24. Juni 2016

Unpässlichkeit auf der Alp

Der erste heisse Sommertag in diesem Jahr – und ich zügle mein Büro in die Alp hinauf. Und da unsere Alphütte 1‘000 Meter höher oben steht, ist es da oben naturgemäss auch etwa 8 Grad kühler als unten im Tal. Perfekt, an einem einem Tag wie heute.
Während ich ganz alleine in den Computer hineinschaue, stehen draussen ein Dutzend Kühe und glotzen mich an. Mit kühnen Schwanzschwängen wedeln sie die Fliegen weg. Toll - wenn man sowas kann.

Als ich gegen Abend wieder heimfahren will, macht mein Toyota keinen Mucks. Kein Strom. Tot, völlig tot. Und ich habe natürlich auch kein Telefon dabei. Was nun?
Ich stelle mich an den Weg und warte, bis ein Auto kommt. Zum Glück ist es ein Geländewagen mit einem kernigen Kerl am Steuer. Damit kann ich was anfangen.
Zuerst schleppen wir mein Autoli quer über die Wiese auf den festen Untergrund. Ich versuche in anzurollen. Rückwärts geht’s schon mal nichts. In der nächsten Alp unten kann ich wenden und es vorwärts versuchen. Immer noch nix.

Also darf ich ins Tal hinunter mitfahren. Eine Stunde später kommt die bestellte Pannenhilfe. Eigentlich wollte er mit seine 7,5 Tonner anrücken, aber ich empfehle ihm ein etwas kleineres Auto. Und damit kurven wir dann die zehn Kilometer den Berg hinauf.
Mein Autoli steht noch unversehrt da, wo ich es abgestellt habe. Die Fenster sperrangelweit offen und immer noch stromlos. Der Pannenhelfer spendet Elektrizität und der Motor säuselt wieder, als ob nichts gewesen wäre.

Kommentare:

  1. Schöne gemütliche Stube!
    LG!

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  2. moin, hattich neulich auch :kam mit Einkauf zum WE zurück und ;NIX, aber 2 Mann schoben mich an .... Batteriezelle zusammengebrochen ;-(
    Gruß th

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  3. da haben Sie es aber schön, da oben, Herr Alp-Muger!
    nur gut, gibt es noch andere 'Aelpler', wenn es brennt:-)
    lG Isabelle

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    1. jaja - auf die Bergmenschen kann man sich immer verlassen. Manche sind zwar übelriechende und übellaunige Käuze, aber hilfsbereit sind sie immer.

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