16. Januar 2015

Ausländerkriminalität in Tunesien

Damals übernachten wir am Strand bei Enfidha in Tunesien. Genau da, wo heute der neue Flughafen ist. Der Sandstrand war mückenfrei und das Wasser lauwarm. Herrlich. Doch am nächsten Morgen fehlte einer unserer Stühle - gestohlen! Eigentlich keine grosse Sache, es war ja bloss ein billiger, feuerroter Klappstuhl. Aber nun musste einer von uns beim Essen stehen; und das - das geht nicht.

Ganz weit weg in der Ferne sahen wir einen Fischer. Und der sass seelenruhig auf unserem roten Stuhl und fischte. Auf unserem Stuhl!
„So eine Ratte“ meinte Filip, „dem werd ichs zeigen! Dem will ich die Klauerei ein für allemal verleiden“.
Und so griff er sich eine Sandschaufel und zog los. Erst hintenherum durchs Gebüsch anschleichen und dann mit monströem Gebrüll auf den Dieb losgestürmt. Die Schaufel therapeutisch über dem Kopf schwingend.
Nach einer Viertelstunde kam der Filip von seiner Vergeltungsaktion zurück. Ohne Stuhl. Dafür berichtete er kleinlaut, der Fischer habe auf einem roten Plastik-Kanister gesessen. Und gezittert wie Espenlaub und immerzu „non, messieur - non, non“ geschrien.

Peinlich.

Kommentare:

  1. bei mir schlief einer am Auto und überreichte mir morgens einen Zettel "Übernachten mit Zelt am Strand ", als ich ihn daraufhin hinwies,dass ich kein Zelt,sondern ein Womo hätte , holte er einen Stift aus der Tasche und strich "mit Zelt" durch. Nachdem ich unauffällig kontrolliert hatte ob irgendwas vor den Reifen lag,fuhr ich ohne zu bezahlen einfach weg. Eine Zeitlang rannte er noch hinterher, dann wurde er immer langsamer....

    AntwortenLöschen
  2. Warum hast du denn nicht dir den Plastik-Kanister unter den Nagel gerissen? Darauf kann man doch wohl auch ganz gut sitzen, und fischen kann man auch im Stehen. Für ein merci hättest du den Kanister doch mitnehmen können. Oder?

    AntwortenLöschen