23. Juni 2014

Vorsicht, ein Dessert-Wurm

Es riecht nach verbranntem Asphalt. Im letzten Moment konnte ich meinen Velozipeden zum Stehen bringen. Direkt vor uns wurmte eine Raupe quer über die Strasse, beinahe hätte ich sie angefahren. Schier kinderarmlang und rot eingepellt. Ein beeindruckendes Tierli.

Später las ich, dass es sich hierbei um ein „Cossus cossus“ handle, also um die Raupe des "Weidenbohrers". Und – jetzt haltet euch fest – sie essbar seien. Bei den alten Römern galt sie sogar als Delikatesse: Über Holzkohle gegrillt und leicht gesalzen soll sie saftig, weich und würzig schmecken. Nach gerösteten Mandeln und nach Vanille…

Kommentare:

  1. Sieht oben schon ein bisschen gegrillt aus.
    Isst man die saignant oder a point?
    CRyw

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    1. aussen knusprig und mit einem flüssigem Kern - wie beim Schoggi-Törtli.

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  2. Wird wohl schmecken wie Mopane-Würmer - die hatten wir im südlichen Afrika jeweils gegrillt zum Apéro. Die hatten einen feinen Erdnussgeschmack...

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    1. ich muss gestehen; habe mich bis jetzt noch nie getraut. Esse ja sonst wirklich alles, aber bei gerösteten Würmern ...

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    2. Gestoppt hast du doch nur, weil dich diese Raupe an deine sonst so geschätzten Bratwurst erinnnerte, oder? a)

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  3. ALLES ?!
    Ich erinnere mich da dunkel an einen Post zum Thema Blutwurst...
    :-)

    CR yw

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    1. Alles - die besagte Blutwurst habe ich gekaut und geschluckt, wenn auch widerwillig ;-(

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    2. Das nächste mal koche ich frittierte Hühnerherzli in scharfer Sauce, versprochen.
      (dominikanische Spezialität)

      CR yw

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