12. Dezember 2013

Malta: Schweinewurst und Touristenvieh

Auch heute Morgen früh sind wieder erstaunlich viele Leute unterwegs. Am Nachmittag ist dann wieder Leere, aber jetzt geschäftiges Treiben. Ich möchte die berühmte Sankt Irgendwas Kirche anschauen, laufe aber falsch. Also schauen wir halt die alte Markthalle an, die liegt grad vor uns. Eine schöne Schmiedeeisen-Konstruktion, aber die meisten Verkaufsläden sind leer. Bloss einige Metzgereien sind noch auf. Ich sehe die "Zalzett tal-Malti", die typische maltesische Schweinebratwurst. Leider roh, ich möchte sie gebraten. Das Schwein daneben schaut resigniert.

Wir schlendern mitten durch Valletta bis an die Spitze der Landzunge. Hier ist die Festung St. Elmo, umgeben von dicken Mauern und viel Meer. Zahllose Schiessscharten und Artilleriegranaten, so gross wie Ölfässer. Wegen einer Baustelle ist die Festung zurzeit nicht zugänglich, man müsste über den Gitterzaun klettern. Es ginge, aber ich will nicht.

Unser Weg führt nun immer weiter dem Ufer entlang. Es bläst ein kräftiger Wind, die Wellen schäumen und die Gischt spritzt hoch. Gegenüber sehen wir die Strandpromenade von Sliema. So aus der Ferne sehen die Häuser wenig einladend aus. Grobschlächtige Hotelburgen für das sommerliche Touristenvieh. Das wollen wir uns später noch aus der Nähe ansehen.
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Kommentare:

  1. Wäre ich ein Schwein, würde ich auch resignieren.
    Grüße
    Heinz

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    1. ... es gibt im Internet Leute, die behaupten, DU seist ein Schwein! Aber jetzt bitte nicht resignieren ;-)

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  2. Haha, im Internet gibt es keine Leute, sondern nur IPs. Und die sind manipulierbar ;-)
    Grüße
    Heinz

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  3. "Schweinischer als ein schweinisches Schwein kann nur der Mensch noch sein" - und "Wer Menschen Schweine nennt, der will auch schlachten." aus "Der Schnauzenkuß" von Karl August Groskreutz.

    Liebe Grunzgrüße an Heinz und Muger
    von Indi

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