Zurzeit stecke ich ja mitten in den Vorbereitungen für unsere nächste Frühlingstour. Die erste Etappe führt uns nach Deutschland. Darum habe ich mich mal mit diesem, für uns so eigenartigen, Doitschland beschäftigt.
Als erstes habe ich mich in die Fachpublikation „SonntagsBlick“ vertieft. Die haben nämlich herausgefunden: 64% der Schweizer mögen „die Deutschen“.
Das stimmt uns doch schonmal recht zuversichtlich. Und; man muss seine Nachbarn ja nicht unbedingt "mögen", in Ruhe lassen reicht allemal. So wie wir das auch mit unseren Welschen, Tessinern und den Rumantschen handhaben.
Das kuschlige Ergebnis der Umfrage sollte uns aber nicht über die gewaltigen Unterschiede hinweg täuschen:
- Wir sind im Tennis unschlagbar, dafür lassen wir die Deutschen manchmal beim Fussball gewinnen.
- Wir haben den kraftstrotzenden Franken, sie lediglich Euroli.
- Sie haben eine „Verordnung zum Erlass und zur Änderung von Vorschriften über die Kennzeichnung emissionsarmer Kraftfahrzeuge“, wir nicht.
- Sie haben den Döner-Kebab erfunden, wir die WC-Ente.
- Sie kommen in Scharen zu uns - jetzt kommen wir...
Ein Bergler auf Abwegen. Der Schweizer Weltenbummler, Klugscheisser und Sapperlot berichtet von weltweit und zuhause. Ein Reiseblog.
10. Mai 2012
9. Mai 2012
der Aff und mein Hai
Der Mensch unterscheidet sich kaum vom Affen. Mehr als 99% der Gene sollen gleich sein. Der Aff trägt Pelz und Schwanz; der Mensch statt dessen Kleidung und Verantwortung. Und genau deswegen betrat ich neulich die H&M-Kleiderei. Ich tue das ja äusserst ungern. Aber es musste sein, ich muss verhindern, dass man mich mit einem Primaten verwechselt.
Gleich beim Eingang lagen braune Hosen im Regal. Die Grösse war gut, also bezahlen und raus hier. Aber die Beinlänge war ungenügend, zu kurz; vermutlich Schimpansen-Hosen. Nach endloslanger Sucherei fand ich dann so graubeige Hosen. Mit Beinen bis zu den Füssen runter. OK – die nehm ich. Ich wollte bloss noch raus hier. Da zwinkerte mir wildfremder Kerl zu und sagte: « nicht schlächt - die Hosen!». Aber was erzähl ich das alles; darum geht es ja gar nicht.
Der wildfremde Kerl hatte tätowierte Arme. Über und über. Drachen und so. Und nun dachte ich, jetzt wo der Sommer kommt, wäre so eine Tätowierung vielleicht auch etwas für mich. Ich will auch aussehen wie ein wilder Kerl. Drum habe ich mir einen Weissen Hai mitten auf den Bauch täto… malt.
Gleich beim Eingang lagen braune Hosen im Regal. Die Grösse war gut, also bezahlen und raus hier. Aber die Beinlänge war ungenügend, zu kurz; vermutlich Schimpansen-Hosen. Nach endloslanger Sucherei fand ich dann so graubeige Hosen. Mit Beinen bis zu den Füssen runter. OK – die nehm ich. Ich wollte bloss noch raus hier. Da zwinkerte mir wildfremder Kerl zu und sagte: « nicht schlächt - die Hosen!». Aber was erzähl ich das alles; darum geht es ja gar nicht.
Der wildfremde Kerl hatte tätowierte Arme. Über und über. Drachen und so. Und nun dachte ich, jetzt wo der Sommer kommt, wäre so eine Tätowierung vielleicht auch etwas für mich. Ich will auch aussehen wie ein wilder Kerl. Drum habe ich mir einen Weissen Hai mitten auf den Bauch täto… malt.
Sieht richtig abenteuerlich aus - grrrr…
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8. Mai 2012
mehr Busen gucken
Man muss sich das wohl so vorstellen: Da stehen damals die einflussreichsten Geographen beisammen, alte Herren mit Schnauz, und grübeln, wie man das Stück Meer östlich der Ostsee nennen könnte. Diesen wenig beachteten Zipfel zwischen Estland und Finnland.
Keiner hat eine Idee. Und dann sagt einer: „Busen“ wäre doch nett. Weich, warm und heimelig – das würde doch gut passen. Ja - nennen wir’s „Finnischer Meerbusen“…
Demnächst starten wir zu unserer alljährlichen Frühjahrsreise. Diesmal wollen wir in den Norden; diesen finnischen Meerbusen anschauen. Und die baltischen Staaten und Polen. Und natürlich auch Deutschland; Bayern und Sachsen und so.
Die erste Etappe von hier bis nach Dresden bin ich alleine unterwegs. Ich werde mich vorallem der Lokalkultur annehmen; der Wurstwaren und so. Und ich werde regelmässig berichten. Demnächst geht’s los.
Keiner hat eine Idee. Und dann sagt einer: „Busen“ wäre doch nett. Weich, warm und heimelig – das würde doch gut passen. Ja - nennen wir’s „Finnischer Meerbusen“…
Demnächst starten wir zu unserer alljährlichen Frühjahrsreise. Diesmal wollen wir in den Norden; diesen finnischen Meerbusen anschauen. Und die baltischen Staaten und Polen. Und natürlich auch Deutschland; Bayern und Sachsen und so.
Die erste Etappe von hier bis nach Dresden bin ich alleine unterwegs. Ich werde mich vorallem der Lokalkultur annehmen; der Wurstwaren und so. Und ich werde regelmässig berichten. Demnächst geht’s los.
7. Mai 2012
der teuerste Schrei
Kürzlich wurde „der Schrei“ von Edvard Munch verkauft. Es ist zwar bloss eines von vier Schrei-Gemälden. Aber der Käufer bezahlte dafür trotzdem 119‘922‘500 Dollar. Nun rätseln alle, wer der geheimnisvolle Käufer wohl sein mag?
Gerüchte behaupten nun, der Käufer sei ein neureicher Araber aus Katar. Doch das sind das bloss wage Vermutungen...
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Gerüchte behaupten nun, der Käufer sei ein neureicher Araber aus Katar. Doch das sind das bloss wage Vermutungen...
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6. Mai 2012
5. Mai 2012
kluger mit Muger
Diese Woche habe ich wieder viel Neues gelernt:
1. Heuschrecken haben ihre Ohren am Knie – Knieohren.
2. ich sollte künftig im IKEA kein gelbes Hemd tragen.
3. ich kann Wein in Urin verwandeln – fast wie der Messias.
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1. Heuschrecken haben ihre Ohren am Knie – Knieohren.
2. ich sollte künftig im IKEA kein gelbes Hemd tragen.
3. ich kann Wein in Urin verwandeln – fast wie der Messias.
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4. Mai 2012
den Manta vergraben
Es war Ende März 1996 und auf der Strasse lag etwas Schnee. Einer aus Brunnen, ich nenne ihn mal „Ruedi“, fuhr mit seinem Manta gerne zügig. Doch in dieser Nacht gingen ihm zuerst die Bodenhaftung und dann die Strasse aus. Er prallte in ein abgestelltes Auto. Um seinen Fahrausweis nicht schon wieder zu verlieren, fahrerflüchtete er.
Anhand der Kollisionsspuren fand die Polizei schnell heraus, dass es sich beim Verursacher um einen hellen Opel Manta Jahrgang 82 handelt. Die Beamten machten das Einfachste zuerst: Sie boten alle in Frage kommenden Mantabesitzer zu einer Visite auf. Alle wussten nichts von einem Unfall, auch Ruedi nicht. Bloss er war der einzige, der seinen Manta nicht herzeigen konnte. Er habe ihn verkauft, in den Ostblock. Die Polizei wollte die Geschichte aber nicht so recht glauben.
Ruedi wusste, sein geliebter Manta muss sofort verschwinden, sonst erwischen sie ihn. Er fuhr zu einem Kumpel. Gemeinsam liessen sie alle Flüssigkeiten aus dem Auto und entfernten die Batterie. Dann hoben sie mit dem Mistladekran eine tiefe Grube aus und beerdigten den Manta. Der Neuschnee überdeckte die Grabstätte.
Die Polizei ermittelte hartnäckig weiter. Nach einigem hin und her gestand Ruedi schliesslich alles. Er wollte aber keinesfalls seinen Kumpel in die Sache hineinziehen. Weil er geständig und auch sonst ein Ehrlicher war, konnte er die Beamten überreden, dass er seinen Opel Manta ohne Zeugen ausgraben und der Polizei übergeben konnte.
Im Herbst 1996 suchte Günther Jauch von RTL für die neue Sendung „Menschen, Bilder, Emotionen“ interessante Geschichten. Und so kam es, dass Ruedi am 15. Dezember im Fernsehen kam. Und zu seiner grossen Überraschung schenkte ihm RTL einen genau gleichen Opel Manta Jahrgang 82. Den fuhr er dann aber nicht selber, er versteigerte ihn für einen guten Zweck.
Anhand der Kollisionsspuren fand die Polizei schnell heraus, dass es sich beim Verursacher um einen hellen Opel Manta Jahrgang 82 handelt. Die Beamten machten das Einfachste zuerst: Sie boten alle in Frage kommenden Mantabesitzer zu einer Visite auf. Alle wussten nichts von einem Unfall, auch Ruedi nicht. Bloss er war der einzige, der seinen Manta nicht herzeigen konnte. Er habe ihn verkauft, in den Ostblock. Die Polizei wollte die Geschichte aber nicht so recht glauben.
Ruedi wusste, sein geliebter Manta muss sofort verschwinden, sonst erwischen sie ihn. Er fuhr zu einem Kumpel. Gemeinsam liessen sie alle Flüssigkeiten aus dem Auto und entfernten die Batterie. Dann hoben sie mit dem Mistladekran eine tiefe Grube aus und beerdigten den Manta. Der Neuschnee überdeckte die Grabstätte.
Die Polizei ermittelte hartnäckig weiter. Nach einigem hin und her gestand Ruedi schliesslich alles. Er wollte aber keinesfalls seinen Kumpel in die Sache hineinziehen. Weil er geständig und auch sonst ein Ehrlicher war, konnte er die Beamten überreden, dass er seinen Opel Manta ohne Zeugen ausgraben und der Polizei übergeben konnte.
Im Herbst 1996 suchte Günther Jauch von RTL für die neue Sendung „Menschen, Bilder, Emotionen“ interessante Geschichten. Und so kam es, dass Ruedi am 15. Dezember im Fernsehen kam. Und zu seiner grossen Überraschung schenkte ihm RTL einen genau gleichen Opel Manta Jahrgang 82. Den fuhr er dann aber nicht selber, er versteigerte ihn für einen guten Zweck.
3. Mai 2012
mein Bär sieht aus wie Schicklgruber
Unsere Zeitungen sind voll von Berichten über den Bären in Graubünden. Er heisst M13 und ist ein Braunbär aus Italien. Er streift im Dreiländereck umher und ängstigt die Unterländer.
Ich habe ja auch einen. Bären meine ich, nicht Unterländer. Meiner heisst „Funzi“ und ist ein Teddybär. Heute erschrak ich heftig, als ich ihm zuschaute, wie er auf dem Regalbrett hockt und nichts tat. Gepferdeckel - mein „Funzi“ sieht aus wie Schicklgrubers Bub - dieser Adolf Hitler...
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Ich habe ja auch einen. Bären meine ich, nicht Unterländer. Meiner heisst „Funzi“ und ist ein Teddybär. Heute erschrak ich heftig, als ich ihm zuschaute, wie er auf dem Regalbrett hockt und nichts tat. Gepferdeckel - mein „Funzi“ sieht aus wie Schicklgrubers Bub - dieser Adolf Hitler...
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2. Mai 2012
dicke Mauern und Schädelspalter
Der König Albrecht I. war ein mächtiger Herrscher. Bis ihm am 1. Mai 1308 einige Adlige den Schädel spalteten. Einer der Mörder war Walther von Eschenbach aus Luzern.
Albrechts Kumpel reagierten auf den Meuchelmord mit einem Rachefeldzug. Im August 1309 heimsuchten sie Walther von Eschenbach und brandschatzten sein Anwesen; die Burg und Stadt Eschenbach. So gründlich, dass seither da bloss noch Ruinen stehen.
Alt-Eschenbach ist heute fast vergessen, aber noch zu sehen. Sogar von der Autobahn aus. Ein Hügel mit den Mauerresten einer Stadtmauer und eines mächtigen Turmes. Die Turmmauern sind fast vier Meter dick - aber nur noch dreissig Zentimeter hoch. Etwas kümmerlich, aber dennoch einen Spaziergang wert.
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Albrechts Kumpel reagierten auf den Meuchelmord mit einem Rachefeldzug. Im August 1309 heimsuchten sie Walther von Eschenbach und brandschatzten sein Anwesen; die Burg und Stadt Eschenbach. So gründlich, dass seither da bloss noch Ruinen stehen.
Alt-Eschenbach ist heute fast vergessen, aber noch zu sehen. Sogar von der Autobahn aus. Ein Hügel mit den Mauerresten einer Stadtmauer und eines mächtigen Turmes. Die Turmmauern sind fast vier Meter dick - aber nur noch dreissig Zentimeter hoch. Etwas kümmerlich, aber dennoch einen Spaziergang wert.
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1. Mai 2012
Wohnmobil-Einbruch in 30 Sekunden
Neulich hat sich ein dramatischer Vorfall ereignet. Zwei nicht genannt sein wollende Personen sassen hinter ihrem Reisemobil im Schatten. Die Personin holte im Reisemobil drinnen etwas zu knabbern. Als sie wieder heraus kam, zentralveriegelte sich die Tür selbständig. Was an sich kein Problem gewesen wäre, wäre nicht der Schlüssel drinnen gewesen. Der Personin kann man aber keinen Vorwurf machen, es handelte sich definitiv um eine Fehlfunktion des Automobils.
Die beiden sassen also nun draussen vor dem verschlossenen Auto; ohne Schlüssel. In kurzen Hosen und Sandalen. Mit einem grossen Schraubenziehers; eigentlich einem Schraubendreher; konnte problemlos ein Fenster geöffnet werden. Wie das gemacht wird, verrate ich nicht. Ich will ja niemanden zur Delinquenz verführen. Wie auch immer. Der Person war von mächtigem, ja athletischem Körperbau und konnte durch das nun geöffnete Fenster hinein greifen. Aber leider nicht bis zum Türgriff. Was tun? Nach kurzer Suche fand sich ein junger Schlacks mit primatengleichen Armen. Er fingerte hinein und öffnete gekonnt die Tür.
Uuuch – nochmal Schwein gehabt.
Und was lernen wir daraus? Jeder Ganoven-Anfänger kann innert dreissig Sekunden so ein Plastik-Wohnmobilfenster öffnen. Spur- und schadlos. Und – an allem ist dieses verfluchte Knabberzeug schuld.
Die beiden sassen also nun draussen vor dem verschlossenen Auto; ohne Schlüssel. In kurzen Hosen und Sandalen. Mit einem grossen Schraubenziehers; eigentlich einem Schraubendreher; konnte problemlos ein Fenster geöffnet werden. Wie das gemacht wird, verrate ich nicht. Ich will ja niemanden zur Delinquenz verführen. Wie auch immer. Der Person war von mächtigem, ja athletischem Körperbau und konnte durch das nun geöffnete Fenster hinein greifen. Aber leider nicht bis zum Türgriff. Was tun? Nach kurzer Suche fand sich ein junger Schlacks mit primatengleichen Armen. Er fingerte hinein und öffnete gekonnt die Tür.
Uuuch – nochmal Schwein gehabt.
Und was lernen wir daraus? Jeder Ganoven-Anfänger kann innert dreissig Sekunden so ein Plastik-Wohnmobilfenster öffnen. Spur- und schadlos. Und – an allem ist dieses verfluchte Knabberzeug schuld.
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