20. September 2017

unter Berücksichtigung aller Umstände

Nach langem und intensivem Nachdenken bin ich zur Erkenntnis gelangt ‒ öööhm ‒ heute nicht.

18. September 2017

fünf Jahre freie Fahrt

Alle die den Lastwagen- und/oder Taxi-Führerschein haben, kennen das auch; alle fünf Jahre müssen wir zur medizinischen Untersuchung. Gestern war es bei mir auch wieder so weit. Der Doktor mass meine Körperlänge, den Blutdruck und die Reflexe. Ich musste auf einem Strich gehen und blind mit dem Zeigfinger auf meine Nasenspitze tippen.

Und dann kam der Sehtest. Ohne Brille konnte ich grad knapp die handtellergrossen „E“ in der zweitobersten Reihe erkennen. Den Zeigfinger des Doktors konnte ich allerdings nicht sehen und er musste mit seinem ganzen Arm auf „E“ zeigen. 
Mit Brille ging dann aber deutlich besser. Und deshalb war schlussendlich alles ok und ich darf bis 2023 weiterfahren.

17. September 2017

Brot backen ohne Ofen

"Brot backen ohne Ofen" ist der am meisten gelesene Beitrag hier. Über 100'000-mal wurde er schon angeklickt. Ein Gguter Grund, ihn hier noch einmal.

Also: Brot backen ohne Backofen - einfach in der Pfanne. Aber zuerst brauchen wir einen Teig. Brotteig machen ist ja eigentlich recht einfach, bloss die Schweinerei mit dem Mehl nervt. Deshalb mache ich ihn anders.

Die Zutaten: Für 2 Personen
250 g Mehl, von dem, das grad da ist
3 dl lauwarmes Wasser
Salz, etwas Zucker
und eine halbe Tüte Backpulver.
Alles in ein stabiles Plastiksäckli füllen, mit einer Schnur verschliessen und kräftig kneten. Wenn der Teig geschmeidig ist, ist er fertig. Und ganz ohne Schweinerei.

Nun zum Backen. Dazu braucht es die grösste verfügbare Pfanne mit Deckel. Unten in die Pfanne knülle ich Alu-Folie oder eine Alu-Grillschale. Den Teig aus dem Platiksäckli direkt auf ein Backpapier oder auf Alufolie. Alles in die Pfanne, Deckel drauf und die Gasflamme auf „Höllenfeuer. Später auf etwa dreiviertel stellen.
Nach etwa 30 bis 40 Minuten riecht es nach Brot. Fertig! Essen.

Und so gehts: Die Zutaten in das Plastiksäckli schütten und darin zu einem glatten Teig verkneten.

Der Teig ist parat; der sieht zwar nicht schön aus - aber nun in den Topf  damit.

Nach 30 Minuten backen schaut‘s dann so aus - braucht noch etwas Hitze ...

Fertig - 250 g und 14 cm Durchmesser.

15. September 2017

ich mag Wetter

Gestern war bei uns unglaublich spannendes Wetter. Am Morgen war es zuerst föhnig. Der laue Wind trieb die Wolken über den Himmel und es war sommerlich mild. Dann kam aus Westen eine Kaltfront. Es regnete wie von Sinnen und es wurde eiskalt.

Später riss die Wolkendecke auf und ein bunter Regenbogen tat, als ob nichts gewesen wäre. Und dann ging die grautrübe Regnerei wieder von vorne los.
Den ganzen Tag über jagte eine Regenfront nach der anderen übers Land. Und dazwischen immer wieder lieblicher Sonnenschein. Das ist Wetter; das mag ich.

14. September 2017

Muger und Frau G. im Gigapan

Als wir damals in Griechenland die Meteora Klöster anschauten, trafen wir einen Kerl mit einer kuriosen Foto-Maschinerie. Eine Spezial-Kamera für extrem hochauflösende Panoramabilder sei das, erzählte er ...

Seither kann man das Bild im Internet angucken. Und wenn man hinein zoomt, sieht man uns! Zwei winzigkleine Krümel - ganz rechts oben im Bild.
Hier: Gigapan von Dimitris Stamoulis.

11. September 2017

keine Signal gibt es nicht

Neulich habe ich doch geschrieben, auf dem ganzen Liniennetz der Schynigen Platte-Bahn gäbe es kein einziges Signal. Das stimmt aber nicht ganz - ein einziges gibt es.

Bei der Einfahrt in den Bahnhof Wilderswil zeigt das Signal 22 an, ob die Barriere unten ist. Nicht dass hier Fussgänger  öööhm; oder heisst das jetzt Fussgehende? angefahren werden. Immerhin ist der Zug hier mit fast 10 km/h unterwegs.

9. September 2017

mein Prifat-Parkplatz

Mein Nachbar-Bub ist sieben und hat mir neulich ganz stolz erzählt, dass er mir einen Parkplatz reserviert habe. Extra für mich und mein Auto.

Gut; ein eigener Parkplatz ist schon eine feine Sache. Doch stand darauf schon bereits ein fremdes Auto. Und der Parkplatz befand sich in der Garagen-Einfahrt eines Einfamilienhauses. Aber sonst ist mein Parkplatz tadellos.

7. September 2017

дeр Мугeр lernt die kyrillischen Buchstaben

Neulich hat einer in seinem Reisebericht geschrieben, dass er in weniger als einer Stunde die kyrillischen Buchstaben erlernt habe. Und zwar mit Hilfe von „Eselsbrücken“.
Dann mach ich das auch, sagte ich mir. Denn im Herbst fahren wir ja nach България – öhm Bulgarien - und da kann ich das dann grad anwenden. Die Wegweiser und Hinweisschilder lesen.

Das kyrillische Alphabet hat 30 Buchstaben; 5 sind genau gleich wie bei uns. Etwa ein Dutzend der kyrillischen Buchstaben sehen aus wie die unsrigen, werden aber ganz anders ausgesprochen. Und noch einmal so viele sind ganz anders. Das Ф ist ein F, das Ж ein SCH, das Ю ein JU – und Шницел heisst Schnitzel.
Ich habe mir nun zu jedem Buchstaben eine Eselsbrücke ausgedacht. Damit geht’s ganz einfach. Jetzt noch ein wenig üben, dann kann ich‘s.

6. September 2017

Dinosaurierschwanz aus Marokko

Bückware: Unterwegs in Marokko habe ich immer mal wieder Fossilien aufgesammelt und mitgenommen. Neulich habe ich unseren Möbelwagen ausgeräumt und da sind dann die Steinknödel und versteinerte Urzeit-Viecher wieder zum Vorschein gekommen.

Neben allerlei Ammoniten, Belemniten, Trilobiten war da auch ein Fulgurit; eine Blitzröhre. Diese entstehen wenn ein Blitz in eine Sanddüne einschlägt und den Sand zu einem Röhrchen zusammenschmilzt. Sozusagen ein versteinerter Blitz.
Aber als ich dann den Dreck entfernte, kam ein "Dinosaurier-Schwanz“ zum Vorschein! Oder ein versteinerter Zweig?

Weiss jemand, was das ist? Oder einmal war?

2. September 2017

Libyen: zähneknirschen und ohrendonnern

Einfach weil es mich grad danach gelüstet - ein Bild aus Libyen. Ich mit meinem Iveco TurboDaily 40-10 4×4 irgendwo in der Hammadaal-Hamra. Und mitten im Fech-fech, dem puderfeinen Staub, der überall hineinkriecht. Zähneknirschen und ohrenknistern.

Mein Iveco war ein grossartiges Sahara-Fahrzeug. Mit seinem kräftigen Motor, dem 2x5 Gang Getriebe und dem Allrad kam man fast überall durch. Aber er war auch ein herber Schüttelbecher und ohrenbetäubend laut.
Och – war das damals eine schöne Zeit ...

31. August 2017

wohin im Herbst?

Wohin reisen im Herbst? Jetzt ist's raus - nach langem grübeln und ringen haben wir uns entschieden. Ende Oktober reisen wir – tataaa – nach Bulgarien.
Und weil wir bloss zwei Wochen Zeit haben, fahren wir nicht mit unserem Möbelwagen hin, sondern wir fliegen und hotelieren.

Gestern habe ich nun die Flüge gebucht. Bei Wizzair gab’s Basel-Sofia-Basel im pinken Airbus für sFr. 35.-. Und für unterwegs habe ich mir für 9.- Euro am Tag einen „Ford Fiesta oder ähnlich“ gebucht. Jetzt hoffe ich nur, dass unser „oder ähnlich" nicht auch pink ist!

Was wir dann in Bulgarien unternehmen, wissen wir noch nicht. Sonne, Strand und Party wird's wohl eher nicht werden. Eher Land und Leute. Und Würste. Präventiv habe ich mir jedenfalls schon mal ein Schiffswrack und einen Flugzeugfriedhof ins Navi getippt…

29. August 2017

mein erster Computer

Vor 36 Jahren kaufte ich mir meinen ersten Computer; einen gebrauchten Commodore 64. Er hatte einen 64 kB Arbeitsspeicher und keine Festplatte oder ähnliches. Und als Bildschirm musste der Fernseher herhalten.
Alle Daten wurden damals auf 170 KB-Floppy-Disketten gespeichert; einer schwabbligen Kunststoffscheibe in einer schwarzen Kartonhülle.

Auch schon damals gab es eine Commodore-Maus, aber kaum Programme, die man damit hätte bedienen können. Überhaupt gab es kaum Software. Wenn man etwas wollte, musste man es sich selber programmieren. Wenn man wusste wie - ich nicht. Deshalb spieltee ich damit einfach immer nur „Pong“.

28. August 2017

der Bachelor am Grill

Manchmal trauere ich der guten alten Zeit nach. Damals konnte ich am Imbisswagen einfach ein Hacktätschli oder eine Wurst essen. Heute nennt sich der Imbisswagen „Food Truck“ und das Hacktätschli „Beef Burger“. Das Brötchen ist aus Vogelfutter und dazwischen lugt Ruccola hervor. Oder Brunnenkresse.

Aber das schlimmste sind die Leute. Statt einer rosig-mopsigen Frau in einer ehemals geblümten Ärmelschürze steht da nun ein hagerer Kerl am Grill. Seine Arme sind mit irgendwelchen Muster aus dem Katalog tätowiert und übers Fleisch spritzt er süssliche Sosse. Irgend etwas mit "Bisiness Administräischen" hätte er studiert, erzählt mir der Fleischbrater noch. Ja, dann sind die 100´000 Steuerfranken ja gut angelegt - wer weiss was aus ihm ohne Studium geworden wäre?

Ich glaub, ich bin langsam zu alt für solchen Seich.

26. August 2017

im Depot der Schynige Platte-Bahn

Meine Lokomotiven-Mitfahrt endet stilvoll im Depot der Schynige Platte-Bahn. Hier werden die Züge jeden Abend eingestallt und hier befinden sich auch die Werkstätten. Wir nutzten die Gelegenheit und schauen uns um.


Ganz hinten in der Werkstatt steht der Star; die einzige Dampflokomotive der SPB, die H 2/3 mit der Nummer 5 und Baujahr 1894. Die Lok wird nicht nur für Touristenfahrten genutzt, sondern auch jeden Frühling zur Schneeräumung und um die Fahrleitung wieder zu montieren. Denn wegen der Lawinen muss sie jeden Herbst demontiert werden.

Heute stehen auch mehrere Elektro-Loks in der Werkstatt. Eine wird grad von Grund auf generalüberholt und andere sind ausserplanmässig defekt.

Der Schneepflug X 103 ist von 1925 und eines der jüngeren Fahrzeuge der Schynige Platte-Bahn. Der offene „Sommerwagen“ mit den hübschen Vorhängen hingegen ist schon seit 1894 mit dabei.

24. August 2017

in der Schynige Platte-Bahn

Ich durfte in einer Lokomotive der Schynige Platte-Bahn mitfahren; in der He 2/2 mit der Nummer 20 aus dem Jahr 1911. Mit Zahnradantrieb und 80 cm Schmalspur.
Von aussen sieht die Lok aus wie ein Klotz; kaum länger als hoch. Das Fahrzeug ist komplett aus Eisen gebaut und ohne jeden Firlefanz. Sehr rustikal; gefällt mir sehr gut.

Innen ist es genauso rustikaler wie von aussen. Mitten im Lokkasten stehen zwei mächtige Elektromotoren mit je 150 PS. Praktischerweise hat man auf jede Art von Verkleidungen verzichtet. Alles liegt offen da und ich kann ungehindert dem Elektromotor beim Funktionieren zuschauen. Aber berühren sollte man nichts; wegen Stromschlag und so.

Am einen Ende der Lok ist ein wenig Restplatz für den Lokführer übrig. Ausser einem unterarmlangen Fahrhebel und einige Schaltern gibt es nichts. Und da die Lok den Zug von hinten schiebt, gibts für den Lokführer auch keine Sicht nach vorne. Will er etwas sehen, so muss er sich aus der Tür lehnen. Talwärts ist's dann besser, dann fährt der Zug rückwärts und die Lok ist vorne!

Das wichtigste Utensil sind Gehörschutzpfropfen, denn die Lokomotive hat einen – öööhm – sehr kernigen Sound. Und da sie zudem komplett ungefedert ist, schüttelt und vibriert es die ganze Fahrt über. Wobei; man fährt nicht sehr schnell: Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 12 km/h, doch meistens braust man aber bloss mit 10 bis 11 km/h dahin.

Für die 7,3 Kilometer hinauf zur Bergstation Schynige Platte brauchen wir 55 Minuten. Unterwegs kreuzen wir mehrmals talwärts fahrende Züge. Die Weichen werden alle von Hand gestellt und Signale gibt es gar keine.

Talwärts fährt der Zug rückwärts, also mit der Lok voraus. Nun geniessen wir einen freien Blick auf die Strecke und die Seen des Berner Oberlandes.

Trotz wattiger Ohren und weichen Knien war es ein unvergesslicher und wunderschöner Tag in der Lok. Ganz herzlichen Dank dem geduldigen Lokführer...

23. August 2017

mit der Schynige Platte-Bahn

Die Schynige Platte-Bahn SPB fährt von Wilderswil hinauf zur Schynige Platte auf fast 2‘000 Meter Meereshöhe. Die Strecke ist nur etwa 7,3 Kilometer lang und 25% steil; steiler als die Rampe im Parkhaus. Die Fahrt auf den Berg dauert fast eine Stunde.

Die Bahnstrecke wurde 1894 eröffnet. Zuerst fuhr man mit Dampfloks und ab 1914 dann vor allem elektrisch. Und seither hat sich nichts mehr geändert. Alle Loks sind inzwischen älter als 100 Jahre.

Jeder Zug besteht immer aus zwei Personenwagen und einer Lokomotive. Einer antiken Zahnrad-Lok, bei der ausschliesslich die beiden Zahnräder angetrieben werden. Deshalb braucht es auch im Ebenen eine Zahnstange. Aber halbwegs eben ist es eh bloss in den drei Bahnhöfen.

Von der Endstation Schynige Platte hat man einen überwältigenden Ausblick auf die weltberühmten Bergriesen Eiger, Mönch und Jungfrau. Ausser heute – Wolken und Nebel stehen uns im Weg!
Später kommt dann doch noch die Sonne durch und wir geniessen die imposante Gebirgslandschaft rundherum. Und tief unten kann man Interlaken und den Thunersee sehen. Und Wasserfälle und Felswände des Lauterbrunnentales, wo sich die Basejumper in die Abgrund fallen lassen.

… aber das Beste kommt noch - ich durfte in der Lok mitfahren. Mehr davon zeige ich dann morgen.

22. August 2017

die moderne Frau in Burkina Faso

Als ich neulich den Beitrag über „Heinz“ schrieb, erinnerte ich mich an „Naomie“ in Burkina Faso. In Bobo-Dioulasso steht mitten auf der Place de le femme ein Denkmal, dass die „moderne Frau für ihre Rolle in der afrikanischen Gesellschaft“ ehren soll. Und es zeigt eine Frau ‒ mit einem Besen.

Die moderne Frauen Bobo-Dioulasso‘s mochten das Putzfrauen-Denkmal (n11.1718, w4.2683) eher wenig und protestierten heftig. Und so wurde Naomie“ einige Jahre später „durch eine kämpferische „Frau des 21. Jahrhunderts“ ersetzt.

21. August 2017

niemand braucht Oberschiiinen

Die Aubergine gehört wohl zu den sinnlosesten Gemüse überhaupt. Roh kann man sie gar nicht essen und gekocht schmeckt sie meistens wie gesotten Einlegesohlen oder ein Fettschwämme.
Doch wenn man sie wie im Orient und Nordafrika zubereitet, sind sie richtig gut.

Und so hab ich sie gemacht: Die Auberginen-Scheiben kräftig salzen und etwa eine halbe Stunde ruhen lassen. Dann die Scheiben abwaschen, ausdrücken und trocknen lassen.

Nebenbei ordentlich Olivenöl zusammen mit einigen Knoblauchzehen und Thymian-Zweigen in einer Bratpfanne heiss werden lassen. Dann den Knoblauch und Thymian raus und die Auberginen schwimmend anbraten bis sie goldbraun sind. Fertig.
Wenn man da hätte, könnte man noch Zitronensaft darüber träufeln. Oder etwas Pul Biber darüber streuen. Sie schmecken aber auch ohne extrem gut und nach mehr.

19. August 2017

z'underobsi am Gerzenseeli

Einer unserer liebsten Spaziergänge geht durch den Kernwald zum Gerzenseeli. Das Gerzenseeli ist ein kleiner Tümpel mitten in einer tollen Moorlandschaft und es hat weder einen Zu- noch Abfluss. Aber rosa Seerosen und vielerlei Amphibien und Insekten: Schier dackelgrosse Libellen, unzähligen Geburtshelferkröten und ab und zu eine etwas grauslige Gelbbauchunke.

Und wenn man gaaanz viel Glück hat, kann man sogar eine Kreuzotter sehen. Diesmal hatten wir leider keine, was Frau G. nicht im Geringsten störte. Ganz im Gegenteil…

17. August 2017

Heinz statt Blumen

Luzern hat viele Sehenswürdigkeiten; der Kreuzstutz gehört aber eindeutig nicht dazu. Einst am Stadtrand gelegen, ist das Quartier heute irgendwas zwischen Unort und Niemandsland. Und mittendrin eine Strassenkreuzung, wo sich Tag für Tag 25‘000 Autos darüber quälen.
Seit einigen Monaten steht hier nun „Heinz“ auf der Kreiselinsel.

Heinz ist aus Beton und 3,5 Meter hoch und wurde vom Luzerner Künstler Christoph Fischer und der Kunstbetrieb AG geschaffen.
„Heinz statt Blumen“ heisst das Werk und erinnert an den Strassenwischer Heinz Gilli, der Jahrzehnte lang am Kreuzstutz arbeitete. Auch nach seiner Pensionierung kam er weiterhin hierher, um dem Verkehr zuzuschauen und mit dem Passanten zu scherzen.

16. August 2017

mysteriös – die Überschwemmung von Sachseln

Vor 20 Jahren überschwemmten verschieden Bergbäche unser Nachbardorf Sachseln. Im Dorfzentrum türmte sich der Schutt meterhoch und es stank noch Wochen später nach Unrat und Schmoder.

Schlimm – aber etwas ganz anderes ist mysteriös: Schaut euch mal das Hotel Kreuz ganz genau an.

Vor dem verehrenden Unwetter hatte es auf der Hauptfassade 11 Fenster nebeneinander (wegen der Tanne davor sieht man es leider nicht ganz so gut). Nachher sind es jedenfalls bloss noch 10! Das ist wahrlich myschteriööös…

15. August 2017

am Arsch der Welt gibt’s Kuchen

Kürzlich haben Forscher in der Antarktis einen uralten Früchtekuchen gefunden. Der Kuchen wurde 1911 von Scott's „Northern Party Expedition“ in der Schutzhütte am Ridley Beach zurückgelassen. Er war in Papier eingewickelt in einer verlöteten Blechdose und die vergangenen 106 Jahre tiefgefroren; also ganz bestimmt noch essbar.

Ich habe mall nachgeschaut: Diese beiden Schutzhütten am Kap Adare sind noch älter als der Kuchen. Sie wurden 1898 von Carsten Borchgrevinks „Southern Cross Expedition“ gebaut. Und sie sind die ältesten Häuser in der Antarktis. Vorher wohnten hier lauter nichts und Pinguine.

Gestern hat Frau G. auch einen Kuchen gebacken. Und der schaute fast genau so aus, wie dieser Antarktiskuchen. Bloss mit ohne Pinguin-Beigeschmack und lauwarm statt frostig.

Wer übrigens mal vom Polarkuchen naschen möchte, der liegt hier; am Arsch der Welt: s71.3077, e170.1915.