22. Juni 2015

gottlos glücklich in Winterthur

Mit der Aussicht auf ein Chateaubriand lockte mich Frau G. nach Winterthur. Man muss drum wissen; der Frau G. ihre Vorfahren waren recht zeugungswillig und liessen zahlreichen Verwandten schlüpften. Und eben diese treffen sich nun in Winterthur. Und ich begleite sie.

Winterthur liegt gleich hinter Zürich. Und obwohl die sechstgrösste Stadt der Schweiz kennt man eher die Winterthur-Versicherung als die Stadt. Wenn man von der Autobahn her kommt, sieht Winterthur wenig hübsch aus. Hingekotzte Gewerbehallen, beschmierte Unterführungen und der Balkan-Imbiss „Texas“. Dann sind wir da. Die Verwandtschaft und das Chateaubriand auch.

Nach dem Dessert mache ich noch gschwind einen Spaziergang und entdecke dabei die Winterthurer-Altstadt. Etwas Gotik, etwas Fachwerk, prächtige Bürgerhäuser aus dem vorletzten Jahrhundert. Strassencafés und Biergärten. Nett hier.
An der Stadtkirche entdecke ich einen Aufkleber: «gottlos glücklich». Und genau so isses.

Kommentare:

  1. Wenn ich's so recht betrachte, sieht das Fleisch aus, als wenn es schon länger in einem warmen Winkel gelegen hätte. Außen dunkel und angetrocknet und innen bereits den eigenen Saft abgebend. Fehlen nur noch die kleinen, weißen Fliegenmaden, die sich über "das gute Stück" hermachen.

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    1. Das aussen ist "Kruste" und innen ist saftig. Und sowieso - das Tier ist tot.

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