18. Dezember 2015

Mein Kampf

In Kampf gegen meine Bettwanzen komme ich ganz gut voran. Bisher habe ich drei Dosen Wanzengift versprüht und wichtiges dazu gelernt: Das Zeug stinkt bestialische! Was meiner Wanze egal sein dürften, da solche - wie ich im Internet lese - gar keine Nase haben.
Im Internet schreiben sie auch, dass man Wanzen mit Hitze totmachen kann. Bei 55 Grad ist ausgewanzt. Gute Sache, habe ich gedacht, das stinkt wenigstens nicht sos ehr. Also stopfe ich einige Kleidungsstücke in den Backofen und lasse niedertemperaturgaren. Zwanzig Minuten bei 70 Grad dürften genügen. Obacht - du Sau.

Kleinere Sachen und solche ohne Metallteile, wie Mützen und Unterwäsche lasse ich im Mikrowellenofen schmurgeln. Später muss ich allerdings erkenne: Im Prinzip eine gute Idee - aber: Als ich nachsehe, schlägt mir ein beissender braungelber Qualm entgegen. Auf dem Drehteller motteten meine Socken und Unterhosen stumm vor sich hin; nun einheitlich schwarz und merklich geschrumpft. Fünf Minuten Mikrowellen-Vollgas sind wohl doch etwas zuviel. Aber immerhin bin ich mir sicher; keine Überlebende.
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Kommentare:

  1. Hitze? Ich käme nie auf die Idee, meine Klamotten zu packen. Oder zu verstrahlen. Wer weiß, zu was verstrahlte Wanzen mutieren? Nee, dann doch lieber den guten, alten Tiefkühler.

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    1. Backen geht schneller als einfrieren. Ausserdem braucht es -20° und ich hab gar keinen Tiefkühler. Allerdings hätte der Kunststoff-Reissverschluss meines Faserpelzes wohl - 20° besser vertragen als die +70°. Jedenfallss eine Zähne, die jetzt ganz rund sind...

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