Jetzt einige Basisinformationen für alle nichtschwulen Männer: Dreiviertelhosen sind nicht etwa fehlerhaft, nein, die Hosenbeine solcher Hosen sind kürzer. Wohl 3/4 der Beinlänge. Vergleichbar wird es sich bei den 7/8 Hosen verhalten.
Ein Bergler auf Abwegen. Der Schweizer Weltenbummler, Klugscheisser und Sapperlot berichtet von weltweit und zuhause. Ein Reiseblog.
13. Juni 2011
Ich habe Jeans, andere Hosen, kurze Hosen und Unterhosen - mehr nicht. In der Welt der Frauen gibt es weit aber mehr Hosensorten; unzählige: Dreiviertelhosen, Siebenachtelhosen, Hot Pants, Caprihosen, Bermudashorts, Leggings, Treggings, Jeggings, Hüfthosen, ja sogar Hosenrock und Rockhosen. Von den zahlreichen Unterhosen-Variationen will ich gar nicht erst anfangen.
Jetzt einige Basisinformationen für alle nichtschwulen Männer: Dreiviertelhosen sind nicht etwa fehlerhaft, nein, die Hosenbeine solcher Hosen sind kürzer. Wohl 3/4 der Beinlänge. Vergleichbar wird es sich bei den 7/8 Hosen verhalten.
Der Frau G. ihre Dreiviertelhosenbeine reichen bis zu den Schuhen hinunter. Diese Hosen sind demnach wohl fehlerhaft? Und zudem sehr hellblau.
Jetzt einige Basisinformationen für alle nichtschwulen Männer: Dreiviertelhosen sind nicht etwa fehlerhaft, nein, die Hosenbeine solcher Hosen sind kürzer. Wohl 3/4 der Beinlänge. Vergleichbar wird es sich bei den 7/8 Hosen verhalten.
11. Juni 2011
der Vogel ist tot
Neulich sass ich beim Doktor im Wartezimmer und wartete. Gelangweilt zupfte ich am Hemd den Kragen zurecht. Erntete einige Brösmeli vom Pullover - Sesam vom zMorgen-Brötli. Und ganz heimlich schloss ich auch noch den Reisverschluss meiner Hose.
«Wenn der Vogel tot ist, kannst du den Käfig ruhig offen lassen - hähähää» sagte die angewelkte Dame von gegenüber.
Ich weiss gar nicht, was die meinte - vermutlich eine Auswärtige vom Unterland...
«Wenn der Vogel tot ist, kannst du den Käfig ruhig offen lassen - hähähää» sagte die angewelkte Dame von gegenüber.
Ich weiss gar nicht, was die meinte - vermutlich eine Auswärtige vom Unterland...
10. Juni 2011
Oldtimer in Obwalden
Morgen findet, wie jedes Jahr am Pfingstensamstag, das „OiO“ statt - „Oldtimer in Obwalden“. In Sarnen treffen sich mehr als 500 alte Autos, Lastwagen, Busse und Töffs. Zur gleichen Zeit treffen sich in Giswil ein Dutzend Dampfwalzen. Am Samstagnachmittag feiern dann alle gemeinsam in Giswil.
Und das Beste ist, man kann nicht nur zuschauen, sondern auch mitfahren.
Ach so! Ich bin auch da. Man erkennt mich an meinem eventuell hellblau gestreiften Hosenanzug. Und man kann dann mit mir reden. Wer das möchte...
Und das Beste ist, man kann nicht nur zuschauen, sondern auch mitfahren.
9. Juni 2011
unter dem Muger
Die Einladung kam in einem schlichten Couvert: Das Strassenverkehrsamt möchte den Muger inspizieren. Also gut, fahren wir halt mal hin.
Ein kühler Regentag, eine graue Halle. Das Tor ging nach oben und wir fuhren hinein. Ein Kantonsangestellter in einem graublauen, sackartigen Gewand begrüsste uns gequält freundlich. Er schaute ernst und gab eigenartige Anweisungen: «Blinker links-rechts-Stopplicht-Nebellicht-und-nun-vorne-Blinker-links-rechts-Vollicht-usw-usw...» Dann wurden wir geschüttelt und gerüttelt. Daraufhin kletterte der Graublaue in den Keller und betrachtete den Muger hingebungsvoll von unten. Leuchtete mit einem Leuchtschwert in seine Innereien. Machte sich ab und zu Notizen. Nun wollte er unbedingt auch selber mal ans Steuer sitzen, na also. Wir fuhren um die graue Halle, einmal rechtsherum, dann linksherum. Dann noch steil bergauf und bergab. Es schien ihm zu gefallen, aber er verzog keine Mine.
«Isch guät» sagte er.
«Isch guät» sagte er.
8. Juni 2011
Laminatpflege
Hier ein Beispiel-Foto dieser unschönen Aufwölbungen im Bereich der Stossfugen:
Wahrlich kein schöner Anblick...
.
7. Juni 2011
Frauenschuh gefunden
Der „Gelbe Frauenschuh“ ist wohl die schönste und grösste wilde Orchidee Europas. Jetzt Anfang Juni blühen hier in den Voralpen die raren Blumen. Also gingen Frau G. und ich am vergangenen Sonntag los, um Frauenschuhe zu schauen. Ich kenne einige Stellen, wo diese Orchideen wachsen. Waldlichtungen an nasse und steile Nordhänge, kalkige Böden, Gras und Buchengestrüpp. Jeweils nicht weit von der Strasse, aber dennoch schwer zugänglich.
Am ersten Ort fand ich bloss noch einige verblühte Pflanzen. Also höher hinauf in die Berge. Und wieder kraxle ich durchs dichte Gestrüpp einen Steilhang hinab. Eine kleine Lichtung mit etwas Gras. Und da sind sie; gut ein Dutzend Frauenschuhe.
Leider sind auch die hier schon fast verblüht. Aber man kann wenigstens das Aussehen noch erahnen. Nächstes Jahr muss ich zeitiger los.
.
Am ersten Ort fand ich bloss noch einige verblühte Pflanzen. Also höher hinauf in die Berge. Und wieder kraxle ich durchs dichte Gestrüpp einen Steilhang hinab. Eine kleine Lichtung mit etwas Gras. Und da sind sie; gut ein Dutzend Frauenschuhe.
Leider sind auch die hier schon fast verblüht. Aber man kann wenigstens das Aussehen noch erahnen. Nächstes Jahr muss ich zeitiger los.
.
6. Juni 2011
Sandalen des Grauens
Neulich war es sommerlich warmes Wetter. Und so begab es sich, dass es mich nach kurzen Hosen gelüstete. Kühle Brise um die Schenkel, und so. Dazu zog ich mir die braunen Sandalen an. Die lümmeln schon jahrelang im Schuhregal herum. Nun sollen sie wieder mal etwas Auslauf bekommen.
Soweit, so gut. Ich trabte los mit meinen Füsslingen. Aber schon bald verspürte ich so ein komisches Gefühl beim Gehen. So ein schlurfiges Schmatzen. Ein klumpfüssiges Stolpern. Da muss etwas Defekt sein an meinen Hinterläufen!
Und tatsächlich - die Sohlen meiner bejahrten Sandalen sind eingerissen. Der Plastik der Sohle fühlt sich eigenartig brösmelig an, so wie alter Kuchen. Und bei jedem Schritt verliere ich Teile davon. Ja, ganze Brocken, wie Brotrinde, fallen heraus. In meiner Not gelingt es mir grad noch, den nächsten Müll-Container zu erreichen. Einem Seemanns-Begräbnis gleich lasse ich mein ehemaliges Schuhwerk über den Blechrad gleiten. Mit einem dumpfen Poltern verschwinden es in den dunklen Tiefen des Müllkübels. Adieu Latschen.
.
Soweit, so gut. Ich trabte los mit meinen Füsslingen. Aber schon bald verspürte ich so ein komisches Gefühl beim Gehen. So ein schlurfiges Schmatzen. Ein klumpfüssiges Stolpern. Da muss etwas Defekt sein an meinen Hinterläufen!
.
4. Juni 2011
nach Stansstad, wozu?
Viele kennen Stansstad am Vierwaldstättersee bloss vom daran vorbeifahren. Ein Schild an der Autobahn, Lärmschutzwänden, Baustellen - und das war’s schon. Dabei ist Stansstad gar nicht so hässlich, wie man auf den ersten Blick denkt. Im Dorf gibt es auch einige malerische Ecken. Zum Beispiel; ganz hinten, direkt am See - der „Schnitzturm“.
Der Schnitzturm ist ein mittelalterlicher Wohnturm aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Obwohl er in Nidwalden liegt, gehörte er viele Jahrhunderte zu Zweidritteln dem Nachbar-Kanton Obwalden.
Heute verbirgt sich im Innern des Turmes eine Treppe und ganz oben eine Aussichtsplattform. Von da hat man einen wunderbaren Rundblick; Vierwaldstättersee, Bürgenstock, Pilatus. Und hinüber zu den hässlichen Schallschutzwänden an der Autobahn.
.
.
2. Juni 2011
wir sind Querschläfer
Wir werden immer wieder gefragt: «Wie schlaft ihr eigentlich in eurem Bus?»
«ausgiebig und guuut…» sag ich dann immer.
Also – unser Bett ist ganz hinten im Möbelwagen, quer. Wir schlafen also quer. Das Bett ist schön breit und weich gepolstert. Der Nachteil bei einem Querbett ist aber die Bett-Länge. Man muss bedenken, dass unser Möbelwagen aussen gut zwei Meter breit ist. Zieht man davon nun die Wanddicke ab, verbleiben noch 187 cm Innenbreite. Und das ist nun präzise die Länge unseres Bettes. Für mich heisst das, oben und unten bleiben noch ein fingerbreit Spielraum. Wenn ich mich kräftig ausstrecken tue, klemme ich zwischen den Wänden fest. Man könnte das Bett unter mir wegziehen und ich hinge frei in der Luft; so wie man das bei den Zauberkünstlern im Zirkus sieht. Da riecht‘s aber nach Elefantenmist; bei uns nicht - oder wir haben uns daran gewöhnt. Aber darum geht es jetzt nicht.
Unser Bett ist tagsüber auch eine Sitzgruppe. Zwei Sitzbänke und ein grosser Tisch. Die Sitzbänke sind mittagsschlaftaugliche. Und mit einem unbeschreiblichen Polsterstoff bezogen: schleimgrün-uringelb-rostrot gestreift! Quer! Wer solche Textilien herstellt, gehörte eigentlich eingesperrt. Aber auch daran haben wir uns gewöhnt.
Genau über dem Tisch und/oder Bett befindet sich ein riesengrosses Dachfenster. Da hindurch kann man nach dem Aufwachen die Baumkronen und Wolken sehen. Und manchmal nachts den Vollmond. Am liebsten mag ich es aber, wenn der Sommerregen drauf prasselt, das ist dann sooo romantisch.
«ausgiebig und guuut…» sag ich dann immer.
Also – unser Bett ist ganz hinten im Möbelwagen, quer. Wir schlafen also quer. Das Bett ist schön breit und weich gepolstert. Der Nachteil bei einem Querbett ist aber die Bett-Länge. Man muss bedenken, dass unser Möbelwagen aussen gut zwei Meter breit ist. Zieht man davon nun die Wanddicke ab, verbleiben noch 187 cm Innenbreite. Und das ist nun präzise die Länge unseres Bettes. Für mich heisst das, oben und unten bleiben noch ein fingerbreit Spielraum. Wenn ich mich kräftig ausstrecken tue, klemme ich zwischen den Wänden fest. Man könnte das Bett unter mir wegziehen und ich hinge frei in der Luft; so wie man das bei den Zauberkünstlern im Zirkus sieht. Da riecht‘s aber nach Elefantenmist; bei uns nicht - oder wir haben uns daran gewöhnt. Aber darum geht es jetzt nicht.
Genau über dem Tisch und/oder Bett befindet sich ein riesengrosses Dachfenster. Da hindurch kann man nach dem Aufwachen die Baumkronen und Wolken sehen. Und manchmal nachts den Vollmond. Am liebsten mag ich es aber, wenn der Sommerregen drauf prasselt, das ist dann sooo romantisch.
1. Juni 2011
stromlose Glühlampe
In der Zeitung steht, unsere Bundesrätinnen wollen die Atomkraftwerke ausschalten. Atomausstieg, Energiewende und so. Und wir sollen künftig Soloarstrom brauchen. Sonnenstrom – und was ist nach Sonnenuntergang? Finster ist es dann, stockfinster!
Darum habe ich mir jetzt eine raffinierte stromlose Glühlampe gekauft. Wenn ich sie mit Diesel befeuere, riecht es wie dem Rüssel-Robi sein alter Volvo.
.
.
Abonnieren
Posts (Atom)




