7. Februar 2014

die Sache mit der Stimmung

Abstimmungen - von vielen werden wir da darum beneidet. Oder ausgelacht, je nach Resultat. Am nächsten Sonntag ist wieder soweit - Abstimmung. Für die Ausländer unter euch, erzähle ich mal, wie das bei uns genau geht. Alle anderen können hier etwas lesen.
Die „Direkte Demokratie“ kommt immer in einem grauen „Stimmkuvert“ zu mir nachhause. Darin befinden sich einige „Stimmzettel", das „Abstimmungsbüchlein“ und die „Stimmkarte“.

Auf den Stimmzetteln kann ich nun jede „Vorlagen“ mit "ja" oder "nein" beantworten -  und nicht etwa angekreuzt, wie viele meinen. Will ich protestieren, so kann ich auch „leer“ oder „ungültig einlegen". Und dann muss ich nur noch die gelbe Stimmkarte unterschreiben - und das war's schon.
Nun habe ich zwei Möglichkeiten wie es weiter geht: „Briefliche Stimmabgabe“ oder „Urnengang“. Die meisten nutzen ersteres. Man stopft alles wieder ins Stimmkuvert und wirft es in den nächsten Briefkasten. Die anderen spazieren am „Abstimmungssonntag“ damit ins „Stimmlokal“ und geben dort "ihre Stimme ab".
Pünktlich um 12:00 werden dann die „Urnen geschlossen“ und im „Stimmbüro“ beginnt die „Auszählungen“. Die schnellsten Stimmbüros sind so gegen halb zwei fertig damit. Und gegen Abend sind dann alle durch und das "Schlussresultat" steht endgültig fest.

Am nächsten Sonntag stimmen wir über Eisenbahninfrastruktur, Abtreibung und Zuwanderung ab. Am 9. März sind kantonale Gesamterneuerungswahlen. Am 8. Mai ist Gemeindeversammlung und am 18. Mai wieder eine Abstimmung.
Wir dürfen insgesamt etwa sechs bis acht Mal im Jahr abstimmen. Und etwa die Hälfte aller „Stimmbürger“ macht mit; die Klugen und die Furzanzünder.
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Kommentare:

  1. Ich bin einer von denen, die euch beneiden. Worum gehts bei der Frage der Zuwanderung?

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    1. Wie immer: Die Initiative will die Zuwanderung von Ausländern beschränken, abgestimmt auf die Interessen der Volkswirtschaft ...

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    2. meine Prognose: Ablehnung mit etwa 55 zu 45%, Stimmbeteiligung 48%.
      Am Sonntagabend wissen wir es dann – mal sehen…

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  2. Muger, wenn man die gelbe Stimmkarte unterschreiben muss, dann ist das aber keine geheime Wahl, sondern die Stimmenauszähler wissen, wofür du gestimmt hast. Oder werden die Stimmzettel zu den einzelnen Abstimmthemen in einen gesonderten Briefumschlag verschlossen?

    Grüße Indi

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    1. Das hast du richtig erkannt, aber das ist ganz schlau gelöst. Die Stimmkarte kommt in ein separates Fach aussen auf dem Kuvert. Auf der Rückseite, also dann auf der Vorderseite, ist zugleich die Adresse und Briefmarke für den Rückversand.
      Der Empfänger trennt erst die Stimmkarte ab und wirft das nun neutrale Kuvert in die Urne. Und die wird dann erst am Abstimmungssonntag um 12 geöffnet

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