3. Juli 2017

nach Prag: unsere Seilbahn in Tschechien

Praha. Ein wunderbarer Sommermorgen. In der Nacht hat mir ein Vogel die Frontscheibe mit schachtdeckelgrosssen und kirschroten Patschen zugeschissen. Wer macht denn sowas ‒ Bisonschwalben?
Wir verlassen unsere Insel und den Caravan Park und fahren aus Prag hinaus. Zuerst schauen wir uns aber in einem Aussenquartier noch gschwind den „Roten Bus“ (n50.0381, 14.4979) vom spinnigen David Černý an.

Er baute den London-Doppeldecker für die Olympischen Spiele 2012 in London. Der Bus hat muskelbepackte Arme und macht Liegestütze.
Wir kreuzen noch etwas in Prags Speckgürtel herum und verlassen dann die Hauptstadt ostwärts. Die Strasse führt oft viele Kilometer schnurgerade durch die Kornfelder oder Wälder. Dann kommt manchmal eine leichte Kurve, oder ein Dorf, und dann wieder eine lange Gerade. Die Gegend ist grün, grün und saftiggrün.

In Hradec Králové (n50.2092, e15.8326) machen wir Mittagsrast. Im Stadtzentrum gibt es hier einen für Böhmen so typischen Hauptplatz mit diesen kitschig schönen Zierfassaden rund herum. Wir setzen uns in ein Gasthaus und bestellen das Tagesmenü. Mischsalat mit gebratenem Huhn und knusperig gerösteten Brötchen. Dazu ein währschafte Fleischbrühe und Erdbeerkuchen. Gefrässige Ruhe füllt den Raum.

Und weiter geht’s. Immer nach Osten bis nach Deštné v Orlických horách. Das kleine Skigebiet (n50.3001, e16.3609) liegt fast an der polnischen Grenze und wir würden es wohl kaum besuchen, wenn hier nicht eine Seilbahn aus unserem Nachbarort stünde. Denn als unser Skigebiet Lungern Schönbüel Konkurs ging, konnte man mit viel Glück wenigstens die Sesselbahn noch zu Geld machen. Tschechen haben die damals sieben Jahre alte Bahn gekauft und wollen sie hier im Skigebiet Deštné wieder aufbauen.

Wir wären gerne mit unserer neuen, alten Sesselbahn auf den Gipfel fahren. Aber die Bauarbeiten haben eben erst begonnen. Die Masten, die Stationen und die Seilbahn-Sessel liegen noch neben der Baustelle.
Es ist wunderschönes Wetter mit blauem Himmel und weissen Wolken. Und es ist über 30°C heiss - und das hier in den Bergen oben. Wobei die hiesigen Berge eher nur flache Hügel sind; kaum mehr als runzlige Landschaft.
Wir übernachten gleich am Waldrand in der Nähe der Seilbahn-Baustelle.

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