2. November 2016

Milano: mit dem Flieger ins Hochhaus

Das Pirelli-Hochhaus wurde in den späten 1950-er Jahren gebaut und ist eine Ikone der italienischen Nachkriegs-Moderne. Mit seinen 128 Metern war es lange Zeit auch das höchste Gebäude Mailands. Und zehn Meter höher als der Mailänder-Dom.

Am 18. April 2002 röhrte ein Flugzeug quer über den Bahnhofplatz und prallt ins Pirelli-Hochhaus. Italien war geschockt. Die Terroranschlägen in den USA waren ja erst einige Monate her und nun befürchtete man Ähnliches.
Der Brand im  im 26. Stockwerk konnte recht zügig gelöscht werden. Was übrig blieb waren drei Tote und über 50 Verletzte. Und einige komplett zertrümmerte Stockwerke im "Pirellone".

Das Flugzeug war eine Rockwell Commander (HB-NCX) und kam aus Lugano. Sein Pilot war ein schweizer Rentner und alleine unterwegs. Lange Zeit rätselte man, ob es nun ein Terroranschlag oder ein Unfall war. Später zeigte es sich dann, es war ein Selbstmord.

Der „Pirellone“ (n45.4847, e9.2011) ist längst wieder renoviert und im 31. Stock befindest sich heute eine Gedenkstätte und mit einem grandiosen Ausblick über die Stadt. Die ist allerdings nur am Sonntag geöffnet. Doch als wir da waren - nicht.

Kommentare:

  1. wenn das mal nicht das Lonza Hochhaus in Basel ist...

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    1. Gut erkannt!
      Wobei der Pirelli-Turm nicht nur deutlich grösser, sondern auch wesentlich eleganter ist. Ganz besonders gefallen mir die konischen Pilaster und die "offene" Spitz-Ecke.

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