30. November 2015

Ligurien: Metropolitana mit Hund

Wer jetzt denkt, das wären schon alle Bahnen und Aufzüge gewesen – neiiin, es gibt noch mehr. Als nächstes fahre ich heute erst einmal mit der „Metropolitana“. Die Metro hat zurzeit bloss eine Linie; seit 2012 fährt sie vom Bahnhof Brignole bis zur Station Brin weit im Westen.

Während der Metrofahrt hüpft ein kleiner fussliger Hund auf den freien Sitzplatz neben mir und kuschelt sich an mich. Ich streichle ihn und er leckt mir dafür die Hand. Am Bahnhof Genova Piazza Principe muss ich aussteigen, er fährt noch weiter.

Am Ende des Bahnhofs, direkt über dem Tunnelportal, steht die Talstation der „Ferrovia a cremagliera Granarolo-Principe“. Von hier fährt die Zahnradbahn etwa 1,1 Kilometer lang bergauf nach Granarolo, etwa 220 Meter höher oben.

Ein alter hölzerner Triebwagen ruckelt stündlich hin und her. Ausser mir fahren nur wenig andere Fahrgäste mit. Die Bahn ist aber dennoch nicht nutzlos; denn das Gleis wird von den Anwohnern gerne als Fussweg benutzt – gleichmässige Steigung und autofrei.

Die Bergstation Granarolo bietet ausser etwas Aussicht nicht wirklich viel. Ich muss noch gschwind ins Gebüsch hinter dem Bahnhof. Kurz darauf fährt die Bahn auch schon wieder hinunter.
Die Talfahrt geht dann recht zügig, da wir unterwegs nirgends anhalten müssen. Ich bin ja auch der einzige Fahrgast und will bis zur Endstation.

In der Bar neben der Talstation mache ich Rast. Meine Beine sind von der Lauferei pluderlind. Zudem muss ich rein an die Wärme, dann das Novemberwetter tückisch. Im Faserpelz ist es mir an der Sonne zu warm und am Schatten zu kalt. Da hilft jetzt ein italienischer Kaffee. Winzig klein und brandschwarz. Der Bar-Mann ist ganz nett - und Fussbalfan, wie er erzählt. Wobei ich ihn kaum verstehe, er spricht irgendwie unverständlich. Vermutlich italienisch.

28. November 2015

Ligurien: die Sau ist tot.

Grad eben im Schaufenster gesehen: Die Sau Daniele lebt nicht mehr.

Ich gedenke ihr mit einem feissen Schinkenbrot.
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27. November 2015

Ligurien: am Ende des Tunnels ist feucht

Von der Talstation des „Funicolare Zecca-Righi“ ist es nicht weit bis zur Piazza della Meridiana. Hier führt eine unscheinbare Tür in einen Fussgänger-Tunnel. Die Wände sind verschmiert und es riecht säuerlich. Nach etwa 100 Meter Fussmarsch kreuzt unser Tunnel einen Strassentunnel, dann geht es nochmal ein Stück weiter in den Berg hinein. Bis zu einer ehemals noblen Halle und dem „Ascensore Castelletto Ponente“. Die Liftkabine ist holzgetäfert und fährt mich gut 60 Meter hinauf zum Castelletto.

Hier oben erwartet mich ein wunderbarer Platz mit alten Bäumen und grossartiger Aussicht über die Stadt. Die Palmen rascheln im lauen Wind. Senioren sitzen herum und lassen sichvon der Morgensonne aufwärmen. Wie Reptilien.

Schon von weitem sehe ich am anderen Ende der Aussichtsterrasse die Bergstation des „Ascensore Castelletto Levante“. Wie ein Balkon ragt sie über die Mauer hinaus. Der Lift bringt mich 57 Meter hinunter zum schmucken Jugendstil-Tunnel und zur Piazza del Portello. Ein Bettler hält mir die Tür auf und lächelt faulgezahnt.

Wenige Meter weiter ist schon die Talstation des „Funicolare Sant‘Anna“. Wieder ein unscheinbarer Eingang in eine kleine, unschöne Bahnhofshalle. Die Bahn ist eine Standseilbahn mit zwei Wagen und einer Ausweichstelle in der Mitte. Die Strecke ist nur etwa 360 Meter lang und führt 55 Meter bergauf.
Früher fuhr die Bahn mit Wasserballast, heute leider mit einem ganz gewöhnlichen Elektro-Antrieb.

Von der Bergstation latsche ich ein paar Schritte durch einen Park und bin schon am Eingang zum „Ascensore Magenta-Crocco“. Wieder gehts durch einen Tunnel 150 Meter tief in den Berg hinein. Dann mit dem Lift 50 Meter hoch hinauf zur Via Crocco. Hier oben gibt es nicht viel zu sehen, nur Häuser. Also wieder hinunter.

Mitten im Eingangstunnel sehe ich noch einen weiteren Lift. Ist zwar ein privater, aber was solls. Ich wage eine Fahrt und schaue wo ich rauskomme - im ehemaligen Karmelitenkloster Sant'Anna. Heute ist hier nix los, also fahre ich wieder hinunter. Und dann mit der Funicolare bis zur Talstation an der Piazza del Portello. Wo mich der Hunger weitertreibt. Davon dann morgen mehr...

26. November 2015

Ligurien: Berg-und Talbahnen

Genua liegt nicht am Meer, sondern vor allem an den steilen Abhängen und Hügeln dahinter. Deshalb gibt es überall Treppen und Tunnels, und auch einige Aufzüge und Bergbahnen. Diese will ich mir heute anschauen. Ich beginne mit dem „Ascensore Montegalletto“ an der Via Balbi, gleich neben meinem Hotel.

Hinter dem prächtigen Portal führt einem ein kurzer Tunnel zur Bahnstation. Hier setze ich mich in eine Standseilbahn-Wägeli. Das fährt mit mir zuerst 250 Meter weiter in den Berg hinein, dann eine enge Kurve und nun geht es 70 Meter senkrecht nach oben. Die obere Endstation ist am Corso Dogali, wo mir Mauern und Gebüsch die Aussicht verwehren. Also wieder runter und weiter.

Ich schlendere die Via Balbi weiter geradeaus bis zur „Funicolare Zecca-Righi“. Diese Bahn ist für mich etwas ganz besonderes, da sie vor mehr als hundert Jahren von Franz Josef Bucher aus meinem Nachbardorf Kerns erbaut wurde. Er verdiente mit dem Verkauf der Bahn seine erste Million und startete damit sein Hotel- und Bergbahn-Imperium.

Die Funicolare Zecca-Righi ist eine klassische Standseilbahn. Die Strecke ist 1,5 Kilometer lang und endet in Righi, 300 Meter über Meer. Bucher hat damals diesen Berggipfel in Righi – wie der Rigi am Vierwaldstättersee – umbenannt, weil die Luzerner ihm den Bau der Rigi-Bahn verwehrten. Jetzt hatte er hier in Genua seinen eigenen Rigi.

Vom Gipfel des Righi hat man eine grandiose Rundumsicht über Genua und den Hafen. Dann fahre ich wieder hinunter. Zuerst oberirdisch, dann durch einen Tunnel.
Und morgen erzähle ich euch von weiteren Bahnen und Aufzügen in Genua…

25. November 2015

Ligurien: ein Shopping-Paradies nicht nur für Menschinnen

Was mich in Genua gleich erstaunt, sind die vielen Paläste und schicken Einkaufsstrassen. Alles wirkt sehr opulent und so ganz anders, als ich das bisher kannte. Reihenweise Paläste aus dem 17. Jahrhundert. Jeder schmucker als er andere. Damals schienen hier wohlhabende Leute gewohnt zu haben.

Die Bauten rund um die Piazza de Ferrari sind aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert. Viel Klassizismus und Jugendstil; schön was da der Geldadel hin bauen liess.
Mitten auf der Piazza de Ferrari sprüht ein Springbrunnen Wasser gegen den Himmel. Das Wasser haben sie extra blau eingefärbt, wohl damit es zum Himmelblau passt. Ich staune, erschrecke noch einige Tauben; und gehe weiter. Gleich hinter der Oper beginnt die Galleria Mazzini. Eine noble Einkaufsstrasse unter einem Glasdach. Leider wird zurzeit grad renoviert und die Gerüste verdecken viele der Fassaden.

Ich flaniere der Via XX Settembre entlang nach Osten. Die Arkaden haben Mosaikböden, bunt wie Perser-Teppiche. Kilometerweit nur Schaufenster. Boutiquen, Kleidereien und Parfümläden. Dazwischen ab und zu eine Kaffee-Bar.

Ganz besonders gut gefällt mir der "Mercato Orientale" fast am Ende der Via XX Settembre. In der alten Markthalle gibt es alles was man essen kann. Gemüse, Fisch, Gebäck - und für mich ein Caffe und ein Focaccia mit Schinken.
Ich geniesse das Ambiente der Markthalle. Die Leute, die Geräusche und Gerüche. Wunderschön. Ausserdem nennt mich die Brotverkäuferin „Schätzilein“ und überhäuft mich mit Luftküssen.

Viele Altstadtgassen sind enorm schmal. Und die hohen Häuser machen die Sache auch nicht besser. In manchen Gassen ist das ganze Jahr Dämmerung. Doch je finsterer die Gassen sind, desto besser gefallen sie mir. Erinnern mich an Mafiafilme und die Basare im Orient.

24. November 2015

Ligurien: mein Zuhause in Ganovia

Die nächsten paar Tage wohne ich hier in Genua im “Albergo Acquaverde”. Das Hotel hat zwar keine Sterne, steht aber gleich neben dem Bahnhof. Mein Zimmer ist im vierten Stock, strassenseitig, und glänzt mit unscheinbarem Luxus. Es hat ein Fenster – seit Malta, weiss ich dass das nicht immer so ist – ein Stuhl, ein Fernseher und eine grosse „Minibar“ komplett ohne Inhalt.

Die Etage scheint früher einmal zu einer luxuriösen Stadtvilla gehört zu haben. Die Marmorböden und Stuckdecken zeugen noch davon. Dann hat jemand die opulenten Räume mit Gipswänden und Plastiktüren in viele kleine Hotelzimmer unterteilt. Architektonisch fragwürdig, aber finanziell durchaus lohnend. Mein Einzelzimmer kostet bloss 35 Euro, inklusive einer Steckdose und einem Beutelchen mit einer Duschhaube.

Gestern habe ich dann noch gleich einen ersten Stadtspaziergang gemacht. Ich wollte mir einen Stadtplan besorgen, einen mit Metro und Buslinien und so, nicht nur mit eingezeichneten Sehenswürdigkeiten und McDonald’s. Also schlenderte ich Richtung Altstadt, schaute dies und das an, und landete schlussendlich am Alten Hafen. Und da ist dann auch die Touristeninformation und macht mich wunschlos glücklich.

Auf dem Rückweg schlängle ich mich durch die schmalen Gassen der Altstadt und mitten durchs Immigranten-Quartier. Marokkanische Restaurants, senegalesische Frisöre und indische Telefonshops. Es tönt und riecht wunderbar. Da gefällt es mir...
Als ich im Hotel zurück bin ist es Abend und stockfinster. Ich freu mich auf morgen: Frühstücksbuffet und Würdigkeiten ansehen.

Im Lift hängt ein Warnschild: Wer hier drinnen raucht, wird mit einer Busse von 27,50 bis 275 € bestraft - kann man da auswählen?

23. November 2015

Ligurien: nach Genova Piazza Principe

Heute fahre ich nach Genua - mit der Bahn. Frau G. arbeitet gleich neben dem Bahnhof Luzern, was mir die Anreise dahin vereinfacht.
Der Zug nach Milano ist fast leer, alle anderen Fahrgäste sind Chinesen. Kleinwüchsige Mädchen mit schulterhohen Koffern. Alle quasseln unablässig in ihr Telefon. Erst weiss ich nicht, was sie da tun, dann aber kapier ich's; die schreiben Tagebuch - mit chinesischer Spracherkennung!
Dann hat die eine ihre Mutter am Telefon. Ich winke in in die Kamera und ihre Mutter in China strahlt wie die aufgehende Sonne. Und alle kugeln sich vor Freude.

Unser Zug zuckelt gemütlich durchs Tessin südwärts. In Chiasso begrüssen wir Italien mit einem zwanzigminütigen Stillstand; Lokwechsel und Personenkontrolle. Eine Stunde später erreichen wir Milano Centrale. Umsteigen in den „Freccia Bianca“. Ich habe keine Zeit für den geplanten Wurstbrotkauf, also geht’s hungrig weiter nach Genova. Mein Bahnwagen ist halb leer und riecht nach Salami-Pizza!

Die Po-Ebene liegt, wie meistens im November, im dichten Nebel. Die Pappeln strecken ihre blattlosen Äste in die Luft, als ob sie sich ergeben wollten. Die Felder sind graubraun und abgestorben. Und manche Bahnhöfe auch.

Wir erreichen auf die Minute pünktlich Genova Piazza Principe, einen der beiden grossen Bahnhöfe Genuas. Bei einigen Mitreisenden kommt noch kurz Panik auf, weil sich eine Tür umsverrecken nicht öffnen lässt. Ich steige am anderen Wagenende aus – ist mir doch egal.

Das Bahnhof-Hauptgebäude ist ein prächtiger Prunkbau mit viel Marmor und steinernen Götterfiguren über dem Portal. Die Unterführung erinnert zwar ein wenig an einen Abwasserkanal, aber vielleicht irritiert mich da auch bloss der Geruch. Wie auch immer – mein Hotel steht gleich gegenüber.

Luzern-Milano; SBB EuroCity 153, 4:03 h, 2.Klasse, 9 Euro
Milano-Genova; Trenitalia FrecciaBianca 35777, 1:30 h, 2.Klasse, 9 Euro

20. November 2015

Aufwölbungen im Bereich der Stossfugen

Wer zuhause einen Laminatboden hat, kennt die Probleme mit den sich abzeichnenden Fugen. Hier ein Beispiel-Foto dieser Aufwölbungen im Bereich der Stossfugen: Wahrlich kein schöner Anblick.

Ursache ist meist die unsachgemässe Pflege des Laminatbodens. Laminat ist ja ansich ausgesprochen pflegeleicht. Nichtanhaftende Verschmutzungen können ganz einfach mit dem Besen oder Staubsauger entfernt werden. Anhaftende Verschmutzungen, wie Fettflecken, Schuhabrieb und dergleichen, werden mit einem nebelfeuchten Wischtuch aufgenommen. Wichtig ist hierbei zu beachten, dass keine Nässe stehen bleibt. Denn wenn Feuchtigkeit in die Fugen eindringt, kann das Laminat aufquellen. Und dann ergibt sich genau ein solches Schadensbild wie auf dem obigen Foto.
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19. November 2015

meine Mortadella

Ihr kennt das doch auch? Da liegt schon seit zwei Wochen eine fingerdicke Scheibe Mortadella im Kühlschrank. Das Rosa der Wurstmasse ist einem stumpfen bräunlich gewichen und glänzt jetzt klebrig. Der angetrocknete Rand wölbt sich nach oben. Dafür sind Fettaugen eingefallen und milchig trüb. Einzig die angeschnittenen Pfefferkörner sehen aus wie immer; wie Warzen.

Frühstück ist fertig.

18. November 2015

ohne Visum nach Russland?

Gestern las ich in der Zeitung, dass im Mai 2016 in Russland die Eishockey-Weltmeisterschaft stattfindet. Eishockey-Weltmeisterschaft! Das könnte vielleicht wieder eine visumfreie Einreise bedeuten. So wie letztes Jahr an der Eishockey-Weltmeisterschaft in Belarus.
Gleich mal nachschauen.

Im Kleingedruckten finde ich dann den entscheidenden Hinweis: Visumfreie Einreise; ja - aber bloss für die Spieler und Betreuer. Nicht für uns Zuschauer, leider.
Schade, ich wäre gerne nach Russland gereist, da war ich nämlich noch nie...

17. November 2015

Genua – die Hafenschlampe

Hässlich und dreckig sei Genua, sagen die meisten Durchreisenden. Eine billige Hafenschlampe. Ich war ja schon mehr als fünfzigmal in Genua – aber immer nur im Hafen, noch nicht einziges mal in der Stadt. Mehr als das Strassen-Chaos und die Fährschiffe nach Afrika habe ich von Genua noch nicht gesehen.

Also werde ich demnächst mal hinfahren und mir dieses Genua etwas genauer anzuschauen. Ausserdem ist es ja November und ich täte noch etwas Sonne, Strand und Meer vertragen.
Sollte ich in Genua etwas Interessantes sehen, täte ich dann berichten. Mal schauen...

16. November 2015

der Feind unseres Feindes

Jetzt mal im Ernst - mir platzt gleich der Kropf. Es ist noch keine zwei Jahre her, da hat „der Westen“ – die USA, Grossbritannien, Frankreich, Deutschland usw. – beschlossen, die syrischen Rebellen mit modernen Waffen zu beliefern und sie militärisch* auszubilden.

Dass es sich bei diesen Rebellen um barbarische Kopfabschneider handelt, wusste man schon damals. Solange sie aber die Köpfe des syrischen Regimes abhackten, schien das in Ordnung zu sein. Auch die Ermordung von einigen zehntausend Andersgläubigen war kein Grund, die Unterstützung in Frage zu stellen.

Erst jetzt wo die einztigen Schützlinge auch bei uns töten, findet man irgendwie ungut. Wir haben uns getäuscht; der Feind unseres Feindes ist nicht unser Freund.

*Zum Beispiel im KASOTC (N32.033, E35.977) und im JIPTC (N31.793, E36.211) in Jordanien.

15. November 2015

wir sind die besseren Opfer

Wir sind Charlie. Wir sind Paris. Und jetzt sagt Frankreichs Premier; wir sind im Krieg.
Aber nie sind wir Beirut, Ankara, Bagdad, Sinjar oder Sinai.
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14. November 2015

Kuhfladen im Gesicht

Die Politologen und Wahl-Analysten rätseln noch, wie Kuhmist im Gesicht des Ständerat-Kandidaten zu interpretieren sei?

Ich meine, es ist wohl ein subtiler Hinweis auf die tiefe Verbundenheit des Kandidaten mit der Landwirtschaft. Und eine kritische Anmerkung zur gegenwärtigen Agrarpolitik. Odr so ...
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12. November 2015

der Kebab brennt

Neulich, frühmorgens am Bahnhof: Im „Istanbul-Imbiss“ gegenüber brennt Licht – oder die Küche. Jedenfalls flackert es orangerot durch die Rollladenritzen.
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11. November 2015

Krawatten-Tausch

Neulich habe ich doch von den eidgenössischen Wahlen berichtet. Bei der Nationalratswahl hat wie erwartet der Kari Vogler gewonnen.
Die Ständeratswahlen gehen in die zweite Runde. André Windlin und Erich Ettlin sind noch im Rennen, Adrian Halter hat aufgegeben.

Für den zweiten Wahlgang haben die beide Kandidaten extra neue Plakate drucken lassen. Und was besonders auffällt – jetzt trägt der Windlin eine Krawatte - dafür der Ettlin keine mehr.
Entweder ist das raffinierte Wahltaktik - oder die beiden teilen sich eine gemeinsame blaugelbe Wende-Krawatte.

10. November 2015

Filmkulisse in Tunesien

Das „der englische Patient“ und „Star Wars“ teilweise in Tunesien gedreht wurden, wissen die meisten. Aber im Süden von Douz steht – oder stand? – auch eine kaum unbekannte Filmkulisse.

Die gesamte Festung ist eine Kulisse aus Holzbalken und Gips. Die eine Seite ist maurisch, die andere eher persisch. Und was min nicht sieht, die Festung ist etwa einen Drittel kleiner als in Wirklichkeit.
Hier wurden in den Jahren von 1997 bis 1999 die beiden Kinofilme „Le Ciel sous le Désert“ und „Peut-être“ gedreht.

9. November 2015

Murmeltiere - knusprig wie Chips

Was für ein grandioses Wochenende! Wunderschönes Herbstwetter mit tintenblauem Himmel und buntem Laub. Und wir mittendrin.

Jetzt im Herbst sind die Alpweiden wieder braungraugelb. Die Murmeltiere haben sich kugelrund gefuttert und pfeiffen aus dem letzten Loch. Die Silberdisteln sind knusprig wie Chips. Alle sind parat für den kommenden Winter.

Wenn dann die fahle Herbstsonne bereits Mitte Nachmittag hinter den Felsen versinkt wird es schlagartig kühl. Ich mag diese melancholische Stimmung sehr.

7. November 2015

homöopathischen Tampons?

Diese homöopathischen Tampons – ich kann mir einfach nicht recht vorstellen wie die funktionieren.

Ach so - das ist Zahnseide!
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5. November 2015

an Losigkeit erkrankt

Nachdem ich heute Morgen um 2:40 die dritte Tiefkühl-Lasagne fertig gegessen hatte, erkannte ich aufs Mal, woran ich erkrankt bin: Schlaf- und Appetitlosigkeit.
Nun hiess es also tapfer sein und gegen die Krankheiten ankämpfen. Also zwang ich mich und verspeiste noch ein Tiramisu. Ich will mich ja nicht einfach der Krankheit ergeben.
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4. November 2015

Stand der Dinge

Aktuelles zum Stand der Dinge: Ich liege.
Die Nase saftelt, untenrum ist sie schon ganz rot und rau. Multiples Mugerweh und Langeweile im Endstadium.
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3. November 2015

Weltmännertag

Ausgerechnet heute ist "Weltmännertag"; ein Aktionstag zur Männergesundheit.
Ja - dann macht mal.
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2. November 2015

chrankkk

Ich bin krank: Tagelang schon röchelndes Siechtum mit Kopfschmerzen und Saftnase. Ich liege auf dem Sofa, in einer Suppe aus fiebrigem Schweiss, verschüttetem Pulverkaffee und Kekskrümeln. Quälende Langeweile. Die Hand mit der Fernsehfernbedienung ist längst taub, deshalb schaue ich jetzt nur noch Eurosport. Immerzu zeigen sie Autorennen, Pfeilwerfen und Turmspringen. In der Nacht halten blutte Frauen ihre prallen Drüsen feil. Dazu röcheln sie, ich glaube, die sind auch erkältet.

Wie dem auch sei - die nächsten paar Tage werde ich wohl rekonvaleszenzieren und darum nichts schreiben können.
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