie später zu entsorgen.

Jedenfalls war schon immer Thun das Herz der Panzertruppen. Und hier gibt es auch ein „Panzermuseum“, wo etwa vierzig angejahrte Panzer ausgestellt werden. Sie stehen im Kasernenhof und rosten vor sich hin. Was man allerdings nicht sogleich sieht, da die Kolosse immer mal wieder neu angepinselt werden.
Es werden vor allem Prototypen und Kriegsrelikte ausgestellt. Denn nach dem Krieg organisierte sich die Armee etliche Beutepanzer, um sie zu testen, vor allem abgeschossene deutsche Panzer aus Frankreich.

Das „Panzermuseum“ in Thun ist frei zugänglich und kostenlos, einfach den Pförtner-Soldaten fragen.

3. Februar 2014

Alteisengeschichten: Breschnew schrottete seinen Rolls

Leonid Breschnew war lange Jahre Staatsoberhaupt der damaligen Sowjetunion. Er war ein leidenschaftlicher Autofahrer und sammelte exklusive Autos. Gerne auch solche aus dem klassenfeindlichen Westen; Mercedes, Cadillac und so. Und noch lieber fuhr er damit herum; rasant und tollkühn.

So auch im Frühsommer 1980. Breschnew fährt mit seinem Rolls-Royce Silver Shadow durch Moskau. Zum Leidwesen seiner Sicherheitsleute verlässt er spontan den Konvoi und braust mit der 180 PS Limousine übers Pflaster. Aus unbekanntem Grund verlassen ihn kurzzeitig seine Fahrkünste. Ungebremst prallt er auf den Lastwagen vor ihm. Der Sowjetpräsident übersteht den Unfall wohlbehalten, aber der Rolls ist hin.

Die arg zerknitterte Edel-Limousine kann man heute im Automuseum in Riga anschauen. Am Steuer sitzt ein Breschnew aus Plastik und schaut erstaunt, was er da angerichtet hat.

1. Februar 2014

was man über den Winter wissen muss

Wenn ich in der Schulzeit eines gelernt habe, dann das man im Winter zum velofahren Handschuhe anziehen sollte. Aber erst kürzlich ist mir klar geworden: Immer - jawohl ohne Ausnahme immer - zuerst die Fingerhandschuhe anziehen. Und erst dann die Fäustlinge drüber.

Ich hab es auch andersherum ausprobiert - das Ergebnis war wenig überzeugend.