25. Januar 2011

Giraffen, Schnecken und ich

Neulich habe ich im Fernsehen zugeschaut wie sie eine tote Giraffe sezieren. Man schneidet den Giraffenhals der Länge nach auf und klaubt das Gschludder einzeln heraus. Ich meine, es ist gut zu Wissen, wie man sowas macht. Vielleicht finde ich irgendwann eine tote Giraffe und möchte gerne mal hinein schauen?
Aber darum geht es jetzt nicht.

Mir ist nämlich aufgefallen, dass manche Tiere einen langen Hals haben und andere gar keinen. Zum Beispiel Schnecken und Fische haben keinen; Schweine auch nicht. Und als ich mich heute morgen im Spiegel betrachtete, musste ich mit Bedauern feststellen - ich habe auch keinen. Irgendwie liegt mein Unterkiefer direkt auf den Schlüsselbeinen! Ich habe keinen Hals.

Was das wohl zu bedeuten hat - ich weiss es nicht. Ich bin etwas verunsichert...

23. Januar 2011

Brik mit Thon und Ei

In meinen wilden Sahara-Jahren bin ich weit mehr als zwanzig-mal nach Tunesien gefahren. Ein wunderbares Land mit wirklich lieben Leuten. Zurzeit ist in Tunesien grad Revolution und wir alle hoffen auf eine bessere Zukunft für dieses schöne Land. Die Erinnerungen an die "Guten alten Zeiten" haben mich verführt, wieder einmal mein tunesisches Lieblingsrezept zu gekocht - "Brik au thon et à l'oeuf".

die Zutaten für 2 Personen:
Brik-Teig, ich nahm Jufka-Teig vom Coop
2 Herdäpfel
1 Zwiebeln
1 kleine Dose Thon im Öl
2 Eier
1 Bund glatten Peterli
Harissa, das ist eine scharfe Gewürzpaste aus Tunesien, z.B. im Migros

Herdäpfeln kochen und die Zwiebeln andünsten. Zusammen mit dem Peterli grob hacken eine Füllung mischen.
Die hauchdünnen Brik-Teig-Blätter auslegen und etwas Harissa drauf schmieren. Aber Achtung, das Zeug ist ordentlich scharf. Dann etwas von der Füllung drauf und einige Brocken Thon darüber streuen. Eine Mulde in die Füllung drücken und ein rohes Ei hinein geben. Den Brik-Teig zu einer dreieckigen Tasche falten; die Ränder mit Wasser befeuchten, dann klebt es besser. Die Brik nun in Olivenöl schwimmend braten.
Die hauchdünnen Teigblätter heissen in der Türkei „Fillo“, in Griechenland „Yufka“ und Nordafrika „Malsouka“.

So ein Brik ist aussen herrlich knusprig. Innen vermengt sich das scharfe Harissa mit der milden Herdäpfelfüllung und über alles ergiesst sich das noch flüssige Eigelb - ein Traum. Dazu könnte man einen bunten Salat servieren, hätte man einen gemacht.

22. Januar 2011

im Theater Giswil

Gestern Abend besuchten Frau G. und ich die Premiere im Theater Giswil - «Lang lebe Jacky Pott». Ein Stück über die Leute der kleinen Insel Derrymore und den erhofften Lottogewinn. Eine herrliche irische Komödie; erfrischende und voller hinterlistigem Schalk.

Ganz besonders hat uns das Bühnenbild begeistert. Wie schon in den vergangenen Jahren hat der Peter Halter eine grandiose Spiellandschaft geschaffen. Üppig und voller seltsamer und skurriler Überraschungen.

Meine Empfehlung – unbedingt hin gehen und anschauen!
Theater Giswil - «Lang lebe Jacky Pott»

21. Januar 2011

Fussgängerinnenstreifen

Neulich konnte man überall lesen, sollen einige überflüssige Verkehrsschilder abgeschafft werden. Und alle Verkehrsschilder sollen künftig  „geschlechtsneutral“ gestaltet werden. Geschlechtsneutral, wie die Schnecken. Das mag ja eine nette Idee sein, aber...

Heisst es dann FussgängerInnenstreifen? Und wie bezeichnet man künftig die Frauenparkplätze?
„Parkplätze für Verkehrsteilnehmende weiblichen Geschlechts“
.

20. Januar 2011

internationaler Tag der Jogginghose

Zur Erinnerung: Morgen, am 21. Januar, ist wieder der „internationale Tag der Jogginghose“. Zu Ehren dieses einst so beliebten Beinkleides trage ich morgen den ganzen Tag und überall hin Jogginghosen. Und ich möchte euch aufrufen, mir gleich zu tun.

Die Geschichte der Jogginghose ist eine lange und ehrenvolle. Früher waren sie der Stolz von wackeren Sportlern und seifigen Schlagersängern. Später dann als Jugo-Tracht und Schnellvöglerhosen verunglimpft. Die beliebten Zweibeiner wurden gerne in hellblau/pinker Plastik-Seide oder in dunkelblauem Schlabber-Stretch getragen. Schön weit geschnitten, so dass sich der Träger genüsslich am Sack kraulen kann, während er fernsehnschaut. Mit Längsstreifen am Hosenbein, mit Gummizug oder Kordel – halt einfach der Klassiker der Sofa-Sportbekleidung.

19. Januar 2011

essen: immerzu diese Hamsterkäufe

Immer wieder kann man in der Zeitung von "Hamsterkäufen" lesen. Leider steht da nie geschrieben, wie die Käufer ihre Hamster dann zubereiten.
Heute kam ich an einem Zoogeschäft vorbei, und das hatte grad eine grosse Auswahl an Hamstern aller Art. Deshalb hier mein Rezept für gefüllten Hamster im Speckmantel.

die Zutaten für 2 Personen:
6 Hamster, am besten Feldhamster oder vergleichbare Kleinnager
geräucherten Speck in Tranchen
1 gelbes und rotes Rüebli
etwas Lauch
Salz, Pfeffer, Madras-Curry
Bratbutter

Die Hamster häuten und die Rückenteile auslösen. Die Rüebli und den Lauch in fingerlange Streifen schneiden und in etwas Butter und Wasser knapp weich dünsten. Die Speck-Tranchen auslegen, das Fleisch drauf und leicht platieren. Mit Salz, Pfeffer und etwas Curry würzen, dann die Gemüsestreifen quer auflegen. Nun alles zu einer Roulade rollen und in Bratbutter rundum knusprig anbraten. Den Bratensatz mit Wein angiessen, leicht einkochen lassen und mit Butter abbinden. Fertig ist die Hamster-Rolle.

Als Beilage habe ich in der gleichen Pfanne einige gekochte Herdäpfel angebraten.

18. Januar 2011

mein Baum ist um

Gestern haben wir einen alten Birnenbaum gefällt. Der Baum war bestimmt mehr als 80 Jahre alt und seit längerem krank. Im letzten Sommer trug er kaum noch Blätter; und Birnen, Mostbirnen, hatte er sowieso keine mehr. Wir mussten ihn umtun, bevor er von alleine umfällt; womöglich in den nahen Bach.

Der Stamm war unten völlig faul und voller Moder, aber oben konnten wir dann doch noch ein schönes Stück herausschneiden; 3,50 Meter lang und gut 50cm im Durchmesser. Daraus will ich einen Tisch machen. Sobald der Boden wieder hart gefroren ist, wird der Stamm in die Sägerei transportiert und dort zu Brettern aufgeschnitten. Ende Woche soll es ja wieder kälter werden.

Ich freue mich auf den neuen Tisch...

17. Januar 2011

Kultour nach Bern

Ein Samstagsausflug nach Bern. Für Mitte Januar ist es überaus mild und sonnig; also gehen wir Museen anschauen.

Noch nicht mal richtig in der Stadt, sehen wir von der Autobahn aus schon das „Zentrum Paul Klee“. Spektakulär wachsen die drei Stahl-Wellen aus dem Grashügel; entworfen von Renzo Piano aus Genua. Also nichts wie hinein; die Ausstellung „Lust und Laster“ und die Bilder vom Klee anschauen. Aber es kommt gleich die grosse Endtäuschung. Die Fassade mag ja Wellen schlagen, im Inneren empfängt einem aber der Charme einer Dorf-Turnhalle. Und es erinnert mich ein wenig an eine Gewerbeausstellung; bleiche Stellwände und fade Bilder; Schade.

Einmal quer durch die Stadt zum „Historischen Museum Bern“. Hier besichtigen wir vor allem den neuen Anbau vom Bieler Architekturbüro :mlzd. Ein Monolith aus hellem Beton, und gegen das alte Museum eine Spiegelglasfassade. Grandios - unbedingt sehenswert.

Noch einmal quer durch die Altstadt zum „Kunstmuseums Bern“. Hier ist der zweiter Teil der Ausstellung „Lust und Laster“ zu sehen. Aber auch hier will die Lust nicht so recht kommen, eher die Last. Aber! Die ständige Sammlung im Obergeschoss ist hervorragend. Cézanne, Monet, Picasso, Renoir, van Gogh und viele mehr. Unbedingt mal anschauen, es lohnt sich.

Gegessen haben wir in der "Markthalle" beim Bahnhof, hervorragend und indisch. Und was haben wir gelernt: Wer tolle Bilder vom Paul Klee sehen will, geht besser ins Kunstmusum Bern.

16. Januar 2011

im Giraffen-Gedärme

Neulich, am Freitag Abend, habe ich fernsehgeschaut. Auf N24 wurde eine tote Giraffe seziert. Von oben bis unten aufgeschnitten und dann die Innereien herausgeholt und ausgebreitet. War richtig grusig anzuschauen!

Auf RTL latschen zur gleichen Zeit ein Rudel Halbprominenter durch das tropisches Gebüsch. „Ich bin ein Star - holt mich hier raus!“, nennt sich die Darbietung. Peinliche Promis machen sich im Dschungel zum Affen. Irgendwie sind die noch grusiger anzuschauen, wie der Giraffenkadaver – bäääh!

14. Januar 2011

mein geniales Universal-Adapter-Kabel

Wer öfters mal mit dem Reisemobil im fernen Ausland unterwegs ist, der weiss, da gibt es nicht nur eigenwilliges Essen und wilde Tiere. Nein, da gibt es auch eine Vielzahl von exotische Steckdosen. Unser Stecker passt da manchmal nicht hinein. Was also tun? Für viel Geld kann man sich so einen "Weltreise-Traveller-Universal-Stecker-Dings" kaufen. Nicht ich. Ich habe lange nachgedacht und mir nun meinen eigenen Adapter entwickelt.

Und nun müssen alle Elektrofachmänner ganz tapfer sein. Da ist es, mein Adapterkabel:

Er funktioniert weltweit und überall, überall wo es Strom in der Wand gibt. Die Handhabung ist simpel, die beiden blanken Kabelenden werden in die fremdländische Steckdose eingeführt: Das Blaue und Braune ist für „Plus und Minus“, das Gelbgrüne für nichts. Am anderen Kabelende können nun die heimischen Elektrogeräte angeschlossen werden.
Sollten bei der Montage irgendwelche Lichtblitze, Qualm oder Knistergeräusche entstehen, so ist möglicherweise irgendwas nicht ganz optimal verlaufen.